Louise Jacobs Gesellschaftsspiele

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Inhaltsangabe zu „Gesellschaftsspiele“ von Louise Jacobs

Wen der Kunstbetrieb einmal in seinen Klauen hat, den lässt er so schnell nicht wieder los. Um sich voll und ganz auf seine Malerei konzentrieren zu können, zieht sich Leo Becker in sein Atelier im Ruppiner Land zurück. Allein mit sich und seiner Kunst, bereitet er sich auf die Chance seines Lebens vor – eine Ausstellung im Metropolitan Museum von New York. Doch die Berliner Kunstszene und ihre Verlockungen lassen sich nicht auf Dauer fernhalten. Und auch in der Liebe findet Leo keinen Halt. Denn Rahel, seine Frau, hat nicht nur eine Affäre, sondern droht Leo endgültig an den Kunstmarkt zu verkaufen. Verzweifelt wendet sich Leo seiner ehemaligen Geliebten zu. Doch wie soll sich das einst so abrupt zerbrochene Verhältnis wieder herstellen lassen? Zerrissen zwischen den beiden Frauen, zwischen seiner Kunst und den Verheißungen des Ruhms wird Leo zum gehetzten Wild einer Gesellschaft, die keine Gnade kennt. Und die einen Menschen genauso schnell fallen lässt, wie sie ihn zu ihrem Gott erklärt hat …

Jacobs Roman über die Kunstszene, mag es jetzt in Berlin sein oder irgendwo, beschreibt deutlich die Kurzlebigkeit der Dinge des Lebens

— kassandra1010
kassandra1010

So langweilig, trotz des tollen Themas

— Karin1970
Karin1970

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    Gesellschaftsspiele
    LeseratteAnnaHabeIch

    LeseratteAnnaHabeIch

    28. April 2017 um 22:02

    Louise Jacobs Roman handelt nicht nur von der Schickimicki-Gesellschaft der Klugen, Schönen und Reichen, die als Sammler oder Mäzene oder Verkäufer mit Kunst zu tun haben. Vielmehr handelt er von Kunst und davon, wie es ist, sie zu schaffen. Er handelt vom Leben als Künstler und davon,  wie die Kunst jeden Tag etwas davon verschlingt. Leo, der gefeierte Maler, ist ein ewig Suchender: Im Leben sucht er nach Glück und Erfüllung, in der Kunst nach Perfektion. Zwar hat er großartige Erfolge, doch diese kosten ihn seine Unbefangenheit beim Malen. Zwar hat er zwei Frauen, die ihn beide auf ihre Art lieben, doch kann er keine der Beziehungen längere Zeit glücklich leben.Fast könnte man glauben, dass am Ende die Kunst das Leben kostet und der Kommerz siegt, doch so einfach ist es nicht...Jabobs Roman besticht durch außerordentlich gelungende Psychogramme der Figuren und durch herausragende Schilderungen von Bildern und ihrer Entstehung. An einigen Stellen meint man fast, den Farbengeruch des Ateliers in der Nase zu haben und die Werke vor Augen zu sehen...Ein großartiges, sehr reifes Buch von einer erstaunlich jungen Autorin, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte!

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  • die Kurzlebigkeit der Dinge des Lebens

    Gesellschaftsspiele
    kassandra1010

    kassandra1010

    24. November 2016 um 23:30

    Leo Becker, erfolgreich gepuschter Maler, muss für seine geplante Ausstellung in der NY-Met 10 Bilder malen. Der Abliefertermin rückt immer näher, er hat Blockaden. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als seine Bilder halbfertig abzugeben. Er führt ein beschissenes Leben. Seine Frau, die sein Leben regelt, geht fremd u. das ist sein Schuld, betrog er sie doch in der Hochzeitsnacht. Sein Galerist Max plant schon die nächste Kunstreihe. Doch er will eigentlich nur eines: leben. Er erinnert sich an seine alte Liebe Ebba, sucht sie mehrmals auf. Doch auch das deutliche Gespräch zwischen Ebba u. Leo lässt Leo nicht aufwachen. Laut Ebba ist er ein hochgepuschtes Arschloch. Aber so ist die Kunstszene, heute in - morgen out. Jacobs Roman über die Kunstszene, mag es jetzt in Berlin sein oder irgendwo anders, beschreibt deutlich die Kurzlebigkeit der Dinge des Lebens u. deren Folgen. Gut gelungen.

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  • Geld regiert die (Kunst-)Welt

    Gesellschaftsspiele
    Greedyreader

    Greedyreader

    14. February 2016 um 17:40

    Leo Becker ist ein sehr erfolgreicher Maler. Mit 37 Jahren befindet er sich auf dem Höhepunkt seiner Popularität, und seine Bilder werden zu hohen Preisen gehandelt. Seine Ehefrau Rahel kümmert sich um alles Geschäftliche und steuert zusammen mit dem Galeristen Max seine Karriere. Allerdings steht Leo unter enormem Druck, weil er innerhalb von neun Monaten zwölf Bilder für das Metropolitan Museum in New York malen muss. Der Roman zeigt seine persönliche Krise und die Auflösung seiner Persönlichkeit. Leo Becker ist zutiefst unzufrieden mit seinem Leben, weil er das, was er eigentlich wollte - Freiheit, Unabhängigkeit -, nicht mehr hat. Er fühlt sich als Auftragsmaler, der sich nicht einmal die Zeit nehmen kann, seine Bilder in Ruhe fertigzustellen. So kommt es, dass er für die Ausstellung teilweise unfertige Bilder abgibt. Wenn er sich mit den großen Meistern vergleicht, die seine Vorbilder sind - zum Beispiel Goya und Velasquez -, weiß er, dass er ihnen nicht das Wasser reichen kann. Auch das macht ihn äußerst unzufrieden, und er kann in seinem Leben und seinem künstlerischen Wirken keinen Sinn mehr sehen. Im gleichen Zeitraum scheitert auch seine Ehe unwiderruflich, und sein Versuch, mit seiner Jugendliebe Ebba wieder zusammenzukommen, ist ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Sein Tod am Ende des Romans ist daher nur folgerichtig. Er überrascht natürlich auch deshalb nicht, weil seine Beerdigung der eigentlichen Romanhandlung als Prolog vorangestellt ist. Nur weiß der Leser zu diesem Zeitpunkt nicht, wie viel Lebenszeit ihm bleibt. Besonders spannend ist das nicht. Interessant ist aber auf jeden Fall die Darstellung der Kunstszene. Gezeigt wird, wie erfolgreiche Künstler gemacht und vermarktet werden, wie sie unabhängig von der Qualität ihrer Werke als Geldmaschine fungieren, durch die einige Leute sehr reich werden. Das alles ist jedenfalls erheblich besser, als die aus disparaten Auszügen bestehende Leseprobe erwarten ließ.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    Toschi3

    Toschi3

    13. September 2011 um 16:04

    Teufelskreis Das Buch beschreibt das Leben eines Künstlers und zweier mit ihm verbundenen Frauen. Nach den Angaben im Umschlag hat die Autorin lange in der Künstlerszene recherchiert. Ich kann zwar nicht beurteilen, ob die Darstellungen im Buch dieser Szene entsprechen, kann es mir aber sehr gut vorstellen. Leo und die beiden Frauen befinden sich in einem Teufelskreis. Sie sind nicht mehr sie selbst, werden durch andere zu dem gemacht, was sie nie werden wollten, und kommen doch nicht mehr aus der Situation heraus. Das Buch ist spannend geschrieben, aus den jeweiligen Blickwinkeln der 3 Hauptpersonen. Die Sprachwahl ist flüssig und sehr gut zu lesen, tatsächlich bin ich am Ende des Buches erstaunt, wie schnell es vorbei war. Das Buch lässt nicht mehr los, es treibt voran und hält die Spannung aufrecht. Allen Interessierten zu diesem Buch kann ich nur sagen: lasst Euch darauf ein, es lohnt sich.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    suse9

    suse9

    01. June 2010 um 14:49

    Leo hat alles in seinem Leben. Er ist nicht nur talentiert, sondern verdient mit seinen Bildern auch noch so viel Geld, dass er sich eine Wohnung in Berlin und ein Haus auf dem Land leisten kann. Seine schöne intelligente Frau hält ihm den Rücken frei, indem sie Ausstellungen, Interviews und alles Geschäftliche organisiert. Nebenbei lässt sie ihm seine Freiheiten und duldet tolerant seine Eskapaden. Leo müsste glücklich sein, ist es aber nicht. Die Liebe zu seiner Frau ist ihm verlorengegangen, ein Zurück zu Ebba - seiner einstigen Geliebten - scheint es nicht zu geben und voller Selbstzweifel hadert er mit seinen Werken. Das Buch beginnt mit dem Ende der Geschichte, die aus Leos, Rahels sowie Ebbas Perspektive erzählt wird. Der Schreibstil Louise Jacobs´ist nicht ganz einfach. Bald jedoch fängt sie uns mit gut gewählten Worten und wenn man sich eingelesen hat, versinkt man in der Geschichte und vergisst die Zeit. Die Beschreibungen der Kunstwerke, Protagonisten und ihrer Umgebung sind sehr detailliert, und dadurch fühlt man sich in die Handlung hineingezogen. Regelrecht riechen, schmecken und hören kann ich die Welt, in der Leo lebt. Durch ihre plastischen Ausführungen nimmt sie uns mit und gemeinsam mit Leo erleben wir vergangenes Glück, zerstörerischen Selbstzweifel und den Kampf, seinem bisherigen Leben zu entfliehen. Besonders drastisch empfand ich die Szene, in der der Drogenrausch geschildert wird. Sie ist äußerst abstoßend und dramatisch. Spätestens jetzt begreife ich, dass Leo am Abgrund steht. Mir ist klar, dass ich niemals so derartig die Kontrolle über mich verlieren will. Louise geht schonungslos mit ihren Helden um und ich kann mich lange nicht entscheiden, wer von ihnen mir sympatisch ist. Müsste Leo nicht der zurfriedenste Mensch sein, da er alles erreicht zu haben scheint? Aber das gibt es wohl nur in Büchern und manchmal sogar dort nicht. Louise Jacobs erspart uns nichts. Wer ein Happy-End-Buch erwartet, sei gewarnt. "Gesellschaftsspiele" hält keine Lösung der Probleme bereit, denn diese lassen sich nun mal nicht einfach so fortlesen. Das Buch hält uns lediglich einen Spiegel vor das Gesicht. Entweder man schaut hinein oder lässt es. Mir hat "Gesellschaftsspiele" sehr gut gefallen, und ich möchte es jedem empfehlen, der keine Angst davor hat, ein Buch zu lesen, bei dem der Schlusssatz: "Ende gut, alles gut." fehlt.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    Ancareen

    Ancareen

    13. October 2009 um 07:47

    Der Prolog beginnt mit der Beerdigung des Malers und Helden des Romans Leo Becker, erzählt aus der Perspektive von Ebba. Sie war seine Freundin bevor er Rahel heiratete. "Menschen in Gesellschaft. Ein Spiel." Hier geht es um die Kunstszene voller Kommerz. Bilder verkaufen sich unglaublich hohen Summen, Sammler und Magazine. Leo hat es mit 37 zu großem Erfolg in dieser Szene gebracht, in der es aber eher darum geht, gesehen zu werden und zu sehen. Leo empfindet sich nur als jemand, der das Ganze etwas aufwertet. Rahel, seine Frau sieht in ihm und seiner Kariere ihre Aufgabe. Sie und Max halten dem Maler den Rücken frei, damit er nur zu produzieren braucht: Ein Kalender mit Aktmodellen in limitierter Auflage, einen Auftrag einer Ausstellung ...12 Bilder in 9 Monaten......Leo fühlt sich ausgebrannt. 5 Jahre nicht malen, oder besser 3? Skulpturen wären doch mal was, Max will ihm Flüge besorgen nach Rom, damit er sich dort inspirieren lassen soll. Leo zieht sich aufs Land zurück und malt die vielen Bilder in kurzer Zeit, Rahel fühlt sich dort nicht wohl. Ihr fehlt der Trubel der Stadt.. Für ihn sind die Bilder unfertig, schlechte Kunst, was keiner aus der Szene laut sagt. Alle loben, keiner schaut genau hin, keiner stellt ihn in Frage. Für Rahel "war Leo Becker das Versprechen jener weiten Welt, die sie in New York gesucht hatte." Und Ebba? Sie taucht plötzlich auf seiner Geburtstagsparty auf. Ein Freund brachte sie mit. Leo möchte Zeit mit ihr verbringen und sie malen. Ebba ist hin und her gerissen. Sie möchte sich seiner Anziehungskraft, ihrer alten Liebe, dem Mann der ihr vor Jahren so weh getan hatte, entziehen. Wohin wird die Entwicklung gehen? Hin zu noch mehr Oberflächlichkeit, Leistungsdruck, Verschwendung? Was zählt wirklich im Leben? Der Roman ist in der Kunstszene angsiedelt, doch könnte er adäquat in vielen anderen Milieus spielen.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    a.schmalzbauer

    a.schmalzbauer

    24. August 2009 um 20:31

    Leo Becker - hin und her gerissen zwischen Berlin und Garz und dem Gedanken ein freier Künstler zu sein und dem Streben nach Ruhm und Geld. Er hat eine selbstzerstörerische Ader und kann andere mit in den Abgrund ziehen. Gefangen im Leistungsdruck Rahel - definiert sich über ihre Rolle als Ehefrau des Künstlers und Managerin seines Lebens. Kritisch anderen gegenüber, aber nicht fähig zur Selbstkritik Ebba - hat sich ein "ungefährliches", aber mittelmäßiges Leben eingerichtet, nachdem sie sich von Leo Becker getrennt hat. Will nicht von der Vergangenheit eingeholt werden. Der Roman spiegelt einige Facetten unserer Gesellschaft wider. Leistungsdruck, Drogenkonsum, Machtstreben und Sprachlosigkeit. Kommunikation ist das hauptsächlich Fehlende zwischen Leo Becker und den Menschen die ihn umgeben. Vor allem mit seiner Frau Rahel schafft er es nicht ein Gespräch zu führen, um die Fronten zu klären und seine Gefühle zu zeigen. Aber auch Rahel zieht sich zurück und schweigt. Es steht dann nur noch die Erfüllung von Aufträgen und wie kann man dem anderen wehtun im Vordergrund. Die Charaktere sind nicht sehr sympathisch, aber plastisch beschrieben. Bis auf einige Formulierungen ist der Text gut zu lesen. Es fehlen einige Anführungszeichen, aber da kann die Autorin nichts dafür. Der Spannungsbogen ist relativ flach, es gibt keine großen Überraschungen. Ich habe dieses Buch aber doch mit Freude gelesen und es hat mir einige Denkanstöße gegeben. Louise Jacobs hat es geschafft einen gesellschaftskritischen Roman zu schreiben, verpackt in eine Geschichte die gut verständlich und nachvollziehbar ist. Doch am Ende bleibt jeder alleine zurück ist eine ziemlich gute Zusammenfassung.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2009 um 13:04

    Ein Künstlerleben 2 Dieses Buch dreht sich um die Zerissenheit des Künstlers Leo Becker, der es durch seine Unzufriedenheit in seinem Leben nicht schafft, seinen Auftrag zu vollenden. Dieser Auftrag beeinhaltet 12 Bilder, wobei er Schwierigkeiten hat die letzten 4 Bilder zu malen. Ausgelöst durch seine Eheprobleme erscheint es ihm unmöglich das Gesicht seiner Frau zu malen. Direkt auf der ersten Seite liest man von seiner Beerdigung welches mir lieber als Schluss gewesen wäre. Nach diesem Kapitel kann man kann man die Rückblende seines Lebens verfolgen. Vier Bilder fehlen ihm noch und seine Unzufriedenheit wächst und wächst. Er empfindet sich als Spielball der Gesellschaft, der Druck von außen steigt, seine Ehe ist in den Brüchen, seine Frau, kühl und egoistisch ist genauso untreu wie er. Immer wieder denkt er an seine Jugendliebe Ebba, die er einfach nicht aus dem Kopf bekommen kann seit dem er sie auf seiner Geburtstagsparty wiedersah. Die Situation eskaliert mit Drogenexzessen und Sexabenteuern. Dieses Buch hat einen leicht zu lesenden Schreibstil, beschreibt auch die Personen um die es sich in erster Linie dreht sehr gut, dennoch konnte ich mich nicht begeistern. Die Künstlerszene wird hier sehr ausführlich beschrieben, auch die Egozentrik des Künstler Leo Beckers. Mir wäre es lieber gewesen von seiner Beerdigung am Ende zu lesen, denn ich mag es nicht wenn ich vorher schon erfahre wie das Leben der Hauptperson ausgeht. Diese Handlung ist garantiert etwas für Fans aus der Künstlerszene oder Menschen die einfach mal in die Welt des Künstlers abtauchen wollen. Mich allerdings konnte es nicht fesseln.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    schnegg72

    schnegg72

    09. June 2009 um 09:10

    Schadhafter Erfolg Endlich ist der lang ersehnte Erfolg für Leo Becker da. Aber will er dafür auch den Preis bezahlen? Will er nun Bilder malen oder produzieren? Ist er Mensch oder Maschine? Leo zweifelt eigentlich an allem: seiner Ehe, seiner alten Liebe, seiner Berufung, sich selbst und seinem ganzen Leben. Ist es wirklich das, was er will? Und wenn nicht, gibt es einen Ausweg? Die Beschreibung des Kunstszene und der darin verwickelten Personen war mit zur flach und oberflächlich. Oder sollte genau dieser Eindruck entstehen? Ist diese Szene eventuell genau so und diese Geschichte nur ihr Spiegelbild? Mein Fazit: Ein Buch, durch das ich mit ziemlich "durchbeißen" mußte, da es nicht sehr fesselnd geschrieben ist und somit schnell langwierig werden kann. Leos Tod als Prolog hat dem Buch den Rest der eventuell vorhandenen Spannung komplett genommen.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    Penelope1

    Penelope1

    28. May 2009 um 21:02

    Leo Becker, der erfolgreiche Maler, sucht seinen Platz in der Welt der Kunst. Obwohl er alles hat - Erfolg, Anerkennung, Geld, fragt er sich, welchen Sinn die Malerei für ihn hat. Ihm geht es nur darum, sich über die Kunst auszudrücken. Er fühlt sich unverstanden und merkt, daß es inzwischen gar nicht mehr um seine Bilder, sondern um seinen Namen, seine „Marke“ geht. Immer mehr gerät er unter Druck: einerseits ist da der Auftrag für die so wichtige Ausstellung im Met-Museum in New-York, andererseits die Beziehung zu seiner Frau Rahel, die ihn betrügt. Außerdem geht ihm seine ehemalige Lebensgefährtin Ebba nicht aus dem Sinn, die „seine Sprache“ spricht. Extra für diesen Auftrag hat er sich aus der Großstadt Berlin aufs Land zurückgezogen und versucht dort, Abstand und die nötige Ruhe zu gewinnen, um die bestellten Bilder zu malen, zu „produzieren“, die ihm inzwischen mehr Frust als Freude bereiten. Wie soll es weitergehen – will er weiterhin mit seiner Frau zusammenbleiben, deren Portrait er nicht fertigstellen kann, da ihm der Bezug zu ihr und ihrem Seelenleben verlorengegangen ist, oder will er die Beziehung zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin Ebba wieder aufleben lassen? Fragen, die Leo schier überwältigen, überfordern. Sie machen ihn fast handlungsunfähig, seine Kunst stockt, seine Selbstzweifel werden immer größer. Er fühlt sich wie „eine goldene Spinne, Teil des Netzes und doch darin gefangen“. Gleichzeitig muss er feststellen, daß nicht er alleine die Fäden seiner Zukunft in der Hand hält, denn schließlich muss er sich den Gesellschaftszwängen unterwerfen, sich Interviews stellen, Ausstellungen besuchen, allzeit gute Mine (zum bösen Spiel?) machen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn ich es schade fand, den Ausgang des Buches bereits am Anfang im Prolog zu erfahren – das hätte ich mir doch gerne als große Überraschung bis zum Schluss aufgehoben... Obwohl es keine wirklichen Höhen und Tiefen vorweisen kann, lässt es sich flüssig lesen und vermittelt einen Eindruck, wie es in der Welt der Kunst zugeht... Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen, Einiges über die Welt und Nöte eines Künstlers erfahren und bin für die Lesedauer ein wenig in die Welt der Malerei eingetaucht...

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    cörchen

    cörchen

    25. May 2009 um 15:45

    Künstler Drama ohne Tiefgang Louise Jacobs schreibt in ihrem neuen Roman „Gesellschaftsspiele“ über die Oberflächlichkeit der Kunstszene und wie sich ein einzelner Mensch darin verlieren und sich selbst vergessen kann. Alles dreht sich um Leo Beckers zerrissenes Leben, er hasst die Kunstszene und deren Gehaltlosigkeit und doch lebt er von und in ihr. Er sucht die Liebe und Romantik in der Beziehung und doch hintergeht er Rahel, seine Frau, von der Hochzeitsnacht an. Er bekommt die großartige Chance für ein New Yorker Museum 12 Bilder zu malen und doch gibt er diese unfertig ab. Eine Geschichte voller Gegensätzlichkeiten. Das Coverbild finde ich sehr zum Inhalt des Romanes passend und edel wirkend. Die Dicke der Seiten dagegen erweckt den Anschein, als wäre das Buch billig hergestellt. Oft hatte ich das Gefühl mehrere Seiten in der Hand zu haben. Weiterhin habe ich die rechtsbündigen Seitenzahlen als störend empfunden, da sie auf die nächste Seite durchdrucken und der kleine schwarze Punkt vom Lesen ablenkt. Das Rätsel um den Zweck der Zwischensequenzen in kursiv konnte ich bis zur letzten Seite nicht lösen. Waren es Überlegungen aus Leos Notizbuch? Oder die Gedanken eines übergeordneten Erzählers? Der Wechsel der Erzählstränge zwischen Leo, Ebba und Rahel hat die Verwirrung vollendet. Es war kein Muster erkennbar und so musste ich bei jedem Kapitel aufs Neue nachdenken, wer der Erzähler ist. Vielleicht hätte dies auch durch das Layout verdeutlicht werden können. Das Buch enthält viele oberflächliche Informationen, lässt den Leser nicht zu tief in die Geschichte eindringen. Ein Vorteil, wenn man es als Stilmittel sieht, da die Autorin somit die Oberflächlichkeit der Szene widerspiegelt. Ein Nachteil aber auch, da der Leser sich nicht ausreichend mit den Figuren identifizieren kann. Meiner Meinung nach hat dieses Buch keine Nachwirkung, man liest es und vergisst es. Es wirkt holprig geschrieben und schlecht durchdacht.

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    schlumeline

    schlumeline

    24. May 2009 um 09:11

    Gesellschaftsspiele oder Gesellschaftszwänge?? Das ist wohl mehr das, was sich hinter dem Inhalt des Buches verbirgt. Leo Becker, Künstler/Maler, lebt in einer Welt, die er sich selbst so nicht geschaffen hat. Früher hat er nach seinen eigenen Vorstellungen Kunst produziert und gelebt. Er hat das zu Papier gebracht, was in angerührt und fasziniert hat. Heute ist er bekannt und unterliegt den Zwängen der Gesellschaft. Er hat den Auftrag für eine Ausstellung in New York 12 Bilder in 9 Monaten zu malen. Diese Bilder jedoch unterliegen bestimmten Vorgaben. Seine Kunden bevorzugen Bilder in denen auch das weibliche Geschlecht nicht zu kurz kommt. Leo jeoch kann mit diesen Vorgaben und dem Zeitdruck zur Erstellung der Bilder nicht umgehen. Er hat sich schon aus der Stadt auf das Land zurückgezogen, sozusagen zurück zu seinen Ursprüngen. Von seiner Frau Rahel, mit der er auch schlechte Zeiten durchlebt hat und die für ihn derzeit sämtliche Kontakte schafft und pflegt, lebt er bereits mehr oder weniger getrennt und will die Beziehung beenden. Auch Rahel scheint sich von Leo bereits innerlich gelöst zu haben, da sie Trost bei anderen Männern sucht und mit Leos Lebensweise wohl nicht zurecht kommt. Dennoch hängt sie wohl an ihm. In seiner Krise versucht Leo den Weg zurück zu seiner Jugendliebe Ebba. Aber auch dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt. Ich denke man sollte mit der Frage "Wer hat Leo Becker getötet" nicht so wörtlich umgehen. Die Gesellschaft und deren Zwänge, der Druck von außen, hat Leo Becker getötet. Es geht hier wohl ehr nicht um den Unfall, bei dem Leo letztendlich ums Leben kommt, sondern um den Tod seines Ich. Das Buch ist kritisch geschrieben und zeigt uns wohl einen Spiegel der Gesellschaft auf. Ist es nicht in vielen Lebensbereichen heute so, dass man Zwängen unterliegt und sich gerne daraus lösen würde? Vielleicht sollte jeder einmal über sein eigenes Handeln nachdenken. Ich kann hier aus voller Überzeugung 4 Sterne vergeben und sage: Tolles Buch!!

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    liebelein

    liebelein

    23. May 2009 um 12:00

    Dies ist die Geschichte über den Verfall des einsamen Menschen, der alles hat, nur nicht sich selbst! Leo Becker, Ende dreißig, hat in seinem Leben äußerlich viel erreicht. Er ist ein erfolgreicher Maler, verkehrt in den Kreisen der Highsociety, wird bewundert  egal was er produziert, hat den nötigen Freiraum, den er braucht und eine Frau, die sich versucht, um alles um ihn herum zu kümmern. Doch diese Vorzüge bringen ihm nicht sehr viel, da er seine Kunst nur noch unter Termindruck hervorbringt und nur das zählt, was sich gut verkaufen lässt. Die Allgemeinheit sieht jedoch nur die Fassade und entbehrt sich jeglicher Kritik. Nur seine engsten Vertrauten, seine Frau Rahel, Tobias  sein Freund und seine ehemalige Freundin Ebba versuchen ihn als Mensch zu erwecken, doch er findet aus seinem Leiden nicht auf den notwendigen Weg zurück. Insgesamt eine doch sehr gefühlvolle und detaillierte Geschichte über das Scheitern und den inneren aufgewühlten Verfall eines Künstlers, der nicht mehr zu sich findet und in seiner eigens geschaffenen Einsamkeit zum Schluss durch einen Autounfall stirbt. Doch im Prinzip hat sich Leo Becker durch den Verlauf seines Lebens und die Gesellschaft selbst langsam getötet...

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    dyabollo

    dyabollo

    21. May 2009 um 21:40

    Zuerst einmal Kritik: Ich fand die Zeile auf dem Buchcover völlig unpassend!! : "Wer hat Leo Becker getöt?" Hä??? Da hat man ja das Gefühl es handelt sich um einen Krimi...und vor allem entspricht es nicht mal den Tatsachen! In dem Roman wird KEINER getötet!!! Und sollte das eine "Idee" sein um ein breiteres Spektrum an Lesern anzuziehen, so wären diese verdammt sauer nach so einer Lektüre! Das sollte auf jeden Fall mal verbessert werden, denn dieses Buch ist kein KRIMI !!! Inhalt: Leo Becker scheint mit seinen 37 Jahren alles erreicht zu haben. Er hat Erfolg mit dem was er liebt - Kunst, er hat Geld, Ruhm und eine wundervolle Frau die sich um alle seine Angelegenheiten kümmert, ihm jedoch so viel Raum lässt wie er braucht. Doch die schöne Fassade versteckt ein fauliges Innenleben: Leo liebt seine Frau nicht mehr und sie weiß es auch. Sie geht fremd weil sie Annerkennung sucht und vielleicht auch Geborgenheit die Leo ihr nicht bieten kann. Doch auch der Erfolg hat so seinen üblen Nachgeschmack: Leo steht unter Druck und kann nicht mehr das malen sondern muss produzieren was der Käufer will. All das zerrt an Leo und als er zufällig Ebba begegnet entflammt die alte Liebe zu ihr wieder auf. Doch ist es wirklich Liebe? Kann Leo lieben? Was will er überhaupt? Meinung zum Buch Ich fand das Buch anfangs sehr zäh und langweilig. Bis Kapitel 10 musste ich mich richtig hindurchbeißen doch dann kamen plötzlich alle Gefühle auf einmal. Es wird aus allen Perspektiven berichtet, so dass man merkt, dass nicht nur Leo leidet, sondern, dass viel mehr alle wegen Leo leiden, am meisten er selbst. Doch man merkt auch, dass an einer verlorenen Liebe nicht nur einer Schuld hat sondern beide ihre Fehler begehen. Man spürt förmlich das Leid der drei Protagonisten. Ich fand das Buch richtig gut, denn das zähe Ende vergisst man sobald es schön wird ;) was mich stört ist eben die Aussage mit Leos Tod! DAs muss und das darf gar nicht erst sein! Das Buch wäre so viel schöner ohne diesen Patzer! Deswegen auch ein Stern Abzug!

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  • Rezension zu "Gesellschaftsspiele" von Louise Jacobs

    Gesellschaftsspiele
    LilStar

    LilStar

    20. May 2009 um 13:57

    Leo Becker ist ein angesehner und erfolgreicher Künstler. Er will anders sein, verachtet die Gesellschaft und die Normalität. Irgendwie scheint er sich für etwas besseres zu halten. Die Welt dreht sich nur um ihn. Jedenfalls verlangt er dies. Er wirkt sehr unsympathisch und das hält sich das ganze Buch über. Seiner Frau gegenüber tritt er sehr unnahbar, verschlossen und egoistisch auf. Er lässt sich allerdings auch zu sehr in das Klischee eines Künstlers drängen. Auf der einen Seite will er den Erfolg, auf der anderen Seite ist er nicht wirklich bereit dafür Kompromisse einzugehen und wenn, dann ist er mit diesen nicht glücklich. Leos Frau Rahel ist nicht weniger unsympathisch als Leo selbst. Sie wünscht sich mehr zu sein als sie ist. Sie will nicht nur die Frau des Künstlers sein, sondern eine eigenständige Persönlichkeit. Aber dafür hat sie einfach nicht das nötige Selbstbewusstsein. Auch Finn, ihre Affäre, ist keine wirklich sympathische Figur. Er handelt einfach so, wie es die Gesellschaft verlangt. Und dann ist da auch noch Ebba. Die ehemalige Freundin von Leo. Sie ist die einzige, die in diesem Buch zumindest ein wenig Sympathie mit sich bringt. Allerdings sind auch ihre wenigen beschriebenen Gefühle und Gedanken zu wirr. Insgesamt ist die Geschichte recht nichtssagend und undurchsichtig. Ja, die Gesellschaft spielt. Mit sich selbst. Und die Gesellschaft erwartet, sie manipuliert. Ob das gut oder schlecht ist, das liegt wohl immer im Auge des Betrachters. Jacobs Schreibstil hat mich an einigen Stellen ein wenig angeödet. Viele Wiederholungen und lange Ausführungen ermüden einen. Auch, dass das Ende bereits zu Beginn im Prolog mitgeteilt wird und dass darauf aber keine wirklich tolle Erkenntnis kommt, kein Aha-Effekt, nichts. Das hat mich ziemlich enttäuscht. Auf dem Cover steht die Frage "Wer hat Leo Becker getötet?". Tja. Meiner Ansicht nach bleibt diese Frage ungeklärt. Alles auf die Gesellschaft an sich zu schieben ist wohl ein wenig zu einfach und unreflektiert. Insgesamt hat mir das Buch nicht gefallen und ich hatte mehrmals mit dem Gedanken gespielt es abzubrechen. Da es aber eh nur so kurz war mit seinen knappen 250 Seiten und ich immer noch auf eine Erkenntnis gehofft hatte, habe ich mich doch durchgequält.

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