Du wolltest es doch

von Louise O'Neill 
4,0 Sterne bei124 Bewertungen
Du wolltest es doch
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Positiv (90):
Kuhni77s avatar

Für mich ein Highlight 2018! Es hat mich sehr berührt, aufgewühlt und teilweise auch geschockt zurückgelassen.

Kritisch (12):
MsChilis avatar

Enttäuschend. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig und viele Handlung nicht verständlich. Emma war mir eher unsympathisch.

Alle 124 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Du wolltest es doch"

Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?
Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551583864
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:25.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MsChilis avatar
    MsChilivor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Enttäuschend. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig und viele Handlung nicht verständlich. Emma war mir eher unsympathisch.
    Leider hat es mir nicht so gut gefallen

    Emma ist beliebt und die Jungs laufen ihr alle hinterher. Und sie genießt das sehr. Doch dann wacht sie nach einer Party mit zerissenem Kleid auf und sie kann sich an nichts erinnern. Und dann tauchen noch Fotos auf. Fotos, auf denen Emma halbnackt ist.

     

    Dieses Buch zu beurteilen ist für mich äußerst schwierig. Das Thema – Vergewaltigung und die öffentliche Zurschaustellung – sind brandaktuell und so etwas wird doch häufig verharmlost. Doch die Geschichte und allen voran Emma war für mich unglaubwürdig. Emma wollte einerseits im Mittelpunkt stehen und eben nicht das brave Vorstadtmädchen sein, andererseits hat sie sich doch etwas zurückgehalten. Es ist schwierig das zu beschreiben, wenn man es nicht gelesen hat. Ihre Gedanken und Taten waren mehr als einmal unglaubwürdig und ich habe sie nicht verstanden. Die Geschichte selbst wirkte für mich gestellt und an den Haaren herbeigezogen. Warum sollten sie solche Fotos auch veröffentlichen? Vorallem mit sich selbst darauf?

    Und wie Emma anfangs reagiert war für mich nicht verständlich, wie auch während des Buches und dann am Ende.

    Zudem kommt auch noch der sehr anstrengend zu lesende Stil dazu. Die Autorin nutzt häufig Klammern, um Gedanken, Erinnerungen oder Einwürfe mit einzubringen. Was den Lesefluss extrem stört und mir regelrecht die Lust an der Geschichte genommen hat.

    Das Ende (was genau dort steht, verrate ich hier natürlich nicht) hat mich unzufrieden zurückgelassen. Auch wenn die Autorin kurz im Nachwort darauf eingeht, habe ich doch die Entscheidung nicht glauben können.

     

    Dieses Buch hat ein aufwühlendes Thema, doch die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht gelungen.

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    MyBookChaoss avatar
    MyBookChaosvor 8 Tagen
    Ein extrem wichtiges, schockierendes und eindringliches Buch

    Kurzrezension:
    Es ist nun schon eine ganze Zeit her, dass ich dieses Buch beendet habe und dennoch spukt es mir weiterhin im Kopf herum. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so nachhaltig zu beeindrucken, wie dieses hier. Es war beeindruckend, wie dicht Lousie O’Neill schreibt. Sie hat es geschafft, dass ich Emma zuerst aus tiefstem Herzen verachtet habe. Am Anfang des Buches ist sie das typische Klischee eines verwöhnten, egozentrischen, hinterhältigen und extrem oberflächlichen Mädchens. Sie ist nur darauf bedacht, was andere von ihr denken, wie sie aussieht und will dabei immer besser, hübscher und beliebter sein als ihre Freundinnen. Genau die Art von Protagonistin also, die eigentlich niemand haben will und gerade das hat dieses Buch so besonders gemacht. Denn hätten alle Leser Emma sofort ins Herz geschlossen, weil sie eine freundliche, ausgeglichene und liebenswürdige Person war, so hätte das Buch nicht die gleiche Wirkung gehabt. Denn gerade weil ich Emma so fürchterlich gefunden habe, war ich umso entsetzter über das, was ihr passierte und vor allem auch, was das mit mir machte. Der zweite Teil des Buches hat mich schockiert und die Autorin hat es geschafft, dass ich Emma einfach nur in Arm nehmen wollte und die eine Person sein wollte, die sich nicht lustig macht, die für sie da ist und ihr glaubt, wenn es “Freunde” und Eltern schon nicht tun.
    Der eindringliche Schreibstil hat mich immer tiefer und tiefer in das Buch gezogen. Durch viele Wiederholungen (und Einschübe in Klammern) wird es immer beklemmender bis zum Schluss, der wohl leider die Realität eher widerspiegelt als es jedes Happy End gekonnt hätte.
    Es ist unglaublich, was Emma erleben musste. Und noch unglaublicher, dass sie nur eine von vielen ist.

    Lieblingszitate:
    Zusammen mit den anderen beiden hüpfe ich auf und ab, höher und immer höher, lege den Kopf in den Nacken und wünschte, ich könnte mitten in den tiefschwarzen Himmel hineinspringen und die Sterne schlucken.
    Seite 51 (laut E-Reader)

    Ich schaue Paul noch mal genauer an. Irgendwie kommt er mir auf einmal begehrenswerter vor als vorher, als wäre der Neid der anderen so etwas wie ein besonders schmeichelhafter Instagram-Filter.
    Seite 67 (laut E-Reader)

    Ein Wagen schießt raketenschnell auf mich zu, aber ich rühre mich nicht von der Stelle, sondern warte auf den harten Aufprall. Warte darauf, darauf, dass er in mich hineinkracht wie ein gebrochenes Versprechen.
    Seite 93 (laut E-Reader)

    Die Knochen meines Skeletts ordnen sich neu, bilden einen Käfig um mein Herz und drücken alle Luft aus meinen Lungen.
    Seite 105 (laut E-Reader)


    Fazit:
    Ein extrem wichtiges, schockierendes und eindringliches Buch, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

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    Büchertraums avatar
    Büchertraumvor 16 Tagen
    Diese Geschichte wird man so schnell nicht vergessen!

    “Du wolltest es doch” von der irischen Autorin Louise O’Neill wurde mehrfach ausgezeichnet und stand in Irland einige Zeit auf Platz 1 der Bestsellerliste. Der Roman — der gleichzeitig ein Beitrag zur #metoo-Debatte ist — stellt ein Mädchen in den Vordergrund, das Opfer eines sexuellen Übergriffs wurde. Selbst schuld oder nicht? Die Geschichte verlangt dem Leser emotional einiges ab. Und sie regt zum Nachdenken an. Heftig. Bewegend. Wichtig! Für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene.

    Die 18-jährige Emma ist wunderschön. Und das weiß sie. Nicht nur, weil sie es von ihrer Mutter fast jeden Morgen gesagt bekommt, sondern weil sie vor allem vom männlichen Geschlecht stets besondere Bestätigung bekommt. Weil sie jeden, den sie will, einfach haben kann. Auf einer Party, die sie mit ihren drei besten Freundinnen Ali, Maggie und Jamie besucht, will sie Jack herumkriegen. Und kündigt dies bereits vorher im Kreis ihrer Freundinnen an. “Du gehst aber nicht so zur Party, oder?”, sagt er. Ich streiche über mein neues Kleid. Es ist schwarz, mit einem Ausschnitt bis zum Nabel und sehr, sehr kurz.” (Zitat S.72) Doch, das tut Emma, entgegen des Kommentars ihres Bruders. Sie weiß, wie man die Blicke auf sich zieht. Und trotzdem schafft es tatsächlich ein jüngeres Mädchen ins Interesse ihres Auserwählten zu rücken, setzt sich einfach auf Jacks Schoß und stiehlt Emma die Show. Um Jack eifersüchtig zu machen, bändelt sie deshalb kurzerhand mit dem viel älteren Paul an und entführt ihn bald darauf in ein Schlafzimmer. Emma schläft mit ihm, obwohl sie es eigentlich gar nicht wollte. Lässt sich vorführen vor Paul und den Jungs, die er kurz danach ins Zimmer lässt. Angeben will er mit ihr. Und dann gleich auf eine nächste Party weiterziehen. Aber zuvor soll noch etwas eingeschmissen werden. Ein paar Pillen sind schnell gefunden: “Dylan kichert, als wäre er sich hundertprozentig sicher, dass Emma O’Donovan niemals irgendwelche Pillen einschmeißen würde, nicht mal welche aus der Apotheke. […] Ich habe es so satt, dass alle in diesem beschissenen Kaff sich einbilden, sie würden mich kennen. Also nehme ich die Tablette, schlucke sie ohne Wasser und muss würgen, weil sie so bitter schmeckt. “Alles klar…” Ich grinse Dylan an. “Hat gerade jemand was von einer anderen Party gesagt?” (Zitat S.122ff) Was danach folgt, daran erinnert sich Emma nicht mehr. Sie erwacht am Tag darauf mit Sonnenbrand auf der Haut und blauen Flecken zwischen den Beinen nachmittags im Vorgarten ihrer Familie. Und mit einem ordentlichen Schädel. Was ist passiert? Emma hat keine Ahnung. Und warum meldet sich keine ihrer Freundinnen bei ihr? Warum reagiert niemand auf ihre Anrufe? In der Schule wird sie auf einmal ausgegrenzt und es wird über sie getuschelt. Nicht einmal ihre Freundinnen wollen mehr etwas mit ihr zu tun haben: “Du bist echt ekelhaft, weißt du das? Vier Typen in einer Nacht? Hast du auch nur einen Funken Selbstrespekt, Emma?” Ich stehe da wie erstarrt und warte darauf, dass irgendjemand mich verteidigt. Ali ist komplett verrückt geworden, oder? Aber um mich herum bleiben alle still.” (Zitat S.141) Und dann sieht Emma schließlich die Fotos, die überall im Netz kursieren…

    Das Cover von “Du wolltest es doch” ist brillant inszeniert. Hier spiegelt sich der Inhalt perfekt und vor allem auf einem Blick aussagekräftig wieder. Sogar die Bettlaken mit dem Rosenmotiv, die in der entscheidenden Szene eine Rolle spielen, werden abgebildet. Der Roman ist in zwei großen Teilen und aus Emmas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Es gibt ein “Letztes Jahr” und ein “Dieses Jahr”. Im letzten Jahr lernt man Emma kennen, wie sie sich verhält, in ihrer Familie, bei ihren Freundinnen, in der Schule. “Ich muss die ganze Zeit lächeln und nett sein und so tun, als würde ich mich für die Probleme der anderen interessieren, weil sonst alle sagen würden, dass ich eine eingebildete Zicke bin. Das kann sich keiner vorstellen, wie anstrengend es ist, sich den ganzen Tag so zusammenreißen zu müssen.” (Zitat S.19) Ihre Freundschaft zu den anderen drei Mädchen wirkt sehr oberflächlich, ist teilweise von Neid durchdrungen (auf den Reichtum der einen) oder schlägt sich in abfälligen Bemerkungen wieder, als eine der Freundinnen sich beispielsweise unbedingt einen Mini Cooper kaufen möchte: “Ist euch auch schon aufgefallen, dass man in letzter Zeit überall nur noch Mini Coopers sieht?”, höre ich mich sagen. “Inzwischen hat gefühlt echt jeder einen.” (Zitat S.22) Emma ist eingebildet, arrogant und berechnend. Mit der Geschichte und der Hauptfigur warm zu werden, das fand ich zu Beginn ein wenig schwierig, gerade weil sie so unsympathisch erscheint. Daher musste ich mich am Anfang ein wenig durch die Seiten kämpfen. Das Blatt wendet sich jedoch, als es zu besagter Partynacht kommt, die tatsächlich nicht im Detail geschildert wird, sondern nur im Nachgang durch das Anschauen der Fotos rekonstruiert wird. Was dort zu sehen ist, das ist heftig. Daher ist die Altersempfehlung des Verlags (ab 16 Jahren) auf jeden Fall gerechtfertigt. Für Emma ändert sich daraufhin das ganze Leben. Sie wird zur Aussätzigen. “Im Unterricht kann ich mich auf die Lehrer konzentrieren und die anderen sind still, keine kann Schlampe, Lügnerin, Hure, Nutte, Dreckstück flüstern, solange ein Lehrer da ist. Aber sobald es zum Ende der Stunde gongt […] werde ich angerempelt, werden meine Bücher vom Tisch gefegt… wird geflüstert. Um mich herum nur noch leises Zischen und Raunen. Schlampe, Lügnerin, Hure, Nutte, Dreckstück… (Zitat S.147) Als die Schule die Polizei einschaltet, eine Gerichtsverhandlung bevorsteht und die Medien sich förmlich um ihre Geschichte reißen, fühlt sich Emma auch als Zerstörerin der Zukunft (die der Jungen und die ihrer Familie). Sie hält sich selbst für schuldig. Ihre Zwiespältigkeit, ihre schmerzvolle Art sich selbst zu betrachten und ihre Empfindungen in Bezug auf jene Nacht werden äußerst verdichtet und mit passenden Einschüben erzählt. Intensiv. Gekonnt und äußerst bewegend: “Die Wände stürzen in sich zusammen. Alles fällt auseinander. (Entblößtes Fleisch.) (Gespreizte Beine.) Mein Körper gehört mir nicht mehr. Sie haben überall ihre Namen draufgestempelt.” (Zitat S.170) Und auch wenn manches nur bruchstückhaft nach und nach erwähnt wird, ist es schwer sich dem Sog der Geschichte zu entziehen. Zurück bleibt ein Gefühl von Zerbrochenheit, Ernüchterung und Schwermut. In einem Nachwort geht die Autorin noch deutlicher auf ihr Buch ein und ruft dazu auf, mehr über Themen wie Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe zu sprechen: “Über all das müssen wir sprechen, und dann müssen wir noch einmal darüber sprechen und immer weiter darüber sprechen, bis sämtliche Emmas dieser Welt sich verstanden fühlen. Bis sie spüren, dass wir ihnen glauben. (Zitat S.360). Nach einer Danksagung der Autorin folgt noch ein Nachwort zur deutschen Ausgabe von der Autorin Daniela Chmelik, die auch auf die rechtliche Situation in Deutschland eingeht und ebenso deutliche Worte findet: “Die Zeit des Wegsehens und Schweigens sind vorbei. Betrunkenheit, Gefallfreunde und kurze Röcke sind keine Gründe für Vergewaltigungen. In keiner Weise fordert mein Körper dazu auf, belästigt zu werden! Meine Grenzen sind jederzeit zu akzeptieren. Empört euch!” (Zitat S.365ff)

    Fazit: Diese Geschichte wird man so schnell nicht vergessen!

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    nana_fkbs avatar
    nana_fkbvor 19 Tagen
    Eine gute Aufarbeitung eines schrecklichen Themas

    Klappentext:
    Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid? [Quelle: Carlsen]

    Meine Meinung:
    Dieses Buch behandelt ein unglaublich wichtiges Thema, erst Recht durch die #metoo – Debatte, die in den letzten Monaten um die Welt gegangen ist. Emma ist beliebt, wirkt hochnäsig und für mich als Leserin ist sie alles andere als sympathisch. Sie kommandiert ihre Freundinnen rum, scheint für fast niemanden ein nettes Wort übrig zu haben. Und doch scheint jeder sie die lieben. Sie macht gerne mit ihren Freunden Party, zeigt gerne, was sie hat und freut sich insgeheim, wenn sie wieder hört, wie schön und sexy sie ist. Sie holt sich immer wieder Bestätigung bei Männern, schläft mit ihnen und hat Spaß im Leben. Doch nachdem sie sich auf einer Party abgeschossen, mit Paul ins Schlafzimmer gegangen ist, mit ihm Sex hatte und plötzlich auch noch andere Freunde im Raum sind, verlässt sie ihre Erinnerung. Sie wird am nächsten Morgen von ihren Eltern vor ihrem Haus gefunden. Mit durch die Sonne verbrannter Haut, kaum ansprechbar, mit zerstörtem Outfit. Und ohne Unterwäsche. Keiner kann sich zu dem Zeitpunkt vorstellen, was passiert ist. Ihre eigene Familie geht davon aus, dass sie es wieder zu wild getrieben hat und dann einfach nicht mehr ins Haus gekommen ist. Die Verbrennungen werden beim Arzt behandelt und alles scheint erstmal ganz normal zu laufen. Bis sie am nächsten Tag in der Schule auftaucht und jeder sie meidet. Sogar ihre besten Freundinnen wollen sie nicht mehr bei sich sitzen lassen. Emma versteht nicht, was da passiert ist. Sie ist doch diejenige, die leidet. Sie hat diesen schlimmen Sonnenbrand. Und keine Erinnerung mehr daran, wie der Abend abgelaufen und wie sie nach Hause gekommen ist. Warum wird sie jetzt geschnitten?

    Doch dann tauchen Bilder auf, die sehr eindeutig scheinen. Sie zeigen Emma nackt, umgeben von mehreren Männern. In sehr eindeutigen Posen. Diese Bilder werden auf Facebook verbreitet und kommentiert. Jeder scheint etwas zu diesen Bildern sagen zu können. Es sind erbärmliche Sätze, die kaum geschmackloser sein könnten. Und offensichtlich hat sie jeder in der Kleinstadt gesehen. Emma versteht nicht, wie das sein kann. Auf den Bildern sind Freunde von ihr, mit denen sie sich sonst immer gern in großer Runde getroffen hat. Und jetzt sowas? Nach einigem Zureden von ihrem Bruder entscheidet sie sich letztlich dazu, die Jungs anzuzeigen. Ihre Freunde.

    Emma versteht die Welt nicht mehr. Kann sich noch immer nicht an den Abend bzw. die Nacht erinnern. Sie will, dass es aufhört. Sie will nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Obwohl sie es früher, vor diesem Abend, genossen und geliebt hat. Sie will verschwinden, unsichtbar sein. Sie will niemandem mehr zur Last fallen. Sie hat niemanden mehr, nur noch ihre Familie. Denn von ihren Freunden wird sie geschnitten, die Bewohner schneiden sie und geben ihr die Schuld daran, dass die Zukunft der Jungs zerstört wurde.

    Dieses Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil lernen wir den Alltag von Emma kennen und erfahren, in welchem Umfeld sie aufgewachsen ist, wie ihre Familie ist und wer ihre Freunde sind. Wir sind dabei, wenn sie auf die besagte Party geht und merken, wie sie nach und nach die Kontrolle verliert. Wir entdecken mit ihr die Bilder. Wir fühlen die Scham, die sie übermannt. Und wir sind beim Gespräch mit der Schulleitung dabei, die die Bilder gesehen hat und eindeutig sagt, dass hier eine Vergewaltigung vorliegen muss. Und so kommt alles ins Rollen.

    Der zweite Teil des Buches zeigt die Situation ungefähr ein Jahr später. Wir lernen eine ganz andere Emma kennen. Eine Emma, die keine Lust mehr auf das Leben hat. Die sich einigelt, niemanden sehen möchte und die versucht, so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu bekommen. Doch das ist schwer, da die Vergewaltigung auch ein Jahr später noch in aller Munde ist. Und jeder hat sich hierzu eine Meinung gebildet. Nur die Wenigsten sind auf Emmas Seite. Schließlich hatte sie ein sehr kurzes Kleid an, hat vorher schon mit so vielen Typen aus der Stadt geschlafen und war betrunken. „Da ist sie doch selbst dran Schuld“ scheint der allgemeine Tenor zu lauten. Ich kam beim Lesen aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Solche Äußerungen machen mich einfach so wütend. Nur, weil jemand ein kurzes Kleid an hat und betrunken ist, ist das kein Freifahrtsschein. Wo leben wir bitte, dass so mit Menschen umgegangen wird?? Klar, Emma ist nicht sehr sympathisch. Sie hat vorher sehr viel Sex gehabt und wusste um ihre Wirkung bei Männern. Aber das gibt NIEMANDEM das Recht, sich einfach zu nehmen, was man will, ohne das Einverständnis von der Person zu bekommen. Sowas macht mich rasend.

    Außerdem erfahren wir, dass nicht nur Emma, sondern die gesamte Familie geschnitten wird. Und die Situation zu Hause ist alles andere als harmonisch. Ihre Eltern können Emma kaum anschauen, geschweige denn in den Arm nehmen. Es ist eine Distanz zu spüren, die vorher nicht da war. Ihr Vater schafft es noch nicht mal, ihr morgens „Guten Morgen“ zu sagen. Und im Verlauf des Buches wird klar, dass ihre Eltern nicht wissen, ob sie Emma überhaupt glauben können. Denn durch die Presse und durch das, was sie raus finden, wird ihnen klar, dass sie Emma nicht richtig kennen. Und so zweifeln sie immer wieder an ihr. Der Einzige, der für Emma einsteht, ist ihr Bruder Bryan. Er glaubt ihr, bringt sie dazu, die Jungs anzuzeigen und meidet die gesamte Clique. Er versucht, so normal wie möglich mit Emma umzugehen. Und er ist der Einzige, der auch mal den Mund aufmacht und sagt, wie schlimm die aktuelle Situation ist und dass etwas getan werden muss. Er kann und will nicht ignorieren, dass sich Emma immer weiter isoliert und in ihrer eigenen Welt lebt.

    Ich möchte nicht spoilern, aber das Ende des Buches macht mich einfach so traurig und wütend. Ich hatte gehofft, dass es eine andere Wendung nimmt. Aber ihr solltet euch ein eigenes Bild machen.

    „Nein“. Das Wort kommt automatisch. Nein. Nein. Nein. Das ist das Einzige, was ich in letzter Zeit sage. Vielleicht zum Ausgleich für das eine Mal, als ich es nicht sagen konnte. Als ich nicht die Chance bekam, es zu sagen.

    Fazit:
    Du wolltest es doch ist ein unglaublich hartes, aber wichtiges Buch. Es zeigt vor allem, welche Auswirkungen eine Vergewaltigung hat, wenn demjenigen nicht 100% geglaubt wird und welchen Einfluss die Medien auf die Situation des Opfers haben kann. Dieses Buch macht mich einfach unglaublich wütend und traurig.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 20 Tagen
    Kurzmeinung: Eine Geschichte die einen aufgewühlt, wütend und mich teils sogar unbefriedigt zurücklässt.
    Es war nicht deine Schuld, du bist das Opfer

    Die 18-jährige Emma O´Donovan ist in ihrer Schule sehr beliebt, hat viele Freunde und ist außerdem eine sehr hübsche junge Frau. Deshalb genießt sie es auch möglichst im Mittelpunkt zu stehen. Als sie eines Abends mit Freunden auf einer Party ist, will sie unbedingt ihrem großer Schwarm Jack näher kommen. Doch der flirtet mit einer anderen, deshalb betrinkt sie sich unkontrolliert, nimmt Drogen, die ihr der wesentlich ältere Paul O´Brien gibt. Dabei verliert Emma jede Kontrolle, sie bekommt zwar noch mit, wie sie mit Paul ins Schlafzimmer gegangen ist, aber was ist danach alles geschehen? Am nächste Tag finden ihre Eltern sie mit kaputtem Kleid, völlig orientierungslos vor dem Haus auf. Dort muss sie schon Stunden gelegen haben, den sie ist über und über mit Sonnenbrand und Brandblasen bedeckt. Emma jedoch machen vor allem ihre Gedächtnislücke zu schaffen und erst recht als keiner mehr was mit ihr zu tun haben will. Dann entdeckt sie die anzüglichen Fotos, die jemand ins Internet gestellt hat. Ist Emma wirklich selbst an allem schuld? Was hat sie auch anderes erwartet, wenn man mit so einem mega kurzen Kleid auf eine Party geht?

    Meine Meinung:

    Bisher kannte ich diese Autorin nicht, jedoch die guten Kritiken haben mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover mit den nackten Beinen und dem Schriftzug lässt einen schon erahnen um was es in diesem Buch geht. Der Schreibstil ist zu Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, man merkt sofort, das dieses Buch eher für Jugendliche geschrieben wurde. So brauchte ich schon ein paar Seiten, bis ich mit der Geschichte warm wurde. Im Plot selbst geht es um die Auswirkung nach dieser Party, bei der man Emma vergewaltigt hatte. Leider erfahren wir als Leser auch nie die ganzen Zusammenhänge was in dieser Nacht wirklich geschah. Das ist auch das was mich etwas irritiert hat. Der Autorin geht es in erste Linie darum wie die Familie, Emmas Umfeld und Emma selbst danach reagiert. Dabei fehlten mir in manchen Szenen ein wenig die Emotionen, ich konnte manches von Emmas Benehmen nicht ganz nachvollziehen. Das liegt sicher aber auch daran, das Jugendliche ein ganz anderes Verhalten an den Tag legen nur damit sie weiter ihr Ansehen unter den Freunden haben. Ich konnte auch Emmas Reaktion und Benehmen auf der Party nicht ganz begreifen. Völlig unverständlich war mir z.B. das man einen Jungen auf sich aufmerksam macht, in dem man sich betrinkt. Die Charaktere waren zwar sehr gut gewählt, allerdings wurde ich mit keinem von ihnen so richtig warm. Vor allem Emma fand ich am Anfang sehr arrogant, selbstverliebt, auch war ich entsetzt wie Emmas Eltern im Laufe des Buches reagiert haben. Am besten hat mir noch Emmas Bruder Bryan gefallen, der immer zu Emma gehalten hat. Dadurch das dieses Buch über einen Zeitraum von einem Jahr behandelt wird, ist manche Reaktion der Eltern natürlich nachvollziehbar, mir jedoch fehlte da ein wenig der Tiefgang. Auch das Ende konnte mich nicht wirklich befriedigen, auch wenn die Autorin im Nachwort noch einiges aufgreift. Trotzdem ein Buch das gerade in dieser Zeit für Jugendliche und junge Leser sehr wichtig ist und von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

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    3erMamavor 22 Tagen
    Kurzmeinung: Schweres,aber wichtiges Thema. Der Schreibstil war alles andere als flüssig und zusammenhängend, der Tiefgang fehlte. Schade!
    So zweigeteilt war ich lange nicht mehr bei einem Buch...

    ...einerseits ein gut thematisierendes Buch, welches an manchen Stellen auch guten Tiefgang hat, aber die Umsetzung im Ganzen hat mich einfach nicht überzeugt.

    Der Schreibstil war gar nicht meins, oft zu oberflächlich geschrieben, aber manchmal schlicht und ergreifend auch zu wirr und ein zu schneller Handlungswechsel.Die

    Die Namen der Protagonisten waren einfach, klischeehaft und überzeugten nicht durch Charakter oder eben einer Persönlichkeit.

    Auch kam für mich nicht wirklich die "Moral von der Geschichte" rüber .

    Alles in allem daher nur 2 Sterne.

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    Zuzi1989s avatar
    Zuzi1989vor 24 Tagen
    Du wolltest es doch

    Klappentext
    Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid?  

    Ein aufwühlendes, vielfach preisgekröntes Buch.

    Meinung
    Das Cover zeigt zwei Beine, mit der Schrift "Du wolltest es doch". Man kann schon anhand des Covers darauf schließen, um was es sich handeln könnte, was letztlich auch so war

    Louise O'Neill hat einen recht flüssigen Schreibstil und ich konnte von Beginn an der Geschichte folgen. Ab und zu fehlt jedoch, der Spannungsaufbau bzw wichtige Details

    Die Geschichte behandelt ein wichtiges Thema, welches leider heutzutage, noch immer zu oft zutrifft. Ein Mädchen, nach einer Vergewaltigung. Keiner glaubt ihr, niemand hilft ihr. Immer heißt es dann, sie wollte es doch, ich hab nur das gemacht, was sie wollte … 

    Fazit
    Ein Buch, welches mehr Potential hätte. Gute Idee, welches besser umgesetzt hätte werden können

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    Nati89s avatar
    Nati89vor einem Monat
    Du wolltest es doch

    Meine Meinung zum Buch


    Es war mein erstes Buch von der Autorin 
    Ich fand die Schrift wie auch die Umsetzung der Geschichte gut,
    Man könnte es recht zügig lesen, ich fand die Geschichte um was es geht sehr wichtig fand die Umsetzung auch gut fand nur das Thema Vergewaltigung wurde so überfällig geschrieben zu der hauotprokotiesten Emma konnte ich nicht wirklich Bezug nehmen die kam mir so oberflächlich und dann wieder nett,fand ich ein bisschen komisch zu denn anderen würden gut beschrieben.
    Im ganzen fand ich es gut 

     

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    Riris-Fantasy-Worldvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Buch, welches interessant über ein sehr wichtiges Thema erzählt. Jeder sollte es lesen!
    Lesenswertes Buch!

    Klappentext: Emma ist hübsch und beliebt, die Jungs reißen sich um sie. Und sie genießt es, versucht, immer im Mittelpunkt zu stehen: Das Mädchen, das jeden herumkriegt. Bis sie nach einer Party zerschlagen und mit zerrissenem Kleid vor ihrem Haus aufwacht. Klar, sie ist mit Paul ins Schlafzimmer gegangen. Hat Pillen eingeworfen. Die anderen Jungs kamen hinterher. Aber dann? Sie erinnert sich nicht, aber die gesamte Schule weiß es. Sie haben die Fotos gesehen. Ist Emma wirklich selber schuld? Was hat sie erwartet – Emma, die Schlampe in dem ultrakurzen Kleid? Handlungsort: Irland Erster Satz: „Das Gesicht meiner Mutter taucht hinter meinem eigenen im Spiegel auf, geschminkte Lippen auf gepuderter Haut. „Eigentlich sollte ich jetzt lächeln. Eigentlich sollte ich mich bedanken.“ Eigene Meinung♥ Wie ich auf das Buch kam Das Buch bekam ich als E-Book in einer Zusammenarbeit mit Netgalley.de von Carlsen und ist somit ein Rezensionsexemplar. Inhaltliche Umsetzung Es geht um das beliebte Mädchens Namens Emma, sie hat beste Freundinnen, quatscht mit ihnen über Jungs und geht gerne in kurzen Outfits, hohen Schuhen und viel Alkohol feiern. Also eigentlich ein ganz normales Teenagerleben, bis es auf einer Party einfach zu viel wird und Emma vergewaltigt wird. Am nächsten Morgen weiß sie gar nichts mehr, aber die ganze Schule hat die Bilder der Nacht gesehen. Das Buch handelt nicht nur von der Zeit vor der Vergewaltigung, es spielt auch ein Jahr danach und zeigt so, wie sich eine Vergewaltigung nicht nur auf das eigene Leben auswirkt, sondern auch auf das Leben aller anderen Beteiligten. Dem Thema entsprechend war das Buch sehr ernst und man bekommt einen sehr tiefen Einblick in eine solche Situation, wie es dem Betroffenen mit so etwas ergeht, aber auch was es mit allen anderen Betroffenen (Familie, Freunde, Täter,…) tut, obwohl mir hier die Unterstützung von Freunden und besonders der Familie fehlt. Protagonisten Das Buch wird aus der Sicht der Hauptprotagonistin Emma geschrieben, leider finde ich an ihr nichts sympathisch. Sie ist eingebildet, total von sich eingenommen, selbstsüchtig und egoistisch. Natürlich ist es so viel aussagekräftiger, als wenn sie ein nettes, liebes Mädchen wäre, dem das alles passiert wäre, aber ich persönlich kann Emma nicht leiden, obwohl ich trotzdem Mitleid mit ihr hatte und sagen möchte, dass NIEMAND, egal wie er sich benimmt, so etwas „verdient“! Auch Emmas Freunde und Familie lernen wir in dem Buch kennen, alle sind sehr oberflächlich und nachdem Zeitsprung verschwinden Emmas Freunde irgendwie komplett. Emmas Eltern finde ich einfach schrecklich, anstatt dass sie ihrer Tochter mal etwas Liebe entgegen bringen, hatte ich das Gefühl, dass sie Emma gar nicht unterstützen, sondern ihr nur vorhalten, wie sehr sie ihr Leben zerstört hätte. Schreibstil Das Buch wird aus der Sicht von Emma geschrieben und gibt einen direkten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Das Buch wurde in zwei Hälften aufgeteilt, die ca. beide die gleiche Anzahl Seiten hat, einmal „Ein Jahr davor“ und „Ein Jahr später“. Ich fand es zwar sehr interessant, zu sehen, wie sehr sich alles geändert hatte, aber mir haben die Prozesse gefehlt, denn Emma hatte in diesem Jahr so viel durchlebt, was man gut hätte aufschreiben können, so hatte ich das Gefühl, das etwas „gefehlt“ hätte. Den Schreibstil selbst fand ich in Ordnung, mir fiel jedoch der Anfang etwas schwer, weil es mir so vorkam, als hätten die Szenen ziemlich schnell und durcheinander gewechselt, außerdem hat es mich gestört, dass die Gedanken manchmal in kursiver Schrift und manchmal in (Klammern) geschrieben wurden. Cover Das Cover zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und der Titel des Buches fördert diese noch, so kann man sich bereits denken, worum es geht. Das die Szene mit der Rosenbettwäsche und den nackten Beinen im Buch wieder aufgegriffen wurde, hat mir sehr gut gefallen. Kritik Wie bereits erwähnt haben mir die mal in kursiv, mal in Klammern geschriebene Gedanken nicht gut gefallen. Außerdem hätte ich es gut gefunden, wenn man den Zeitraum zwischen dem „Jetzt“ und „Ein Jahr später“ erzählt hätte, denn da ist so viel passiert, was wichtig für Emma war. Zudem hätte mir ein anderes Ende eventuell besser gefallen, auch wenn ich dieses Ende nachvollziehen kann. Lesespaß/Weiterempfehlung Ehrlich gesagt, Spaß beim lesen dieses Buches hatte ich keinen, dafür war es viel zu realistisch. Trotzdem kann ich dieses Buch jedem weiterempfehlen, weil über dieses Thema gesprochen werden muss und dieses Buch macht einen wichtigen Anfang. „Man kann ja wohl kaum von einem Typen erwarten, dass er sie von der Bettkante stößt, wenn sie sich ihm so an den Hals schmeißt, oder?“ Fazit Wie man vielleicht schon herausgelesen hat, hat mir das Buch so mittelmäßig gefallen. Es ist ein sehr wichtiges Thema, über welches noch viel mehr gesprochen werden müsste, als es schon jetzt der Fall ist und dazu verleitet das Buch. Wer aber ein schönes Buch mit vielen positiven Gefühlen und tollen Szenen erwartet, sollte ein anderes Buch auswählen. Bewertung L E S E N S W E R T

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    nickypaulas avatar
    nickypaulavor einem Monat
    Kurzmeinung: Anders als erwartet und doch gut
    Anders als erwartet und doch gut

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Du wolltest es doch ist das erste Buch, das ich von der Autorin lese, daher kann ich keine Vergleiche zu anderen Titeln ziehen.

     

    In diesem Buch geht es um Emma, die hübsch und beliebt ist, wenn auch nicht gerade die angenehmste Freundin. Da man als Leser all ihre Gedanken mitlesen kann, weiß man, dass sie vieles nur künstlich spielt, um beliebt zu sein, ihre wahren Beweggründe hält sie jedoch verborgen. Eigentlich ist sie eine sehr arrogante, eingebildete, diebische und niederträchtige Person. Aber sie weiß es gut zu überspielen.

    Und da sie immer cool sein will, hat sie auch kein Problem bei einer Party für die Coolness ein paar Pillen einzuwerfen. Dumm nur, dass das alles sehr nach hinten losgeht und sie am nächsten Morgen halb bewusstlos vor der Haustür ihrer Eltern zu sich kommt und eigenartigerweise jeder in der Schule weiß, was sie die Nacht mit den Jungs getrieben hat, ohne sich selbst daran zu erinnern…  

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein wirkliches Mitgefühl für Emma aufbringen kann. Sie tut mir nicht leid, auch wenn ihr etwas Schreckliches zugestoßen ist. Ich finde, es war Karma, denn sie ist so eine hinterlistige, unaufrichtige und hinterf. Freundin gewesen, dass ich keine Sympathie für sie aufbauen konnte. DENNOCH ist es nicht in Ordnung, was geschehen ist und ich bin definitiv der Meinung, dass die Jungs ihr Fett wegbekommen müssen. Es geht nicht, dass man eine wehrlose Frau zu viert in so eine Lage bringt, obwohl man genau weiß, dass sie nicht zurechnungsfähig ist. Und das alles dann auch noch zu filmen und ins Netz zu stellen ist unter aller Sau.

    Also ja, in dem Punkt tut mir Emma dann doch schon leid, denn das sollte niemand erleben müssen. Damit ist ihr Leben zerstört und auch das der Jungen - wobei alle Beteiligten daran Schuld tragen - in meinen Augen. Emma, weil sie sich abgeschossen hat, bis nichts mehr ging und die Jungs, weil sie einfach A-Löcher sind und diese Situation ausgenutzt haben.

    Ich habe während des Lesens viele Emotionen erlebt. Da ich selbst Personen kenne, die etwas ähnliches - wenn auch nicht so heftiges wie hier - erlebt haben, hatte ich eigentlich auf eine Protagonistin gehofft, auf deren Seite ich durch und durch stehe. Mit der ich mitleide und für die ich innerhalb des Buches einstehen möchte, während sie die schrecklichen Phasen übersteht und wieder ins Leben zurückführt.

    Das war zumindest das, was ich erwartet habe.

    Aber auch, wenn ich Emma immer noch nicht mag und sie wohl auch nie mögen werde und auch wenn ich nicht richtig dadurch mit ihr mitleiden konnte, fand ich das Buch gut. Die Autorin hat kein unschuldiges Mauerblümchen gewählt, sondern eine Person, die so falsch ist, wie man nur falsch gegenüber Freunden sein kann.

    Aus diesem Grund hat man ein ganz anderes Verhältnis als Leser zu Emma und das fand ich ehrlich gesagt GUT!

    Ja, es war überraschend. Ja, es war anders als erwartet und genau deshalb kann ich diesem Buch trotz das ich Emma nicht mag volle Punkte für die Umsetzung, den Schreibstil und die Story geben.

    Gerade weil es eben anders war und man trotz der Abneigung gegen alle Beteiligte wissen wollte, wie es nun letztlich ausgeht.

     

    Kurz um: Das Buch hat mich überrascht und dennoch konnte ich genau das lesen, was ich erhofft hatte. Kritik könnte man hier und da durchaus anbringen, was manche längeren Szenen angeht, doch da das Gesamtbild der Story genau das ist, was ich erhofft habe, kann ich darüber hinwegsehen, dass manche Szenen etwas langgezogen sind.

     

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

    Anders als erwartet und doch gut

     

    4,5 von 5 Sternen

     

    Nicky von >Die Librellis<

    ehemals Nickypaulas Bücherwelt

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    Siraeliavor 4 Monaten
    scheint sehr provokativ zu sein... so in etwa wie "tote Mädchen lügen nicht?"
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    DianaEvor 4 Monaten
    Hört sich interessant an, da bin ich mal gespannt drauf.
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    Booksareheroessvor 4 Monaten
    sehr tiefgründig & ernste Thematik, eine aufwühlende Geschichte
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    xuscha01vor 4 Monaten
    Ein Buch, das einem mit Sicherheit wieder Tatsachen ins Gedächtnis ruft, die um uns passieren, ohne dass wir es wahrnehmen.
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    Ravenvor 4 Monaten
    Das scheint eine sehr aufwühlende, dramatische und emotional bewegende Geschichte zu sein. Muss ich unbedingt lesen!
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    Ro_Kevor 4 Monaten
    Bin gespannt, wie das sehr ernste Thema in diesem Jugendbuch umgesetzt wurde und welche Gedanken es in Gang setzten wird.
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    YaBiaLinavor 4 Monaten
    Dieses Buch sowie die Thematik interessiert mich sehr.Diese Geschichte muss ich unbedingt lesen.
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    Chianti Classicovor 4 Monaten
    Klingt richtig spannend und ich bin gespannt, wie dieses ernste Thema umgesetzt wird!
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    Robsivor 4 Monaten
    Ich freue mich auf das Buch, da das Thema sehr spannend klingt und gerade in der heutigen Zeit wichtig erscheint.
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    Alina1604s avatar
    Alina1604vor 5 Monaten
    Dieses Buch beschäftigt sich mit einer kritischen Thematik und manchmal brauch man eben solche Geschichten
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