Hinter den drei Kiefern

von Louise Penny 
3,4 Sterne bei8 Bewertungen
Hinter den drei Kiefern
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Positiv (4):
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Voller Freude habe ich mir den Band Hinter den 3 Kiefern bestellt, da ich schon die ersten 4 Bände geliebt habe. Three Pines ist ein herrlic

Kritisch (2):
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abgebrochen, zu viele Namen und durcheinander, Fazit: langweilig

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Inhaltsangabe zu "Hinter den drei Kiefern"

Three Pines. In den Wäldern Kanadas, nur eine Stunde von Montréal entfernt, liegt dieses idyllische Dorf. Aber am Morgen nach Halloween legt sich ein Schatten über Three Pines. Mitten im Dorf steht eine düster verkleidete Gestalt. Niemand weiß, wer sie ist und was sie vorhat. Auch Armand Ga- mache, der Polizeichef von Québec, der in Three Pines ein Wochenendhaus besitzt, um sich von seiner aufreibenden Arbeit zu erholen, kann ihr kein Wort entlocken. Was sollte er auch tun? Herumzustehen ist schließlich keine Straftat. Aber spätestens als eine Leiche gefunden wird, bricht Unruhe aus: Warum hat Gamache es nicht geschafft, die Dorfbewohner zu schützen? Monate später, als der Fall vor Gericht kommt, zweifeln alle
an der Kompetenz des Superintendent. Und auch Gamache ist sich nicht sicher, ob sein Plan wirklich aufgeht. Ein riskanter Plan ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783311120025
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Kampa Verlag
Erscheinungsdatum:06.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    rike84s avatar
    rike84vor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Cosy Krimi im verschlafenen kanadischen Dorf entpuppt sich plötzlich als rasanter Thriller.
    Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

    In den Wäldern Kanadas liegt das kleine, gemütliche Dorf Three Pines. Dort scheinen die verschiedenen, teils schrulligen Dorfbewohner ganz normal zu sein. Auf  der traditionellen Halloween Party taucht eine in schwarz gehüllte Gestalt, die aussieht wie der Tod. Keiner kann herausfinden, wer sich so verkleidet hat. Am nächsten Morgen steht diese Gestalt dann in der Mitte des Dorfes und rührt sich nicht vom Fleck. Die Dorfbewohner werden mit der Zeit immer unruhiger. Keiner weiß, was das Ganze soll. Dann kommt die Theorie vom Cobrador auf, einem spanischen Schuldeneintreiber. Das Gewissen, welches die Schuld eines Dorfbewohners hervorhebt. Die Unheilvolle Stimmung ist noch da, als die Gestalt plötzlich verschwunden ist. Kein Wunder, denn kurz darauf wird in der alten Kirche eine Person tot im Gewand des Cobradors gefunden. Was diese Person der Cobrador, hat der Cobrador sie getötet oder was geht da vor? Der Mordfall jedenfalls führt zu einer Gerichtsverhandlung, von deren Ausgang auch der Erfolg eines riesigen Plans abhängt. Denn der Mordfall im kleinen Dorf ist der Schlüssel zu einem gewaltigen Drogenkartell. Und der Polizeichef von Québec, Gamache,  ist einer der Dorfbewohner.

    Stil, Machart, Meinung

    Sofort wird der Leser mitten ins Geschehen katapultiert. Mit der Zeugenaussage von Armand Gamache beginnt das Buch. Der Mordfall wird parallel einmal in der Gerichtsverhandlung und zwichendurch immer von Anfang an geschildert. Da hat die Autorin wirklich ganze Arbeit geleistet. Durch den Wechsel der Perspektiven und der Zeit hat der Leser einige Rätsel zu lösen und es wird nicht langweilig. Beispielsweise wird die Angeklagte Person nicht weiter genannt sodass der Leser auch trotz dem Anfang am Ende der Geschichte raten kann, wer es denn ist und was da überhaupt los ist.

    Zunächst hatte ich leider Probleme, die verschiedenen Dorfbewohner und deren Namen im Gedächtnis zu behalten. Als ich dann herausfand, dass dieser Band Teil 13 der Inspector Gamache – Reihe ist, wurde mir auch klar warum es mir so ging. Sie waren zwar gut beschrieben, aber doch irgendwie recht kurz. Zu der Reihe später mehr.

    Das Buch verspricht auf dem Cover: „Die Nr. 1 – Krimireihe aus Kanada“. Das Genre Krimi wird hier auch größtenteils bedient. Es gibt jedoch 2 Fälle in einem: Der Mordfall im Dorf hat alles, was dem Agatha Christie – Fan bekannt vorkommen dürfte. Ein kleines Dorf, ein rätselhafter Mord, ein geschlossener Raum, mehrere Verdächtige und ein Rätsel für den Leser. Diese Seite der Geschichte ist auf jeden Fall ganz typisch „Cosy Crime“ und „Whodunnit“.  Dieser Fall ist jedoch mit einem ganz anderen Fall verwoben. Man merkt schnell, dass bei der Gerichtsverhandlung so einiges vom Ausgang des Verfahrens abhängt. Ich möchte hier nicht spoilern, ich möchte nur sagen: Der Mordfall tritt etwas in den Hintergrund angesichts eines riesigen Drogenkartells. Beim furiosen Showdown ist dann so einiges los, und der Mordfall ist nicht mehr so wichtig.

    Diese beiden Handlungen hat die Autorin geschickt miteinander verbunden, der Leser wird gut durch die Handlung geführt und es mangelt nicht an Abwechslung. Der Schreibstil ist angenehm, anspruchsvoll, abwechslungsreich und es liest sich sehr gut. Manche Sätze sind zum schmunzeln, andere wieder recht literarisch anspruchsvoll. Es sind ziemlich viele Gegensätze, die in der Geschichte die Vielfältigkeit ausmachen. Der Dorfbewohner ist auch Polizeichef  von Quebec, Cosy Crime wird zum Thriller – Showdown und die Geschichte beginnt kurz vorm Ende. Das ist gut gemacht, nur mir kam der Mordfall einfach zu kurz.

    Ein großes Plus gibt es für den Schauplatz. Ich habe bis jetzt selten etwas mit dem Schauplatz Kanada gelesen und fand die Atmosphäre toll.

    Die Reihe

    Dieser Fall hier ist der 13. Fall von Gamache. Ich habe das Buch gelesen und mir war schnell klar, dass es nicht das erste Buch der Reihe ist. Ich meinte auch, von Inspector Gamache schon einmal gehört zu haben. Schnell ließ sich rausfinden, dass schon viele Fälle vor diesem Fall veröffentlicht wurden. Dass erklärt dann auch, wieso die Personen aus dem Dorf so schnell erklärt werden und ich als Neueinsteier Probleme damit hatte, sie mir zu merken. Was es aber nicht klärt: Wieso der Kampa Verlag diesen Fall zuerst veröffentlicht. Man hätte diese Reihenfolge auch kenntlich machen können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den verschiedenen Personen ging es dann aber und ich muss sagen: Man kann diesen Fall auch als Neueinsteiger ohne Vorwissen lesen – wenn man es denn möchte.

    Was lernen wir daraus?

    Ich habe mal wieder gelernt, dass man in Reihen auch mittendrin einsteigen kann – es aber vielleicht nicht möchte. Wenn das Buch der absolute Hammer ist, dann wird man den Mangel an Informationen schnell verzeihen. Vielleicht fängt man dann sogar nochmal bei Band 1 an und geht ab da chronologisch vor.  Hier hat die Autorin wirklich keine Fehler gemacht, mit denen Neueinsteiger verschreckt werden können. Und doch hätte ich es viel besser gefunden, wenn ich gewusst hätte worauf ich mich einlasse. „Ein Fall für Gamache“, steht auf dem Cover. Hätte ich gewusst, dass es der 13. Ist, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. Somit wurde in Sachen Marketing alles richtig gemacht.

    Außerdem habe ich wieder etwas in Sachen Stilmix gelernt. Ein sogenannter Landhauskrimi darf auch mal vom Beschaulichen ins Gegenteil kippen. Wenn der Autor sein Handwerk beherrscht wirkt das sogar sehr abwechslungsreich und vielfältig. Dann ist da allerdings noch die Sache mit den Erwartungen des Lesers:  Wenn ich nach dem Cover einen beschaulichen Krimi erwarte und eigentlich nur raten möchte, wer denn der Mörder ist – und mich auf einmal mitten im brutalen Drogenkrieg widerfinde, dann gefällt einigen die Überraschung und andere sind enttäuscht.

    Fazit

    Von mir gibt es 3 Sterne. Fast wären es 4 geworden, aber ich hatte doch einige Schwierigkeiten mit der ansonsten sehr gut angelegten Reihe und den Charakteren. Die Personen und deren Beziehungen zueinander sind für mich das wahre Juwel des Buches – und auch die Verknüpfung der verschiedenen Perspektiven und Zeiten war tatsächlich meisterhaft. Der späte Einstieg in diese Krimiserie wurde technisch relativ gut gemeistert, nur die vielen Personen im Dorf Three Pines haben mich anfangs einigermaßen verwirrt. Der Mordfall, der mich als Agatha Christie Liebhaberin natürlich gleich an die Queen of Crime erinnerte, ließ mich schon frohlocken. Doch dann war der Fall an sich gar nicht so grandios wie der andere Fall, der sich dahinter verbarg. Ich wäre nicht abgeneigt, der Reihe noch eine Chance zu geben, bin jedoch ratlos: Fange ich da jetzt ganz vorne an oder warte ich auf den nächsten Band?

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    lesemaedelvor 16 Tagen
    Der schwarze Mann wartet auf dich

    „Wasser und Wälder - mit über einer Million Seen und Flüssen und endlosen Wäldern fasziniert die kanadische Region Quebec mit ihrer unberührten, wilden Natur, und mit ihrem charmanten Französisch.“ Noch nie hat ein Verlag so treffend ein Buch eingeleitet. - Mehr brauchte es nicht um zu dem Buch zu greifen.

    Ein sprachlich und landschaftlich außergewöhnlicher Krimi mit einem charismatischen Ermittler und einem Dorf voller Menschen, die man gefühlt schon ein Lebenlang kennt. Gamache lässt uns während einer Verhandlung und seiner Zeugenaussage die Geschehnisse in Three Pines miterleben. Ich war hautnah dabei. Die bedrückende Atmosphäre und die Unruhe im Dorf, ziehen beim Lesen in das Wohnzimmer ein. Genial aufgebauter Krimi mit einem wunderschönen Setting. In diesem Dorf möchte jeder leben.

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    Girdies avatar
    Girdievor 2 Monaten
    Unverbrauchtes Thema spannend aufgearbeitet

    Hinter den drei Kiefern“ der Kanadierin Louise Penny ist der dreizehnte Fall für den Ermittler Armand Gamache und der erste der in deutscher Sprache erscheint. Die Serie ist sehr erfolgreich in Kanada. Gamache ist vor kurzem zum Chief Superintendent und Leiter der Sureté du Québec befördert worden. Er ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und eine erwachsene Tochter, deren Ehemann sein Stellvertreter ist. Mit seiner Frau und zwei Hunden lebt er in Three Pines (dt. Drei Kiefern), einem kleinen, unauffälligen Ort in den Wäldern Kanadas unweit der Grenze zu den USA und etwa eine Fahrstunde von seinem Dienstort Montréal entfernt. In Montréal hat er eine kleine Wohnung die er in stressigen Arbeitssituationen nutzt.

    Zu Beginn des Krimis lernte ich Armand Gamache bei einer Zeugenaussage im Gerichtssaal in Montréal kennen. Es ist Sommer und seine Aussage zieht sich über Stunden hin in dem sich stetig aufheizenden Saal. Es wird über einen Mord gerichtet, der sich Anfang November des Vorjahrs in Three Pines ereignet hatte. Es begann damit, dass eine unheimlich anmutende, ganz in schwarz gekleidete Person mit Maske auf der örtlichen Halloween-Party des Dorfs erschienen ist. Am nächsten Morgen stand die Gestalt dann auf dem Dorfanger und rührte sich nicht vom Fleck. In Verbindung mit ihr kam bei den Bewohnern der Begriff eines sogenannten Cobradors auf, eines Schuldeneintreibers in Spanien. Auf Ansprache reagierte sie nicht, es kam zu einem wütenden Angriff der Ortsansässigen. Nachdem die Erscheinung endlich verschwand wurde kurz darauf eine Leiche aufgefunden, die die Kleidung der Figur trug. Doch der Fundort ließ Gamache bald schon an eine ganz andere Verbindung denken, die direkt ins Drogenmilieu führt.

    Die Autorin wohnt selber in einem der Größe und der Lage nach ähnlichen Ort wie Three Pines in Kanada, daher wirken die Beschreibungen der Landschaft und des fiktiven Dorfs authentisch. Die Verhandlung des Mords im Sommer ist eine der beiden Handlungsebenen des Krimis, die andere spielt im Herbst des Vorjahrs und erzählt die Ereignisse die zur Ermordung einer namentlich noch sehr lange unbekannten Person führten. Obwohl der potentielle Mörder im Gerichtssaal sitzt klärt Louise Penny deren Identität erst nahezu zum Schluss auf. Mit der Figur des Cobradors, die einen wesentlichen Anteil zur Hintergrundstory liefert, hat die Autorin ein unverbrauchtes Thema aufgegriffen. Dabei hat sie ein spanisches Phänomen fantasiereich in deren Historie ausgeschmückt.

    Armand Gamache ist ein Ermittler ohnegleichen, der gegen Korruption in den eigenen Reihen und Drogenkartelle, die Terror verbreiten, kämpft. Erst seit kurzem ist er Leiter der Sureté geworden, wodurch seine bisherige Arbeit gewürdigt wurde und er dadurch die Bestätigung findet, seinen Führungsstil fortzusetzen. Sein Anliegen ist es nicht, die kleinen Verbrechen einzelner Täter im Drogenmilieu aufzuklären, sondern er möchte den Kopf der Organisation finden und den Verbrecherring sprengen. Dazu hat er begonnen, die Ermittlungsbehörde neu zu strukturieren. Er setzt auf Zusammenarbeit in allen Bereichen, auf die Erfahrung des Einzelnen und entscheidet auf Grundlage der Gesetze und seines Gewissens. Seine Gefühle bei Würdigung der gesamten Situation führen ihn zum tatsächlichen Mörder. Moralische Unterstützung findet er bei seiner Frau Reine-Marie, einer ehemaligen Archivarin. Aber auch die ortsansässigen schrulligen Freunde des Ehepaars in Three Pines haben ihren Anteil am Verlauf der Ereignisse.

    „Hinter den drei Kiefern“ beginnt eher ruhig. Immer mehr begriff ich als Leser, dass die verschreckende Gestalt auf dem Dorfanger nicht nur ein Ärgernis für die Bewohner von Three Pines ist, sondern mit erschreckenden Ereignissen zusammenhängt. Louise Penny hat diesen Krimi nicht nur mit Verstand sondern auch mit Herz geschrieben. Sie baut die Spannung zunehmend auf bis hin zu einem furiosen Finale. Mir hat das sehr gut gefallen und deshalb empfehle ich ihn gerne weiter.

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    N
    Nele33vor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Voller Freude habe ich mir den Band Hinter den 3 Kiefern bestellt, da ich schon die ersten 4 Bände geliebt habe. Three Pines ist ein herrlic
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    Z
    zbaubfvor einem Monat
    Kurzmeinung: abgebrochen, zu viele Namen und durcheinander, Fazit: langweilig
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 21 Tagen
    S
    Susanne_Hanikavor einem Monat
    Tigerkatzis avatar
    Tigerkatzivor 2 Monaten

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