Louise Rozett Confessions of an Angry Girl

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Inhaltsangabe zu „Confessions of an Angry Girl“ von Louise Rozett

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  • "Confessions of an Angry Girl", Louise Rozett (Confessions, #1)

    Confessions of an Angry Girl
    Shiku

    Shiku

    03. July 2013 um 09:36

    Die High School: eine Zeit voller Möglichkeiten oder der schlimmste Albtraum? Für die 14-jährige Rose ist es eher Letzteres; vor einigen Monaten starb ihr Vater und noch immer bedenken sie die Lehrer mit mitleidigen Blicken. Ihre beste Freundin Tracy dagegen hat nur noch anderes im Sinn: Cheerleader, Klamotten und die große Frage nach dem ersten Mal mit ihrem Freund, den Rose übrigens überhaupt nicht leiden kann. Man denke sich dazu eine mental abwesende Mutter und einen Bruder, der sich lieber aus dem Staub macht, als ihr zur Seite zu stehen. Und Jamie, in den Rose schon lange verschossen ist, bei dem sie aber nicht so recht weiß, woran sie bei ihm ist. Da fällt es nicht schwer sich vorzustellen, dass Rose stinksauer ist – der Kollisionskurs ist eingestellt, bleibt die Frage, wen es zuerst trifft … und wer den größten Schaden davonträgt. Es hat gar nicht lange gedauert, da war mir eine Sache klar: Ich mag Rose Zarelli. Mein Problem mit Contemporary-Büchern ist zum Teil, dass ich mich nie ganz mit den Charakteren identifizieren kann – erste Liebe, der Eindruck, den andere von einem gewinnen und so weiter und so fort … ja, das hat mich auch vor nicht allzu langer Zeit beschäftigt, aber nie allzu sehr. Und Partys mit allem, was sie mit sich bringen? Konnten mir gestohlen bleiben. Und nun kommt mal eben eine Rose Zarelli her, die an all dem auch nicht viel findet und mit 14 noch ganz andere Sorgen hat. In diesem Fall bin ich selbst das Instaloveopfer und ausnahmsweise habe ich nichts dagegen einzuwenden. Abgesehen davon war sie gar nicht so wütend, wie ich erwartet hatte. Die Wut spielt natürlich noch immer eine Rolle, immerhin ist ihr Vater tot und die Umstände sind mehr als nur tragisch. Dass sie wütend wird, ist in jeder Situation vollkommen verständlich – ich hätte ihre Mutter gern geschüttelt, ihrem Bruder einen Tritt in den Hintern verpasst und Tracy gehörig die Meinung gegeigt, auch wenn ich – und ihr sicherlich auch – genauso gut die andere Seite sehen konnte, zum Beispiel warum ihr Bruder sich zurückzieht. Rose ist letzten Endes nicht die Einzige, die wütend ist und sie ist ebenso nicht die Einzige, die das Recht dazu hat. (Nur Tracy … ist so ein Fall für sich.) Ab und an sind diese Szenen aber auch rührend, denn so wie Rose mit all dem umzugehen zu lernen versucht, verändern sich auch ihre Wahrnehmung und ihre Art, damit umzugehen. Nur so viel: Taschentücher sind manchmal keine schlechte Idee. Aber all das ist nur ein Aspekt der Geschichte. Denn so tragisch Rose‘ Situation auch sein mag, sie ist nun einmal mitten in der Pubertät, im ersten Jahr der High School und das Leben geht weiter, ob man das nun möchte oder nicht. Und was gibt es da auch nicht alles zu bedenken und entscheiden! Eine Nachmittagsbeschäftigung wäre nicht schlecht, aber was, wenn daran zu viele Erinnerungen an den Vater geknüpft sind? Und auch wenn Rose noch nicht bereit für Sex ist, das Thema an sich lässt sich kaum vermeiden – in dem Zusammenhang ist mir die Szene beim Gynäkologen positiv in Erinnerung geblieben, auch wenn ein Detail einige Fragen aufwirft, die hoffentlich noch beantwortet werden. Aber die Szene ist seltsam, unangenehm für Rose, so wie der erste Besuch dort nun mal sein kann. Und warum sollte man das nicht mal sagen? Und, ja, wie sollte es auch anders sein … Rose ist verliebt. In Jamie Forta, bei dem ich mich immer noch frage, wie alt er jetzt eigentlich ist. Hier entsteht auch einer der Hauptkonflikte, der die Geschichte vorantreibt und zum zweiten Band überleitet. Jamie ist nämlich nicht nur der „Bad Boy“ (wie bad er ist, wird sich noch zeigen), sondern auch mit Regina zusammen, einer Cheerleaderfurie, wie sie im Buche steht. (Bevor alle enttäuscht vom bedienten Cheerleaderklischee sind: Nicht alle sind wie Regina und das wird eigentlich auch gezeigt.) Wäre alles kein Problem, würde Jamie mal eine klare Richtung einschlagen und Regina nicht so abgedreht sein, aber so … So wird auch Schikane ein Thema, genauso wie Alkoholmissbrauch und all das, was erst mal cool und toll wirkt, es auf den zweiten Blick gar nicht ist. Klingt alles bisher wahnsinnig ernst? Keine Sorge, zu lachen gibt es auch ein bisschen was, immerhin beherrscht Rose Sarkasmus ziemlich gut, und nicht alle sind ätzend oder enttäuschend oder verwirrend oder überhaupt. Nehmt einfach Angelo, der ganz schnell ganz klein wird, sobald ein Mädchen seinetwegen weint und ohnehin ein netter Kerl ist, dem man gerne öfter begegnen würde. Und als kleine Aufheiterung gibt’s am Anfang jedes Kapitels ein ungewöhnliches Wort, das eine Situation oder Person in Rose‘ Leben gut umschreibt – für die hat sie nämlich eine Schwäche; und auch wenn das wieder an ihren Vater erinnert, so sind ihre Ergänzungen oft ein Lächeln wert, mal abgesehen davon, dass es dem eigenen Vokabular nicht schadet. Mit „Confessions of an Angry Girl“ präsentiert uns Louise Rozett eine zugleich rührende und amüsante Geschichte über ein 14-jähriges, sehr wütendes Mädchen mit einer Vorliebe für ungewöhnliche Worte. Klingt unterhaltsam? Ist es auch, wenn auch nicht perfekt. Rose ist ein Charakter, mit dem sich endlich mal all die identifizieren können, die mit Partys und dergleichen nicht viel anfangen können, aber auch andere dürften sich für das sympathische Mädchen erwärmen können. Dieses Buch ist ein Ausflug zurück in ein Alter, an das man normalerweise nicht so gern zurückdenkt, aber wisst ihr was? Es macht Spaß und ich kann es kaum erwarten, Rose noch weiter zu begleiten.

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