Louise Schofield Mykene

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Inhaltsangabe zu „Mykene“ von Louise Schofield

Seit den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns ist der Name Mykene aufs engste verbunden mit dem Mythos des sagenumwobenen Königs Agamemnon, der die Griechen in den Trojanischen Krieg führte. Schliemann fand 1876 reich ausgestattete Grabanlagen, unter anderem den berühmten Goldschatz mit der sog. 'Goldmaske des Agamemnon'. Waren die Mauern Mykenes mit dem berühmten Löwentor wirklich die Burg des legendären Herrschers? Auf der Basis neuester Forschungen gibt dieser reich illustrierte Band einen faszinierenden Überblick über Mythos und Wirklichkeit der mykenischen Zivilisation, die jahrhundertelang die Peloponnes beherrschte und schließlich dramatisch unterging.

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  • Rezension zu "Mykene" von Louise Schofield

    Mykene
    wolfschwerdt

    wolfschwerdt

    19. May 2010 um 19:16

    Mit dem Buch „Mykene“ hat Louise Schofield eine sehr umfassende Darstellung des aktuellen archäologischen Kenntnisstandes zur Mykenischen Kultur verfasst. Natürlich stellt auch die Autorin die Frage nach der Verbindung Mykenes zum Trojanischen Krieg. Allein schon, weil die Wiederentdeckung der faszinierenden bronzezeitlichen Kultur, Heinrich Schliemann, dem Ausgräber von Troja zu verdanken ist. Zwar hatte, wie Louise Schofield in ihrem Buch „Mykene“ noch einmal feststellt, Schliemann weder das richtige Troja, noch Agamemnons Palast ausgegraben, tatsächlich aber hatte er in seinem festen Glauben an die Wahrheit von Homers Ilias eine nunmehr rund 130jährige archäologische Auseinandersetzung mit der Mykenischen Kultur in Bewegung gesetzt. Systematisch stellt Louise Schofield die archäologischen Erkenntnisse und die dazugehörigen Schlussfolgerungen im Buch „Mykene“ vor. Der Leser wird mit der Zeiteinteilung der Bronzezeit, den absoluten und relativen Datierungen und ihren Problemen sowie der zeitlichen Zuordnung der früh-, mittel- und spätmykenischen Perioden vertraut gemacht. Auf dieser Basis beginnt dann auch die Diskussion um die Entstehung der mykenischen Kultur und damit verbunden die Einbeziehung neuer Funde. Waren die Träger der neuen Kultur Einwanderer? Wie hing der Aufstieg der Mykener mit dem Untergang der Minoer zusammen? Und am Ende natürlich, was bewirkte den Untergang der Mykener und die folgenden dunklen Jahrhunderte? Louise Schofield greift alles auf, was sich inzwischen an Erkenntnissen und Quellen ergeben hat. Selbstverständlich gehören dazu die Linear B Texte, die bronzezeitlichen Schiffswracks, Hethitische Schriften und auch ägyptische Quellen. Aber auch Fresken aus mykenischen Häusern und Palästen werden als Informationsquellen herangezogen. Und der Leser erhält in verschiedenen Zusammenhängen eine vollständige Übersicht über die bekannten Paläste, Burgen und zentralen Siedlungen der Mykener. Schofield behandelt alle wichtigen Themenbereiche der mykenischen Kultur wie Bestattungen, Handel, Religion, Krieg, gesellschaftliche Struktur, Bauweise der Paläste, Verwaltung, politische Geographie und vieles andere mehr. Die gefundenen und gesammelten Artefakte und der Umfang der inzwischen vorgenommenen Ausgrabungen in Zusammenhang mit dem mykenischen Kulturkreis ist zweifellos gewaltig. Und das über mehr als ein Jahrhundert angesammelte Wissen über die Mykener erscheint auf den ersten Blick unglaublich umfangreich. Und trotzdem bleiben die alten Fragen: Wie ist die mykenische Kultur entstanden, wer waren seine Träger und wie ist der relativ plötzliche Untergang zu erklären? Ach ja, nicht zuletzt die irgendwann eigentlich gar nicht mehr so wichtig erscheinende Frage nach dem Verhältnis von Mykene und dem Trojanischen Krieg. All diese Fragen bleiben letztendlich nach wie vor offen. Trotzdem gibt es Antworten im Buch „Mykene“. Zumindest gelten einige ältere Spekulationen zu diesen Fragen inzwischen als widerlegt, man weiß also relativ sicher, wie es zumindest nicht gewesen sein dürfte. Auf der anderen Seite ergeben sich natürlich neue Spekulationen, beispielsweise zum Untergang der mykenischen Kultur. Hier und auch bei den anderen Fragen stellt Schofield die verschiedenen Theorien nebeneinander und unterlegt sie mit den archäologischen Fakten. Überhaupt behandelt Schofield das Thema sehr sachlich und immer eng an den wissenschaftlichen Tatsachen orientiert. Eines ist klar, die mykenische Kultur war zumindest in ihrer Blütezeit nicht ein regionales, im wesentlichen auf Griechenland beschränktes Phänomen. Mykene, und damit ist das gesamte politisch- kulturelle Gebilde gemeint, das den Namen des von Schliemann ausgegrabenen Königspalastes trägt, war im Mittelmeerraum von der Agäis über Vorderasien bis nach Ägypten ein politischer, wirtschaftlicher und militärischer Faktor. „Mykene“ ist zweifellos eines der komplettesten und aktuellsten Überblickswerke zur faszinierenden bronzezeitlichen Kultur Griechenlands. Der systematische Aufbau, der sachliche und gut verständliche Stil, die hilfreichen Illustrationen und Pläne, das breite Spektrum der behandelten Themen und nicht zuletzt die Darstellung der offenen Fragen und Diskussionsansätze machen das Buch für den interessierten Laien hochinteressant und für den Geschichtsstudenten außerordentlich nützlich. Dies auch vor dem Hintergrund der umfassenden Literaturliste und der vertiefenden Hinweise in den Fußnoten.

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