Louise Welsh Das Alphabet der Knochen

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Inhaltsangabe zu „Das Alphabet der Knochen“ von Louise Welsh

Ein brillantes Spiel um Lüge und Wahrheit, Täuschung und Tod Murray Watson, Literaturwissenschaftler an der Universität Glasgow, arbeitet an einer Biografie des Dichters Archie Lunan, der jung und unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Ein gefährliches Unterfangen – denn bald wird seine Recherche zur Besessenheit. Und je gründlicher Watson in das kurze und ruhelose Leben Lunans eintaucht, desto tiefer wird er in einen tödlichen Sumpf aus Geheimnissen, Lügen und Sex gezogen ...

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  • Rezension zu "Das Alphabet der Knochen" von Louise Welsh

    Das Alphabet der Knochen

    martina_turbanisch

    13. October 2011 um 14:06

    Dr. Murray Watson ist Literaturwissenschaftler an der Universität Glasgow und hat es sich zum Ziel gesetzt eine Biografie über Archie Lunan, einen eher unbekannten Dichter, zu veröffentlichen. Lunan war sehr jung unter mysteriosen Umständen vor dreißig Jahren ums Leben gekommen und sein einziges veröffentlichtes Werk, ein Gedichtband mit dem Namen Moontide, sowie eine Kiste mit Notizen aus dem Nachlaß von Lunan sind alles was Murray von Lunan hat. Trotzdem beginnt er in Lunans Leben zu stöbern, macht alte Bekannte ausfindig, spricht mit ihnen und kommt trotz aller Bemühungen er kaum weiter. Niemand scheint ihm tatsächlich etwas über Archie Lunan erzählen zu wollen. Der Einzige der ihm vielleicht mehr über Archie hätte sagen können, sein Freund und Saufkumpan Bobby Robb, stirbt kurz bevor Murray mit ihm Kontakt aufnehmen konnte. Lunans alter Professor ergeht sich zwar in Andeutungen über Lunans Leben, aber etwas konkretes will er ihm auch nicht sagen. Bei seinen Recherchen stösst Murray auch auf Lunans ehemalige Freundin, Christie Graves, die ihm aber ebenfalls ein Gespräch verweigert. Er unternimmt einen letzten Versuch und mietet sich auf der Insel Lismore, auf der Lunan zuletzt lebte und auf der Christie noch immer lebt, ein Zimmer in der Hoffnung dort irgendwie mit ihr in Kontakt kommen zu können. Nach einer Weile kommt ihm tatsächlich der Zufall zur Hilfe und er kann Christie aus einer misslichen Lage befreien, im Gegenzug bietet sie ihm ein Gespräch über Lunan an. Doch er ist sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob er tatsächlich noch wissen will, wer Archie Lunan war. Zu allem Überfluß taucht dann auch noch, ganz zufällig versteht sich, Murrays Fakultätsleiter auf, mit dessen Frau Murray ein Verhältnis hat und der Archie Lunan besser kannte als er zugeben möchte. Murray beschließt zu guter Letzt Christie Graves Gesprächsangebot anzunehmen und erfährt mehr, als er eigentlich wissen wollte. Mein Fazit: Der Einstieg in dieses Buch fiel mir zuerst ein bisschen schwer. Der erste Teil befasst sich zu einem großen Teil mit Murray Watsons Leben, seinem Verhältnis zu seinem Bruder und seinem Verhältnis zur Ehefrau seines Fakultätsleiters. Beinahe nebenbei beginnt er mit den Nachforschungen zu Archie Lunan und die ersten Gespräche die er deswegen führt sind wenig ergiebig, was mich beim Lesen beinahe genauso frustriert hat wie Murray Watson. Trotzdem wuchs bei mir dann von Seite zu Seite doch die Neugier auf diesen merkwürdigen Archie Lunan und wer oder wie er denn nun wirklich war und was es mit seinem frühen, mysteriösem Tod auf sich hat. Aber je mehr Murray – und damit auch ich – erfährt, desto undurchsichtiger wird Lunan eigentlich. Erst im letzten Drittel des Buches erfährt Dr. Watson einige Dinge die ein etwas klareres Bild zeichnen und hier sind dann wieder viele Informationen wichtig, die im ersten Teil des Buches etwas langatmig erschienen. Das Ende ist dann ebenso spannend wie überraschend – aber mehr kann ich dazu nicht verraten. Nach einem etwas schwierigen Einstieg hat mich die eigenartige, etwas düstere Atmosphäre des Buches gefangen genommen und das, obwohl mir keine der Hauptpersonen wirklich sympathisch war. Stellenweise kam ich mir ein bisschen vor wie jemand, der ein fremdes Leben haarklein und ganz objektiv seziert. Sollte ich mir Gedanken darüber machen, dass mir das tatsächlich Spaß gemacht hat?? Nein – ich glaube nicht :-) Alphabet der Knochen Cover 2Das Coverbild, das ich versucht habe als Ganzes zu fotografieren, trifft übrigens hervoragend die Gesamtstimmung dieses Buches – ein bisschen geheimnisvoll, unheimlich und nebulös. Auf der Homepage der Insel Lismore kann man übrigens sehen, dass es da durchaus so aussieht wie Louise Welsh die Insel beschreibt :-) Wer wirklich toll erzählte und eher unterschwellig ( oder besser doch subtil? ) spannende Geschichten mag und darauf verzichten kann mindestens auf jeder zwanzigsten Seite eine Leiche vorzufinden, dem ist Das Alphabet der Knochen auf jeden Fall zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Das Alphabet der Knochen" von Louise Welsh

    Das Alphabet der Knochen

    rallus

    15. July 2011 um 11:26

    Dr.Murray Watson ist ein gescheiterter Dozent für englische Literatur an der Glasgower Universität. Seine heimliche Leidenschaft ist Archie Lunan, der zeit seines kurzen Lebens nur ein kleines Gedichtbändchen rausgebracht hat. Er reist auf die kleine Lismore um mehr über sein Leben herauszubekommen, dabei kehrt er in die Abgründe Archies letzter Tage zurück. Ein gut geschriebenes Buch, was aber nicht recht weiß wohin es soll. Für einen Thriller ist es zu langatmig und unspannend, für kritische Gegenwartsliteratur ist es zu uninteressant. Die seiten fliegen dahin, ohne dass ich erkennen könnte was mir die Autorin eigentlich sagen will. Es sind weder Höhen noch Tiefen erkennbar, so bleibt dieses Buch schwammig, verwaschen - zwar lesbar - aber nichts an was man sich noch in 3 jahren erinnern würde.

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  • Rezension zu "Das Alphabet der Knochen" von Louise Welsh

    Das Alphabet der Knochen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. August 2010 um 21:08

    Inhalt: Dr. Murray Watson unterrichtet Englische Literatur an der Universität Glasgow. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er fasziniert von dem Dichter Archibald Lunan, von wem er vor einiger Zeit den einzigen erschienenen Lyrikband “Moontides” in einem Antiquariat ergattern konnte. Kurz nach der Veröffentlichung dieses Lyrikbands ist Lunan auf mysteriöse Weise auf seinem Segelboot ums Leben gekommen. Watson beginnt zu Recherchieren mit dem Ziel eine Biografie über Archie Lunan zu schreiben, doch jeden, den er anfragt, ob er interessante Informationen für ihn hätte, scheint ihm eher Steine in den Weg zu legen, als ihm tatsächlich helfen zu wollen. Die Quellen führen Watson irgendwann nach Lismore, eine Insel auf der Lunan einst gelebt hat. Hier lernt er eine ehemalige Freundin des Dichters kennen, doch was sie ihm offenbart stößt Watson in ein tiefes Loch. Meine Meinung: Schade ist bei diesem Buch definitiv, dass der Spannungsbogen erst nach dem ersten Drittel ansteigt. Die ersten ca. 200 Seiten sind eher anstrengend und man muss sich oft zwingen weiterzulesen, da die Autorin dazu neigt, Nebenstränge zu eröffnen, die sich jedoch letztendlich im Sand verlaufen und die Geschichte kein Stück voranbringen. Hat man diesen Teil jedoch überwunden wird man mit einem cleveren Thriller belohnt, der stets darauf bedacht ist, seine Charaktere nicht oberflächlich zu belassen und detailverliebt seine Geschichte erzählt. Der Lesefluss wird durch die sehr kleine Schrift und die engen Absätze etwas gestört, was der Schreibstil jedoch wieder wett macht. Auch haben mich die Beschreibungen der Sex- und Drogenszenen etwas gestört, da sie aufgesetzt krass wirkten um den Leser zu schocken. Fazit: Leider kein absolutes Muss, für jeden Schottland- und Thrillerfan jedoch ein Kauftipp, wenn man dem Buch die Chance gibt, sich erst später zu entfalten.

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  • Rezension zu "Das Alphabet der Knochen" von Louise Welsh

    Das Alphabet der Knochen

    hebersch

    17. August 2010 um 20:15

    Als Forschungsprojekt will Dr. Murray Watson die Biographie des vermutlich durch Unfall oder Selbstmord ums Leben gekommenen Dichters Archie Lunans erstellen. So richtig voran geht es bei seinen Recherchen nicht; es ist, als würde ihm sein Fachbereichsleiter, Lunans frühere Freundin und andere Steine in den Weg legen. Erst auf der Insel Lismore kann er die Fäden entwirren. Der spannend und intelligent geschrieben Roman überzeugt nicht nur durch seine Handlung, sondern auch durch ungemein guten Charakterisierungen der Menschen und Personen. Denn Murray hat selbst keinen einfachen Lebensweg.

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  • Rezension zu "Das Alphabet der Knochen" von Louise Welsh

    Das Alphabet der Knochen

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Dr. Murray Watson lehrt an der Universität Glasgow Englische Literatur und ist seit seinem sechzehnten Lebensjahr vom Dichter Archie Lunan fasziniert. In einem Antiquariat erstand er einst eine Ausgabe von Lunans einzigem Lyrikband „Moontide“. Kurz nach dessen Veröffentlichung starb der junge Archie Lunan mit seinem Segelboot unter ungeklärten Umständen an der schottischen Küste. Er war in den 1970er Jahren an derselben Universität, an der Watson lehrt, Mittelpunkt eines Schriftstellerzirkels und gab sich gerne Drogen und Alkoholexzessen hin. Da der Nachlass Archie Lunans nicht sehr aufschlussreich ist, nimmt sich Watson vor, eine Biografie über ihn zu schreiben. Je mehr sich Watson mit dem Leben des dichtenden Bohemiens beschäftigt, desto rätselhafter und undurchsichtiger erscheint es ihm. Die Recherche um das geheimnisvolle Leben des viel zu früh verstorbenen Dichters bringt Watson nach Lismore, wo Archie einst lebte. Dort lernt er dessen ehemalige Freundin kennen und kommt dabei, wie sollte es auch anders sein, hinter ein dunkles Geheimnis. Nach langer Zeit akribischer Recherche zum Leben des Dichters und den dazugehörigen Verwicklungen im Leben Watsons gipfeln die Nachforschungen im letzten Drittel des Buches dann glücklicherweise in einem dramatischen Finale. “Das Alphabet der Knochen“ schildert dabei die existentiellen Abgründe, in die literaturwissenschaftliche Forschung führen kann. Leider beginnt der mit den Elementen der Schauerromantik spielende Thriller erst in der zweiten Hälfte Spannung und Sogwirkung aufzubauen. Bis dahin wird vom Leser Aufmerksamkeit und Durchhaltevermögen gefordert, da der Roman Raum für die Darstellungen und Schilderungen aus dem verzwickten Leben von Dr. Watson benötigt. Weniger wäre hier vielleicht angebracht gewesen, denn einige Nebenstränge verlaufen ins Abseits und lassen dadurch keine rechte Leselust entstehen. Natürlich beherrscht die Autorin wie schon in ihren früheren Romanen gekonnt diesen Spannungsaufbau und besticht stets durch stilistische Genauigkeit und literarische Raffinesse, aber eben erst nach rund hundertundfünfzig Seiten. Des Weiteren scheinen mir die Darstellungen von Sex und Crime und dem Hippietum der Siebzigerjahre etwas vorhersehbar und dienen eher dazu, Aufmerksamkeit zu erzielen, Verkaufszahlen zu fördern und hinterlassen den Eindruck, dieses oder jenes schon einmal gelesen zu haben.

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