Louise de Vilmorin Liebesgeschichte

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Inhaltsangabe zu „Liebesgeschichte“ von Louise de Vilmorin

Die Freundinnen Catherine und Marise werden über die sommerliche Schwärmerei für den hübschen Peter von L. zu Rivalinnen. Der allerdings hat selbst Liebeskummer und gar kein Auge für die amourösen Mittvierzigerinnen. Als sich schließlich auch Catherines Tochter in den attraktiven Mann verliebt, ist das Gefühls-Chaos perfekt …

herrlich altmodisch und doch irgendwie aktuell

— Lilofee
Lilofee

Eine kurze, aber dennoch sehr komplexe Abhandlung über Liebe. Treffsicher erzählt und lässt einen wunderbar zwischen den Zeilen lesen.

— JessSoul
JessSoul

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    Liebesgeschichte
    JessSoul

    JessSoul

    06. July 2014 um 21:53

    ...wird von drei Frauen umworben, und ist dennoch für ihre Avancen unempfänglich, da er eine Tote liebt. Eine kurze, aber dennoch sehr komplexe Abhandlung über Liebe. Treffsicher erzählt und lässt einen wunderbar zwischen den Zeilen lesen.

  • Liebe und andere Missverständnisse

    Liebesgeschichte
    Heane

    Heane

    09. December 2013 um 20:00

    Catherine und Marise sind gute Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine immer beherrscht und die andere voll Leidenschaft und flatterhaft. Gerade diese Unterschiedlichkeit scheint sie zu verbinden. Bis – ja bis Peter von L. in ihrem Leben erscheint und sie mit ihm gemeinsam den Sommer in dem Haus seiner Großmutter verbringen. Obwohl Catherine verheiratet ist, buhlt sie im stetigen Kampf mit Marise um die Gunst des aparten Junggesellen.  Peter von L. ist aber bereits unglücklich verliebt und keineswegs zugänglich für die Avancen der beiden Damen. Mit „Liebesgeschichte“ erwartet die LeserInnen eine kurzweilige, unterhaltsame Geschichte rund um Liebe, Eifersucht und Betrug. Nur allzu schnell werfen die ProtagonistInnen gängige, anerkannte Vorstellungen von Moral über Bord um zu verwirklichen was ihnen gerade das Richtige scheint. Dabei wird deutlich, dass Vilmorin den ProtagonistInnen, so unterschiedlich diese auch zu sein scheinen, die menschliche Schwäche der Subjektivität zuschreibt. Sie alle sehen was sie sehen möchten, hören was sie hören möchten und sind gänzlich unfähig ihre eigene Situation zu beleuchten oder von aussen zu betrachten. Dabei werden wir unsanft an uns selbst erinnert, wenn wir lieben oder verliebt sind, denn uns allen liegt die verführerische Kraft, mal nicht so genau hinzusehen. Nur wahrzunehmen, was wir gerade möchten und uns noch möglichst lange in dem schwebenden Zustand des Verliebt-Seins hält. Ein Buch zum abtauchen, das uns aber auch anregen sollte, die eigene Bequemlichkeit ab und an zu hinterfragen.

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  • Rezension zu "Liebesgeschichte" von Louise de Vilmorin

    Liebesgeschichte
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    08. June 2011 um 15:46

    KLAPPENTEXT: Die Freundinnen Catherine und Marise werden über die sommerliche Schwärmerei für den hübschen Peter von L. zu Rivalinnen.Der allerdings hat selbst Liebeskummer und gar kein Auge für die amourösen Mittvierzigerinnen. Als sich schließlich auch noch Catherines Tochter in den attraktiven Mann verliebt, ist das Gefühlsleben perfekt... ZUR AUTORIN: Louise Léveque de Vilmorin wurde wurde 1902 in der Nähe von Paris geboren. Sie entstammte dem französischen Hochadel und war mit Antoine de Saint-Exupéry verlobt. Sie schrieb mehrere Romane. Einer davon, „Madame de...“, wurde 1953 verfilmt. Louise de Vilmorin verstarb im Dezember 1969. EIGENE MEINUNG: „Liebesgeschichte“ stammt aus dem Jahr 1955 und erschien damals unter dem Originaltitel „Histoire d`aimer“. Die Reife dieses Buches macht sich vor allem in der wunderschönen Sprache bemerkbar, die Autorin Louise de Vilmorin verwendet. Ohne zu viel zu verraten, denn das ist bei 125 Seiten, die auch noch recht groß bedruckt sind, recht schnell geschehen,versuche ich mal meine Begeisterung für dieses Büchlein zum Ausdruck zu bringen. Die Pointe der Geschichte hatte ich sehr schnell durchschaut, aber dies mindert den Wert des Buches nicht im geringsten. Leser, die sich von einer wunderschönen ein bisschen schnörkeligen, aber dennoch sehr sanften Schreibe verzaubern lassen möchten, werden mit „Liebesgeschichte“ ein wundervolles Lesevergnügen erleben. Kurz, dafür aber sehr liebenswert,unterhält uns Louise de Vilmorin mit Geplänkel verliebter Damen, die gern das Herz des jungen Peter von L.erobern möchten, der doch selbst so arg Liebeskummer hat, da der Vater seiner Angebeteten ihm jeglichen Kontakt mit ihr verweigert. Ohne mit Kitsch überzogen zu werden, könne wir Marise und Catherine dabei verfolgen, wie sie um die Gunst des jungen Mannes buhlen. Neidisch auf jede Minute, die er mit der jeweils anderen verbringt. Vorsichtig versuchen sie sich gegenseitig auszustechen, darauf bedacht ihre Freundschaft nicht zu gefährden, aber mit Hilfe von kleinen Lügen anderen Hilfsmitteln aus ihrer Trickkiste. Ganz liebreizend kann der Leser verfolgen, wie die Damen immer mal wieder auf ihren Näschen landen und doch ihr Ziel nicht aus den Augen lassen. FAZIT: Wer ein Buch sucht, das einen lauen Sommerabend versüßt oder einen sonnigen Frühlingsnachmittag bereichert, der hat mit „Liebesgeschichte“ genau das passende gefunden. Ein sehr liebenswertes, sprachlich ganz wundervolles Büchlein, das seine Leser erheitern wird.

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  • Rezension zu "Liebesgeschichte" von Louise de Vilmorin

    Liebesgeschichte
    Clari

    Clari

    15. June 2010 um 11:56

    Verspielter Liebeszauber! Louise de Vilmorin ( 1902 -1969) befleißigt sich in ihren Romanen, auch in dem bereits erschienen Roman „Liebesgeschichte“, der Beschreibung einer Vergangenheit, in der Frauen hübsch und kokett der Liebe in allen Schattierungen frönten und um Liebhaber buhlten. Sie lässt in ihre Gesellschaftsromane Erinnerungen aus den zwanziger und dreißiger Jahren an ihre eigene Gesellschaftsschicht einfließen. Worum geht es? Die 18 jährige Julietta, Tochter einer schönen und früh verwitweten Frau von vierzig Jahren, verliebt sich spielerisch in den fünfzigjährigen Hector Prinz von Alpen. Er ist gut aussehend, wohlhabend und fühlt sich zu dem jungen Mädchen hingezogen , das er am Mittelmeer kennen gelernt hat. Voller Tatendrang reist er zurück nach Paris, wo er sie treffen und sich mit ihr verloben will. Als Julietta mit ihrer Mutter, Madame Valendor, auf der Rückreise von Bordeaux nach Paris einen jungen Anwalt kennenlernt, steigt sie mit ihm aus nichtigem Anlass auf einer Zwischenstation aus, immer auf der Suche nach einem Abenteuer. Die Aussicht auf die Ehe mit dem sehr viel älteren Prinz von Alpen ist ihr schnell lästig geworden, denn sie ist kindlich und unreif. André Landrecourt bringt sie vermeintlich nur für eine Nacht auf seinem Landgut unter, nicht ahnend, was die junge Frau im Schilde führt. Es kommt zu Verwicklungen, kleinen Ungereimtheiten und man stellt fest, dass hier ein seltsames Gesellschaftsbild belustigt abgehandelt wird. Louise de Vilmorin erzählt vom Liebesleid- und Freud und vom Gesellschaftsleben höherer Adelskreise. Ihr gepflegter Sprachstil mutet leicht altmodisch an, und auch die abgehandelten Liebeshändel scheinen einer versunkenen Welt anzugehören. Verwöhnte und selbstsüchtige Frauen, deren einziges Augenmerk auf die eigene Schönheit und die selbstverständliche Eroberung von reichen und gut aussehenden Männern ausgerichtet ist, und Männer, die sich in Fürsorge und Liebe für eben diese Frauen verzehren, folgen Spielregeln, die das Leben damals ihnen abverlangte. Welche Frau könnte sich heute in dieser Form alleine mit dem eigenen Selbst und dem Liebesleben befassen? Jedoch sind die beschriebenen Charaktere der beiden männlichen Protagonisten bemerkenswert in ihrer diskreten Vornehmheit und konventionellen Diktion. Selbst in den herzigsten und überschwänglich dargstellten Liebesszenen bleibt man beim „Sie“, wenn auch die äußeren Umstände auf eine größere Nähe schließen lassen. Zwei Paare spielen Verstecken, Suchen und Finden und alles endet gelassen und zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Das malerische Ambiente eines alten Landguts bietet den Rahmen für die kurzweilige Unterhaltung und das Verwirrspiel um die Betroffenen. Die Erzählung ist durchaus unterhaltsam und von poetischer Feinheit in der Diktion, denn amüsant sind die kleinen menschlichen Tragödien und Lustspiele allemal! Sie spiegeln ein Leben in Frankreich wieder, das vermutlich in bestimmten Kreisen in dieser Weise noch lange bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Frankreich so gepflegt wurde. Louise de Vilmorin selbst entsprach überhaupt nicht dem hier entworfenen Frauenbild, denn sie hat studiert, hatte Ehen und Lebensgefährten und war in ihren jungen Jahren mit dem Dichter Saint -Exupéry verlobt. Einer ihrer Lebensgefährten war der französischen Dichter, Abenteurer und Politiker André Malraux, der sie zum Schreiben ermutigte. Patricia Klobusiczky hat den Roman kunstfertig ins Deutsche übertragen.

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  • Rezension zu "Liebesgeschichte" von Louise de Vilmorin

    Liebesgeschichte
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. July 2009 um 23:34

    „Ach! Könnte er sich doch nur in ein anderes junges Mädchen verlieben.“ Sie kannte die Großen der Großen. Sie war mit André Malreaux befreundet, war für ein Jahr mit Graf Pál Pálffy de Erdöd, einen ungarischen Playboy, verheiratet, hatte eine Affäre mit Jean Cocteau und war geliebt und bewundert von Künstlern, Tänzern und Literaten wie Paul Meurisse, Anaïs Nin und René Clair, dem sie das vorliegende Buch auch widmete. Mit Antoine de Saint-Exupéry gar ist sie 1923 verlobt gewesen. Louise de Vilmorin soll zudem von entzückender Schönheit und mit den schönsten violetten Augen gesegnet gewesen sein. Ihre Histoire d’aimer, dieses Jahr in Deutschland im Dörlemann Verlag unter dem schlichten Titel Liebesgeschichte wieder aufgelegt und neu übersetzt von Patricia Klobusiczky, erschien 1955 in Frankreich und in Anbetracht dieser Jahreszahl darf man ob dieser in seiner Form sehr klassischen Novelle mit Briefromancharakter nur staunen. Sie wirkt, als wäre sie aus dem 19. Jahrhundert, diese Geschichte. „Während Catherine Valle-Didier als verheiratete Frau zur Verschwiegenheit neigte, führte ihre Freundin Marise Lejeand, die keinen Ehemann mehr hatte, ein recht offenes Leben.“ Dieser erste Satz eröffnet wahre Welten. Doch Madame Valle-Didier, immer darauf bedacht, den gesellschaftlichen Standard zu erfüllen, und der Freigeist Marise sind wirklich gut miteinander befreundet. Beide Frauen haben zwar ihren eigenen Standpunkt, auf den sie stolz sind, darum necken sie sich insgeheim auch, aber das tut ihrer beider Freundschaft keinen Abbruch. Ins allzu Persönliche lassen die zwei ihre Zusammenkünfte sowieso nicht abdriften. Aber, da sie sich wirklich sehr zugetan sind, ist es auch kein Verwundernis, „dennoch war es reiner Zufall, dass sie sich im Juni im selben Hotel an der normannischen Küste wiederfanden.“ Während eines Spaziergangs treffen Madame Valle-Didier und Marise auf eine Bekannte, die sie zum Tee in die nahe gelegene Pâtisserie einlädt und darauf besteht, dass sie ihren Urlaub bei ihr, in ihrem Haus, beenden, denn im Hotel zu wohnen, das sei doch Unsinn! Beim Tee erzählt die alte Dame dann von ihrem Enkel Peter von L., der „gerade seinen Genesungsurlaub bei mir verbringt.“ Vom Krieg zum Pflegefall degradiert, familienlos gemacht und verarmt, wird auch er in dem Haus der reichen Ausländerin, die namenlos bleibt, wohnen bis er genesen ist. Ein Weiteres vertraut die alte Dame den Freundinnen an: „Ja, den armen Peter erwartet eine furchtbare Nachricht, die wir ihm aufgrund seines Zustands noch nicht mitteilen durften. Sie könnte ihm zum Verhängnis werden. Die Ärzte haben es ausdrücklich gesagt: Wir müssen Zeit gewinnen. Die Wahrheit ist: Das Mädchen, das Peter liebt, ist tot.“ Die beiden Freundinnen sind unsäglich vor Mitleid um den jungen Mann und versprechen der reichen Frau, ihm gute Gesellschaft zu leisten. Mit diesem Versprechen, dem Einzug der beiden so unterschiedlichen Freundinnen in das Haus der reichen Ausländerin und dem wahrlich reizenden Peter von L. beginnt das Dilemma der Novelle. Auf dem Cover sind drei liebreizende Damenrücken zu erspähen. Unter diesem Bild steht deutlich ‚Roman‘ geschrieben. Der Roman ist eine epische Großform, die vor allem durch ihre vielschichtigen Erzählstränge und ihre oft ambivalenten Charaktere lebt. Seine letztendliche Daseinsberechtigung erlangte diese Gattung im 18. Jahrhundert, der Romantik, als der damalige ‚Literaturbetrieb‘ nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten suchte, um in jener Zeit vor allem auch moralische und gesellschaftliche Aspekte darstellen zu können. In der vorliegenden Geschichte allerdings finden sich bereits in Madame Valle-Didier und Marise Lejeand recht flache Charaktere, die sich durch ihre stereotype Gestaltung sehr einfach einordnen lassen und der Geschichte in all ihrer offensichtlichen romantischen Tragik einen nicht zu verachtenden ironischen und leichtfüßigen Charakter geben. Der Leser hat es hier offensichtlich mit einer Art der Verwechslungskomödie zu tun. Und daran begründet sich auch der Begriff der Novelle, mit dem Vilmorins Liebesgeschichte hier bezeichnet wird. Die Novelle entstand ihrerseits im italienischen Raum und kann ihre Karriere bereits einige Jahrhunderte früher einschlagen. ‚Als in Florenz die Pest umgeht, entschließen sich sieben junge Damen und drei Männer, um der Seuche zu entgehen, auf einen Landsitz vor der Stadt. Sie lenken sich ab, indem sie sich in zehnten Tagen 100 Geschichten erzählen, die alle von Liebe, Geiz, Großmut, Geistesgegenwart und Glück handeln, teilweise durchaus recht drastisch und eindeutig sind.‘ Im 14. Jahrhundert wird durch Giovanni Boccaccios Dekamerone die Novelle zum Vorbild für viele folgende Novellensammlungen. Zwar ist Boccaccio nicht der erste, der die abendländische Novelle schuf, doch, in der Geschichte von Louise de Vilmorin wird deutlich, dass diese Tradition bis heute nicht abgebrochen ist. Goethe bezeichnete die Novelle geradlinig als eine „unerhörte Begebenheit“. Diese findet sich in der Liebesgeschichte zweifellos. Sowohl Madame Ville-Didier als auch Marise sind dem jungen, charmanten Peter sofort verfallen und buhlen um seine Gunst. Der ehrliche Gentleman ahnt davon nichts und amüsiert sich mit den zwei Frauen einfach prächtig. Zwischen den Freundinnen entspinnt sich so ein unausgesprochener Kampf. Der dritte Rücken auf dem Cover könnte Madame Valle-Didiers Tochter gehören, die ihre Mutter in dem Haus der reichen Ausländerin besuchen kommt und das Chaos perfekt macht, denn Catherines 18-jährige Tochter findet außerordentlichen Gefallen an dem allseitig begehrten Peter. Wie sich diese Verwirrung entspinnen mag, lesen sie am besten selbst! Fazit: Die auf 126 Seiten sich entwickelnde Geschichte ist kurzweilig und entwickelt sich zu einem köstlichen Briefwechsel, der zwischenmenschliche Missverständnisse mit einem Augenzwinkern schildert. Dieses Buch sollten sie sich für einen Regentag im Urlaub reservieren!

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