Lubomír Smiricky Wo Milch und Honig fließen …

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Inhaltsangabe zu „Wo Milch und Honig fließen …“ von Lubomír Smiricky

Edi und Petr sind seit ihrer Kindheit gute Freunde. Ihre Eltern haben mit ein bisschen Glück sowohl die braune als auch die neue rote Diktatur überlebt. Ihre Nachkommen leben in einem Nachkriegsregime, das optimistische Parolen herausjubelt, falsche Versprechen verbreitet und mit perfidem Terror über das ganze Land regiert. Es genügt, in beiden totalitären Diktaturen eine harmlose Bemerkung über einen „nackten König" zu machen, und schon tauchen Schlägertrupps auf, man endet im Arbeitslager oder wird in der Psychiatrischen Klinik weggesperrt. Nach der Niederlage des „Prager Frühlings" und seiner Niederwalzung durch Panzer im August 1968 flüchten Edi und Petr ins Ausland. Das Exil bringt beiden nicht nur die hochgeschätzte Freiheit, sondern auch Momente der Ungewissheit und das Gefühl der Entwurzelung. Die Erinnerungen an die Kindheit oder an die Jugendlieben bleiben sogar im reifen Alter unerwartet lebendig.

Ein nachdenklicher Einblick in die wechselvolle tschechische Vergangenheit

— gst
gst

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    Wo Milch und Honig fließen …
    gst

    gst

    14. June 2016 um 17:32

    Nicht erst heute gibt es Flüchtlinge, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen und in der Fremde einen Neuanfang suchen. Dieses Buch beispielsweise wurde von einem tschechoslowakischen Exilanten geschrieben.„Nach der Niederlage des „Prager Frühlings“ und seiner Niederwalzung durch Panzer im August 1968 flüchteten Edi und Petr ins Ausland“, steht (unter anderem) auf dem Buchrücken und machte mich neugierig. Nicht nur, weil mein Mann 1969 seiner mährischen Heimat den Rücken kehrte und inzwischen ein Deutscher wie aus dem Bilderbuch geworden ist, sondern auch, weil ich sechs Jahre in seiner ehemaligen Heimat verbringen durfte. Dabei lernte ich viele der im Buch beschriebenen Orte und Geschichten aus nächster Nähe kennen …Das Leseerlebnis war jedoch völlig anders als erwartet. Nicht die Flucht stand im Mittelpunkt sondern die Familiengeschichte des Autors und seines Freundes. Da erfuhr ich von Edis Großvater der zur vorletzten Jahrhundertwende aus Görlitz in die Tschechoslowakei umsiedelte und von Edis Vater, der während des zweiten Weltkrieges als Tscheche mit deutschem Namen im Konzentrationslager landete. Dieses nirgendwo Dazugehören zieht sich durchs gesamte Buch. Für mich war die geschichtliche Entwicklung des Landes und der Bevölkerung ebenso interessant, wie mich die vielen tschechischen (Orts-)Namen in eine andere Welt entführten. In der störten mich weder die vielen Grammatikfehler (fehlende Artikel, falsche Fälle) noch die Sprache, die eindeutig von jemandem stammt, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist. Viele unterschiedliche Begebenheiten beleuchteten in 16 verschieden langen Kapiteln das Leben in der Tschechoslowakei und die Gründe für die Emigration. Leider wird das Leben außerhalb der Heimat für meinen Geschmack zu kurz abgehandelt; auch zeigen sich kaum Bestrebungen, sich in der neuen Heimat zu integrieren. Doch alles in allem gibt das Buch Einblick in eine Denkweise, die wohl vielen Spätaussiedlern eigen ist. Insofern bereue nicht, mich in Lubomír Smirický Gedankenwelt eingearbeitet zu haben. Der Autor wurde 1933 im tschechischen Rychlov geboren. Er studierte an der Palacky-Universität in Olmütz und schloss sein Studium an der Karls-Universität in Prag mit einer Doktorarbeit in spanischer Sprache ab. Er arbeitete als Redakteur beim Tschechoslowakischen Rundfunk und verfasste belletristische Texte, Feuilletons, Reportagen, Essays und Erzählungen. Nach seiner Tätigkeit als Assistent an der Romanistik der Universität Olmütz emigrierte er mit seiner Familie in die Schweiz, wo er als wissenschaftlicher Redakteur an der Erstellung des Französischen Etymologischen Wörterbuchs mitwirkte. Nach seiner Beschäftigung als Französisch- und Spanischlehrer an einer Handelsschule ist der Autor seit 1994 pensioniert und widmet sich intensiv der Schriftstellerei. Das Buch erschien in österreichischen Novum-Verlag, der sich speziell auf Erstautoren konzentriert. Lange habe ich überlegt, wie ich dieses Werk beurteilen soll. Sprachlich lässt es einige Wünsche offen, doch das für mich interessante Thema, das wohl nur Menschen bearbeiten können, die es selbst erlebt haben, wertet es auf drei Sterne auf. 

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