Luca Bloom Schlachtfeld

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Inhaltsangabe zu „Schlachtfeld“ von Luca Bloom

'Geblieben ist ein kalter Schauer und die Erinnerung an ein packendes Leseerlebnis - großartig!' - Carolin, Leserstimme

Johannes ist beeindruckt - Mick lässt sich von Geschichtslehrer Zinn nicht einschüchtern. Im Gegenteil. Immer wieder provoziert Mick den Lehrer. Gibt keine Antworten. Schwänzt. Weigert sich, an die Tafel zu kommen. Zinn rächt sich auf seine Weise. Stellt fiese Fragen. Demütigt Mick vor der gesamten Klasse. Fasziniert und zugleich beunruhigt beobachtet Johannes, wie sich die Sticheleien zwischen Lehrer und Schüler immer weiter hochschaukeln. Aber als er zufällig mitbekommt, was Mick als Nächstes gegen den Lehrer plant, hängt Johannes plötzlich selbst mittendrin. Kann er die erbitterte Eskalation noch stoppen?
Ein brisanter Roman - packend erzählt.

Ich hatte mich wegen dem Klappentext auf das Buch gefrreut, aber es war nicht das, was ich erwartet habe (negativ gemeint).

— Feuerli

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  • Schlachtfeld - Luca Bloom

    Schlachtfeld

    Strigoia

    05. April 2014 um 12:44

    Zu Beginn des Buches dachte ich alleine schon vom Titel her, dass Bloom hier eine typische Amoklaufstory zum Besten geben möchte. Dieser Gedanke blieb auch bis zur letzten Seite des Buches bestehen. Ganz falsch ist das ja nun auch nicht… Jede Schule hat einen Schüler der den Ton angibt und vor dem so ziemlich jeder Angst hat. Und jede Schule hat einen Lehrer, den jeder Schüler als absolutes Arschloch bezeichnen würde. Am Marie-Curie-Gymnasium sind das David Mickner und Herr Zinn. Als David, von allen Schülern nur Mick genannt, die Klasse wiederholt, landet er in der Klasse von Johannes. Dieser versucht sich einfach weiterhin unsichtbar zu machen. Leider gelingt ihm das nicht, da er dauernd in Micks Angelegenheiten mit reingezogen wird. Zwischen Herrn Zinn und Mick herrscht ein wahrer Kleinkrieg. Mick sabotiert den Unterricht wo er nur kann und Zinn wird beleidigend und stellt ihn als Idioten da. So läuft es eine ganze Weile. Immer abwechselnd landet einer von beiden einen anständigen Treffer. Mick schmiert „Kinderficker“ an die Haustür von Herrn Zinn. Dieser kontert mit dem Ausschluss aus dem Hockeyteam, Micks große Leidenschaft. Dieser Krieg steigert sich immer weiter bis es keine Regeln mehr gibt und sich keine Partei mehr entziehen kann. Und Johannes wird immer weiter mit hineingezogen. Dann lügt er für Mick aus Angst um sich selbst und verstrickt sich somit so weit, dass auch er nicht mehr zurück kann. Aber ein Krieg ist irgendwann zu Ende… Die Frage ist nur, wie er endet! Dadurch, dass Bloom die Sicht von Johannes wählte, schaffte er eine geringe Distanz den anderen Gegenüber. Johannes ist der typische „Mitläufer“, auch wenn er sich selbst nicht so bezeichnen würde. Er gehört eigentlich nirgends so richtig dazu, möchte das aber auch gar nicht, dadurch passt es ihm überhaupt nicht, als er in die ganze Geschichte um Mick gerät. So entsteht allerdings auch ein gewisser Grad an Humor. Mick und Zinn haben nicht unbedingt schlechte Sprüche drauf, doch würden sie aus deren Sicht verletzend wirken. Aus Johannes Sicht sind sie erst einmal einfach nur lustig. Der Aufbau der Geschichte ist wunderbar Stimmung und ordentlich ausgearbeitet. Auch die Verknüpfung verschiedenster Ereignisse, die zu Beginn ziemlich unwichtig erscheinen, hat im Nachhinein gesehen eine wichtige Rolle. So wird im gesamten Buch auf das Ende hingewiesen, nur dass der Leser, dass nicht weiß und erst am Ende begreift. Ein wundervoll ausgearbeitetes Buch, das einem wundervoll den Tag füllen kann. 

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  • Rezension zu "Schlachtfeld" von Luca Bloom

    Schlachtfeld

    Lesemomente

    26. January 2012 um 08:47

    „Na, mein Hübscher, wo soll’s denn hingehen?“ „In d… d… den U… U… Unterricht“, stotterte der Junge. „In den U… U… Unterricht! Was für `ne Überraschung. Ach ss… ss… so, na dann wollen w… w… wir dich mal nicht a… a… aufhalten, was“, äffte Mick ihn nach. (S. 15) Aber es gab natürlich auch solche Lehrer wie Herrn Zinn. Der kam rein, holte Luft und sagte: „Sven, bist du das, der so stinkt?“ Svens Eltern hatten einen Bauernhof. Und Sven kein Selbstbewusstsein. Nach diesem Satz wurde es nicht besser. (S. 19) Die beiden Zitate zeigen hoffentlich, was mir an diesem Buch wirklich gut gefallen hat: Sowohl Herr Zinn, als auch Mick sind wirklich unangenehme Zeitgenossen, so dass es dem Leser schwer fällt, sich bei ihrem Kleinkrieg auf einer Seite positionieren. Es gibt hierbei keinen Schuldigen und keinen Unschuldigen. Es gibt nur Schuldige. Das war für mich eine ganz ungewohnte Lese-Erfahrung, denn meistens wird einem vom Autor ja schon größtenteils vorgegeben, wie man gegenüber den Charakteren fühlen muss und soll. Das und auch der Schreibstil der Geschichte haben mir gut gefallen. Johannes tritt fast nur als Erzähler auf, hat wenig Eigenanteil an der Handlung. Aber das Erzählen übernimmt er sehr gut. Kurze, knackige Sätze schildern realistisch das Leben eines Schülers, der versucht unsichtbar zu werden. Und er zeigt auch, was es heißt, wenn die Schule zum Schlachtfeld wird. Ein großer Kritikpunkt ist für mich, dass dieses Buch in jeglicher Hinsicht extrem ist. Die Charaktere sind extrem und teilweise etwas überspitzt gezeichnet. Der Autor hat tief in die Klischeekiste gegriffen und einige Vorurteile hervorgezogen. Und auch die Handlung ist sehr extrem. Zwar konnte ich mir beim Lesen schon vorstellen, dass so etwas an einer Schule tatsächlich passiert, doch gipfelt alles in einem Höhepunkt, der schon sehr besonders ist. Es mag sein, dass dieses Buch, um als Schullektüre wirken zu können, seine Extreme braucht. Um deutlich auf das hinzuweisen, was erzählt werden soll. Mir als erwachsener Leserin war es allerdings ein bisschen zu viel. Ich denke, dass das Buch dazu führen kann, sowohl Lehrer als auch Schüler noch mehr dafür zu sensibilisieren, was sich im Klassenzimmer und Schulflur so alles abspielt. Die Schreibe des Autors und die interessante Figurenkonstellation haben mir gut gefallen. Da mir die Charaktere und die Handlung selber stellenweise aber zu extrem sind, vergebe ich insgesamt 6 von 10 Sternen.

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  • Rezension zu "Schlachtfeld" von Luca Bloom

    Schlachtfeld

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. September 2010 um 10:06

    Die Schule als Schlachtfeld, ein Kriegsschauplatz zwischen einem Schüler - Mick - und einem Lehrer - Zinn - irgendwo - überall - in Deutschland. Johannes, ein ganz normaler Schüler der neunten Klasse eines Gymnasiums, berichtet von dem, was sich da an seiner Schule zugespielt hat. Und dabei geht es weniger um die Darstellung einer neuen Rütli-Schule, es geht um Psycho-Spiele und Macht, um Erwachsen werden, Grenzen austesten und viel zu weit gehen. Die gesamte Entwicklung wird auf den Verlauf eines "normalen" Krieges projiziert. Schnell wird klar, dass es trotz Regeln für einen gerechten Krieg immer zivile Opfer gibt, dass viele weg schauen und Täter gedeckt werden, während die Opfer daran zugrunde gehen. Aber wer ist Täter, wer Opfer? In einem Krieg verwischt das oft, und so auch hier. Besonders das Ende zwischen Lehrer und Schüler ist fesselnd, es bleiben vor allem offene Fragen. Absolut empfehlenswert, sehr würzig und knapp geschrieben, aber alles enthalten!

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