Luca D'Andrea

 3.9 Sterne bei 100 Bewertungen
Autor von Der Tod so kalt, Das Böse, es bleibt und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Luca D'Andrea

Der Tod so kalt

Der Tod so kalt

 (62)
Erschienen am 06.03.2017
Das Böse, es bleibt

Das Böse, es bleibt

 (20)
Erschienen am 26.02.2018
Das Böse, es bleibt

Das Böse, es bleibt

 (0)
Erschienen am 13.05.2019
Der Tod so kalt

Der Tod so kalt

 (13)
Erschienen am 06.03.2017
Das Böse, es bleibt

Das Böse, es bleibt

 (5)
Erschienen am 26.02.2018

Neue Rezensionen zu Luca D'Andrea

Neu

Rezension zu "Der Tod so kalt" von Luca D'Andrea

Was ist damals in der Bletterbach-Schlucht wirklich passiert
Mali133vor 16 Tagen

"Der Tod so kalt" ist ein Thriller von Luca D'Andrea und ist 2017 im DVA Verlag erschienen.

Inhalt:
Südtirol, 1985. Tagelang wütet ein gewaltiges Gewitter über der Bletterbach-Schlucht. Drei junge Einheimische aus dem nahegelegenen Siebenhoch kehren von einer Wanderung nicht zurück – schließlich findet ein Suchtrupp ihre Leichen, aufs Brutalste entstellt. Den Täter vermutet man im Bekanntenkreis, doch das Dorf hüllt sich in eisiges Schweigen. Dreißig Jahre später beginnt ein Fremder unangenehme Fragen zu stellen. Jeder warnt ihn vor den Konsequenzen, allen voran sein Schwiegervater, der die Toten damals gefunden hat. Doch Jeremiah Salinger, der seiner Frau in ihr Heimatdorf gefolgt ist, lässt nicht locker – und wird schon bald seine Neugier bereuen. Ein Fluch scheint alle zu verfolgen, die sich mit den Morden beschäftigen. Ist dort unten am Bletterbach etwas Furchtbares wieder erwacht? Etwas, so uralt wie die Erde selbst ...

Fazit:
Trotz des recht schlichten Covers fühlte ich mich von dem Buch magisch angezogen. Ich hatte es schon mehrmals in Läden in der Hand gehabt und dann doch nicht gekauft. Letztendlich hat es nun doch endlich geklappt und ich bereue es ein wenig, das Buch nicht schon früher gelesen zu haben.

Das Cover ist wie bereits eingehends erwähnt sehr schlicht gehalten. Gerade dieses Detail gefällt mir persönlich aber gut. Auf dem sonst weißen Hintergrund ist in großer roter Schrift der Titel abgebildet und fällt einem sofort ins Auge. Außerdem ziert das Cover noch eine Zeichnung eines schneebedeckten Berges, auf dem ein einsames Kreuz steht.

Der Schreibstil des Autors hat mich schnell überzeugt, da er angenehm zu lesen ist. Man merkt eher weniger dass es sich um den ersten Roman des Autors handelt. Die Charaktere und auch Handlungsorte werden ausführlich beschrieben und erwachen quasi zum Leben. Der Hauptcharakter Salinger, ein Amerikaner der mit seiner Frau in ihre Heimat nach Südtirol geht, war mir sehr sympathisch.

Das Buch ist in einzelne Kapitel aufgeteilt, welche nicht nummeriert sind sondern eine zum Kapitel passende Überschrift haben. Die Kapitel werden dann nochmal mithilfe von Nummern in kleinere Abschnitte unterteilt. Dadurch macht die Geschichte innerhalb eines Kapitels einen kleinen Zeitsprung. Am Anfang fand ich diesen Aspekt ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil ich das in dieser Form noch nicht kannte, aber ich hatte mich schnell daran gewöhnt und am Ende ist es gar nicht mehr aufgefallen.

Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen und mich schnell in ihren Bann gezogen. Der Anfang war ein bisschen schleppend, aber war trotzdem eine gute Einführung in die Handlung. Nachdem Salinger und seine Frau dann nach Südtirol gereist waren, nahm es endlich an Fahrt auf. Salinger überlebt ein schweres Unglück und macht sich danach schwere Vorwürfe. Er verspricht seiner Frau vorerst nicht zu arbeiten und sich erstmal auszukurieren. Durch Zufall schnappt er bei einer Wanderung mit seiner Tochter Clara die Geschichte über das Bletterbach-Massaker auf und bekommt es einfach nicht mehr aus dem Kopf. Der Mörder wurde nie gefasst und Salinger möchte das Mysterium um jeden Preis auflösen. Dabei macht er sich in dem kleinen Ort Siebenhoch keine Freunde und gerät immer wieder in gefährliche Situationen. Trotzdem seine Ehe bereits unter seinen Ermittlungen leidet, kann er sich einfach nicht losreißen und kommt der Wahrheit immer näher. Am Ende löst er das Rätsel auf und erfährt welche grausamen Dinge sich vor so vielen Jahren in der Bletterbach-Schlucht abgespielt haben.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Der Tod so kalt" von Luca D'Andrea

Protagonist ist mehr als dumm.
Becky_Schneckyvor 5 Monaten


Salinger ist ein Depp. 
Das Ende hätte man weglassen können - die Wendung war unnötig in meinen Augen. 
Trotzdem war es ein spannendes Buch.
Aber es gibt 'logischere' Thriller 😅

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Das Böse, es bleibt" von Luca D'Andrea

fing gut an - am Ende glaubt es keiner mehr
Gwhynwhyfarvor 6 Monaten

»Marlene, zweiundzwanzig Jahre alt, gut einen Meter sechzig groß, melancholische blaue Augen, ein Leberfleck über den geschwungenen Lippen, zweifellos hübsch und zweifellos in Panik, betrachtete in dem metallenen Gehäuse des Tresors ihr Spiegelbild und schalt sich eine dumme Gans.«

Marlene Wegener beklaut ihren Mann Robert, die Geldscheinstapel im Tresor lässt sie liegen, greift sich lediglich einen Samtbeutel, gefüllt mit Saphiren, im zehnstelligen Millionenwert, Meran, 1970er Jahre. Sie muss schnell sein, ihr Mann ist ein Mafiaboss, wird sie erwischt, wird sie nicht überleben. Marlene, ein Mädchen aus den Bergen, aus sehr armen bäuerlichen Verhältnissen, Kellnerin, vom Fleck weggeheiratet von Robert Wegener. Ihr Mann ist angesehen, attraktiv, schwer reich, liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab … Sie hat ihre Gründe zu gehen. Die Saphire gehören dem Konsortium, auch das ist Marlene egal. Sie ist gut vorbereitet. - Das denkt man immer. - Sie hat den Schneesturm nicht einkalkuliert, die Sicht ist schlecht, sie rutscht mit dem Auto auf Straße, der Wagen kommt ins Schlingern, fällt den Hang hinunter, überschlägt sich. Hier oben kommt selten jemand hinauf.

Marlene erwacht, der ganze Körper brennt, sie ist verletzt. Bergbauer Simon hat sie gefunden, auf seinen Hof geschleppt, der Erbhof liegt abgelegen, oberhalb der Baumgrenze. Der Mann ist ein Almöhi, wohnt hier oben allein mit seinen Schweinen, geht selten ins Tal. Er kümmert sich um Marlenes Wunden, päppelt sie auf.

»Simon Keller erwies ihr eine große Ehre. Ein Bauer bediente nicht am Tisch. Das taten die Frauen des Hauses. Und auch, was er für sie gekocht hatte, war eine Respektbezeugung: Leberknödel. Klein und dunkel schwammen sie in einer fetten Brühe. Leberknödel wurden serviert, wenn hoher Besuch kam.«

Es dauert eine Weile, bis Marlene gesund ist. In dieser Zeit nähern sich die beiden an und Marlene erzählt dem Alten, was passiert war, erzählt ihre Lebensgeschichte, beichtet. Und Marlene erfährt alles über Simon, warum er allein hier oben auf dem Erbhof geblieben ist, was mit seiner Familie geschah. Gut, er lässt ein paar wichtige Dinge aus …
Währenddessen schäumt in Meran Robert Wegener über, beauftragt einen Killer, seine Frau zu finden und zu töten. Der Mann des Vertrauens ist der Mann ohne Namen, einmal beauftragt kann man ihn nicht mehr zurückpfeifen. Das Konsortium tritt Wegener auf die Füße.

Bis hierhin kann ich Luca D'Andreas folgen, bis dahin hat mir der Thriller gut gefallen. Klar, schnörkellos, eisig, erzählt er die Geschichte. Marlene und Simon leben ein karges Leben in den Bergen, er will ihr helfen zu entkommen, sobald sie völlig gesund ist. Doch dann verletzt sich Simon und Marlene pflegt ihn. Sie füttert die Schweine, riesige Viecher und eins davon heißt Lissy (so der Originaltitel des Buchs), das separat in einer Box steht, zu dem Simon eine besondere Beziehung pflegt. – Er wird doch nicht – dachte ich – Erinnerungen an bekannte Bücher taten sich auf – ich war im weiteren Verlauf beruhigt. Nein, so etwas tut er nicht. Simon hat eine Idee, Marlene zu helfen …

Der Thriller ist spannend, ein wenig gruselig, eiskalt. Nur irgendwann zum letzten Drittel verliert mich der Autor, dann endet alles im Klischee, die Story wird unglaubwürdig – und er tut es doch – gruselig, eklig, durch das Ende habe ich mich durchgekämpft (inhaltlich), spannend geschrieben war es. Was so gut anfing, endete für mich im Desaster der Fantasy. Schade.

Luca D'Andreas spielt mit Schlüsselwörtern, die immer wieder auftauchen: Unwiderruflich ist eins davon, »Geld, Geld, Geld« ein anderes, das hat mir gut gefallen. Erzählt wird aus den Perspektiven der verschiedenen Akteure, auch das hebt die Spannung. Bis zur Mitte des Buchs hatte der Roman sogar ein wenig Atmosphäre. Selbst das verschwindet irgendwann, die Protagonisten tun, was sie tun müssen und das war es. Die Geschichte hätte auch zur gleichen Epoche in den Schweizer Bergen, Frankreich, in Rumänien oder sonst wo spielen können. Der Autor nimmt den Leser nicht mit nach Tirol. Ich verlange keinen Reiseführer, aber von den Protagonisten, die in Südtirol verankert sind, hätte etwas ausgehen müssen. Überhaupt bleiben die Figuren recht flach und klischeehaft, am Ende sind sie nicht mehr nachvollziehbar, allesamt. Und irgendwie hatte ich das alles schon mehrfach bei anderen Autoren gelesen, nichts Neues auf der Line. Am Ende hatte ich das Gefühl, hier wollte jemand eine Drehbuchvorlage für einen Actionfilm liefern, bei dem es nicht auf die Glaubwürdigkeit ankommt, sondern auf scharf geschnittene Cliffhanger, Psychose, Ekel und Action. Da braucht es auch keine Natur, die Kamera führt. Und genau das funktioniert in einem guten Buch für mich nicht. Den Film würde ich mir wahrscheinlich ansehen, das stelle ich mir cool vor.
Und warum war ich die ganze Zeit mit meinen Gedanken bei Mario Puzo? Warum nur …

»Süße Lissy, kleine Lissy.«

Luca D’Andrea lebt in Bozen, mit seinem ersten Thriller »Der Tod so kalt« eroberte er die Bestsellerlisten in rund 40 Ländern. Gegenwärtig wird »Der Tod so kalt« verfilmt. Sein zweites Buch, »Das Böse, es bleibt«, ist seit Erscheinen in Italien auf der Bestsellerliste und hat in Italien den »Premio Giorgio Scerbanenco« -Preis für den besten italienischsprachigen Krimi 2017 erhalten. 

Kommentieren0
2
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Luca D'Andrea wurde am 01. Januar 1979 in Bozen (Italien) geboren.

Community-Statistik

in 133 Bibliotheken

auf 19 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks