Luca Di Fulvio

 4.2 Sterne bei 1.932 Bewertungen
Luca Di Fulvio

Lebenslauf von Luca Di Fulvio

Geschichte trifft Gegenwart: Der italienische Schriftsteller Luca Di Fulvio wurde 1957 in Rom geboren und hat unter dem Autor Andrea Camilleri Dramaturgie studiert. 2008 hat er seinen ersten Roman veröffentlicht, der drei Jahre später in Deutschland unter dem Titel "Der Junge, der Träume schenkte" erschienen ist. Im Februar 2013 erschien ein weiterer Roman "Das Mädchen, das den Himmel berührt". Diese beiden Romane schafften es auf die Spiegel Bestsellerliste. Auch sein neuer Roman "Als das Leben unsere Träume berührte" verspricht ein großer Erfolg zu werden.

Alle Bücher von Luca Di Fulvio

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Der Junge, der Träume schenkte

Der Junge, der Träume schenkte

 (1.076)
Erschienen am 22.07.2011
Das Mädchen, das den Himmel berührte

Das Mädchen, das den Himmel berührte

 (441)
Erschienen am 15.02.2013
Das Kind, das nachts die Sonne fand

Das Kind, das nachts die Sonne fand

 (178)
Erschienen am 12.03.2015
Als das Leben unsere Träume fand

Als das Leben unsere Träume fand

 (70)
Erschienen am 01.10.2018
Ein Cent für ein Leben

Ein Cent für ein Leben

 (37)
Erschienen am 17.02.2012
Die Rache des Dionysos

Die Rache des Dionysos

 (26)
Erschienen am 07.05.2008
Die Kinder der Verlorenen Bucht

Die Kinder der Verlorenen Bucht

 (5)
Erschienen am 12.02.2016
Der Präparator

Der Präparator

 (5)
Erschienen am 08.07.2009

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Neue Rezensionen zu Luca Di Fulvio

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Rezension zu "Das Mädchen, das den Himmel berührte" von Luca Di Fulvio

Lebendige Verbindung von Geschichte und Erzählung
BeckyBvor 6 Tagen

Mercurio, der seine Kindheit zum Teil in einer Höhle verbrachte, trifft im Labyrinth der Gassen und Kanäle Venedigs, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto, auf Giuditta, die Tochter eines jüdischen Überlebenskünstlers, der es irgendwie geschafft hat, ein anerkannter Arzt zu werden.

Venedig im 15. Jahrhundert. Mercurios und Giudittas erste junge Liebe wird überschattet von dem immer deutlicher in der Bevölkerung aufkeimenden Hass gegenüber Andersgläubigen. Das Entstehen des Ghetto Nuovo, in denen die Juden nachts eingesperrt werden, kann nicht verhindert werden. Dies macht sich auch eine alte Jugendbekanntschaft Mercurios zunutze, die die jüdische Giuditta, welche sich trotz aller Widrigkeiten zunächst zu einer Aufsehen erregenden Modeschöpferin entwickelt, mit allen Mitteln vernichten möchte…

Dies ist das zweite Buch, das ich von Luca die Fulvio gelesen habe. Wie auch schon "Der Junge, der Träume schenkte" hat mich dieses Buch vollkommen in seinen Bann gezogen. Ich wurde beim Lesen auf eine spannende Reise in das 15./16. Jahrhundert mitgenommen und konnte mit den Protagonisten mitfühlen. Wieder einmal hat es Luca Di Fulvio geschafft, auf überaus lebendige Weise Geschichte und Erzählung zu verbinden. Mehrere geschichtliche Themen (Hexenverbrennung, Inquisition, Interessenkollision zwischen Republik und Kirche, Judenhass...) lassen sich in dem Buch finden, die Erzählung wird jedoch nie überfrachtet von geschichtlichen Fakten. Eine Erzählung, die nachwirkt, daher volle Punktezahl von mir.

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Rezension zu "Das Mädchen, das den Himmel berührte" von Luca Di Fulvio

Liebe - Träume - Ziele - Hoffnung - Wut - Hass - Rache
summerfeeling9vor 10 Tagen

Mit diesem Buch wird man in das Italien des 15. Jhdt. zurückversetzt, genauer gesagt spielt der Großteil der Handlung in Venedig, in einer Stadt aus einem Labyrinth mit Gassen und Kanälen, wo Elend und Reichtum eng nebeneinander liegen.


Man lernt in dem Roman einige Charaktere kennen, die man nicht so schnell wieder vergessen kann.
Den Betrüger Mercurio, der das Herz am rechten Fleck trägt und ein guter Junge ist. Er hat große Träume und Ziele - er möchte sein Geld anständig verdienen un einen Ort an dem alle Menschen frei sind, vor allem möchte er Freiheit für seine große Liebe Giuditta.

Giuditta ist ein jüdisches Mädchen, in das sich Mercurio unsterblich verliebt. Die Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Doch durch die Tatsache, dass das Mädchen Jüdin ist, ist ihre Freiheit bereits eingeschränkt und durch Hinterlist wird ihrer großen Liebe auch Einhalt geboten und Giuditta wird als Hexe angeklagt - kann ihr Mercurio das Leben retten und Freiheit schenken?

Giudittas Vater, der eine Art Lebenskünstler ist und sich als Arzt ausgibt. Da er seiner Leidenschaft so passioniert nachgeht, wird er zu einem wirklichen Arzt. Da er vor allem Huren behandelt, die am Rande der Gesellschaft stehen, wird er auch Hurendoktor genannt aber findet darin seine wirkliche Berufung.

Scarabello, der schwarze Ritter, finsterer Geselle über Venedig, der doch kein so ein schlechter Mensch ist wie er immer glaubt und auf seinem Sterbebett wahre Größe zeigt.

Benedetta, die durch Hass und Wut geleitet wird aber im Grunde genommen ein verlassenes kleines Mädchen ist und Zolfo, der über Umwege und falsche Einflüsse erst seinen Weg im Leben finden muss.

Diese und noch einige andere großartigen Charaktere und der gute Schreibstil des Autors machen die Geschichte einzigartig schön. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Man könnte nur die Geschichte ein bisschen kürzer halten, denn das Buch umfasst knapp 1000 Seiten. Aber ansonsten eine klare Lesempfehlung von mir und 4 Sterne.

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Rezension zu "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio

Ein Buch dass einem nicht mehr loslässt.
CorinaPfvor 3 Monaten

Inhalt:

Wir begleiten drei junge Personen auf den Weg nach Buenos Aires im Jahre 1913 die ein neues Leben beginnen wollen.

Rocco ist ein Gefangener seiner Herkunft. Sein Vater war bei der Mafia tätig und nun soll auch Rocco eintretten. Doch er weigert sich und schafft es auch dass er nicht beitretten muss. Er muss aber Land verlassen und nach Buenos Aires gehen. Rocco möchte ein neues Leben beginnen und Mechaniker werden, doch weit gefehlt er kommt wieder in die Fänge von Mafiosi und er ist wieder dort wo er voher war.

Rosetta ist eine starke junge Frau. Sei lebt alleine und pflegt einen Bauernhof. Doch alle im Dorf sind gegen sie, sie solle entweder den Hof verkaufen oder heiraten wie es sich gehört. Doch Rosetta weigert sich. Sie wird an einem Nachmittag vergealtigt und keiner kommt ihr zur Hilfe. Alle meinen es ist ihre Schuld. Sie geht sich Gerechtigkeit und dadruch  muss aus ihrem Land fliehen und so begibt sich auf die Reise nach Buenos Aires.

Raquel ist eine junge Jüdin in Russland. Sie will aber mehr. Sie kann lesen und schreiben was zu dieser Zeit nicht viele Frauen können. Bis ein Mann ins Dorf kommt glaubte Raquel immer in Russland leben zu müssen doch der Mann bietet den jungen Frauen im Dorf an mit ihm zu kommen um als Haushälterin in der neuen Welt zu Arbeiten. Raquel will mit und als ihr Vater stirbt nimmt sie ihre Zukunf selber in die Hand und kommt nach Buenos Aires.

Schreibstil:

Ich war von den ersten Seiten an gefesselt von diesem Buch. Ich las es in wenigen Tagen durch und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Buch ist in mehreren Sichten geschrieben nicht nur von den oben genannten Personen sondern auch von dessen Gegner oder Freunden.
Für manche war das Buch zu brutal geschrieben (z.B. Vergewaltigung) aber auch das Frauenbild ist ihnen zu negativ dargestellt. Aber zu dieser Zeit hatten Frauen keine Rechte und deshalb konnte man mit ihnen umgehen wie man möchte. Für mich war das Buch sehr realistisch geschrieben. Das Ende hat mir dann auch sehr zugesagt auch wenn zum Schluss alles sich zum guten gewandelt hat.

Protagonisten:

Rocco ist ein junger Mann der nur einen Traum hat als Mechaniker zu arbeiten. Er verfolgt seinen Traum stets aber lehnt sich immer wieder weit aus dem Fenster und geräht so öfters mal in Lebensgefahr. Aber durch seine charmante Art kommt er immer wieder davon. Am Anfang mochte ich ihn wenig, aber je weiter man in diesem Buch desto mehr mag man jeden der Personen.

Rosetta war im Buch immer die Starke und sie setzte sich immer wieder für die schwachen ein. Dies fand ich bei Rosetta sehr gut auch schweigt sie nicht still sondern macht den Mund auf und sie sagt auch was sie sich denkt.

Raquel ist meine Lieblingsperson in diesem Buch. Sie hat für ihre Zeile gekämpft. Sie verlor viele ihre Freunde und musste viel mitmachen. Sie zeigt schwäche und hat auch selber ein zwei Macken, diese macht sie aber wiederrum menschlich.

Alle Personen in diesem Buch sind sehr gut getroffen. Es gibt in diesem Buch kein Schwarz weiß. Alle Personen haben gute wie auch schlechte Seiten an sich, diese macht sie menschlich.

Das Cover:

Das Cover ist sehr unscheinbar, jedoch kannte ich den Autor schon. Ich habe alle seine Bücher gelesen und es waren alle sehr gut. DAs Buch passt perfekt in diese Reihe.

Fazit:
Ich liebte dieses Buch und ich konnte es nicht aus der Hand legen. Wer auf gut historische Romane steht der sollte Bücher von Luca De Fulvio lesen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und man fühlt sich gleich mit ihnen Verbunden. Die Geschichte ist voller Leid und trotzdem schafft es der Autor, dass man die Hoffnung für die Charaktere nicht aufgibt. Für ganz klar 5 von 5 Sterne

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Gespräche aus der Community

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War 2018 für euch ein tolles Lesejahr? Das LovelyBooks-Team hat so einige großartige Buchentdeckungen gemacht und deshalb möchten wir euch hier unsere Lesehighlights von insgesamt 18 Teammitgliedern vorstellen! Für uns gibt es nichts Schöneres als neue Bücher zu entdecken und lieben zu lernen - für euch auch?

Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 18 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

Marina_Nordbreze empfiehlt "Mein italienischer Vater" von Anika Landsteiner
Italien. Das Reiseland schlechthin für uns Deutschen. Meine Familie ist viele Jahre lang jeden Sommer an die Adria gefahren. Rimini, Ravenna, Bellaria – in 12 Stunden runter mit dem Auto, zwei Wochen am Strand gelegen und mit Sonnenbrand zurück. Doch Italien ist viel mehr als das. Und dieses „mehr“ packt Anika Landsteiner mit „Mein italienischer Vater“ in eine ganz wunderbare Geschichte, sodass man nur so durch die Seiten fliegt und in einem das dringende Bedürfnis wächst, direkt nach Italien zu reisen.

kultfigur empfiehlt "Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi
"Kollaps - Das Imperium der Ströme" von John Scalzi war ganz klar mein Science Fiction Lesehighlight 2018. Ich habe nicht nur eine neue Reihe entdeckt, auf deren Fortsetzung ich mich schon sehr freue, sondern auch einen für mich neuen Autor mit einer spannenden Backlist (z.B. "Der wilde Planet"). In Kollaps beherrscht die menschliche Zivilisation mehrere weit entfernte Systeme, die über eine Art Wurmloch (genannt Ströme), verbunden sind, ohne wirklich zu begreifen, warum es diese Ströme gibt und wie sie funktionieren. Als plötzlich klar wird, dass die Ströme nicht so stabil und gottgegeben sind, wie jahrtausendelang angenommen, steht die gesamte Menschheit vor dem Ende.

hallolisa empfiehlt "Heute schon für morgen träumen" von Lori Nelson Spielman
Kein Buch vermochte es in diesem Jahr, mich so zu verzaubern und zugleich auch emotional zu ergreifen, wie "Heute schon für morgen träumen". Unvergleichlich erzählt Lori Nelson Spielman hier eine bezaubernde, berührende und vor allem lebensbejahende Geschichte über Schicksal, Hoffnung und die wahre Liebe. Taschentücher bereithalten!

Daniliesing empfiehlt "Stille" von Erling Kagge
Ich gebe es zu, ich tue mich sehr schwer damit, einfach mal einen Moment still dazusitzen und die Ruhe zu genießen. Ständig schwirrt mir irgendwas im Kopf herum, was ich noch tun oder erledigen könnte. Aber dann kam Erling Kagge mit seinem Buch "Stille: Ein Wegweiser" daher und die 33 Gedanken des Autors zum Thema Stille haben mir ein Stück weit die Augen geöffnet. Allein beim Lesen des Buches fühlt man sich bereits ruhiger und entspannter. Nachdem mich Erling Kagge mit diesem kleinen Buch so für sich eingenommen hat, versuche ich immer mehr die ruhigen Momente im oft stressigen Alltag zu finden und zu schaffen. Denn Stille und auch Langeweile müssen nichts Negatives sein: ganz im Gegenteil! Sie machen den Kopf frei für neue Ideen und bringen Entspannung sowie neue Kraft!

markusros empfielt "Als das Leben unsere Träume fand" von Luca Di Fulvio
Ein gelungener historischer Roman, in dem es zwei Sizilianer und eine polnische Jüdin in sehr jungen Jahren nach Buenos Aires verschlägt – und da ich sowohl Süditalien als auch Südamerika faszinierend finde, hatte der Roman schon mal gute Chancen bei mir. Einige detaillierte Beschreibungen von Gewaltverbrechen passen nicht so in die Adventszeit, aber geben ein klares und hartes Bild jener Zeit, wenn man nicht privilegiertes Mitglied der Oberschicht war. Für mich 5 Sterne!

Cari_f empfielt "Der Report der Magd" von Margaret Atwood
"Der Report der Magd" hat mich mit spielerischer Leichtigkeit aus einer schweren Leseflaute katapultiert. Die Geschichte von Desfred in einer Welt, in der Frauen jegliche Freiheit genommen wurde, habe ich innerhalb eines Tages verschlungen. Nicht nur die erschreckende Aktualität im Kontext der #metoo-Bewegung, sondern auch der Schreibstil von Margaret Atwood haben mich sehr gefesselt. Eine klare Lese-Empfehlung!

Malista empfiehlt "Frauen, die Blumen kaufen" von Vanessa Montfort
Ein Roman und zugleich ein herrlicher Reiseführer zu wunderbaren Plätzen in Madrid. Geistreiche, witzige und sehr unterschiedliche Protagonisten lassen den Leser lachen, hadern und weinen. Für mich ein Buch, das alles hat, um einfach 'abzutauchen'.


doceten empfiehlt "Regen" von W. Somerset Maugham
"Regen" war meine erste Begegnung mit W. Somerset Maugham und wird nicht meine letzte bleiben. Meisterlich beschreibt Maugham die menschlichen Abgründe und Eitelkeiten seiner britischen Mitbürger, die sich unter vermeintlich weniger kultivierten Zivilistationen eingerichtet haben, und wirft so einen kritschen Blick hinter die goldene Fassade des kolonialen Empires. Selten habe ich einen so intensiven Eindruck einer anderen Welt in einer anderen Zeit erhalten - und dafür gab es 5 Sterne!

SandraKath empfiehlt "Wolkenschloss" von Kerstin Gier
Kerstin Giers Bücher zeichnen sich stets durch viel Humor und eine tolle Geschichte aus, doch "Wolkenschloss" hat mich dieses Jahr ganz besonders begeistert. Als ich das Buch zugeklappt habe, wollte ich am liebsten sofort wieder von vorne beginnen. Es schadet der Geschichte nicht im Geringsten, dass sie ein wenig braucht, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, denn das Lesen fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen und am liebsten möchte man selbst sofort ins Wolkenschloss einziehen. Neben den tollen Figuren und dem gemütlichen Setting zeichnet sich der Jugendroman aber auch durch ein spannendes Finale aus, das man garantiert nicht kommen sieht!

TanjaMaFi empfiehlt "Die Herzen der Männer" von Nickolas Butler
Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich von der ersten bis zur letzten Seite so sehr begeistert hat. „Die Herzen der Männer“ erzählt davon, was Herzen bewegt, von unbändiger Wut über tiefe Trauer bis zur größten Hingabe. Und wir fühlen mit den Männern in diesem Buch - möchten mit ihnen lachen und weinen, lieben und hassen!

aba empfiehlt "Im Grab schaust du nach oben" von Jörg Maurer
Lange habe ich überlegen müssen, bis ich mich endgültig für ein Lieblingsbuch des Jahres 2018 entscheiden konnte. Am Ende kamen zwei Bücher in die ganz engere Wahl: "Löwen wecken" und "Im Grab schaust du nach oben". Zwei ganz unterschiedliche Genres. Mit seinem 2017 erschienenen "Im Grab schaust du nach oben" hat schließlich Maurer das Rennen gemacht. Letztendlich weil ich es vor ein paar Tagen zu Ende gelesen habe... Jörg Maurer ist definitiv einer meiner Lieblingsautoren! Mit seinen Büchern um den Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein begeistert er mich - eigentlich keine echte Krimileserin - seit Jahren. In "Im Grab schaust du nach oben" zeigt Maurer noch einmal, dass er nicht nur ein guter Geschichtenschreiber ist, sondern auch, dass er weiß, wie er den Leser auf hohem Niveau unterhalten und mit originellen Einfällen und Wendungen überraschen kann. Maurer? Immer wieder!

sarah_elise empfiehlt "Nordwasser" von Ian McGuire
Wie viel Meer steckt im Menschen? Ian McGuire nimmt uns in seinem Buch "Nordwasser" mit auf die Seereise einer englischen Walflangflotte Mitte des 19. Jahrhunderts ins arktische Eismeer. Die See ist wie das Leben - bisweilen trügerisch schön, doch im tiefsten Inneren eiskalt, unberechenbar, barbarisch und zerstörerisch. Und so ist auch der Mensch, den hier am Ende der Welt bestialische, animalische Urinstinkte leiten, um ein Überleben zu sichern. Für jeden einzelnen Seefahrer geht das Leben auf dem alten brüchigen Kahn mit einem steten Kampf zwischen Moral und Profit einher. Aufgrund der schonungslos ehrlichen Erzählweise über das tiefste Wesen des Lebens, des Meeres und des Menschen, der vielschichtigen und spitzzüngig präzisen Erzählweise ist "Nordwasser" aus dem mare Verlag mein Buch des Jahres.

Lariluna empfiehlt "Die letzten Tage des Patriarchats" von Margarete Stokowski
Margarete Stokowskis neues Buch stand seit Bekanntgabe des Erscheinungstermins auf meiner Leseliste – die Autorin ist einfach eine der stärksten deutschsprachigen Stimmen insbesondere zum Thema Feminismus. "Die letzten Tage des Patriarchats" ist eine Auswahl ihrer Kolumnen für die taz und Spiegel Online aus den letzten Jahren und zeigt, dass Stokowski zu allen möglichen Themen des aktuellen Weltgeschehens etwas Lesenswertes (!) zu sagen hat.
Wer also nicht ohnehin schon seit Jahren jede Woche ihre Kolumnen liest, dem öffnet sich mit diesem Buch eine Fundgrube an Texten zu feministischen, gesellschaftlichen und politischen Themen aller Art. Der Effekt des Ganzen ist dann - neben hoffentlich viel Nachdenken - eine verrückte Mischung aus lautem Auflachen angesichts der zahlreichen Absurditäten, die die Autorin beschreibt, und leise vor sich hin Fluchen angesichts der Misere, in der unsere Gesellschaft noch immer steckt.


E-Tuna empfiehlt "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers
Selten begeisterte mich ein Fantasy-Buch so sehr. Eine Stadt voller Bücher, Antiquariate egal, wohin das Auge blickt, versteckte Buch-Katakomben, mit kilometerlangen Regalen. Dichter, Autoren, Wesen die alle Aphorismen eines bestimmten Autors auswendig können. Walter Moers erschafft hier eine wunderbare Welt der Literatur, so wunderbar, dass ich mir oft gewünscht habe einfach in das Buch eintauchen und die Welt besuchen zu können. Ich würde wohl nie wieder zurückkommen. Es geht um einen Dichter, der auf der Suche nach dem Autor der besten Geschichte der Welt ist. Nicht ahnend, in was für Gefahren er sich damit begibt. Die Reise, auf die Walter Moers den Leser einlädt, ist ein einmaliges Leseerlebnis und sollte von jedem gelesen werden, der behauptet Bücher zu lieben! Zamonien (Das fiktive Land, in dem die Geschichte spielt) ist mit seinen Wesen, seinen Orten und seinen Bräuchen wohl das faszinierenste Land, dass je von einem Autor kreiert wurde. Hier lernt der Leser, dass man tatsächlich kein Buch nach dem Umschlag beurteilen sollte.

MontyTitan empfiehlt "Geschichte der griechischen Philosophie" von Luciano De Crescenzo
Die Zeitreise ins alte Griechenland liefert mir auch auf die heutige Zeit anwendbare Lebensweisheiten und Perspektiven. Luciano De Crescenzo schafft es wieder perfekt, komplexe Gedanken in einfachen Worten spannend zu erzählen.


Desireep empfiehlt "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells
Benedict Wells erzählt mit einer so sanften und doch eindringlichen Art eine Geschichte – über Familie und das Erwachsenwerden, über Verlust und die große Liebe – die einen zutiefst berührt. Die vielschichtig gezeichneten Charaktere sind liebenswert menschlich und schon nach wenigen Seiten, glaubt man ihnen schon "oft" begegnet zu sein. Ein Buch über das man nachdenkt, über das man lachen und weinen kann. Ein ganz außergewöhnlicher Roman von einem großartigen Autor.

JohannaLuisa empfiehlt "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara
Es gibt nur wenige Bücher, die mich so berührt, aufgewühlt und beeindruckt haben wie "Ein wenig Leben". Eine Geschichte von so einer Intensität ist mir selten begegnet. Mit diesem besonderen Roman über Trauma, Gewalt, Freundschaft und Liebe hat Hanya Yanagihara ein Meisterwerk geschaffen, bei dem ich trotz stolzer 960 Seiten gehofft habe, dass es nie zu Ende geht. Mein absolutes Buchhighlight des Jahres!

VeraBaer empfiehlt "Der Klavierstimmer" von Pascal Mercier
Als der Vater von Patrice und Patricia einen Mord begeht, entschließen sich die beiden entfremdeten Zwillinge, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Hintergründe der Tat werden zwischen den beiden briefwechsel-artig aufgeschlüsselt, von den Ambitionen und Enttäuschungen des Vaters bis zu den Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und zueinander.
Ein Roman, der dem zugrundeliegenden Mord nur einen Randplatz zugesteht und mit den Empfindungen und Gedanken seiner Figuren ein detailliert schattiertes Bild zeichnet.


Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch eins oder gleich mehrere unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten. Vielleicht sind auch noch Ideen für die letzten Weihnachtsgeschenke dabei?

Wenn ihr also dieses schöne Buchpaket mit unseren 18 Top-Büchern des Jahres gewinnen möchtet, klickt einfach auf "Jetzt bewerben" und erfüllt folgende kleine Aufgabe:

Jetzt kennt ihr unsere Buchtipps - von uns für euch! Doch welche Bücher würdet ihr uns empfehlen? Pickt euch ein Team-Mitglied heraus und gebt ihm eine Buchempfehlung, die gut passen könnte. Ein paar Worte dazu, warum das Buch euch begeistert hat, sind unbedingt erwünscht. Ihr dürft natürlich auch mehr Tipps geben, wenn ihr euch nicht auf einen beschränken könnt.

Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 6. Januar 2019 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
Zur Buchverlosung
Erst einmal vorneweg: Es gibt KEINE Bücher zu gewinnen, es handelt sich um eine reine Leserunde.

Wir von der Gruppe "Entdecker der verborgenen Schätze" möchten ab dem 22. August das Buch "Der Junge, der Träume schenkte" von Luca Di Fulvio zusammen lesen.

Jeder, der sich uns anschließen möchte, ist gerne willkommen =) Wenn ihr es nicht direkt am 22. August schafft, einzusteigen, ist das überhaupt kein Problem. Da das Buch über 700 Seiten hat, werden wir bestimmt eine Weile daran lesen und auch wenn wir fertig sind noch die Kommentare von anderen mitlesen =)

Ich freue mich schon auf eine schöne Leserunde mit euch =)

Wer liest mit:

Ajana
monerl
gst
sternblut
Glanzleistung
Finesty22
Sauhund01
Kirschbluetensommer
Zur Leserunde

Wir starten im März mit der Leserunde:

Luca Di Fulvio*
Das Mädchen, das den Himmel berührte

Um was geht es in dem Buch:

Endlich erscheint mit "Das Mädchen, das den Himmel berührte" ein neues Buch von Luca di Fulvio - dem Autor von "Der Junge, der Träume schenkte" Wie wird ein junger Tagedieb, der seine Kindheit in einer Höhle verbracht hat, zu einem glühenden Verfechter der Freiheit? Wie wird ein jüdischer Betrüger zu einem berühmten Arzt? Und wie wird ein junges Mädchen ohne Perspektive zu einer einflussreichen Modeschöpferin? Die Antwort liegt in Venedig. Denn dort, im Labyrinth der Gassen und Kanäle der geheimnisvollsten Lagune Europas, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto findet sich das gesamte Panorama des Lebens.

LG Schwarze*Rose

 

 

 

Jeder der dieses Buch besitzt ist zur Leserunde eingeladen...

 

 

http://www.lovelybooks.de/gruppe/1080927141/ran_an_die_dicken_waelzer/themen/?threadid=1081417472&threadtitle=Leserunde+im+M%C3%A4rz

Letzter Beitrag von  Haserlvor 5 Jahren
Stimmt da muss ich dir Recht geben.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Luca Di Fulvio wurde am 13. Mai 1957 in Rom (Italien) geboren.

Community-Statistik

in 2.571 Bibliotheken

auf 396 Wunschlisten

von 95 Lesern aktuell gelesen

von 28 Lesern gefolgt

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