Als das Leben unsere Träume fand

von Luca Di Fulvio 
4,3 Sterne bei33 Bewertungen
Als das Leben unsere Träume fand
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elisalorenzs avatar

Mein Jahreshighlight 2018!

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genau meins ;)

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Inhaltsangabe zu "Als das Leben unsere Träume fand"

Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheißt eine zweite Chance für drei junge Menschen.
Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu stellen.
Rosetta hat in einem sizilianischen Dorf dem Don die Stirn geboten und nur knapp eine Vergewaltigung überlebt.
Die russische Jüdin Raquel ist die einzige Überlebende eines Pogroms, ihre kostbarste Habe ist die Erinnerung an die Liebe ihrer Eltern.
Doch das Leben in der Neuen Welt stellt sie vor schier unüberwindbare Hindernisse.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404176007
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:01.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.10.2018 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    elisalorenzs avatar
    elisalorenzvor 12 Stunden
    Kurzmeinung: Mein Jahreshighlight 2018!
    Eine wunderbare Geschichte mit viel Hoffnung, Tränen und der Liebe.

    Zum Anfang möchte ich mich bedanken, so ein tolles Buch in dieser Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen zu haben! Dieses Buch war auch mein erstes von Luca Di Fulvio. Der Klappentext und das Cover machten mich sofort neugierig...Und was soll ich anderes sagen, als das mich dieses Buch wahnsinnig fasziniert und gefesselt hat!?

    INHALT
    Wir befinden uns im Jahr 1913. Für 3 junge Menschen bietet sich die Chance, in Buenos Aires ein ganz neues und vor allem ‚besseres‘ Leben zu beginnen.

    Rocco, der Sohn eines Mafioso, erträumt sich alles andere, als ein Leben bei der Mafia zu führen. Mit seinem Widerwillen stößt er allerdings auf großen Zorn und erhofft sich in Buenos Aires ein besseres Leben als Automechaniker.

    In einem sizilianischen Dorf lebt Rosetta, die durch ihren starken Charakter und ihrer Sturheit versucht, ihr Land zu behalten. Allerdings bekommt sie von allen nur Hohn und Spott entgegengebracht, verkauft ihr Land und entgeht knapp einer weiteren schlimmen Schandtat…

    Raquel erträumt sich ein besseres Leben, als es ihr in Russland vorherbestimmt wird. Geleitet von ihrer Liebe zum Vater, gelangt sie nach Buenos Aires…

    …doch erwartet allen wirklich ein neues und besseres Leben?

    MEINE MEINUNG
    Die 3 Protagonisten sind sehr unterschiedlich, und doch haben alle einen gleichen Willen, aber auch sehr viel Ungerechtigkeiten und noch mehr Grausamkeiten erfahren müssen. Leider verspricht die neue Welt auch überhaupt nicht dem, was allen versprochen – oder was sich erträumt wurde. Wieder heißt es – der ewige Kampf ums Überleben. Der Stärkere regiert – ob Recht oder Unrecht. Und auch hier wieder setzt der Autor mit Grausamkeiten und unvorhersehbaren Dingen immer wieder einen drauf. 

    Wenn man das Buch das erste Mal in den Händen hält, schluckt man bei den Gedanken an knapp 800 Seiten. Aber schon ab den ersten Kapiteln, fliegen die Seiten nur so vorüber und man möchte das Buch ungern aus den Händen legen! Der Schreibstil ist sehr flüssig und was mich total begeistert hat, die Spannung hält vom Anfang bis zum Ende durch. Es hatte keinen einzigen langatmigen Tiefpunkt.

    Man kann den starken Willen und den Kampf der jeweiligen Charaktere miterleben – und mitfühlen. Man sieht, wozu ein Mensch mit großem Willen fähig ist. Und hier hat der Autor ein wichtiges Statement hinterlassen: NICHT WEGSEHEN! Das fand ich wirklich sehr schön und vor allem wichtig. Jeder sollte sich dies im Nachgang nochmal Revue passieren lassen und auf die Gegenwart beziehen…manchmal sind es kleine Dinge, die zu großen Erfolgen führen.

    FAZIT
    Für mich ist dieses Buch das Jahreshighlight 2018! Das Buch hat alles, was ein gutes Buch benötigt. Wahnsinnig starke Charaktere, eine aufregende, spannende Story von Anfang bis Ende!

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    suppenfees avatar
    suppenfeevor 2 Tagen
    Kurzmeinung: genau meins ;)
    wiedermal ein Volltreffer

    Anfang des 20. Jahrhunderts müssen drei ganz unterschiedliche Charaktere ihre jeweilige Heimat verlassen und nach Buenos Aires fliehen. Rosetta wurde in ihrem Dorf von den anderen Bewohnern geschmäht und von einigen jungen Männern vergewaltigt. Raquel will ihrer bösen Stiefmutter und den strengen Religionsvorschriften entkommen und Rocco hat eine Rechnung mit der Mafia offen.

    Schon auf der Überfahrt kommen einige Strapazen auf die Drei zu. Doch in der neuen Heimat angekommen, müssen sie feststellen, dass auch hier viel Unheil auf sie wartet.

    Ich bin immer wieder begeistert von Luca di Fulvios Schreibkunst. Er schafft es jedes Mal aufs Neue mich von der ersten Seite an in den Bann seiner Bücher zu ziehen. Wäre es keine Leserunde gewesen – ich hätte die 800 Seiten an zwei Tagen durchgelesen. Der Autor schreibt unheimlich warm und einfühlsam. Man muss einfach mit seinen Charakteren mitfiebern und sie gernhaben, naja zumindest die Guten. Die Bösen sind nämlich so grausam, dass man sie gerne ein paar Planeten weiterschicken würde.

    Die Charaktere sind allesamt sehr ausgearbeitet und der Autor haucht ihnen mit vielen Feinheiten Leben ein. Die Geschichte wird aus der Sicht von Rocco, Raquel und Rosetta erzählt, doch ihre Handlungsstränge verflechten sich nur ganz allmählich miteinander, sodass keine der Figuren zu kurz kommt.

    Auch die Kulisse ist wahnsinnig detailreich beschrieben und so wirkt die Handlung sehr atmosphärisch. Es geschieht so einiges auf diesen 800 Seiten, es wird einfach nie langweilig. Ganz im Gegenteil, die Story ist unheimlich spannend und abwechslungsreich, manche Szenen romantisch, manche sehr grausam.

    Ihr merkt schon -  ich bin Fan 😉

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    Tulpe29s avatar
    Tulpe29vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Lesenswertes Buch über die berührenden Schicksale dreier junger Menschen auf der Suche nach dem Glück.
    Dèjà-vu oder Neubeginn?

    Diese sehr aufwühlende, spannend erzählte und emotionale Geschichte zieht den Leser schnell in ihren Bann. Die bewegenden Schicksale der Protagonisten sind in ihrer Verschiedenheit doch auch wieder ähnlich und haben zahlreiche Gemeinsamkeiten. Jeder ist auf seien Art auf der Suche nach dem Glück oder einfach einem besseren Leben als in der Heimat.
    Durch die gelungene Erzählweise kann man sich gut in die jungen Leute hineinversetzen und zittert auch mit ihnen, wenn es gefährlich wird. Das ist leider oft der Fall.
    Ein Roman über Hoffnung, Verzweiflung, Einsamkeit, Mut zum Neuanfang und noch mehr.

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    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein spannender, sehr unterhaltsamer Roman mit kleineren Schwächen
    Drei junge Menschen auf der Suche nach einer besseren Welt

    Drei junge Menschen, drei Schicksalsschläge: Eine Schiffsreise nach Buenos Aires bringt neue Hoffnung. Rocco Bonfiglio (20) aus Sizilien ist auf der Flucht vor der Mafia, denn er möchte nicht zum Mörder werden und verweigert dem Paten den Treueschwur. Auch Rosetta Tricarico verlässt die italienische Insel, nachdem sie brutal vergewaltigt wurde und sich einen Don zum Feind gemacht hat. Ebenso musste die russische Jüdin Rachael Bücherbaum (13), später Raquel genannt, ihre Heimat hinter sich lassen, als ihr Vater zum Opfer eines Pogroms wurde. In dem neuen Land erhoffen sich die drei jungen Leute ein besseres Leben, doch sie stehen vor großen Problemen…

    „Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein bewegender Roman.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus vier Teilen und insgesamt 75 Kapiteln von einer angenehmen Länge. Die Handlung beginnt im Jahr 1912 und reicht bis ins Jahr 1913. Sie spielt an wechselnden Schauplätzen. Zunächst sind die Erzählstränge getrennt, werden aber später verknüpft. Dieser Aufbau des Romans funktioniert gut.

    Der Schreibstil ist anschaulich, lebhaft, flüssig und detailreich. Die Beschreibungen sind intensiv und eindringlich. Es gibt viel wörtliche Rede. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.

    Die drei jungen Hauptprotagonisten Rosetta, Raquel und Rocco gefallen mir gut, denn sie sind starke und mutige Charaktere. Es sind jedoch gleichzeitig Menschen mit Schwächen und Fehlern, was sie mir sympathisch gemacht hat. Einige andere Nebenfiguren bleiben jedoch ziemlich eindimensional und sind stark überzeichnet.

    Inhaltlich konnte mich die Geschichte sehr bewegen. Es geht um ernste Themen wie Tod, Kriminalität, Antisemitismus, Gewalt gegenüber Frauen, Prostitution, Heimatverlust und einige andere Schicksalsschläge.

    Auf unterhaltsame Art webt der Autor historische Aspekte in die Geschichte ein. So erfährt man einige interessante Fakten, die mir bisher nicht bekannt waren. Dazu gehört unter anderem die „Zwi Migdal“. Ein wenig vermisst habe ich allerdings ein ausführlicheres Nachwort, das das Ganze ein wenig einordnet. Die sehr kurze Erklärung zu Beginn des Romans ist mir ein wenig zu dürftig ausgefallen.

    Die Handlung kann mit vielen spannenden Momenten fesseln. Trotz der hohen Seitenzahl wird die Geschichte nicht langweilig. Allerdings sind einige Schilderungen für meinen Geschmack unnötig ausführlich und brutal. Zudem sind mir einige Übertreibungen, Logikfehler und Widersprüche aufgefallen, die dafür sorgen, dass ich nicht alle Geschehnisse als realitätsnah empfunden habe.

    Sehr gefällt mir das stimmungsvolle Cover, das gut zur Geschichte und auch zur Gestaltung der übrigen Werke des Autors passt. Der Titel klingt poetisch und ist harmonischer als der tatsächliche Inhalt.

    Mein Fazit:
    „Als das Leben unsere Träume fand“ von Luca Di Fulvio ist ein spannender, sehr unterhaltsamer Roman mit kleineren Schwächen. Eine Geschichte, die mich bewegen konnte.

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    readingflowers avatar
    readingflowervor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein großartiger Roman mit viel Tiefgang, Emotionalität und einer mitreißenden Atmosphäre.
    Ein Kampf für die Gerechtigkeit

    Es ist 1913 - wir lernen die Jugendlichen Raechel, Rosetta und Rocco kennen.
    Die drei kennen sich nicht, führen aber alle ein Leben, das sie sich so nicht länger vorstellen können. Sie fliehen aus diesem Leben mit der Hoffnung, sich in Buenos Aires in Argentinien ein neues, besseres aufbauen zu können.

    Auf dieser Reise und bei der Ankunft geht schon so einiges schief, was den dreien den Weg versperrt. Eines verbindet sie alle: der Wunsch, der Antrieb nach Gerechtigkeit. Das ist das große Ziel, das in dem Roman verfolgt wird.

    Jeder Charakter hat seine eigenen Kapitel, in denen es nur um ihn und seine Geschichte geht. Ich war immer gespannt, wie es mit der nächsten Person weiter geht und fand, dass ich dadurch noch mehr an das Buch gefesselt war. Dann habe ich eben manchmal noch zwei weitere Kapitel gelesen, um dann noch herauszufinden, wie es mit einem Charakter weiter geht.
    Trotzdem war mir keiner der Charaktere wichtiger als die anderen. Ich hab für alle drei eine starke Sympathie empfunden. Alle Figuren waren sehr gut ausgearbeitet und wirkten sehr menschlich. Das ist dem Schriftsteller sehr gut gelungen.

    Der Schreibstil insgesamt las sich sehr flüssig und deutlich. Ich hatte keine Probleme - bis auf die italienischen und spanischen Phrasen - den Inhalt zu verstehen, wodurch es ein schnelles Lesen war.
    Der Ausdruck war sehr direkt, was besonders bei brutalen Passagen - die auf jeden Fall nicht zu selten vorkamen! - auffiel.

    Die Brutalität und Grausamkeit kam wirklich nicht zu kurz. An einer Stelle des Buches musste ich zwei Seiten überblättern, weil ich einfach nicht weiter lesen konnte ohne vor Ekel Hass auf die Person im Buch durchzudrehen. Manche Szenen hätten meiner Meinung nach nicht so deutlich sein müssen.

    Es gab viel Spannung im Buch, jedoch gab es keinen roten Faden, den man aus anderen Romanen kennt. Es gab nicht ein großes Ziel, um das es das ganze Buch lang ging. Es waren eher viele kleine, die alle auf Gerechtigkeit und eine bessere Gesellschaft abzielten.

    Es ist ein ziemlich langes Buch (ca. 800 Seiten), jedoch war es für mich keine Seite zu viel - wenn man von der Gewalt absieht.

    Außerdem war es für mich ein Pageturner, ich habe es für meine Verhältnisse schnell weg gelesen. Wenn ich immer wieder zu einem Buch greife und es nicht mehr weg legen kann und möchte, ist das für mich ein Zeichen, dass das Buch sehr gut ist.

    4 Sterne dafür, dass es mich nicht zu 100 Prozent überzeugt hat. Die Gewalt war vielleicht für das Verständnis nötig. Wenn ich aber Seiten überblättern muss, kann ich dem ganzen einfach keine 5 Sterne geben. Außerdem hätte ich mir eine etwas klarere Linie gewünscht, die sich durch das Buch zieht. So waren es mehr einzelne Geschichten. Mir hat das gewisse Extra noch gefehlt.
    Trotzdem ein gutes Buch mit vielen Emotionen und einer tollen Atmosphäre. Ich würde immer wieder ein Buch von Di Fulvio lesen.

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    Gina1627s avatar
    Gina1627vor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein imposanter historischer Roman! Sehr bildgewaltig, schockierend und fesselnd!
    Bildgewaltig, schockierend, ergreifend und überaus fesselnd! Eine absolute Leseempfehlung!

    Luca di Fulvio ist ein großartiger Geschichtenerzähler. Mit seinem neuesten Werk „ Als das Leben unsere Träume fand“ ist ihm ein imposanter historischer Roman gelungen. Die Dramaturgie der drei Schicksalswege und seine fesselnde Erzählweise haben mich begeistert!

     Seine Geschichte spielt um 1913, einer Zeit, in der viele Menschen hoffnungsvoll in die neue Welt reisten, um dort ihr Glück zu machen und ein besseres Leben führen zu können.  Für Rosetta Tricarico ist es der letzte Ausweg. Sie flüchtet vor einem gewalttätigen Baron aus dem kleinen Ort Alcamo auf ein Schiff, dass Richtung Buenos Aires fährt und trifft dort durch Zufall auf Rocco Bonfiglio, der sich dem Zorn und den Machenschaften der Cosa Nostra entziehen will. Auch Raechel/Raquel Bücherbaum, ein 13-jähriges  jüdisches Mädchen, ist mit ihnen auf dem Weg nach Argentinien, um dort mit vielen weiteren jungen Frauen aus Russland eine Anstellung  bei gutsituierten Familien zu finden. Doch der sehnsuchtsvolle Traum entwickelt sich zu einem dornigen und leidvollen Weg, der ihnen viel abverlangt. Werden sie ihr Glück finden?

    Als Fan der Bücher von Luca di Fulvio war sein neuer Roman ein Lesemuss für mich. Von der ersten Seite an hat er einen sofort wieder mit seiner überaus fesselnden und bildgewaltigen Erzählweise in den Bann der Geschichte gezogen. Sehr authentisch kommt die damalige Zeit rüber und erzeugt ein unglaubliches Kopfkino. Die Atmosphäre im Buch ist oft düster, steckt stellenweise voll von gewalttätigen und grausamen Szenen und fasziniert einen immer wieder durch hoffnungsvolle und wunderschöne Momente, in denen Menschen zusammenhalten, sich gegenseitig helfen, achten und  lieben. Durch seine drei sich abwechselnden Erzählstränge von Rosetta, Rocco und Raquel bekommt die Geschichte ihre eigenen Dynamik. Der Autor schwenkt natürlich immer in entscheidenden und sehr spannenden Momenten vom einen zum anderen um und man fiebert auf den Fortlauf der jeweiligen Lebens- und Leidensgeschichte hin.  Betroffenheit stellt sich ein und ich habe ständig zwischen Hoffen und Bangen geschwebt.

    Luca di Fulvio hat wieder ein sehr gutes Händchen für seine Charaktere gehabt. An die Seite von Rocco, Rosetta und Raquel hat er einerseits grausame, korrupte, machtbesessene und durchgeknallte Personen gestellt, aber auch viele wunderbare Menschen, die einem das Herz öffnen. Überaus fiese Charaktere sind hier Amos, ein führendes Mitglied der Sociedad israelita und der Baron, die den drei Auswanderern immer wieder das Leben schwer machen.

    Rosetta ist eine wunderschöne und nach außen hin starke, mutige und selbstbewusste junge Frau, innerlich jedoch steckt sie voller Ängste und leidet unter Albträumen. Immer wieder muss sie sich gegen die Gewalt und Macht von Männern wehren bis Rocco den Weg in ihr Herz findet. Er ist ein ehrlicher, gerechter und weitsichtiger junger Mann, der ein Herz für Menschen in Not hat, aber zwischendurch seine Verbindung zur Mafia nicht leugnen kann.  Mit Raquel fiebert man vielleicht am meisten mit, da sie die Jüngste von ihnen ist. Sie hat eine unglaubliche Beobachtungsgabe und wird aus dem Verborgenen heraus das Auge für die Menschen, die Missstände  nicht sehen können oder wollen. Auf ihre unnachahmliche Weise zeigt sie ihnen diese auf.

    Mit einem wunderschönen Fest hat der Autor einen versöhnlichen Abschluss  für seine nervenaufreibende  und spannende Geschichte gefunden.

    Mein Fazit:

    Mit „Als das Leben unsere Träume fand“  hat Luca di Fulvio mich total begeistert. Man liebt, kämpft und leidet mit seinen Charakteren  mit und ist voll im Bann des Buches. Hoffnung  liegt für alle Beteiligten in der Luft  und man spürt die Veränderung, die sich in der neuen Welt entwickelt.

    Für diesen faszinierenden Roman kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und hochverdiente 5 Sterne vergeben.  

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    Luelue83s avatar
    Luelue83vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: INTERESSANTES THEMA MIT MÄSSIGEN FIGUREN
    INTERESSANTES THEMA MIT MÄSSIGEN FIGUREN

    BUEANOS AIRES 1912: 3 LEBEN DIE SEHR UNTERSCHIEDLICH ANMUTEN, FINDEN SICH IN EINER STADT VOLLER HOFFNUNGEN UND TRÄUME.

    DA IST ROSSETTA. EINE JUNGE FRAU DIE SICH UND IHR LAND GEGEN DEN BARON ZU VERTEIDIGEN VERSUCHT UND LEIDER KEINE UNTERSÜTZUNG VON DORFBEWOHNERN ODER DEM PFARRER DES DORFES ERFÄHRT. STATTDESSEN WIRD SIE BIS AUF ÄUSSERSTE GEDEMÜTIGT UND VERLÄSST HALS ÜBER KOPF DAS LAND.

    ROCCO, IST DER SOHN EINES BERÜCHTIGTEN SIZILIANISCHEN MAFIAMITGLIEDES UND WILL NICHT IN DIE FUSSSTAPFEN SEINES VATERS TRETEN. DA ER SICH WEIGERT JEGLICHE GEFLOGENHEITEN DER VERBRECHERORGANISATION EINZUHALTEN ODER IRGENTWIE ZU UNTERSTÜTZEN MUSS ER EBENFALLS DAS LAND VERLASSEN

    RAECHEL IST EIN KLEINES JÜDISCHES MÄDCHEN AUS DER UKRAINE. IHR VATER, EIN RABBI DER GEMEINDE LEHRT SIE DAS LESEN UND SCHREIBEN, WAS ZU DIESER ZEIT SEHR UNZIEMLICH FÜR EINE FRAU IST. SIE IST CLEVER UND STARRKÖPFIG. VOLLER HOFFNUNG AUF EIN BESSERES LEBEN VERLÄSST SIE, NACH EINEM PROGROM IN IHREM DORF, IHRE HEIMAT AUS EIGENEM ANTRIEB.

    IN DIESEM ROMAN WERDEN VORALLENDINGEN DIE LEBENSUMSTÄNDE DER FRAUEN DIESER ZEIT DARGESTELLT. PROSTITUTION UND KORRUPTION SIND ÜBERALL ZUGEGEN UND BESTIMMEN DIE LEBEN VIELER EINWANDERER UND AUCH EINHEIMISCHER. ES GIBT FÜR FRAUEN KEINE EHRBAREN BERUFE UND DIE WENIGEN DIE ES GIBT WERDEN VON MÄNNERN AUSGEÜBT. ABER SELBST DIESE SIND SO SCHLECHT GESTELLT DAS VIELEN NUR DER WEG IN DIE KRIMINALITÄT BLEIBT.
    DIE HAUPTCHARAKTEREN ROCCO, ROSSETTA UND RAECHEL WAREN FÜR MICH NICHT SEHR ÜBERZEUGEND. STELLENWEISE WAREN HANDLUNGEN FÜR MICH NICHT NACHVOLLZIEHBAR UND UNREALISTISCH. ROCCO IST MIR ZU STRAHLEND UND ROSSETTA ZU GUTMÜTIG. NATÜRLICH LASSEN MICH SZENEN WO ROSSETTA EINEM ARMEN GEPEINIGTEN MÄDCHEN HILFT, NICHT KALT, ABER TROTZDEM KOMMT IMMER WIEDER DAS GEFÜHL AUF, DAS HIER UND DA, EINFACH ZU DICK AUFGETRAGEN WURDE. EINZIG RAECHEL ENTWICKELT SICH FÜR MICH NACHVOLLZIEHBAR AUCH WENN SIE AN EINIGEN STELLEN, TROTZ IHRER EINSCHLÄGIGEN ERLEBNISE, ZIEMLICH NAIV IST. DIE FIGUR DES BARONS DER ROSSETTA VON ITALIEN DURCH BUENOS AIRES JAGT, IST DANN AUCH NOCH ZIEMLICH EIGENARTIG GESTALTET. HINZU KOMMEN, FÜR MICH MANCHMAL UNNÖTIG BRUTALE SZENEN IN DEN VORALLEN FRAUEN GEQUÄLT WERDEN.
    DAS THEMA, DAS LUCA DI FULVIO AUFGREIFT IST EIN WICHTIGES THEMA WAS UNS ACUH NOCH HEUTE BEGLEITET UND ÜBER  MISSTÄNDE IN DER WELT NACHDENKEN LÄSST. ALLERDINGS IST ES EIN ROMAN UND DAFÜR FAND ICH VIELE CHARAKTEREN ZU UNAUSGEWOGEN UND DIE PROTAGONISTEN NICHT FACETTENREICH GENUG. ICH DENKE DAS DIESER HISTORISCHER ROMAN VIELE LESER BEGEISTERN KANN ABER MAN SOLLTE SICH AUCH AUF STARKEN TOBAK GEFASST MACHEN

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    Kristall86s avatar
    Kristall86vor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Kennst du einen di Fulvio, kennst du alle...hat mich nicht überzeugt.
    Lebe deinen Traum...versuche es zumindest!

    Wir schreiben das Jahr 1913. Der Weg in einen neue Welt, genauer nach Buenos Aires verheißt für drei junge Menschen ein neues Leben. Per Schiff nimmt die Reise ihren Lauf. Hinter Rocco ist die Mafia her, Rosetta hat von ihrem sizilianischen Dorf die Faxen dicken und die russische Jüdin Rachel ist die einzigste Überlebende eines Pogroms. In der Hoffnung auf ein friedliches Leben begeben sie sich auf eine Reise. Luca di Fulvio kennen die meisten Leser durch seinen Roman-Erfolg „Der Junge, der Träume schenkte“. Hier hat er sich nun erneut versucht und ich muss gestehen dabei ist es auch geblieben - bei einem Versuch. §/$ des Buches sind ihm sehr gut gelungen. Der Schreib- und Sprachstil fesselt den Leser und man vertieft sich schnell in die Charaktere. Es ist sehr interessant wie genau und detailliert er seine Protagonisten beschreibt. Dennoch ist für mich das größte Manko die zunehmende Gewalt in diesem Buch. Di Fulvio lässt auch hier keine Details aus und ich muss gestehen dass dies dann doch etwas too much ist. Zudem ist dies nicht zwingend notwendig um die Geschichte am laufen zu halten. Ich muss ebenfalls dazu sagen das es hier und da Ungereimtheiten bei den Zusammenhängen der Protagonisten gab, die mich hier und da zum nachgrübeln gebracht haben, aber nie zu einer Lösung. Alles etwas verworren also. Geschichtlich gesehen fasst di Fulvio ein Thema auf was äußerst interessant ist und immer wieder zu kurz kommt, dennoch hätte es besser ausgebaut werden können. Leider fällt bei diesem Buch auf, das der Stil doch sehr an seinen Erfolg „Der Junge, der Träume schenkte“ angrenzt. Aus diesem Grund muss ich ehrlicher Weise sagen, hat mich dieser Roman nicht aus den Schuhen gehauen...kurzum: muss man nicht gelesen haben. Ich danke dem Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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    AUSGEbuchT-PetraMolitors avatar
    AUSGEbuchT-PetraMolitorvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Oft zu überzogen in den Darstellungen, aber trotzdem ein lesenswertes Buch.
    Der Meister der Geschichtenerzähler ist zurück: Vier Sterne für Luca Di Fulvio

    Der Meister der Geschichtenerzähler ist zurück: Vier Sterne für Luca Di Fulvio

    Die Fakten:

    Mit „Als das Leben unsere Träume fand“ erschien im Oktober 2018 im Bastei Lübbe-Verlag der vierte auf Deutsch erschienene Roman des Autors. Der Titel ist erhältlich als Taschenbuch (768 Seiten, 12,00 Euro), E-Book, Hörbuch und Audio Download.

    Luca Di Fulvio wurde am 13. Mai 1957 in Rom geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Im Alter von 20 begann er mit dem Studium der Theaterwissenschaften an der Accademia d'Arte Drammatica Silvio d'Amico. Über das Verfassen eines Drehbuches kam er zum Schreiben von Unterhaltungsliteratur.

     Wie es aussieht:

    Das Buch reiht sich vom Design nahtlos in die Reihe der Vorgängerbände ein und hat damit einen hohen Wiedererkennungsfaktor. Auch ich bin zuerst durch das Coverbild auf die Neuerscheinung aufmerksam geworden. Mir persönlich gefällt die Titelgestaltung allerdings nicht sonderlich, obwohl ich ein sehr visueller Mensch bin. Ich finde die Farbgebung recht „altbacken“, aber das ist bei dieser Art von Story wahrscheinlich durchaus gewollt. Auch die dargestellten Personen sprechen mich jetzt nicht wirklich an.

     Worum es geht (Klappentext des Verlages):

    Drei Leben. Zwei Welten. Ein Neuanfang. Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheißt eine zweite Chance für drei junge Menschen: Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu stellen. Rosetta hat in einem sizilianischen Dorf dem Don die Stirn geboten und nur knapp eine Vergewaltigung überlebt. Die russische Jüdin Raquel ist die einzige Überlebende eines Pogroms, ihre kostbarste Habe ist die Erinnerung an die Liebe ihrer Eltern. Doch das Leben in der Neuen Welt stellt sie vor schier unüberwindbare Hindernisse...

     Wie es mir gefallen hat:

    Für mich ist Luca Di Fulvio aktuell der beste Geschichtenerzähler unter den Literaten. Seine Bücher sind immer etwas Besonderes und Außergewöhnliches, man muss sich darauf einlassen können.Ich habe bis jetzt alles von ihm gelesen und war mir stets nach den ersten paar Seiten nicht sicher, ob wir wirklich Freunde werden, der Autor und ich. Di Fulvio hat einen einzigartigen Schreibstil, der für mich polarisiert. Auf der einen Seite sehr flüssig zu lesen, bildgewaltig und mit meisterhaft verknüpften Handlungssträngen. Andererseits oft sehr derbe im Ausdruck, voller Sex- und Gewaltszenarien und ab und an tatsächlich auch ein bisschen langatmig und verwirrend. Tatsächlich hat mich das aber nie davon abgehalten, eins seiner Bücher nicht fertigzulesen. Und ich habe es tatsächlich auch nie bereut. Luca di Fulvio hat weltweilt Millionen begeisterter Leser, es lohnt sich auf jeden Fall, sich selbst ein Bild seiner Romane zu machen. Ich glaube, sie sind nicht für jeden Leser geeignet, aber das müssen sie auch nicht sein. Vielleicht macht sie das sogar aus.

     Mich hat die Geschichte um Rocco, Rosetta und Raquel trotz einiger kleiner Kritikpunkte absolut in ihren Bann gezogen. Sie war wie immer: ungewöhnlich, aber gut.

     Ich vergebe für „Als das Leben unsere Träume fand“ vier von fünf Sternen.


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    Durga108s avatar
    Durga108vor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Nichts für schwache Nerven
    Traum trifft auf Realität

    Der Klappentex verrät folgendes:
    "Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheißt eine zweite Chance für drei junge Menschen.
    Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu stellen.
    Rosetta hat in einem sizilianischen Dorf dem Don die Stirn geboten und nur knapp eine Vergewaltigung überlebt.
    Die russische Jüdin Raquel ist die einzige Überlebende eines Pogroms, ihre kostbarste Habe ist die Erinnerung an die Liebe ihrer Eltern.
    Doch das Leben in der Neuen Welt stellt sie vor schier unüberwindbare Hindernisse …"

    Die Handlungsstränge der Protagonisten laufen eine zeitlang parallel nebeneinander her bis sie sich dann ineinander verweben. Alle drei versuchen mir ihrer Reise nach Argentinien dem Elend in der Heimat zu entfliehen und dabei nimmt Luca Di Fulvio kein Blatt vor den Mund. Das Leben ist grausam und gemein, die äußerst gewalttätigen Beschreibungen, die fast in keinem Kapitel fehlen, mögen dem einen oder anderen Leser zuviel sein, aber beschreibt der Autor nicht einfach nur die harte Realtität, die nun mal grausam sein kann? Alle drei Protagonisten wollen genau diesen Grausamkeiten entfliehen. In Argentinien angekommen, fängt Di Fulvio die Stimmung der damaligen Zeit, das bunte Treiben in Buenos Aires, die Hoffnung und Träume vieler Gestrandeten, die katastrophalen Lebensbedingungen perfekt ein. Trotz der gut 700 Seiten konnte ich beim Lesen keine Längen feststellen und das zeigt wie gut Di Fulvio erzählen kann.

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