Luca Di Fulvio Das Kind, das nachts die Sonne fand

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Inhaltsangabe zu „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ von Luca Di Fulvio

Raühnval, ein opulentes Herrschaftsgebiet in den Ostalpen. Der junge Marcus lebt ein privilegiertes Leben als Sohn des Landesfürsten. Elisa ist die Tochter der Dorfhebamme und weiß, was Entbehrung heißt. Bei einem Massaker werden Marcus' Familie und alle übrigen Burgbewohner ermordet. Dank Elisas Hilfe bleibt Marcus unentdeckt und findet mit einer neuen Identität Aufnahme bei den Dorfbewohnern. Doch er spürt schon bald, dass ihm ein anderes Schicksal vorherbestimmt ist: Sein Herz brennt für Freiheit und Gerechtigkeit...

Ein typischer Luca Di Fulvio

— Neuneuneugierig

Mein Hightlight 2016!

— Dreambooks_23

Ein spannender historischer Roman voller Wendungen und Ereignisse, den man kaum aus der Hand legen möchte.

— Krimifee86

Spannende Geschichte eines kleinen Jungen, der seine Familie verliert und ein neues Leben beginnt. Hat nur hin und wieder ein paar Längen.

— Lia48

Welch wundervoller historischer Roman - bin begeistert

— Thommy28

Ein unglaublich schönes und rührendes Buch. Allerdings hat mir das Ende nicht so gefallen - zu pathetisch. Trotzdem wunderschön

— Hasi94

das geht ans Herz, weckt alle Gefühle, Freude, Trauer, Wut, Hass, Schmerz, Mitgefühl, mit ein paar wenigen krassen bis widerlichen Szenen

— CorneliaP

Eine packende Geschichte mit viel Gefühl und Spannung. Die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt. Ich habe es sehr gerne gelesen.

— VanCa

Packend und unglaublich schön.

— Henry_Seibert

Für mich das schönste der bisher gelesenen Bücher von Luca di Fulvio

— Regenwolke

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Hervorragende Fortsetzung der Reihe - eine Geschichtsstunde mit Genuss

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  • Gut, aber nicht sein Bestes

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Neuneuneugierig

    09. October 2017 um 17:01

    Gewohnt opulent, und tragisch romantisch. Mit historischem Hintergrund; was einen immer mal wieder zu Recherchen anregt.Ein Kind sucht seinen Weg. Viele tragische, prägende Hindernisse und natürlich die erste große Liebe.Massenweise Bösewichte und natürlich auch die Guten.Vieles ist vorhersehbar, aber dennoch fiebert man mit den Protagonisten mit.Alles was ein Luca Di Fulvio verspricht, wird gehalten.Doch diesmal vielleicht ein klitzekleines bisschen übertrieben, dennoch lesenswert!

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  • Spannend, aber ohne große Überraschungen

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Krimifee86

    24. September 2017 um 15:43

    Inhalt: Die Familie des jungen Prinzen Markus wird brutal ermordet. Er ist der einzige, der überlebt und von einem Mädchen aus dem Dorf gerettet wird. Doch die Mörder seiner Familie haben es auch auf ihn abgesehen und so muss er sich verstecken und das Leben eines ganz normalen Dorfbewohners führen. Er wächst heran und je älter er wird umso mehr begreift er die Ungerechtigkeiten mit denen die Welt zu kämpfen hat. Und in ihm wächst der Wunsch den Tod seiner Familie zu rächen und gleichzeitig dem Dorf, das ihn aufgenommen hat, Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Charaktere: Die Charaktere in der Geschichte sind in meinen Augen alle sehr realistisch, aber auch sehr überzeichnet. Markus und Elsa, die so unglaublich tapfer sind, Eberwolf, der so unglaublich brutal ist, der alte Mann, der so voller Güte und Weisheit ist. Das ist einerseits gut, weil man bei jedem Charakter direkt weiß, woran man ist. Andererseits fehlen auch ein wenig die Überraschungen, da keiner der Charaktere je etwas für ihn ungewöhnliches tut. Ein kitschiges Happy-End in dem Eberwolf erkennt, dass er falsch gehandelt hat, wäre zwar kitschig und unrealistisch gewesen, aber etwas in die Richtung hätte dem Buch eben auch mehr Überraschungen und Spannung verliehen.Das hat mir gut gefallen: Obwohl das Buch wenig Raum für Überraschungen bot und oft klar war, was passieren würde, war es doch auf seine ganz eigene Art spannend. Ich jedenfalls hatte selten einen Moment in dem ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht und was als nächstes passieren würde. Neben den eher stereotypen Hauptcharakteren haben für mich vor allem die Nebencharaktere einen besonderen Charme der Geschichte ausgemacht. So habe ich vor allem Emöke sehr ins Herz geschlossen. Einfach eine ganz tolle und ganz bewundernswerte Frau und es hat Spaß gemacht, ihre Nebengeschichte zu verfolgen. Auch Bernie mochte ich direkt richtig gerne und ich fand es super, dass hier auch eher ungewöhnliche Charaktere eine Rolle bekommen haben. Das hat mir nicht so gut gefallen: Das Buch war meiner Meinung nach viel zu lang. Man hätte die Geschichte in meinen Augen stark einkürzen können. Inklusive die jahrelange Reise (Flucht?) von Markus bis nach Deutschland und der Aufenthalt dort waren wirklich nicht gerade spannend zu verfolgen. Hier hätte man das Buch meiner Meinung nach stark kürzen können.Fazit: „Das Kind, das nachts die Sonne fand“, ist ein spannender, historischer Roman ohne große Überraschungen. Das klingt wie ein Widerspruch, aber wer das Buch liest, weiß, was ich meine. Er hat Hauptcharaktere, die okay sind und Nebencharaktere, die einfach großartig sind. Insgesamt hätten dem Buch 200 Seiten weniger nicht geschadet, aber nichtsdestotrotz gebe ich gerne eine Leseempfehlung und vier Sterne.

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  • Welch wundervoller historischer Roman - bin begeistert

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Thommy28

    17. August 2017 um 14:48

    Einen ganz kleinen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:Nachdem ich bereits die beiden Bücher "Der Junge der Träume schenkte"  und "Das Mädchen, das den Himmel berührte" gelesen hatte und davon sehr angetan war, war meine Erwartung an dieses Buch hier natürlich sehr hoch. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht, sondern nochmals sehr positiv überrascht. Dem Autor gelingt es meisterhaft, die Zeiten im 15. Jahrhundert zum Leben zu erwecken. Er baut eine ganz eigene, fiktive Welt auf, die aber alle historischen Fakten gekonnt einbindet.Die Protagonisten sind durchweg sehr liebevoll und plastisch gezeichnet. Man wird regelrecht in das Geschehen hineingezogen und empfindet alle Komponenten von Liebe, Hass, Grausamkeit, Unterdrückung usw. sehr intensiv. Dazu trägt natürlich auch die hervorragende poetische Schreibweise bei; der Autor verfügt über eine tolle Fabulierkunst, die seinesgleichen sucht.Für mich das Beste der 3 hier erwähnten Romane und mit Sicherheit eines der besten historischen Bücher, die ich bisher Lesen durfte.

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  • Kopfkino

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    VanCa

    10. July 2017 um 13:38

    Dies war mein erstes Buch von Luca die Fulvio. Ich wusste nicht so Recht was ich davon erwarte. Jedoch kann ich nun sagen, dass mit jedem Kapitel das ich gelesen habe, ich mehr und mehr in die Geschichte eingesogen wurde. Man lernt die einzelnen Charaktere mit jeder Seite besser kennen.Mikael, Eloisa und Agnete sind so gut ausgearbeitet, dass ein regelrechtes Kopfkino entsteht. Auch die anderen Charaktere konnte man sich bildlich gut vorstellen. Ich mag den Schreibstil von Luca Di Fulvio. Auch wenn das Buch relativ viele Seiten hat, habe ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt. Ich mochte die detailreiche Beschreibung der Umgebung und der Schauplätze, sowie das Geschehen an sich. Allerdings waren von Zeit zu Zeit auch recht heftige Szenen dabei. Hin und wieder musste ich aus dem Buch aufsehen, um zu versuchen die schrecklichen Bilder zu verscheuchen, die automatisch in meinen Kopf schossen.Fazit:Spannend, stellenweise sehr grausam aber ganz und gar ein grandioses Buch das gelesen werden sollte.Es zeigt die Abgründe die tief im Inneren eines Menschen lauern können aber auch zu was wir fähig sind, wenn wir aus Liebe handeln.

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  • Rezension zu "Das Kind das Nachts die Sonne fand" von Luca Di Fulvio

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    CosmoKramer

    10. May 2017 um 22:17

    Es ist die Geschichte von Mikael Veedon, ehemals Marcus 2 von Saxia, einem Fürstensohn der miterleben muss wie die Burg seines Vaters überfallen wird und alle am Hof getötet werden. Er überlebt und muss ein neues Leben beginnen, in Armut. Gerettet und adoptiert von einer Hebamme und ihrer Tochter fängt er ganz unten als Schwächling an und kämpft sich durch alle Gefahren des Lebens die ihn immer stärker werden lassen bis...Das Buch ist grosses Kino. Ich glaube das fällt dem historischen Genre ansich nicht so schwer. Bildgewaltig und spannend erzählt konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich war fast enttäuscht das es schon zu Ende war. 829 Seiten, genau richtig so. Ich kann es nur jedem empfehlen der Mittelalterromane liebt aber auch solchen die dieses Genre lieben lernen wollen.

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  • Das Kind das nachts die Sonne fand

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Henry_Seibert

    25. April 2017 um 19:15

    Das Kind das Nachts die Sonne fand, ist ein bemerkenswerter Roman. Zugegeben die Story ist nicht neu, jedoch versteht sich der Autor darauf, eine Tiefe in seinem Roman zu schaffen die seltene ist. Die Charaktere sind allesamt toll ausgearbeitet und können von Anfang an überzeugen. Mikael und Eloisa sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die Welt in Di Fulvios Roman ist lebendig und glaubwürdig. Teilweise auch sehr brutal. Es wird gefoltert und gemordet. Aber auch geliebt. Im Laufe der Geschichte geht man auf eine tolle Reise durch die Welt des beginnenden 15 Jahrhunderts. Wir treffen Schurken, Gaukler und Helden. Raühnval bleibt dabei immer zentraler Punkt. Mich hat die Geschichte sehr berührt und mitgerissen und ich war traurig als die Reise durch diese Welt zu Ende war. Das Ende wartet noch einmal alles auf und es geht richtig zur Sache. Mir fällt kein wirklicher Kritikpunkt ein. Eine für mich durch und durch gelungene Geschichte. Die über 800 Seiten sollten hierbei niemanden abschrecken, denn die fliegen nur so dahin. Ich hatte nie das Gefühl das irgendwas in die Länge gezogen wirkte. Jede Seite hat ihre Berechtigung und trägt zur dichten Atmosphäre bei. Mich hat die Reise in die Welt von Mikael und Eloisa sehr berührt und gerührt. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne. 

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  • Berührend

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    metengo

    14. December 2016 um 19:18

    Eine schöne Geschichte.

    Ein wenig vorhersehbar, aber dafür nicht minder gut.

    Sehr schön geschrieben und wahnsinnig unterhaltsam. Und es berührt das Herz.

    Ich lese seine Bücher sehr gerne und kann dieses Buch sehr empfehlen.

  • Glaube an Dich und du wirst es schaffen

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Belis

    05. September 2016 um 11:20

    Eine Geschichte vom Fürstensohn Marcus, dem im Alter von neun Jahren alles auf grausame Weise entrissen wird. Wie durch ein Wunder überlebt er eine ihm bis dahin unbekannte Kindheit als Leibeigener unter einem grausamen Fürsten. Während dieser Zeit lernt er die  einfachen Menschen und deren raue Sitten unter ganz anderen Bedingungen kennen. Durch seine anfangs schüchterne Art wird er oft zum Gespött und wächst mit seinen Aufgaben unaufhaltsam in seine neue Rolle….Dabei wird seine Retterin Eloisa ihm immer vertrauter, er lernt neben Gewalt die unschuldige Liebe kennen. Wer gewinnt den Kampf in seinem Inneren? Zu welcher Art von Mensch wächst dieser Junge heran – grausam und rachsüchtig oder gerecht und mitmenschlich?   Schreibstil: Dies ist mein zweites Buch von Luca Di Fulvio und auch dieses Mal werde ich in den Strudel der Geschichte gerissen. Es ist  bildgewaltig geschrieben, ob in Landschaftsszenen oder Hinrichtungen von brutaler Gewalt. Man hört förmlich die Menschen schreien und fühlt die Kälte an der Haut. Manche Stellen sind so ausführlich geschildert daß mir eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Historie ist leider manchmal grausam und ungemütlich. Genauso schildert der Autor dies auch, er möchte veranschaulichen wie das Leben damals war und ich finde es ist gelungen. Manche Szenen schweifen sehr aus, aber den Faden habe ich nicht verloren.   Personen: Die Charaktere sind sehr stark in ihrem Ausdruck, ob in Worten oder Taten, beispielsweise : Das Mädchen Eloisa wird mit ihrer Mutter einerseits zur Retterin und beschützt den kleinen Fürsten, andererseits findet sie Mikael (sein neuer Name) strohdumm und unbeholfen. Im Laufe der Jahre werden aus den Kindern Erwachsene und jeder erkennt den Wert des anderen. Die Hebamme liebt und verflucht diesen Zuwachs ihrer Familie immer abwechselnd und ihre Raffinesse und Klugheit spielen eine große Rolle in der Erzählung. Mikael, wie der Fürstensohn von Eloisa „getauft“ wird, muss sein bisheriges Dasein  vergessen und komplett neu anfangen zu leben. Weder Arbeit, karges Leben noch die ihm widerfahrende Gewalt durch den Fürsten Ojsternig können ihn brechen.   Fazit: Ein historischer Roman mit deutlicher Aussage gegen Gewalt und für Freiheit. Die Handlungen und Schilderungen sind oft brutal, bildhafte Erzählungen der Lebensgewohnheiten damaliger Zeit eingeschlossen. Selbst das karge Essen, die schwere Feldarbeit, Verrat und Neid sind glaubhaft geschildert. Aber auch Zusammenhalt, Liebe und gegenseitiges Helfen , Glaube und Hoffnung haben ihren wichtigen Platz in der Erzählung von Mikaels bewegtem und unruhigem Leben. Ich habe den Roman genossen, die Geschichte miterlebt, obwohl ich froh bin damals nicht gelebt zu haben. Im Buch sind immer wieder ruhige Passagen eingebaut, dabei werden Spannungen abgebaut und an anderer Stelle geht’s wieder richtig zu Sache. Die Unterteilungen helfen den Überblick zu bewahren. Machen Kleider Leute? Diese Frage stellt man sich öfter, und nicht nur damals waren Menschen allzuleicht geblendet. Ich bin der Meinung so manche Aussage dieses Buches könnte man auf heute übertragen.. Zitat von Agnete der Hebamme zu ihrer Tochter:„Du bist sauber! Es kommt darauf an, ob jemand innen sauber oder schmutzig ist. Die Schale ist doch nicht das Wichtigste an der Frucht.“ Das Ende der Geschichte wirkt im Gegensatz zum Rest eher …..unerwartet. In welcher Richtung ? Ich werde auf jeden Fall auf eine neue Erzählung dieses Autors gespannt warten. Und empfehle dieses Buch für Historienfans.

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  • Gewaltig, brutal und ein wenig Klischee

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    buchjunkie

    30. June 2016 um 19:20

    Raühnval, ein opulentes Herrschaftsgebiet in den Ostalpen. Der junge Marcus lebt ein privilegiertes Leben als Sohn des Landesfürsten. . Bei einem Massaker werden Marcus' Familie und alle übrigen Burgbewohner ermordet. Das Mädchen Elisa findet ihr und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Ihre Mutter Agnete ist die Dorfhebamme und sie bietet dem traumatisierten Kind Zuflucht. Unter ihrer Obhut nimmt er eine neue Identität an. Er heisst fortan Mikael und lebt das Leben eines Leibeigenen so wie alle Dorfbewohner. Der neue Fürst, dem sie gehören , ist äußerst grausam und brutal und hat es bald auf den Jungen Mikael abgesehen, der nicht sofort den Blick abwendet, da er trotz allem nie vergißt, wer sein Vater war. Mikael wächst heran und je mehr Ungerechtigkeiten er erfährt, desto größer wird sein Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit. 25 Stunden Hörvernügen! Eine wirklich gewaltiger Roman! Viele Klischees finden sich allerdings. Der junge Held und seine große Liebe, die findige Hebamme, ein böser Fürst und es gibt auch noch einen Weisen im Wald. Aber sind dies nicht auch schon immer Zutaten für eine richtig gute Geschichte? Es ist alles geboten! Spannung, Abenteuer , etwas fürs Herz und auch Humor finden sich.Den einzigen Abzug gibt es für die äußerst brutalen Schilderungen. Aber der Fürst ist halt so böse, gemein und brutal . Ich musste stellenweise abbrechen, weil es mir zu viel wurde. Und ich würde mich als Thriller-und Horrorleserin nicht gerade als zart besaitet bezeichnen. Aber die Brutalität des wahren Lebens ist wohl immer die härteste! Das Leben als Leibeigener und diese Abhängigkeit vom Wohlwollen eines Fürsten lernt man sehr gut kennen.Sehr bildgewaltige Schilderungen liessen mich eintauchen in die bisweilen düstere Geschichte. Auch wenn ich mir sicher war, dass es ein Happy End geben würde, habe ich mich während der 25 Stunden keine Minute gelangweilt. Immer neue Wendungen und Geschehnisse sorgten dafür. Dies ist auch dem grandiosen Erzähler Philipp Schepmann zu verdanken. Gekonnt verleiht er jeder, aber wirklich jeder Figur, auch den nebensächlichen,eine eigene Stimme mit Wiedererkennungseffekt. Meisterhaft! Abschliessend muss ich sagen, dass ich nicht weiss, ob ich das Buch abgebrochen hätte.Ich hatte beim Hörbuch eine Pause von zehn Monaten ,als es mir zu düster und brutal wurde. Doch als ich ihm eine zweite Chance geben wollte, war ich sofort gefangen . Ein Wälzer, der es in sich hat! Von einem Autor, der was vom Geschichten erzählen versteht :-)

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  • Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Katharina97

    31. May 2016 um 21:25

    Ich hab das Buch empfohlen bekommen, da ich ein weiteres Buch des Autoren sehr mochte.Ich muss sagen, dass ich die Geschichte echt gut gelungen und ergreifend fand. Man kann sich das gut Vorstellen und da es in der Vergangenheit stattfindet einen andere Welt erstellen. Die Charakter sind sehr gut gemacht worden. Sie passen perfekt zur Geschichte und man mag sie einfach. Man lernt das Leben zu der Zeit kennen und sieht den unterschied zwischen den verschiedenen Ständen. Außerdem hofft man die ganze Zeit auf ein gutes Ende und man fiebert richtig mit. Die ganze Geschichte zieht sich leider etwas in die länge und erst ab der Hälfte  wird es richtig interessant. Man kann trotzdem nicht aufhören, da man unbedingt wissen will wie es weiter geht. Außerdem werden gegen Ende mehrer Orte beschrieben, die es wirklicht gibt, was wirklich sehr interessant ist. Ein weiterer Kritikpunkt ist, das das Buch sehr brutal ist. Das passt zwar zur Geschichte, finde ich aber persönlich etwas ekelig. Ich kann das Buch weiterempfehlen, wenn man Interesse an Mittelalterliche Geschichten hat. 

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  • Toller Schreibstil, der die Langatmigkeit etwas überdeckt

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Miia

    28. March 2016 um 18:49

    Inhalt: Raühnval, ein opulentes Herrschaftsgebiet in den Ostalpen. Der junge Marcus lebt ein privilegiertes Leben als Sohn des Landesfürsten. Elisa ist die Tochter der Dorfhebamme und weiß, was Entbehrung heißt. Bei einem Massaker werden Marcus' Familie und alle übrigen Burgbewohner ermordet. Dank Elisas Hilfe bleibt Marcus unentdeckt und findet mit einer neuen Identität Aufnahme bei den Dorfbewohnern. Doch er spürt schon bald, dass ihm ein anderes Schicksal vorherbestimmt ist: Sein Herz brennt für Freiheit und Gerechtigkeit... Meine Meinung:  In diesem Buch geht es um den Fürstenjungen Marcus, der mit erlebt, wie seine ganze Familie ermordet wird. Er wird heimlich ins Dorf geschmuggelt und lebt dort nun als Leibeigener namens Mikael. Die Geschichte erzählt seinen Lebensweg und seinen Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit. Man muss historische Romane mögen, um dieses Buch zu mögen, da es viele Machtspielchen gibt und auch viele detailreiche Beschreibungen vom Dorf- und Bauernleben, aber auch von Königen, Rebellen und Geistlichen. Mir macht das meist nichts aus, zumal di Fulvios Schreibstil einfach großartig ist. Er schafft es landschaftliche Details nie langweilig werden zu lassen. Darüber hinaus schafft er es jeden kleinen Charakter mit einer absoluten Tiefsinnigkeit zu beschreiben. Jeder Charakter hat Persönlichkeit und Tiefe. Das ist definitiv schwer, vorallem wenn es so viele Charaktere gibt wie es in diesem Buch der Fall ist. Dennoch kann ich "nur" 3 Sterne vergeben, denn die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr vorhersehbar und daher stellenweise extrem langatmig. Viele Episoden aus Mikaels Leben hätten meiner Meinung nach gut und gerne gestrichen werden können, weil sie die Geschichte nur künstlich in die Länge ziehen. In der Mitte des Buches springt die Geschichte eigentlich nur Hin und Her, verweilt dann immer wieder bei den gleichen Geschehnissen und kommt nicht voran. Insgesamt geht es da vorallem darum, dass Mikael seine Angst verliert. Man hat da aber teilweise das Gefühl, dass die gleichen Gespräche immer und immer wieder geführt werden und immer und immer wieder ähnliche Ereignisse stattfinden, um das Ziel zu erreichen. Das ist überflüssig, nervt und nimmt einem im Mittelteil sehr die Lust zu lesen. Das Ende wird dann zwar spannend, bleibt aber vorhersehbar. Ich bin daher zwiegespalten, weil di Fulvio einerseits unglaublich gute Charaktere ins Leben ruft, die einen wirklich inspirieren und berühren, aber andererseits verliert er sich in zu vielen unwichtigen Ereignissen.  Fazit:  Eine Geschichte, die mittlere 3 Sterne verdient hat. Ich bin zwiegespalten. Di Fulvio hat die Fähigkeit sehr viele Charaktere in seinem Buch unterzubringen, aber dabei nicht einen blass erscheinen zu lassen. Jeder kleine Charakter hat Tiefe und Persönlichkeit. Das ist meiner Meinung nach einzigartig. Leider verliert der Autor sich aber in Details und unwichtigen Ereignissen. Gerade im Mittelteil verliert die Geschichte an Spannung und wird für den Leser sehr langatmig. Ich bleibe daher bei soliden 3 Sternen, denke aber, dass sich jeder hier definitiv eine eigene Meinung bilden sollte. 

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  • Schade.

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    eloe

    09. February 2016 um 12:02

    Nachdem ich von "Der Junge, der Träume schenkte" und "Das Mädchen, das den Himmel berührte" total begeistert war und ein Jahr ungeduldig auf das neue Buch wartete, bin ich doch ziemlich enttäuscht von dem Roman. Die Geschichte wirkt zu konstruiert, teilweise werden Seiten mit unnötigen Informationen gefüllt, als müsste der Autor eine Seitenvorgabe erreichen. Hatte ich die beiden anderen Bücher innerhalb kürzester Zeit verschlungen, musste ich mich hier teilweise "durchquälen". Schade.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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  • Das Kind, das nachts die Sonne fand

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    clary999

    Mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes, Buch von Luca Di Fulvio! „ „Noch etwas, mein Junge“… „Von nun an liegen zwei Wege vor dir. Du kannst das Schicksal verfluchen, weil es dir die Eltern geraubt hat, dein Fürstentum und all deine Schätze und Besitztümer, im Grunde alles was du je hattest… oder du kannst dem Schicksal danken, weil du noch am Leben bist.““ Zitat aus dem Buch, Seite 63 Zum Inhalt: Raühnval in den Ostalpen, das Fürstentum von Marcus I. von Saxia. Am 21.09.1407 wird dessen Burg überfallen und niedergebrannt. Alle Bewohner werden getötet. Nur der Erbprinz Marcus II. kann sich verstecken und wird rechtzeitig von Eloisa, die Tochter der Dorfhebamme Agnete, gerettet. Tagelang muss er sich im Keller des Hauses von Agnete verbergen. Danach bekommt er einen neuen Namen und eine neue Identität. Marcus alias Mikael lebt fortan bei Agnete und Eloisa. Die beiden und der alte Raphael kennen sein Geheimnis, sonst niemand. Für die Dorfbewohner ist Mikael nur ein Schwächling und Dummkopf. Mikael muss schnell lernen, wie ein Leibeigener zu arbeiten und sich zu verhalten. Doch tief in seinem Herzen spürt er die Ungerechtigkeit… „Schneide die Fesseln der Angst durch, mein Junge. Wenn du etwas Dummes sagst, hast du eben etwas Dummes gesagt. Aber das macht aus dir noch lange keinen Dummkopf.“ Zitat aus dem Buch, Seite 165 Meine Meinung: Der neunjährige Marcus alias Mikael ist die Hauptperson in dieser Geschichte. Herausgerissen aus einem behüteten Leben muss er für sich einen neuen Weg finden. Völlig verängstigt, einsam und verzweifelt, fällt es ihm sehr schwer nicht zu zerbrechen. Eloisa versucht ihm zu helfen, dennoch kann sie zunächst Mikaels Gefühle nicht wirklich verstehen. Mikael weiß, dass er ihr vertrauen kann, aber… In den folgenden Jahren erlebt er, wie die Leibeigenen leben und sterben. Wie viel Leid und Schmerz sie unter einem unmenschlichen Fürsten ertragen müssen, erfährt Mikael am eigenen Leib. Als Leibeigener bekommt er eine andere Sichtweise. Er hat so viele Fragen, aber um niemand zu gefährden, muss er die Antworten selber finden. Die willkürlichen Grausamkeiten des Fürsten Ojsternig kann er nicht ignorieren... Dennoch ist seine Angst zu versagen immer gegenwärtig, aber auch die Hoffnung auf Freiheit und Gerechtigkeit… Sieben Jahre nach dem Überfall ist Mikael soweit sein Schicksal wirklich anzunehmen? Historische Begebenheiten, wie das Konzil von Konstanz, die Machtkämpfe zwischen drei Päpsten und die Hinrichtung von Jan Hus auf dem Scheiterhaufen im Jahr 1415, fließen dezent in die Geschichte ein. Die Leibeigenschaft im Mittelalter wird sehr real dargestellt. Als Leser begleitet man Mikael auf seinem steinigen Weg und begegnet leibeigenen Bauern und Bergarbeiter, Leute in der Stadt, Rebellen in den Wäldern, Soldaten, Fürsten u.a.. Die unterschiedlichen Charaktere sind überzeugend, sowohl die Sympathischen als auch die Unsympathischen. Grausamkeiten, wie Hinrichtungen, Folterungen und Vergewaltigungen sind erschütternd beschrieben. Eine kleine Liebesgeschichte ist auch dabei, aber im Vordergrund steht das Leben bzw. Überleben im 15.Jahrhundert und der Wunsch auf eine bessere Welt. Freiheit nur ein Wort? Hoffnung, Liebe, Hass, Angst, Verzweiflung, Würde, Selbstvertrauen… Eine bewegende historische Geschichte! Bildgewaltig und fesselnd! 4,5 Sterne

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  • Es begab sich zu Zeiten eines Jan Hus...

    Das Kind, das nachts die Sonne fand

    karatekadd

    „Der kleine Marcus II. von Saxia saß an diesem Morgen verschlafen fröstelnd und nackt auf der mit warmen weichen Gänsedaunen gefüllten Matratze seines riesigen Bettes und baumelte mit den Beinen in der Luft, obwohl er für seine neun Jahre recht groß gewachsen war. Seine Augen waren grün und blickten träge wie die einer Katze, die langen blonden Haare fielen ihm in glänzenden Locken auf die Schultern, und seine Haut war so weiß, dass man ihn für ein Mädchen hätte halten können.“ (Seite 10) Aber der Junge auf dem Titelbild sieht doch nicht unbedingt wie ein Fürstensohn aus? Es ist das Jahr 1407. In den Ostalpen liegt ein kleines Fürstentum namens Raühnval, das von Marcus I. Fürst von Saxia beherrscht wird. Der Fürst hat einen neunjährigen Sohn: Marcus II. Für den aber wird sich „heute“ das Leben gewaltsam verändern, denn heute Abend brennt die Burg, Eltern und Schwester tot; Marcus findet sich in einer Dorfhütte wieder, bei Eloisa und ihrer Mutter Agnete. Agnete ist die Hebamme der Gegend. Eloisa hat den Jungen gerettet… Der verweichlichte Fürstensohn, dessen ritterliche Ausbildung noch nicht begonnen hatte, führt nun den Namen Mikael und muss lernen, sich unter den Bauern und ihren Kindern zu behaupten. Einer namens Eberwolf treibt es besonders schlimm. „Er wird es schaffen!“ sagt sich Agnete immer wieder. Und sie sagt es ihrer Tochter, die sich um den Jungen sorgt. Aber ganz sicher ist sie sich nicht. Doch sie hat eine harte Hand. Mikael bekommt einen Helfer, den alten Raphael. Der fingiert erst einmal, dass er den Jungen an Agnete verkauft hat und bringt ihm auch allerlei bei. Der neue Fürst Oisternig hat schnell ein Auge auf dem blondgelockten Knaben, der ihn immer offen, trotzig, wütend anschaut… Oisternig schwingt sich zum Herrn über Raühnval auf, eine schwere Zeit beginnt für die Bewohner des Tales. Mikael wird älter, Eloisa auch. Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit beginnt, es ist die Zeit des Jan Hus. * * * Man sucht vergebens auf der Karte nach Raühnval, das Tal ist fiktiv. Allerdings hat di Fulvio in einem Interview[i] erzählt, dass er als Kind auf einen Berg namens Oisternig gestiegen ist. Dort wäre seine Heimat. „Ort der Handlung ist Raühnval, ein Herrschaftsgebiet in den Ostalpen - nicht zufällig. Die Welt hoher Berge und tiefer Täler sei im aus seiner Kindheit zutiefst vertraut. Nicht umsonst trägt Oisternig, der Bösewicht der Geschichte den Namen eines Berges, den Di Fulvio bereits mehrmals bestiegen hat. "Hier kenne ich mich aus. Ich habe heute noch eine Hütte da, ganz einfach, ohne Licht."“[ii] Demnach also könnte Raühnval dicht an der heutigen Grenze von im Dreiländereck von Italien, Österreich und Slowenien liegen. Von da aus ist es nicht weit bis nach Klognfuat (Klagenfurt am Wörtersee), eine Stadt, die die Leser im Roman besuchen werden. Etwas weiter ist es bis nach Konstanz am Bodensee. Auch dort wird die Leserin, der Leser mit den Figuren des erzählgewaltigen Luca di Fulvio verweilen. Auf dem Kartenbild sehen wir einen Berg. Das ist der Oisternig. Um 1400 dürfte der dicht bewaldet gewesen sein wie viele Berge um das Tal Raühnval. Aber im Nachbarfürstentum Oisternig wird Erz abgebaut. Dafür braucht man auch viel Holz außerdem lässt sich Holz gut verkaufen. Fürst Oisternig beutet das Tal auf das Schlimmste aus. Er betreibt Raubbau an Menschen und Wäldern und deshalb könnte der vernichtete Waldbestand schon damals Ursache für den nun zu findenden Kahlschlag sein. * * * Schon die Eingangsszene ist brutal. Di Fulvio beschreibt sie so, dass man nicht ins Kino müsste, im sich das vorzustellen, wie die vermeintlichen Räuber auf der Burg des Fürsten Saxia hausen. (Es gibt keinen Film). Ob Kampfszenen, Hinrichtungen oder Vergewaltigungen, di Fulvio schreibt direkt und ohne Schnörkel. Manchmal hat man das Gefühl, er wäre nun mal gut. Aber der Autor bleibt sich treu, eine solche Beschreibung grausigen Begebenheiten finden wir auch in Das Mädchen, das den Himmel berührte und der Der Junge, der Träume schenkte. Aber das große Thema ist Freiheit und Gerechtigkeit. Dies war schon bei Christmas Luminita, dem Träume schenkenden Geschichtenerzähler im Radio in New York wie auch bei  Giudetta, der jungen jüdischen Schneiderin in Venedig, die den Himmel berührte. Der Roman ist gewohnt bildgewaltig. Ich fand, es war viel einfacher den Roman zu lesen, als die beiden Vorgänger zu hören. Es ist ein Weilchen her, dass ich über 800 Seiten in so wenigen Tagen las. Das spricht natürlich für diesen Roman und ich denke, die beiden anderen werde ich mir wohl als Taschenbücher oder eBook zulegen müssen. Besonders gut gefiel mir die Beschreibung des völlig überfüllten Konstanz während des Konzils. Man wurde förmlich in das Gewimmel hinein getrieben. Ein einziger überfüllter Zeltplatz mit zu wenig Latrinen und an jeder Ecke wird gegrillt. Alle Leute sind ungewaschen. Wer zuletzt kommt, erhält einen Platz in einer feuchten sumpfigen Ecke. Mordsmäßiger Krawall. Schlägereien, Mord und Totschlag zwischen Zelten mit Mönchen und Zelten mit Huren… Aber di Fulvio beschreibt das wirklich besser. * * * Freiheit und Gerechtigkeit. Die absoluten Herrscher in den kleinen Lehensgebieten konnten meist machen was sie wollten. In solchen schwer zugänglichen Gegenden wie in den Ostalpen fehlte zudem ja auch jede Kontrolle. Zudem war Gewalt üblich und an der Tagesordnung: „“Ich weiß nicht, ob es stimmt, was die Kirche sagt, dass wir die Macht und unsere Stellung von Gottes Gnaden empfangen haben. Aber eins weiß ich genau: Um die Macht und die Stellung zu behalten, kannst du dich nicht auf Gott verlassen, sondern nur auf dich selbst… Deshalb muss du lernen zu kämpfen… Du wirst im Blut leben, genau wie ich und alle unsere Vorfahren. Das ist unser Schicksal und unser Fluch.“ (Seite 14/15) So spricht Fürst Marcus von Saxia am Unglückstag zu seinem Sohn. Marcus I. war allerdings wohl ein umsichtiger und gut wirtschaffender Lehensherr. Männer, die die Willkür nicht mehr aushielten, schlossen sich zu Räuberbanden zusammen. Der im Buch eine wichtige Rolle spielende schwarze Volod ist so ein Räuberhauptmann, der seine Gruppe fast auflöst, weil der Landesfürst jeden Raubzug an den unschuldigen Dorfbewohnen hart bestraft. Es vergeht keine Woche, in der der Galgen nichts zu tun hätte. Der Hunger treibt die Räuber dazu, keine Unterschiede mehr zu machen zwischen arm und reich. Sie verlieren langsam ihre Würde. Irgendwann treffen Mikael / Marcus und Volod aufeinander… Es ist die Zeit des Jan Hus und die des sogenannten Konstanzer Konzils. Hus war ein Reformator lange vor Luther, der sich vor allem gegen den Sittenverfall des Klerus wandte. Er berief sich dabei zum Teil auf den Engländer Wyclif, der zwar das Königstum von Gottes Gnaden, aber nicht den Pabst als christliches Oberhaupt anerkannte. Hus willte eine Reform der Kirche, Gewissensfreiheit und bezeichnete die Bibel als einzige Autorität in Glaubensfragen. Auch sprach er sich für Gottesdienste in der Landessprache aus. (siehe wiki) Klar, dass dies dem Klerus nicht passte. Da Hus in Konstanz nicht widerrief, kam er auf den Scheiterhaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist der 16jährige Mikael mit dem schwarzen Volod in Konstanz und kann sogar einige Worte mit dem Reformator wechseln. Nach dem Tod des Jan Hus bilden sich revolutionäre Bewegungen vor allem in Böhmen, man nennt sie auch die Hussiten. Doch dies beginnt erst „nach“ dem Roman. * * * Doch wie der Kind des Nachts die Sonne findet, dass müsst ihr schon selber rausfinden. (Es war ja auch lange nicht klar, wie das Mädchen den Himmel berührt.) * * * Luca di Fulvio wurde 1957 in Rom geboren, da lebt und arbeitet er heute noch. Dramaturgie an der Accademia d'Arte Drammatica Silvio D'Amico in Rom. Die beiden bisherigen, oben bereits genannten Romane standen lange auf den Spiegel-Bestsellerlisten. Für den Roman DER JUNGE DER TRÄUME SCHENKTE ließ er sich nach eigener Aussage (wiki) von Martin Scoreses GANGS OF NEW YORK inspirieren. "Ich will Geschichte erzählen und gleichzeitig mit Geschichten unterhalten. Geschichtsbücher sind oft sehr langweilig." Er habe die Entwicklung der Menschheit zum Humanismus beschreiben wollen - anhand der Geschichte des kleinen Marcus. Auf die Frage, ob ihm die Handlung und das Konzept auch mal entgleite, hat er lachend geantwortet: "Immer wieder! Natürlich. Aber ein guter Autor muss vor allem eines können: beschriebene Seiten wegwerfen."[iii]   © KaratekaDD [i] https://www.oberpfalznetz.de/onetz/4525230-131,1,0.html [ii] Vgl. Ebenda [iii] Vgl. Ebenda

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