Das Kind, das nachts die Sonne fand

von Luca Di Fulvio 
4,4 Sterne bei168 Bewertungen
Das Kind, das nachts die Sonne fand
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Sunshine_81s avatar

Dramatisch, emotional, einzigartig!

Marjuvins avatar

Kurzweilig und schön zu lesen, aber doch ziemlich vorhersehbar und für mich persönlich ein zu glattes Happy End

Alle 168 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Kind, das nachts die Sonne fand"

Raühnval, ein opulentes Herrschaftsgebiet in den Ostalpen. Der junge Marcus lebt ein privilegiertes Leben als Sohn des Landesfürsten. Elisa ist die Tochter der Dorfhebamme und weiß, was
Entbehrung heißt. Bei einem Massaker werden Marcus' Familie und alle übrigen Burgbewohner ermordet. Dank Elisas Hilfe bleibt Marcus unentdeckt und findet mit einer neuen Identität Aufnahme bei den Dorfbewohnern. Doch er spürt schon bald,
dass ihm ein anderes Schicksal vorherbestimmt ist: Sein Herz brennt für Freiheit und Gerechtigkeit...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404171804
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:832 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:12.03.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.03.2015 bei Lübbe Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne100
  • 4 Sterne47
  • 3 Sterne16
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    woerterwirbelwinds avatar
    woerterwirbelwindvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Intrigen und tiefe Gefühle im 15. Jahrhundert aus der Sicht eines heranwachsendes Kindes- lohnenswert zu lesen.
    Das 15. Jahrhundert aus der Sicht eines heranwachsenden Kindes

    Inhalt:
    1407: Die Familie des neunjährigen Marcus II. von Saxia wird bei einem Massaker getötet. Nur Marcus überlebt dank des Mädchens Eloisa, die dafür sorgt, dass er im Dorf unter dem Namen Mikael weiter leben kann- aber nicht als Prinz, sondern als als Leibeigener des neuen Fürsten, der das Massaker befohlen hat. Über die Jahre wächst in Mikael ein Hass auf den grausamen Fürsten, sodass er für die Freiheit der Leibeigenen kämpfen will.

    Meine Meinung:
    Mikaels Entwicklung über die Seiten des Buches zu beobachten hat mir sehr gut gefallen. Von einem kleinen Prinz, zu einem Dorfbewohner und am Ende zu einem jugendlichen Rebell. Dabei überrascht er immer wieder mit einem Willen, den man ihm nicht zugetraut hätte. Am Liebsten mag ich seine Ansicht zu Freiheit und Gerechtigkeit und wie er versucht jeden davon zu überzeugen. Trotzdem kann er den Wunsch nach Rache und Hass nicht verdrängen.
    Auch wenn der Roman aus der Sicht eines unschuldigen Kindes geschrieben wurde, habe ich schon beim ersten Kapitel geahnt, dass das Buch nicht für Kinder ausgelegt ist. Der Autor hat einen recht schonungslosen Schreibstil, wenn er die Grausamkeiten, deren Zeuge Mikael ist, beschreibt. Gerade das hat mir diesmal gefallen, weil es sein schweres Leben und die Hürden, die er bestehen muss, nicht beschönigt.
    Die historische Situation und die Intrigen um Macht und Herrschaft werden detailreich erläutert und mir fiel es nicht schwer mich mit den den Problemen und Sorgen der Leibeigenen zu identifizieren.

    Mein Lieblingszitat:
    ,,Er wird sein Schicksal mit dem Schwert erfüllen, durch das alle zu einem werden."

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    bella__Italias avatar
    bella__Italiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: eine Geschichte über Gerechtigkeit und die Gräuel des Mittelalters - spannend aber echt brutal
    Spannend, aber brutal!

    Mit seinem Buch „Das Kind, das nachts die Sonne fand“ ist dem Autor Luca di Flavio wieder ein meisterhafter historischer Roman gelungen, in dem es gelingt, die Brutalität eines selbstgefälligen, kaltblütigen Fürsten mit der Zerbrechlichkeit und Stärke eines gepeinigten, Jungen zu verweben. Beeindruckend die Komplexität der Geschichte, die mehrere Stammbäume braucht.

    Zum Inhalt: Im Kindesalter muss Fürstensohn Marcus mit ansehen, wie seine ganze Familie bei einem Raubmord ausgelöscht wird. Ein kleines Mädchen rettet ihn und bringt ihn zu seiner Mutter Agnete die ihn versteckt und ihm das harte Leben armer Leute lehrt.

    Trotz vieler Blutbäder und weiterer Gräuel, die der kleine Junge mit ansehen muss, zerbricht er nicht daran - dank der Hilfe weiser Dorfbewohner und treuen Freunden, Seine Vision von Gerechtigkeit trägt ihn durch Gräuel und Folter.

    Mein Fazit: Ein durchaus lesenswertes Buch, das für meinen Geschmack jedoch gelegentlich zu langatmig ist und zu viele Gewalt- und Folterszenen birgt. Von wegen früher war alles besser.

    Kommentieren0
    25
    Teilen
    Neuneuneugierigs avatar
    Neuneuneugierigvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein typischer Luca Di Fulvio
    Gut, aber nicht sein Bestes

    Gewohnt opulent, und tragisch romantisch. 
    Mit historischem Hintergrund; was einen immer mal wieder zu Recherchen anregt.
    Ein Kind sucht seinen Weg. Viele tragische, prägende Hindernisse und natürlich die erste große Liebe.
    Massenweise Bösewichte und natürlich auch die Guten.
    Vieles ist vorhersehbar, aber dennoch fiebert man mit den Protagonisten mit.
    Alles was ein Luca Di Fulvio verspricht, wird gehalten.
    Doch diesmal vielleicht ein klitzekleines bisschen übertrieben, dennoch lesenswert!

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender historischer Roman voller Wendungen und Ereignisse, den man kaum aus der Hand legen möchte.
    Spannend, aber ohne große Überraschungen

    Inhalt: Die Familie des jungen Prinzen Markus wird brutal ermordet. Er ist der einzige, der überlebt und von einem Mädchen aus dem Dorf gerettet wird. Doch die Mörder seiner Familie haben es auch auf ihn abgesehen und so muss er sich verstecken und das Leben eines ganz normalen Dorfbewohners führen. Er wächst heran und je älter er wird umso mehr begreift er die Ungerechtigkeiten mit denen die Welt zu kämpfen hat. Und in ihm wächst der Wunsch den Tod seiner Familie zu rächen und gleichzeitig dem Dorf, das ihn aufgenommen hat, Gerechtigkeit zukommen zu lassen.

    Charaktere: Die Charaktere in der Geschichte sind in meinen Augen alle sehr realistisch, aber auch sehr überzeichnet. Markus und Elsa, die so unglaublich tapfer sind, Eberwolf, der so unglaublich brutal ist, der alte Mann, der so voller Güte und Weisheit ist.
    Das ist einerseits gut, weil man bei jedem Charakter direkt weiß, woran man ist. Andererseits fehlen auch ein wenig die Überraschungen, da keiner der Charaktere je etwas für ihn ungewöhnliches tut. Ein kitschiges Happy-End in dem Eberwolf erkennt, dass er falsch gehandelt hat, wäre zwar kitschig und unrealistisch gewesen, aber etwas in die Richtung hätte dem Buch eben auch mehr Überraschungen und Spannung verliehen.

    Das hat mir gut gefallen: Obwohl das Buch wenig Raum für Überraschungen bot und oft klar war, was passieren würde, war es doch auf seine ganz eigene Art spannend. Ich jedenfalls hatte selten einen Moment in dem ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht und was als nächstes passieren würde.
    Neben den eher stereotypen Hauptcharakteren haben für mich vor allem die Nebencharaktere einen besonderen Charme der Geschichte ausgemacht. So habe ich vor allem Emöke sehr ins Herz geschlossen. Einfach eine ganz tolle und ganz bewundernswerte Frau und es hat Spaß gemacht, ihre Nebengeschichte zu verfolgen. Auch Bernie mochte ich direkt richtig gerne und ich fand es super, dass hier auch eher ungewöhnliche Charaktere eine Rolle bekommen haben.

    Das hat mir nicht so gut gefallen: Das Buch war meiner Meinung nach viel zu lang. Man hätte die Geschichte in meinen Augen stark einkürzen können. Inklusive die jahrelange Reise (Flucht?) von Markus bis nach Deutschland und der Aufenthalt dort waren wirklich nicht gerade spannend zu verfolgen. Hier hätte man das Buch meiner Meinung nach stark kürzen können.

    Fazit: „Das Kind, das nachts die Sonne fand“, ist ein spannender, historischer Roman ohne große Überraschungen. Das klingt wie ein Widerspruch, aber wer das Buch liest, weiß, was ich meine. Er hat Hauptcharaktere, die okay sind und Nebencharaktere, die einfach großartig sind.
    Insgesamt hätten dem Buch 200 Seiten weniger nicht geschadet, aber nichtsdestotrotz gebe ich gerne eine Leseempfehlung und vier Sterne.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    Thommy28s avatar
    Thommy28vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Welch wundervoller historischer Roman - bin begeistert
    Welch wundervoller historischer Roman - bin begeistert

    Einen ganz kleinen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Nachdem ich bereits die beiden Bücher "Der Junge der Träume schenkte"  und "Das Mädchen, das den Himmel berührte" gelesen hatte und davon sehr angetan war, war meine Erwartung an dieses Buch hier natürlich sehr hoch. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht, sondern nochmals sehr positiv überrascht. 

    Dem Autor gelingt es meisterhaft, die Zeiten im 15. Jahrhundert zum Leben zu erwecken. Er baut eine ganz eigene, fiktive Welt auf, die aber alle historischen Fakten gekonnt einbindet.

    Die Protagonisten sind durchweg sehr liebevoll und plastisch gezeichnet. Man wird regelrecht in das Geschehen hineingezogen und empfindet alle Komponenten von Liebe, Hass, Grausamkeit, Unterdrückung usw. sehr intensiv. Dazu trägt natürlich auch die hervorragende poetische Schreibweise bei; der Autor verfügt über eine tolle Fabulierkunst, die seinesgleichen sucht.

    Für mich das Beste der 3 hier erwähnten Romane und mit Sicherheit eines der besten historischen Bücher, die ich bisher Lesen durfte.

    Kommentieren0
    17
    Teilen
    V
    VanCavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine packende Geschichte mit viel Gefühl und Spannung. Die Charaktere sind sehr überzeugend dargestellt. Ich habe es sehr gerne gelesen.
    Kopfkino

    Dies war mein erstes Buch von Luca die Fulvio. Ich wusste nicht so Recht was ich davon erwarte. Jedoch kann ich nun sagen, dass mit jedem Kapitel das ich gelesen habe, ich mehr und mehr in die Geschichte eingesogen wurde.

    Man lernt die einzelnen Charaktere mit jeder Seite besser kennen.
    Mikael, Eloisa und Agnete sind so gut ausgearbeitet, dass ein regelrechtes Kopfkino entsteht. Auch die anderen Charaktere konnte man sich bildlich gut vorstellen.
    Ich mag den Schreibstil von Luca Di Fulvio. Auch wenn das Buch relativ viele Seiten hat, habe ich mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt. Ich mochte die detailreiche Beschreibung der Umgebung und der Schauplätze, sowie das Geschehen an sich. Allerdings waren von Zeit zu Zeit auch recht heftige Szenen dabei. Hin und wieder musste ich aus dem Buch aufsehen, um zu versuchen die schrecklichen Bilder zu verscheuchen, die automatisch in meinen Kopf schossen.

    Fazit:
    Spannend, stellenweise sehr grausam aber ganz und gar ein grandioses Buch das gelesen werden sollte.
    Es zeigt die Abgründe die tief im Inneren eines Menschen lauern können aber auch zu was wir fähig sind, wenn wir aus Liebe handeln.

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    C
    CosmoKramervor einem Jahr
    Rezension zu "Das Kind das Nachts die Sonne fand" von Luca Di Fulvio

    Es ist die Geschichte von Mikael Veedon, ehemals Marcus 2 von Saxia, einem Fürstensohn der miterleben muss wie die Burg seines Vaters überfallen wird und alle am Hof getötet werden. Er überlebt und muss ein neues Leben beginnen, in Armut. Gerettet und adoptiert von einer Hebamme und ihrer Tochter fängt er ganz unten als Schwächling an und kämpft sich durch alle Gefahren des Lebens die ihn immer stärker werden lassen bis...

    Das Buch ist grosses Kino. Ich glaube das fällt dem historischen Genre ansich nicht so schwer. Bildgewaltig und spannend erzählt konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich war fast enttäuscht das es schon zu Ende war. 829 Seiten, genau richtig so.

    Ich kann es nur jedem empfehlen der Mittelalterromane liebt aber auch solchen die dieses Genre lieben lernen wollen.


    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Henry_Seiberts avatar
    Henry_Seibertvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Packend und unglaublich schön.
    Das Kind das nachts die Sonne fand

    Das Kind das Nachts die Sonne fand, ist ein bemerkenswerter Roman. Zugegeben die Story ist nicht neu, jedoch versteht sich der Autor darauf, eine Tiefe in seinem Roman zu schaffen die seltene ist. Die Charaktere sind allesamt toll ausgearbeitet und können von Anfang an überzeugen. 


    Mikael und Eloisa sind mir sofort ans Herz gewachsen. Die Welt in Di Fulvios Roman ist lebendig und glaubwürdig. Teilweise auch sehr brutal. Es wird gefoltert und gemordet. Aber auch geliebt. Im Laufe der Geschichte geht man auf eine tolle Reise durch die Welt des beginnenden 15 Jahrhunderts. Wir treffen Schurken, Gaukler und Helden. Raühnval bleibt dabei immer zentraler Punkt. Mich hat die Geschichte sehr berührt und mitgerissen und ich war traurig als die Reise durch diese Welt zu Ende war. Das Ende wartet noch einmal alles auf und es geht richtig zur Sache. 


    Mir fällt kein wirklicher Kritikpunkt ein. Eine für mich durch und durch gelungene Geschichte. Die über 800 Seiten sollten hierbei niemanden abschrecken, denn die fliegen nur so dahin. Ich hatte nie das Gefühl das irgendwas in die Länge gezogen wirkte. Jede Seite hat ihre Berechtigung und trägt zur dichten Atmosphäre bei. Mich hat die Reise in die Welt von Mikael und Eloisa sehr berührt und gerührt. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    metengos avatar
    metengovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Berührend und toll geschrieben
    Berührend

    Eine schöne Geschichte.

    Ein wenig vorhersehbar, aber dafür nicht minder gut.

    Sehr schön geschrieben und wahnsinnig unterhaltsam. Und es berührt das Herz.

    Ich lese seine Bücher sehr gerne und kann dieses Buch sehr empfehlen.

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    Beliss avatar
    Belisvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe den Roman genossen, die Geschichte miterlebt, obwohl ich froh bin damals nicht gelebt zu haben.
    Glaube an Dich und du wirst es schaffen

    Eine Geschichte vom Fürstensohn Marcus, dem im Alter von neun Jahren alles auf grausame Weise entrissen wird. Wie durch ein Wunder überlebt er eine ihm bis dahin unbekannte Kindheit als Leibeigener unter einem grausamen Fürsten. Während dieser Zeit lernt er die  einfachen Menschen und deren raue Sitten unter ganz anderen Bedingungen kennen. Durch seine anfangs schüchterne Art wird er oft zum Gespött und wächst mit seinen Aufgaben unaufhaltsam in seine neue Rolle….Dabei wird seine Retterin Eloisa ihm immer vertrauter, er lernt neben Gewalt die unschuldige Liebe kennen. Wer gewinnt den Kampf in seinem Inneren? Zu welcher Art von Mensch wächst dieser Junge heran – grausam und rachsüchtig oder gerecht und mitmenschlich?

     

    Schreibstil:

    Dies ist mein zweites Buch von Luca Di Fulvio und auch dieses Mal werde ich in den Strudel der Geschichte gerissen. Es ist  bildgewaltig geschrieben, ob in Landschaftsszenen oder Hinrichtungen von brutaler Gewalt. Man hört förmlich die Menschen schreien und fühlt die Kälte an der Haut. Manche Stellen sind so ausführlich geschildert daß mir eine Gänsehaut über den Rücken läuft. Historie ist leider manchmal grausam und ungemütlich. Genauso schildert der Autor dies auch, er möchte veranschaulichen wie das Leben damals war und ich finde es ist gelungen. Manche Szenen schweifen sehr aus, aber den Faden habe ich nicht verloren.

     

    Personen:

    Die Charaktere sind sehr stark in ihrem Ausdruck, ob in Worten oder Taten, beispielsweise :

    Das Mädchen Eloisa wird mit ihrer Mutter einerseits zur Retterin und beschützt den kleinen Fürsten, andererseits findet sie Mikael (sein neuer Name) strohdumm und unbeholfen. Im Laufe der Jahre werden aus den Kindern Erwachsene und jeder erkennt den Wert des anderen. Die Hebamme liebt und verflucht diesen Zuwachs ihrer Familie immer abwechselnd und ihre Raffinesse und Klugheit spielen eine große Rolle in der Erzählung.

    Mikael, wie der Fürstensohn von Eloisa „getauft“ wird, muss sein bisheriges Dasein  vergessen und komplett neu anfangen zu leben. Weder Arbeit, karges Leben noch die ihm widerfahrende Gewalt durch den Fürsten Ojsternig können ihn brechen.

     

    Fazit:

    Ein historischer Roman mit deutlicher Aussage gegen Gewalt und für Freiheit. Die Handlungen und Schilderungen sind oft brutal, bildhafte Erzählungen der Lebensgewohnheiten damaliger Zeit eingeschlossen. Selbst das karge Essen, die schwere Feldarbeit, Verrat und Neid sind glaubhaft geschildert. Aber auch Zusammenhalt, Liebe und gegenseitiges Helfen , Glaube und Hoffnung haben ihren wichtigen Platz in der Erzählung von Mikaels bewegtem und unruhigem Leben. Ich habe den Roman genossen, die Geschichte miterlebt, obwohl ich froh bin damals nicht gelebt zu haben. Im Buch sind immer wieder ruhige Passagen eingebaut, dabei werden Spannungen abgebaut und an anderer Stelle geht’s wieder richtig zu Sache. Die Unterteilungen helfen den Überblick zu bewahren.

    Machen Kleider Leute? Diese Frage stellt man sich öfter, und nicht nur damals waren Menschen allzuleicht geblendet. Ich bin der Meinung so manche Aussage dieses Buches könnte man auf heute übertragen..

    Zitat von Agnete der Hebamme zu ihrer Tochter:„Du bist sauber! Es kommt darauf an, ob jemand innen sauber oder schmutzig ist. Die Schale ist doch nicht das Wichtigste an der Frucht.“

    Das Ende der Geschichte wirkt im Gegensatz zum Rest eher …..unerwartet. In welcher Richtung ?

    Ich werde auf jeden Fall auf eine neue Erzählung dieses Autors gespannt warten. Und empfehle dieses Buch für Historienfans.

    Kommentieren0
    86
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks