Luca Di Fulvio Ein Cent für ein Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein Cent für ein Leben“ von Luca Di Fulvio

New York, 1920er: Zwei junge jüdische Männer, Jacob Berkowitz und Sholem Lipsky, lehnen sich gegen das Schicksal ihrer Eltern auf, die als Arbeiter ausgebeutet werden. Jacob wird Gangster, der im Sold der Arbeitgeber auf Streikende einprügelt, Sholem wird Gewerkschaftsmitglied. Während eines hitzigen Gefechts hat Jacob ihm ein Auge ausgeschlagen. Sholem weiß, dass die Arbeiter ihre Forderungen allein mit Streiks nicht durchsetzen können. Deshalb bringt er die Gangster dazu, auf ihre Seite zu wechseln, indem er ihnen genau einen Cent mehr bezahlt als die Bosse. Doch das ist nur der erste Schritt in Sholems Plan. Denn er sinnt auf Rache gegen Jacob ...

Zu kurz, um wirklich gut zu sein. Bietet einen kleinen Einblick in das New York der 20er Jahre, doch bleibt alles ziemlich oberflächlich...

— parden

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  • Zu kurz, um wirklich gut zu sein...

    Ein Cent für ein Leben

    parden

    ZU KURZ, UM WIRKLICH GUT ZU SEIN... Luca di Fulvio hat bereits mit seinem 783 Seiten starken Buch 'Der Junge, der Träume schenkte' sein Interesse an den Gegebenheiten New Yorks zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewiesen: viele Zuwanderer aus aller Herren Länder, die oftmals in Armut lebten und als Arbeiter ausgebeutet wurden - zusammengepfercht in Vierteln, auf denen das Gesetz der Straße herrschte. In dieser Kurzgeschichte berichtet di Fulvio von den Söhnen zweier jüdischer Männer, die sich mit ihren Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Massenauswanderung der Juden aus Russland angeschlossen hatten, nachdem ihre Familien im Rahmen der Progrome umgekommen waren. Jacob Berkowitz und Sholem Lipsky haben in den New Yorker 1920er Jahren trotz der langjährigen und andauernden Freundschaft ihrer Eltern nichts miteinander zu tun - außer in dem Beschluss, sich als Söhne der ausgebeuteten Arbeiter nicht dem Schicksal ihrer Eltern unterzuordnen. Jacob erhält als Mitglied einer Gangsterbande seinen Sold für das Verprügeln streikender Arbeiter (gezahlt von den Arbeitgebern), Sholem dagegen schließt sich einer Gewerkschaft an, die genau zu diesen Streiks aufruft. Nachdem Jacob Sholem während einer dieser Unruhen ein Auge ausgeschlagen hat, sinnt dieser auf Rache. Er bringt die Gewerkschaft dazu, die Dienste der Gangster in Anspruch zu nehmen - für einen Cent mehr als für den Betrag der Bosse sollen die Gangster nun nicht mehr die Streikenden verprügeln, sondern vielmehr die Streikbrecher. Dies ist aber nur der erste Schritt Sholems in seinem Plan auf Rache... Hätte man hieraus mehr machen können? Das fragte ich mich nach dem Hören des von Philipp Schepmann angemessen vorgetragenen Hörbuchs. Luca di Fulvio hat mich mit dem Buch 'Der Junge, der Träume schenkte' mit einem prallen Feuilleton der New Yorker 20er Jahre überrascht und hat den Charakteren dort Leben und Farbe eingehaucht. In dieser Kurzgeschichte derselben Epoche bleiben die Charaktere dagegen eher farblos und oberflächlich. Gewalt und Ohnmacht sind die beherrschenden Themen, und vielleicht bietet gerade diese schmucklose Präsentation der Zustände ein wahres Bild dieser Zeit. Das Ende - ohne zu viel verraten zu wollen - lässt mich noch am ehesten mit einem Schulterzucken zurück. Ein Gefühl, mit dem ich nicht gerne aus einer Geschichte entlassen werde. Eher eine grobe Skizze denn ein Portrait der 20er Jahre in New York, und insgesamt eine Geschichte, der ich mehr Seiten und mehr Zeit gewünscht hätte, um sich zu entfalten. © Parden

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    KruemelGizmo

    13. November 2015 um 22:41
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