Tod an der Riviera: Italien-Krimi

von Luca Ferraro 
4,7 Sterne bei14 Bewertungen
Tod an der Riviera: Italien-Krimi
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Lucaferraros avatar

Ich finde das buch natürlich toll, weil ich es geschrieben habe. Andere Meinungen willkommen!

Suhanis avatar

Keine langweilige Ermittlertypen, die sich nur am Seziertisch und im Büro sich den Kopf zerbrechen.

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Inhaltsangabe zu "Tod an der Riviera: Italien-Krimi"

Spätsommer an der Riviera. Gerichtsmediziner Johann Sorbello könnte sein neues Leben am Mittelmeer in vollen Zügen genießen, wenn da nicht diese Leiche auf seinem Seziertisch wäre: eine junge Frau, die soeben aus dem Piranha-Becken des Genueser Aquariums geborgen wurde. In ihrer Lunge findet Sorbello Olivenöl, was den ermittelnden Kommissar aber nicht weiter interessiert. Und dann ist da noch diese Zahnlücke, für die es keine Erklärung gibt. Kurzerhand entscheidet sich Sorbello, selbst Nachforschungen anzustellen. Doch je mehr er über die Hintergründe herausfindet, desto verwirrender scheinen die Zusammenhänge. Welche Rolle spielt der Chef des Opfers, der mit gepanschtem Olivenöl Millionen verdient? Welches Geheimnis hütet dessen Tochter, die Sorbello immer mehr den Kopf verdreht? Und gibt es eine Verbindung nach Deutschland, wo einer Reihe weiterer Leichen ein Zahn herausgebrochen wurde? Die Recherchen führen schließlich in ein malerisches Bergdorf, in dem alle Spuren zusammenlaufen. Hier wird die Suche nach dem Mörder zum Kampf auf Leben und Tod.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01HBSSB7M
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:364 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:19.06.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Suhanis avatar
    Suhanivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Keine langweilige Ermittlertypen, die sich nur am Seziertisch und im Büro sich den Kopf zerbrechen.
    Ein Krimi wie ich ihn mag!

    Dies Buch ist kein "trockener" Krimi, wo am Anfang eine Leiche auftaucht und dann 300 Seiten, oder noch mehr, nur noch Ermittlungen ablaufen.
    Hier gibt es quasi um jede Person, egal ob Opfer, deren Angehörige, Ermittler oder Täter eine Geschichte rund um und das macht das Ganze spannend und interessant.
    Hier sieht man nicht nur den Ermittler - der eigentlich gar keiner ist - nur seine Arbeit tun, hier laufen Fäden von allen Seiten zusammen, bei denen die eigenen "grauen Zellen" mitarbeiten können und am Ende ist es ein abgeschlossenes Gesamtpaket.
    Es gibt nicht nur die Sicht auf die Ermittlung, sondern ab und an liest man ein kurzes Kapitel oder kleine Absätze und weiß genau das es von der Täterseite ist, aber nicht WER - und da rattern dann meine grauen Zellen auf Hochtouren und ich muss unbedingt weiterlesen.
    Außerdem hat jede Hauptfigur eine eigene Geschichte, die sich Stück für Stück mit entwickelt, ohne das die Klärung des Falls darunter leidet. Im Gegenteil, es passt alles, nichts ist übertrieben oder an den Haaren herbei gezogen.
    Die Spannung hält sich durch die ganze Geschichte und das ganz ohne Effekthascherei.

    Gerade als ich dachte 'Der war's', kam eine "Einblendung" und dann konnte 'Der' es nicht mehr sein.
    Aber WIE konnte dann .....?
    Auf Seite 109 "klingelte" es dann bei mir und es kam ein wenig Licht ins Dunkle. Auf Seite 262 hatte ich dann die Bestätigung, aber langweilig wurde es trotzdem nicht!
    Die Spannung legte noch mal zu, als der Ermittler selbst und noch eine Person in Gefahr geraten.

    Kurz um, die Spannung, die mich dazu brachte immer weiter zu lesen, war immer da und legte zum "Showdown" noch eins drauf.
    Das Ganze ohne ekelig, blutig oder reißerisch zu sein. Dafür aber in logischer Geschichte und Zusammenhänge in einer wunderschönen Gegend erzählt.
    Man merkt dass der Autor diese Gegend als sein zweites Zuhause ansieht und wohl schon viele Male selbst an den Schauplätzen gewesen ist.
    Die Beschreibungen sind so lebhaft, das mein Kopfkino in 'HD' lief. Dabei hat er es trotzdem geschafft, das die Geschichte immer im Vordergrund blieb, und nicht zu einem Reisebericht oder Werbung der Region wurde.

    - Obwohl das sicher interessant wäre, die Tat- und Handlungsorte im Nachhinein zu besuchen -

    Ich könnte jetzt noch so vieles schreiben, aber ich will einfach nicht spoilern.
    Der Klapptext gibt schon an, dass es sich hier nicht nur um "Büroarbeit" handelt.
    Mein Lieblings-Nebendarsteller war übrigens Guido und mein Oberaufreger war Moreno.
    Mehr sag ich ohne meinen Anwalt nicht ...... ^^
    Ich finde die Geschichte kompakt und dicht geschrieben. Längen oder überflüssige Nebenhandlungen konnte ich nicht finden.
    Ich MUSSTE einfach immer weiter lesen und zum Ende hin hätte ich am liebsten selbst den Notruf in Genua angerufen .....

    Mein Fazit:
    Keine langweilige Ermittlertypen, die sich nur am Seziertisch und im Büro sich den Kopf zerbrechen.
    Ein spannendes Buch, in der die Geschichte wirklich in die Tiefe geht mit Zusammenhänge, die weit in die Vergangenheit zurückgehen, ohne den roten Faden zu verlieren oder Logiklöcher.
    Von mir eine klare Leseempfehlung, für alle die solche Geschichten mögen!

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    Wurm200s avatar
    Wurm200vor 3 Jahren
    Tod an der Riviera

    Luca Ferraro
    Tod an der Riviera
    epubli

    Autor: Jahrgang 1965
    Ich muss zugeben: Mein Arbeitsplatz ist nicht immer eine sonnenbeschienene Terrasse in den ligurischen Bergen. Aber dort, in meiner zweiten Heimat, macht das Schreiben am meisten Spaß. Zwischen Olivenbäumen und alten Bauernhäusern kann ich mich am besten hinein fühlen in die Schönheit der Landschaft und die bunte Vielfalt der Menschen, die hier leben. Wenn ich in Berlin an meinem Schreibtisch sitze, dann zehre ich von den Erinnerungen an die Wärme der Riviera, den Geschmack des milden Taggiasca-Olivenöls und die verrückten Gerüche aus Genuas Gassen. Liguriens Hauptstadt ist aufregend, spektakulär und wunderschön. Wo also könnte man besser blutrünstige Morde und spannende Verfolgungsjagden inszenieren als im Labyrinth der Carruggi, der düsteren Gassen von Genua. (Quelle: epubli)

    Alberto, Tierpfleger aus dem Aquarium, kommt zu seinem Arbeitsplatz, dem Piranhabecken. Leider kann er im Becken nicht viel erkennen, da das Wasser ungewöhnlich trüb ist. An der Oberfläche des Wassers kann er etwas ausmachen, erkennt jedoch nicht genau, um was es sich handelt. Er beschließt sich das Ganze von oben anzusehen und geht deshalb hinauf zum Beckenrand. Als er von oben ins Becken schaut, kann er kaum glauben, was er dort sieht, denn es handelt sich um eine Leiche.

    Das Buch besteht aus 3 Teilen und insgesamt 69 Kapiteln und einem Prolog. Alle Teile tragen einen Titel, welcher zu Beginn, jedes Teiles geschrieben steht. Die Kapitel tragen neben der Kapitelnummer noch das Datum und die Uhrzeit. Somit kann der Leser der Handlung auch sehr gut folgen. Der Handlungsstrang der Story wird dabei in jedem Kapitel aus der Sicht einer anderen Person beleuchtet. So finden wir uns in einem Kapitel an der Sicht des Gerichtsmediziners und im nächsten finden wir uns an der Seite eines Unbekannten wieder. Die Kapitel, in denen wir aus der Sicht des Gerichtsmediziners lesen, überwiegen dabei aber.
    Schon der recht kurze Prolog baut dabei viel Spannung auf, da wir nur einige Hinweise bekommen aber nichts genaueres von dem erfahren, was sich dort gerade abspielt. Des Weiteren baut der Autor durch den Gerichtsmediziner Johann weitere Spannung auf. Dies geschieht über die Vergangenheit des Mediziners, welche noch immer Auswirkungen auf sein Leben hat. Leider wird diese Seite im Laufe des Buches zu schnell offengelegt, somit hält diese Spannung nicht lange an.
    Die Story nimmt dabei auch recht viele Bezüge zu realen Geschehnissen, so finden wir den G8-Gipfel wieder oder aber auch welche, die bin in den 2. Weltkrieg hineinreichen. Dabei wirkt die Story leider etwas weit hergeholt. Außerdem sind einige der vielen Wendungen, die das Buch bereithält, schon im Vorhinein zu erahnen. Auch die Auflösung des Falls lässt noch offene Fragen auf, so z. B. die, wie die Leiche von dem Mörder, aus dem Öl geholt werden konnte. Außerdem gibt es eine Szene, in der die Polizei gerufen werden muss, das Handy jedoch gesperrt ist. Johann macht lange herum, um das Handy zu entsperren, dabei kann man Notrufnummern auch wählen, ohne das das Handy entsperrt wird. Derartige Fehler finden sich jedoch sehr wenige im Buch wieder.

    Cover: Das Cover zeigt den Ausblick aufs Meer. Dabei sehen wir in einiger Entfernung eine kleine Insel. Der Titel des Buches steht in Orange auf dem Cover, damit hebt sich dieser auch gut ab. Leider ist die Inhaltsangabe auch in diesem Orange und daher sehr schwer zu lesen, da sie sich auf einem hellen Hintergrund befindet. Das Cover passt perfekt zur Umgebung, in der das Buch auch spielt.

    Fazit: Tod an der Riviera ist ein gelungener Krimi, der sich gut und flüssig lesen lässt. Für Krimifans oder für solche, die es werden wollen, ist dieses Buch eine Überlegung wert. Ein Krimi, der neben dem Mord auch die düsteren Machenschaften von habgierigen Menschen beleuchtet, der von mir 4/5 Sterne bekommt.

    Klappentext: Spätsommer an der Riviera. Gerichtsmediziner Johann Sorbello könnte sein neues Leben am Mittelmeer in vollen Zügen genießen, wenn da nicht diese Leiche auf seinem Seziertisch wäre: eine junge Frau, die soeben aus dem Piranha-Becken des Genueser Aquariums geborgen wurde. In ihrer Lunge findet Sorbello Olivenöl, was den ermittelnden Kommissar aber nicht weiter interessiert. Und dann ist da noch diese Zahnlücke, für die es keine Erklärung gibt. Kurzerhand entscheidet sich Sorbello, selbst Nachforschungen anzustellen. Doch je mehr er über die Hintergründe herausfindet, desto verwirrender scheinen die Zusammenhänge. Welche Rolle spielt der Chef des Opfers, der mit gepanschtem Olivenöl Millionen verdient? Welches Geheimnis hütet dessen Tochter, die Sorbello immer mehr den Kopf verdreht? Und gibt es eine Verbindung nach Deutschland, wo einer Reihe weiterer Leichen ein Zahn herausgebrochen wurde? Die Recherchen führen schließlich in ein malerisches Bergdorf, in dem alle Spuren zusammenlaufen. Hier wird die Suche nach dem Mörder zum Kampf auf Leben und Tod. (Quelle: epubli)

    Titel: Tod an der Riviera
    Autor: Luca Ferraro
    Genre: Krimi
    Verlag: epubli
    Preis: 9,99
    ISBN: 9783737568289
    Seiten: 364

    http://wurm200.blogspot.de/

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 3 Jahren
    "Er würde Gottes Werkzeug sein und das tun, was richtig war"

    Dass leitende Gerichtsmediziner eigene Ermittlungen in Kriminalfällen anstellen, dürfte im wahren Leben eher selten, wenn nicht gar ausgeschlossen sein. Wahre Kriminalfälle erweisen sich wohl auch selten als ausgeklügelte Inszenierung einer brutalen Tötung von Menschen, sondern vielmehr als das Ergebnis von Affekthandlungen oder lange angestauter und plötzlich ausbrechender Wut. Ganz anders stellen sich die Kriminalfälle in Romanen wie diesem dar, der zu den sehr guten seiner Art zählt. Selbstverständlich gestattet sich der Autor dabei zahlreiche Ausflüge ins Ungewöhnliche, Absonderliche, in das Seelenleben von Psychopathen. Anders würden Kriminalromane schließlich langweilen. Doch Luca Ferraro gelingt es, all diese Dinge glaubhaft in seine Geschichte einzuflechten.

    Und diese Geschichte beginnt auch gleich mit Ungewöhnlichem, nämlich mit einer Frauenleiche, deren Reste gerade aus einem Piranha-Becken des Genueser Aquariums gefischt wurde. Als Johann Sorbello ein Foto der Frau gezeigt bekommt, reagiert sein Körper mit einen Panikanfall, weil das Bild ihn an einen Wendepunkt in seinem Leben erinnert. Gleichzeitig schürt dieses Foto einen Drang in ihm, selbst herauszufinden, was mit dem Opfer vor seinem schrecklichen Tod passierte. Das ist eine der Stellen, an denen der Autor seinen Figuren eine gewisse Glaubwürdigkeit zuordnet. So gelingt es ihm auch, der ganzen Handlung nur eine geringe Abweichung von der Wirklichkeit zu verschaffen, die dem Buch sehr gut tut.

    Trotzdem bleibt die Spannung durchgängig hoch. Das liegt vor allem an den vielen verwirrenden Fakten, die sich dem Pathologen Sorbello erst nach und nach offenbaren. Der Autor legt zudem falsche Spuren. Doch selbst dabei erfährt der Leser immer noch Interessantes. Beispielsweise über Olivenöl. Erst am Ende gelingt es Sorbello das Puzzle wirklich zusammenzusetzen. Allerdings ist dann fast schon zu spät, denn die Schlinge zieht sich auch um seinen Hals zusammen. Ein typisches Finale, in dem alles in immer höherem Tempo auf den Leser einstürzt.

    Mit der Riviera hat das Geschehen übrigens wenig zu tun. Vielleicht soll der Titel auch nur einen Anker im Kopf potentieller Leser setzen. Mich hat dieser Roman angenehm überrascht. Die Handlung ist schlüssiger als in manch anderem Krimi und lässt denoch nichts zu wünschen übrig. Dieses Buch zeigt darüber hinaus, dass man auch ohne übertriebene Stilmittel mit einem geradlinigen Handlungsaufbau und einer einfachen, aber handwerklich hervorragenden Erzählweise einen sehr guten Kriminalroman schreiben kann. Zu diesem selbstverlegten Buch kann man dem Autor eigentlich nur gratulieren.

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    Melody80s avatar
    Melody80vor 3 Jahren
    Tod an der Riviera

    Lang ist' s her, zumindest kommt es mir so vor, dass ich mal wieder einen richtig guten Thriller gelesen habe und "Tod an der Riviera"gehört auf jeden Fall zu meinen Buchhighlights in diesem Jahr.

    Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Das Buch beginnt sogleich mit einem Mord, der im Laufe des Buches das Hauptthema sein wird. Während des Lesens kam bei mir nie Langeweile auf, bis zuletzt jagte ein Abenteuer das nächste. Und auch wenn ich mir das Ende vielleicht denken konnte, so war es ein spannender Thriller, von dem ich mir Unterhaltung versprochen und sie auch bekommen habe.

    Mein Fazit
    Für Fans von Krimis und Thriller ist "Tod an der Riviera" bestens geeignet.

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    Die-weins avatar
    Die-weinvor 3 Jahren
    Eine Geschichte, die einen nicht so schnell loslässt ...

    Der Gerichtsmediziner Johann Sorbello freut sich auf sein langersehntes Wochenende und muss lediglich noch die Untersuchungen einer schrecklich zugerichteten Leiche abschließen. Normalerweise geht er an solche Dinge völlig emotionslos heran und macht sich über die Opfer keine allzu großen Gedanken. Als ihm der ermittelnde Kommissar Moreno jedoch ein Foto, der von Piranhas bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Leiche zeigt, hat Johann das Gefühl, seine eigene Vergangenheit holt ihn wieder ein. Die junge Frau auf dem Foto erinnert ihn an eine Frau, die er kannte und die er einstmals nicht mehr retten konnte. Der Fall lässt ihm keine Ruhe mehr und so beginnt er mithilfe einer Freundin der Toten eigene Ermittlungen anzustellen. Während für den Hauptkommissar der Mörder längst feststeht, sterben weitere Menschen und Johann sowie die Freundin Enza Marconi ahnen nicht, in welche Gefahr sie sich mit ihrer Neugier begeben.

    "Tod an der Riviera" ist das Debüt von Luca Ferraro und ich finde es ist ein wirklich gelungener Auftakt. Die Figuren sind allesamt interessante Charaktere, über die man bei evtuellen Fortsetzungen noch sehr viel erzählen könnte, und obwohl der Roman eher ruhig und gemächlich beginnt, steigert sich die Spannung nach dem ersten Drittel so rasant, dass man immer weiter lesen muss.

    Der Halb-Italiener Johann Sorbello ist sechsunddreißig und lebt seit einigen Jahren in Genua. Sein Vater wohnt zwar nur dreißig Kilomenter entfernt in einen Bauerndorf in den Bergen, aber er blieb ihm immer fremd. Johann ist eher ein Einzelgänger, der kaum Freunde hat und der in seiner Arbeit als Gerichtsmediziner voll aufgeht. In der freien Zeit zieht es ihn ans Meer, wo er dann beim Surfen abschaltet. Lediglich mit der Prostituierten Veronica trifft er sich einmal wöchentlich, und obwohl er kaum etwas über sie weiß, vertraut er ihr und erzählt ihr von seinen Obduktionen.

    Die Thematik ist nicht unbedingt leichte Kost, und aufgrund der bildhaften Beschreibungen musste ich das ein oder andere Mal wirklich schwer schlucken, aber die Geschichte beginnt bereits so spannend, da die Tote einige merkwürdige Untersuchungsergebnisse aufweist. Der ermittelnde Kommissar scheint jedoch gar nicht interessiert an einer genauen Aufklärung der Todesursache, da für ihn längst fest steht, dass nur der Freund der Toten als Mörder in Frage kommt. Dieser ist jedoch geflüchtet und ihre Freundin Enza kann nicht glauben, dass er das getan hat. Gemeinsam mit Johann versucht sie mehr über die Vergangenheit ihrer Freundin und die des Freundes herauszufinden, denn beide stammen aus dem selben Dorf und hielten sich immer sehr bedeckt über ihre Familien.

    Der Roman ist flüssig geschrieben und wirklich angenehm zu lesen. Die Hauptcharaktere sind lebensecht beschrieben mit all ihren Ecken und Kanten und obwohl ich mit Johanns schwierigem Liebesleben leichte Schwierigkeiten hatte, mochte ich seine ruhige und zurückhaltende Art. Er freundet sich sehr gut mit Enza an und diese entwickelt nach und nach ernsthafte Gefühle für ihn, aber Johann mag sich nicht auf eine Beziehung mit ihr einlassen. Auch die Beschreibungen Genuas sowie der Umgebung fand ich grandios und ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen. Obwohl ich bereits frühzeitig ahnte, wer der Mörder ist, da auch aus dessen Sicht die Geschichte immer wieder geschildert wird, fand ich es spannend bis zum Ende, da der Ursprung dieser ganzen Morde geschichtlich weit zurückreicht.

    Mein Fazit:

    Mir ging diese Geschichte wirklich unter die Haut und ließ mich nicht mehr los. Da das Ende etwas anders war, als ich es erwartet hatte und mich die Charaktere auch nach dem Lesen noch sehr beschäftigten, hoffe ich auf eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit Johann und Enza. Für Krimi - Fans absolut empfehlenswert!

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 3 Jahren
    wahnsinnig gut gelungener Lesespaß für Krimifans!

    Von der ersten Seite an hat mich dieser Krimi gefangen genommen und nicht mehr los gelassen. Johann, ein Gerichtsmediziner mit einem dunklen Geheimnis, wird in den Fall der Piranha-Leiche hineingezogen und kann sich dem Bann der Ermittlungen nicht mehr entziehen. Warum mußte die Frau sterben? Was hat es mit dem fehlenden Zahn auf sich? Und viel wichtiger, warum befand sich in ihren Lungen Olivenöl?

    Und weil es Johann nicht los läßt und er mit dem Kommissar überhaupt nicht klar kommt, ermittelt er kurzerhand selbst. Erst nur um seine Neugier zu befriedigen. Doch bald schon wird er in den Fall verstrickt, findet erschreckende Parallelen zu anderen Fällen und weiß kaum noch, wem er trauen kann.

    Die Charaktere in diesem Buch sind unglaublich gut gewählt, sind autentisch und ihre Handlungen zu jeder Zeit logisch und nachvollziehbar. Johann ist neugierig, zieht richtige Schlüsse und ist auch selbstkritisch genug um zu wissen, wann er Hilfe braucht und wann er sich in Gefahr bringt. Denn bei seinen Ermittlungen gerät auch er ins Visier des Täters.

    Enza, die Freundin des Mordopfers ist eine sehr kluge, mutige und besonnene Frau. Mit ihrer ruhigen Art unterstützt sie Johann bei seiner Suche nach der Wahrheit. Selbst in Gefahr verliert sie nicht die Nerven, auch wenn die Angst noch so groß ist. Eine bewundernswerte Frau.

    Die Handlung selbst ist wahnsinnig spannend, rätselhaft und bis zum Schluß schafft es der Autor immer wieder, den Leser zu verwirren. Das Rätsel um die Hintergründe der Taten löst sich erst sehr spät mit einem riesen Knall und ist vollkommen unvorhersehbar.

    Ich war bis zur letzten Seite gefesselt von diesem Krimi und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

    Interessante Schauplätze, eine spannende Handlung, sympatische Protagonisten und ein morbid-faszinierender Täter…. ein wahnsinnig gut gelungener Lesegenuß für jeden Krimifan.

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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 3 Jahren
    Tod an der Riviera

    Der Gerichtsmediziner Johann Sorbello könnte sein Leben in Genua genießen, wenn er nicht plötzlich eine schrecklich zugerichtete Leiche auf seinen Seziertisch bekommen würde. Eine junge Frau wurde in ein Piranhabecken geworfen und von den Fischen angefressen nachdem sie an Olivenöl erstickt ist. Die italienische Polizei zeigt wenig Interesse an dem Fall und so beginnt Sorbello auf eigene Faust zu ermitteln. Bald landet er beim Chef der Toten der mit Olivenöl handelt. Ist er in den Mord verwickelt? Und was hat dessen schöne Tochter mit der ganzen Sache zu tun, die Johann immer mehr den Kopf verdreht?

    „Tod an der Riviera“ ist ein Debüt, das es in sich hat. Ein ausgeklügelter Fall, der bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurückreicht. Gut recherchiert und perfekt aufgebaut ist das Buch ein wahres Lesevergnügen. Eine grausame und ausgefallene Todesart sorgt für Spannung.

    Luca Ferraro hat einen fesselnden Schreibstil. Er baut einen großartigen Spannungsbogen auf. Und ganz plötzlich ist auch schon alles wieder vorbei und es tritt einer dieser Momente ein, an dem man traurig ist.  Traurig, dass ein so gutes Buch schon wieder fertig gelesen ist. Ich hoffe, dass dies nicht der letzte Fall rund um Johann Sorbello ist. Obwohl ich schon recht früh auf der richtige Fährte war, wurde es keinen Moment langweilig.

    Johann Sorbello ist ein vielseitiger Charakter mit Ecken und Kanten. Er ist nicht „Everybody’s Darling“, geht Risiken ein und war mir nicht immer sympathisch. Dennoch ist er mit als seinen Emotionen ein toller Hauptcharakter.

    Fazit:
    Ein fabelhaftes Debüt, das mich überrascht hat und meine Erwartungen mehr als nur übertroffen hat. Ein gut durchdachter Mordfall mit jeder Menge Italien-Flair. Nicht nur Italien-Fans sondern jedem Krimiliebhaber kann ich dieses Debüt nur empfehlen. 

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 3 Jahren
    Tod an der Riviera

    Eine Tote im Piranhabecken, aber in Olivenöl ertrunken... wenn das kein genialer Fall ist. Gerichtsmediziner Johann Sorbello ermittelt auf eigene Faust. Zusammen mit der besten Freundin der Toten, Enza Marconi, begibt er sich auf Tätersuche und stößt auf jede Menge Ungereimtheiten, die den Verdächtigen betreffen. Doch dann ist der plötzlich selbst tot und die Suche beginnt von Neuem.

    Immer mehr Einzelheiten, die weit in die Vergangenheit und sogar nach Deutschland führen, kommen ans Licht. Jede Menge Leichen pflastern den Weg des Mörders und ein Detail irritiert immer wieder: Warum fehlt allen Ermordeten ein Zahn?

    Der eigentliche Kommissar ist keine große Hilfe, hat er doch selbst eine schmutzige Vergangenheit zu bieten.

    Johann und Enza geraten in höchste Gefahr und die Spannung steigert sich schier ins Unermessliche. 5 Sterne nicht nur für Spannung und gute Ermittlungsarbeit sondern für viel Lokalkolorit.

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    Athene100776s avatar
    Athene100776vor 3 Jahren
    Spannender Krimi mit italienischem Lebensgefühl

    Der deutsche Gerichtsmediziner Johann Sorbello hat sich , auf Grund seiner italienischen Wurzeln , nach Genua in die Pathologie versetzen lassen. Dort genießt er nun sein ruhiges italienisches Leben und die perfekten Surfgebiete um Genua herum. 
    Bisher konnte er immer gut das Mitgefühl und die Trauer gegenüber seinen "Patienten" verdrängen, so dass er die sezierten Leichen eher als Mittel sah, um Kriminalfälle zu lösen. Doch das ändert sich, als vor ihm eine Leiche auf dem Seziertisch liegt, die aus dem Piranhabecken des Aquariums gefischt wurde. Bei der Leiche handelt es sich um eine junge Frau, die bis auf die Knochen abgenagt wurde, eine Todesursache ist somit schwer zu bestimmen. Johann fällt auf, dass die Lunge des Opfers mit Olivenöl gefüllt ist, allerdings ist es kein italienisches Olivenöl, zudem fehlt dem Opfer ein Schneidezahn. Bekannt ist, dass das Opfer in einem italienischen Olivenöl-Konzern arbeitete , aber was macht dann ausländisches Öl in ihren Lungen? Diese Erkenntnis wird dem ermittelnden Beamten weitergeleitet, doch dieser geht von einem Tötungsdelikt durch den Freund des Opfers aus und sucht diesen Mann nun mehr oder weniger intensiv. Die italienische Bürokratie und das gemütliche Bestreben der Kollegen den Fall zu lösen, bringen Johann an den Wahnsinn, zumal er ihnen nicht traut. 
    Immer mehr Leichen tauchen auf seinem Tisch auf, mit erschreckenden Gemeinsamkeiten, ihnen allen fehlt ein Schneidezahn und sie haben eine Verbindung zu einem kleinen Bergdorf.
    Zusammen mit einer handvoll Verbündeten begibt sich Johann in die Ermittlungen auf eigene Faust und ist schnell in den italienischen Machenschaften verstrickt.


    Der Krimi hat mir selber sehr gut gefallen.
    Der Hauptcharakter Johann Sorbello ist dem Leser schnell sympathisch und gibt ausreichend Platz zur Spekulation.
    Aber auch die anderen Charaktere sind authentisch und sehr ansprechend dar gestellt. Ich war immer wieder überrascht, wie viele Emotionen der Autor in die Personen legte und sie ausleben ließ.
    Bei den Beschreibungen des Meeres, Strandes oder während dem Gang durch einen Olivenhain , hatte ich als Leser das Gefühl ,direkt daneben zu stehen und den Mittelmeer-Duft einzuatmen.

    Der Krimi selber ist toll durchdacht, dank des Autors wird der Leser immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt, der er dann auch folgt. Desweiteren werden Momente eingebaut, die für den Leser im ersten Moment nicht greifbar sind, aber zum Täter führen.
    Auch die Schauplätze und Wege, die Johann zurücklegt, sind nachvollziehbar, für mich realistisch und sehr anschaulich beschrieben.

    Sehr schön fand ich, dass Johann trotz seiner italienischen Wurzeln auch die deutschen Ideen und Idealen beibehalten hat und somit der Krimi eine deutsch-italienische Mischung ist.

    Jemand der Italien und Krimis liebt, wird um diesen Krimi nicht herum kommen.


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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Für mich eine echte Entdeckung, spannend bis zum furiosen Finale.
    Tod an der Riviera

    Johann Sorbello – Deutscher mit italienischem Vater – lebt seit einiger Zeit in Genua um die italienische Seite seiner Herkunft auszuleben. Dazu kommt das erstklassige Surfrevier rund um Genua und das verlockende ligurische Hinterland. Er geht in seiner Arbeit als Gerichtsmediziner auf, obwohl er sich etwas schwer tut, mit den Machtspielchen der italienischen Behörden und Vorgesetzten.
    Selten ist er von seiner Arbeit tiefer berührt, aber bei dem Fall einer jungen Frau, die ermordet und in das Piranhabecken des Genueser Aquariums geworfen wurde, ist es anders. Ob es der von den Fischen übel zugerichtete Körper ist, oder die befremdliche Tatsache, dass der Tod durch Ertrinken in Olivenöl eintrat, der Fall lässt ihn nicht los und die vorschnelle Festlegung der Polizei auf den Freund des Opfers befriedigt ihn nicht. Er fängt an, unterstützt vom einzigen loyalen Mitarbeiter der Pathologie, auf eigene Faust zu ermitteln. Bald kommt er zum Ölproduzenten Marconi, für den die Tote arbeitete und der alles andere als ein ehrenwerter Geschäftsmann ist. Unerwartet bekommt er Hilfe von Enza Marconi, die die Machenschaften ihres Vaters seit Jahren leidenschaftlich bekämpft. Aber es ist nicht nur Ölpanscherei, die Spuren führen Enza und Johann viel tiefer in gefährliche Mixtur aus Rache, Vergeltung und totgeschwiegenen Verbrechen der Vergangenheit.
    Der Fall beginnt mit einem Paukenschlag, entwickelt sich dann aber zur subtilen Spurensuche, die sich auch mit der Geschichte der italienisch-deutschen Faschismusvergangenheit auseinander setzt. Der Auslöser der Morde liegt tief in der Geschichte begraben, über die niemand mehr sprechen möchte, die aber immer noch gärt.  Dass sich die beiden Ermittler dabei selbst in Gefahr begeben müssen und die Gefahren auch an unerwarteter Stelle lauern, erhöht den Thrill-faktor beträchtlich. Der Plot ist gut ausgedacht und die Spannung steigert sich bis zum dramatischen Finale. Der Leser wird raffiniert erst auf eine falsche Spur geschickt, bis sich die Hintergründe allmählich klären. Die Figuren sind bis hin zu den Nebenrollen sehr gut beschrieben und wirken lebensecht und authentisch,  selbst die abgrundtiefen Bösen haben eine Seele, die der Autor sensibel beschreibt. Je näher Johann und Enza den Motiven des Mörders kommen, umso gefährlicher wird die Situation, vor allem da sie ja an der Polizei vorbei ermitteln und sich nur auf sich selbst verlassen können. Die Schauplätze sind interessant und stimmig geschildert und man merkt die Ortskenntnis und die Liebe des Autors zu diesem Landstrich.
    Ein realistischer und empfehlenswerter Krimi, der eine echte Alternative zu den zwangsversetzten französischen Kommissaren der letzten Jahre ist.

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    Lucaferraros avatar
    Liebe Lovely Reader,
    wer hat Lust auf einen spannenden Ausflug an die italienische Mittelmeerküste? Mein erster Kriminalroman handelt von einem deutschen Gerichtsmediziner, der aus persönlicher Betroffenheit in einer unheimlichen Mordserie ermittelt. Das Ganze spielt im wunderschönen Genua und in den ligurischen Bergen. Es hat mit Olivenöl zu tun, es bietet überraschende Wendungen, geschichtliche Hintergründe und ein aufregendes Finale. Es wird geliebt, gemordet und ab und zu auch gegessen. Mehr Infos zum Buch findet Ihr auf meiner Homepage lucaferraro.de .

    Was mich jetzt am meisten interessiert, ist eure Meinung. Deshalb verlose ich zehn eBooks (leider nur ePub-Format) unter allen Bewerbern. Und wünsche mir von euch am Ende eine Rezension. Ich freue mich auf eine aufschlussreiche Leserunde, an der ich selbstverständlich mit viel Zeit persönlich teilnehmen werde. Auf bald, liebe Grüße, euer Luca
    irismarias avatar
    Letzter Beitrag von  irismariavor 3 Jahren
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