Luca Tarenzi Die zwei Monde: Roman

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Inhaltsangabe zu „Die zwei Monde: Roman“ von Luca Tarenzi

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  • Rezension zu "Die zwei Monde: Roman" von Luca Tarenzi

    Die zwei Monde: Roman
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    24. January 2013 um 21:21

    Blackout, Filmriss, Erinnerungslücke - All das sind Begriffe für den Zustand, wenn man keinen Plan hat, was letzte Nacht bei der Party von Bekannten passiert ist. Und wenn man dann auch noch eine Wunde am Knöchel hat und Veronica Meis heißt, dann hat man erst recht schlechte Karten. Denn Veronica hat nicht mit dem ganz normalen Kater "danach" zu kämpfen, das merkt sie, als sie die Symptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit auch noch Tage später hat. Zudem wird sie immer geräusch- und geruchsempfindlicher. Was hat das alles zu bedeuten? Und was hat es mit der Wunde an ihrem Knöchel auf sich, die wie ein Biss aussieht, aber schon nach 24h wieder abgeheilt ist? Zu alle dem trifft sie auch noch Ivan, einen gutaussehenden jungen Mann, der ihr direkt den Kopf verdreht und ihre Gedanken nicht mehr in Ruhe lässt. Doch als sie merkt, dass er mehr über sie weiß, als er zugibt steht sie schon unmittelbar vor der Gefahr... Die 17 jährige Veronica Meis, auch Nica genannt, ist erst vor ein paar Monaten nach Mailand gezogen. Mailand, in Italien. Ich habe noch nicht viele Geschichten gelesen, die in Italien spielen und trotzdem sind diese Geschichten dann immer mit einer wunderschönen Landschaft bestückt gewesen. Jedoch kann Luca Tarenzi nicht mit gut gelungenen Landschaftsbeschreibungen dienen. Entweder sind sie leider gar nicht, oder unvollständig vorhanden, oder er kann sich gar nicht mehr von Veronicas Umgebung losreißen und merkt erst zu spät, dass schon 2 Seiten drauf gegangen sind. Trotzdem hat der Schreibstil etwas an sich, dass den Leser fesselt. Es könnte daran liegen, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Veronicas Sicht geschrieben ist. Zwar war dadurch der Anfang etwas holprig, aber nach den ersten Seiten hatte man sich leicht an diese Art der Rückblickerzählung gewöhnt. Zudem ist Luca Tarenzies Schreibstil flüssig und leicht verständlich und lädt geradezu zum Lesen ein. Auch die Überlegungen von Veronica über die Menschen ihrer Umgebung sind wunderschön in Worte wiedergegeben. >>Im Grunde war das alles ein Maskenspiel, eine Art Bühnenspektakel, in dem zu viele Rollen zu besetzten und zu wenig Schauspieler vorhanden waren. Und so tauschten wir immer wieder die Masken, in schnellem Rhythmus, denn die Komödie musste ja weitergehen.<< Außerdem geizt der Autor keines Wegs mit Spannung. Durch diesen Filmriss und dessen Folgen wird automatisch Spannung aufgebaut. Als Leser möchte man wissen, was auf der Party geschehen ist und was nun mit Nica passiert. Denn als sie anfängt Geschöpfe bzw. Wesen zu sehen, die andere Menschen nicht sehen können ist Veronica sehr verunsichert. Erst als sie den Conte, einen geheimnisvollen Mann trifft, lüftet sich ihr Geheimnis. Der Conte ist ein alter Mann, der alles zu wissen scheint. Doch als Leser erfährt man nie sehr viel über ihn, kann sich aber trotzdem sein Bild von ihm machen. Veronica kommt einen auf den ersten Blick kalt und gefühlslos vor, doch unter dieser harten Schale steckt ein verunsichertes und verletzliches Mädchen, dass einige Probleme hat. Der Leser kann sich gut in Veronica und ihre Situation hineinversetzten und versteht ihre Angst vor dem Unbekanntem. >>Ich hatte seltsame Träume, ich hatte mir eingebildet, dass etwas durch mein Fenster einsteigen wollte, und jetzt wurde ich von einem dreizehnjährigen Hippiemädchen verfolgt, das nur ich sehen konnte und bei dessen Auftauchen Blumen aus dem Asphalt wuchsen. Okay, so betrachtet, gehörte ich in die Notaufnahme.<< Wenn man die Geschichte von Veronica liest hat man oft das Gefühl in ein modernes Märchen gerutscht zu sein. Mit all den Wesen und Erzählungen bekommt diese Geschichte einen ganz einzigartigen Touch. Die Elemente der Geschichte sind vielleicht keine neuen, aber die Grundidee ist eine ganz neue. >>"Märchen sagen oft die Wahrheit, auf ihre Art."<<

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