Lucas Fassnacht

 3.7 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor von Die Diplomatin, Die Mächtigen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucas Fassnacht

Das Multi-Talent: Lucas Fassnacht, geboren 1988 in Dieburg, ist ein deutscher Schriftsteller, Moderator und Kabarettist. Er studierte Altgriechisch, Germanistik und Linguistik in Erlangen.

Nach seinem Abschluss übte er verschiedene Tätigkeiten aus, so veranstaltet er unter anderem regelmäßig Literaturshows und gibt Workshops in Kreativem Schreiben. 

Nebenbei leitet er eine Poetry-Slam-Werkstatt. Über seine Arbeit dort drehte er einen Film, der auf dem Filmfestival der Menschenrechte vorgeführt wurde. 

Sein Debüt als Autor gab er mit seinem Thriller „#Kill the Rich, Wer Neid sät, wird Hass ernten“.

Neue Bücher

Die Diplomatin

 (65)
Erscheint am 18.01.2021 als Taschenbuch bei Blanvalet.

Die Mächtigen

 (18)
Neu erschienen am 28.09.2020 als Hardcover bei Blanvalet.

Die Mächtigen: Thriller

Neu erschienen am 28.09.2020 als E-Book bei Blanvalet Verlag.

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Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783734109508)

Die Diplomatin

 (65)
Erscheint am 18.01.2021
Cover des Buches Die Mächtigen (ISBN: 9783764507237)

Die Mächtigen

 (18)
Erschienen am 28.09.2020
Cover des Buches Es geht immer nur um Sex (ISBN: 9783943876543)

Es geht immer nur um Sex

 (3)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Ottonormalverbraucht (ISBN: 9783940767851)

Ottonormalverbraucht

 (3)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Feuer und Sprache (ISBN: 9783959960557)

Feuer und Sprache

 (1)
Erschienen am 31.08.2017
Cover des Buches Die Mächtigen: Thriller (ISBN: B086VDSMYR)

Die Mächtigen: Thriller

 (0)
Erschienen am 28.09.2020
Cover des Buches Die Diplomatin: Thriller (ISBN: B086WBHYRS)

Die Diplomatin: Thriller

 (0)
Erschienen am 20.04.2020
Cover des Buches Die Luft war ganz geil (ISBN: 9783789610165)

Die Luft war ganz geil

 (0)
Erschienen am 31.05.2016

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Neue Rezensionen zu Lucas Fassnacht

Neu

Rezension zu "Die Mächtigen" von Lucas Fassnacht

Geld regiert die Welt
Marapayavor 19 Stunden

Mein erstes eigenes Konto habe ich während meines Abiturs eröffnet. Damals musste man dafür noch persönlich zur Bank seines Vertrauens gehen. Überweisungen funktionierten mit einem Formular in Papierform. Meine EC-Karte habe ich damals eigentlich nur genutzt, um Bargeld vom Automaten abzuheben oder Kontoauszüge auszudrucken. Wenige Jahre später ging die Kontoeröffnung schon übers Internet und heute ist es für mich fast selbstverständlich mit einer App meine Rechnungen zu bezahlen. Und dennoch gehöre ich wahrscheinlich zu den konservativen Kunden, riskiere nichts auf dem Aktienmarkt und habe im Frühjahr interessiert die Menschenschlangen vor den Goldhandlungen beobachtet, die mit der beginnenden Pandemie und dem Wirecard-Skandal wohl auf Nummer sicher gehen wollten, falls das Bankensystem zusammenbricht. Eingereiht habe ich mich allerdings nicht. Aber unsicher und misstrauisch bin ich seit der Bankenkrise 2009 auf jeden Fall. Die technischen Neuerungen nehmen seit Jahren Fahrt auf, Onlinebanking ist zum Standard geworden, die Banken schließen ihre Filialen eine nach der anderen. Was technisch hinter meiner Bank-App steht, kann ich nicht erfassen und nur hoffen, dass es so sicher ist, wie die Banken sagen. 

Lucas Fassnacht gibt sich nicht mit diesen kleinen Bausteinen ab. Er nimmt das ganze große virtuelle Gerüst der Finanzwelt in den Blick und baut drum herum einen mörderischen Thriller, dessen Theorien mir zu gleichen Teilen weit hergeholt und glaubhaft erscheinen. Beim Lesen erwische ich mich ständig dabei, wie ich zustimmend den Kopf nicke und vor mich hinmurmle, dass die Wirklichkeit wahrscheinlich noch viel schlimmer ist. „Die da oben“ wird zu meinem Mantra, dass mich allerdings nicht beruhigt, sondern mich zuweilen zweifeln lässt, ob ich wohl nun auch dem Verschwörungsglauben verfallen bin. So wenig ich von der Finanzwelt und vor allem der Finanzsoftware Ahnung habe, so schnell erschließt sich mir die Gefahr, die Fassnacht in seinem Thriller aufzeigt. Ein eigenes europäisches elektronisches Überweisungssystem, über das alle finanziellen Transaktionen abgewickelt werden sollen, um sich vor dem Zugriff der Amerikaner zu schützen. Die Abschaffung des Bargeldes schwebt im Raum. Der gläserne Bürger ist zum Greifen nah. Wer dieses System kontrolliert, kontrolliert die Welt. Ist es wirklich reine Fiktion, wenn Russland, Amerika und China hier versuchen, eigene Hintertüren zu implementieren? 

Als Gegenpol zur technischen Seite wirft Fassnacht klassische Thriller-Charaktere in die Handlung. Als weiblicher Bruce Willis (oder Tom Cruise, wem der lieber ist) wechselt Anna-Lena Herbst die Seiten und unterstützt die Unterdrückten und Geknechteten – hier IT-Spezialisten und Hacker-Nerds - als top ausgebildete Elitekampfsoldatin. Sie nimmt es mit jeder vielköpfigen Spezialeinheit im Alleingang auf, erfolgreich bis zum Schluss versteht sich. 

Mit seinen anderen Figuren geht der Autor nicht so zimperlich um. In diesem Thriller kann jeder sterben. Es erinnert ein wenig an den ersten Band von Game of Thrones, in dem die vermeintlichen Hauptcharaktere einer nach dem anderen den für sich und den Leser überraschenden Tod fand. Dieses erzählerische Vorgehen sorgt auf meiner gemütlichen Lesecouch für reichlich innere Unruhe. Fassnachts Figuren sind überspitzt und glaubhaft zugleich. Die Machtstellung, die Konzernleitung oder 

Ministerposten mit sich bringen, bringt das Schlechteste im Menschen zum Vorschein, verschiebt die Grenzen des Möglichen. Moral und Recht scheint keine Rolle zu spielen. Nicht erwischt werden ist das Credo und Instrument zum Machterhalt. 

Fassnacht ist relativ dicht dran an seinen Figuren, nimmt ihre Perspektiven ein und wirft ihre inneren Monologe dem Leser pointiert vor die Füße. Ein sehr spannungsgeladenes Erzählen, dass einen guten Kontrast bildet zu den zahlreichen Finanz- und IT-Fakten, die nötig sind, um die Handlung inhaltlich auf ein solides, glaubhaftes Fundament zu stellen. Ob für den Handlungsverlauf tatsächlich so viele Leichen nötig gewesen wären, darüber könnte man diskutieren. Mir hat der Roman allerdings nicht wegen seiner blutigen Gewalt unruhige Nächte beschert. Die zwischen den Zeilen durchschimmernde kritische Haltung des Autors zu den Gefahren unserer immer digitaler werdenden Welt, habe ich als Warnung und als Aufruf zum Hinterfragen von vermeintlichen Gegebenheiten gelesen.                      

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Rezension zu "Die Mächtigen" von Lucas Fassnacht

Rasanter Wirtschafts- und Finanzthriller
Hennievor 2 Tagen

Nach kleinen Schwierigkeiten wegen der vielen Fachbegriffe rund um den Finanzwirtschafts- und IT-bereich bin ich gut ins Geschehen eingestiegen. Ich entschied für mich, diese weitgehend zu ignorieren und siehe da, ich konnte der Story nach kurzer Zeit auch so folgen.

Der einflussreiche, auf dem Höhepunkt seiner Karriere befindliche Frankfurter Konzernchef Stefan Beheim stürzt sich aus dem 32. Stockwerk in den Tod, nachdem er sein Unternehmen verkauft hatte. Unterdessen wird die Fusion zwischen einem Technologieunternehmen und einer Bank in den Medien euphorisch gefeiert. Irgendetwas stimmt aber bei dieser Liaison ganz und gar nicht. Das empfindet auch Cate Beheim so. Sie beginnt Nachforschungen zu den Hintergründen des Freitodes ihres Mannes anzustellen. Sie ist nicht die einzigste, die sich unbeliebt macht und unbequem wird. Auch Tamás Varta und die junge Französin Monique Roux-Pastor kommen den Mächtigen in die Quere, nachdem sie in dem zukünftigen bargeldlosen Zahlungssystem für die gesamte EU eine Sicherheitslücke entdeckten.

 

„Die Mächtigen" gestaltete sich recht bald zu einem rasanten Thriller. Ständig wechseln die Schauplätze und damit die Personen. Die Handlungsverläufe sind sehr spannend. Es ist immens viel los und ich verfolgte das Geschehen mit großem Interesse und Aufmerksamkeit. Menschenleben scheinen nicht zu zählen. Brutal, rücksichts- und gefühllos, machtgierig, egoistisch sind einige Begriffe, die mir zu den bösen (simpel ausgedrückt) Charakteren einfallen. Lucas Fassnacht zeichnet seine Figuren von Beginn an sehr differenziert, legt sie vielschichtig an. Es dauerte eine Weile, ehe ich hinter die Fassaden schauen konnte und einen gewissen Durchblick bekam. Im Kampf ums Geld, um Vormachtstellung in Wirtschaft und Politik werden skrupellos die Seiten gewechselt. Nur der eigene Vorteil zählt. In diese Maschinerie zu geraten ist tödlich. Eine äußerst perfide und korrupte Angelegenheit. Zwischen die Fronten geraten dabei der geniale IT-Spezialist Tamás Varta und die ihn unterstützenden, jungen Frauen Monique Roux-Pastor und Anna-Lena Herbst. Die eine ist mit einem brillanten Verstand gesegnet, die andere ist eine menschgewordene Kampfmaschine.

Mir hat das Buch gefallen und ich fühlte mich gut unterhalten, obwohl ich einige Vorgänge rund ums Internet und in ihrer Funktionsweise nicht verstanden habe. Ich kann nicht beurteilen, was technisch heute schon möglich ist.

Die Kampfszenen, die Anna-Lena hinlegte, würden sich hervorragend in einem Actionfilm machen. Eine Verfilmung des Buches kann ich mir gut vorstellen.

 

Auf jeden Fall werden hier hochaktuelle Themen aufgegriffen, die viel Anlaß zum Nachdenken anbieten! 

Ich empfehle diesen umfangreichen Thriller und vergebe vier von fünf Sternen!

Kommentare: 13
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Rezension zu "Die Mächtigen" von Lucas Fassnacht

Angsteinflößend
Casaplancavor 5 Tagen

"Die Mächtigen" ist ein Thriller von Lukas Fassnacht, der ein wenig Anlauf brauchte, um mich zu fesseln. Es ist ein Wirtschaftsthriller, der mit einem Selbstmord beginnt, nach einer Firmenübergabe. Im Grunde geht es um die Entwicklung einer Software für ein bargeldloses Zahlungssystem für die EU, aber im Hintergrund steht natürlich die Wirtschaft, das große Geld und die Politik. Die Fachbegriffe, die benötigt werden, um alles zu verstehen, werden erklärt, dafür braucht man etwas Geduld, wird aber sehr schnell mit atemloser Spannung rund um die Welt belohnt.Es gibt einige sehr interessante Charaktere, sympathische und auch abgrundtief böse, wobei hier auch mit Graustufen gespielt wird. Die so verschiedenen Menschen, die hier die Hauptrolle spielen, sind auch das am besten gelungene Element in diesem Buch. Man folgt den vielen verschiedenen Erzählsträngen mit großer Spannung, bis sich am Ende dann alles verbindet.Teilweise fühlt man sich hier wie in einem Actionfilm, der auch nicht mit brutalen Szenen geizt. Sehr erschreckend ist aber, dass die Handlung hochaktuell und gar nicht so abwegig und undenkbar ist. Eine Empfehlung ist dieses Buch auf jeden Fall wert. 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches #KillTheRich - Wer Neid sät, wird Hass ernten

Unruhen, Demonstrationen, Anschläge – ein achtloser Online-Post mit dem Hashtag #KillTheRich stürzt die Welt ins Chaos. Menschen, die mit Armut und Ungerechtigkeit konfrontiert sind, rebellieren und ihr Hass richtet sich gegen die Reichen der Gesellschaft. Nur zwei Personen können einen globalen Bürgerkrieg verhindern ...

Fans der aufregenden Unterhaltung und des ganz besonderen Nervenkitzels: Herzlich willkommen im Crime Club.

Gemeinsam mit Blanvalet verlosen wir 30 Exemplare von "#KillTheRich" von Lucas Fassnacht.

Im Rahmen der Leserunde werden wir nicht nur über das Buch sprechen, sondern auch die Themen Armut und Gerechtigkeit diskutieren.

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.  

606 BeiträgeVerlosung beendet

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