Lucas Fassnacht

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Es geht immer nur um Sex, Ottonormalverbraucht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Lucas Fassnacht

Lucas FassnachtEs geht immer nur um Sex
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Es geht immer nur um Sex
Es geht immer nur um Sex
 (2)
Erschienen am 01.09.2013
Lucas FassnachtOttonormalverbraucht
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Ottonormalverbraucht
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 (2)
Erschienen am 01.04.2012
Lucas FassnachtDie Luft war ganz geil
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Die Luft war ganz geil
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Erschienen am 31.05.2016
Lucas FassnachtFeuer und Sprache
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Feuer und Sprache
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Erschienen am 31.08.2017
Lucas FassnachtAllein unter vielen
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Allein unter vielen
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Erschienen am 18.06.2008
Lucas FassnachtZweizeiler
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Zweizeiler
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Erschienen am 01.05.2014

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Brezes avatar

Rezension zu "Es geht immer nur um Sex" von Lucas Fassnacht

In diesem Buch steckt mehr, als auf den ersten Blick zu vermuten ist
Brezevor 9 Monaten

Was man hier - trotz des Titels - auf jeden Fall nicht erwarten sollte, ist seichte, vulgäre Unterhaltungsliteratur.

Denn eigentlich geht es um viel mehr, um ALLES, sozusagen; die eigene Identität, die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen, der Sinn des Lebens. Ein waschechter Roman eben.

Der Plot ist dementsprechend schwer zusammenzufassen, denn eigentlich gibt es keinen. Der Leser begleitet Marius einfach durch sein Leben. Wobei „einfach“ eindeutig untertrieben ist, denn sein Leben ist wirklich abgefahren.

Marius ist Mitte 30 und eine… interessante Persönlichkeit. Sicher keine sympathische Hauptperson, aber das will er auch gar nicht sein. Man kann ihn nicht leiden, und trotzdem versteht man ihn, manchmal mag man ihn sogar. Für manche Dinge könnte man ihn ohrfeigen, und dann wiederum tut er etwas, das man selbst gerne machen würde, wenn es keine Konsequenzen gäbe. Die gibt es für Marius zwar auch, sie sind ihm aber meist ziemlich egal. Er lebt in den Tag hinein, ist niemandem treu außer sich selbst. Sein Charakter ist so auf die Spitze getrieben und trotzdem so menschlich, dass mir glatt überhaupt keine Metapher dazu einfällt.

Wie gut, dass Lucas Fassnacht besser schreiben kann als ich, dem wäre bestimmt etwas eingefallen, denn das Buch ist sprachlich wunderbar. Simpel, rau, hart, aber in seiner Einfachheit auch sehr melancholisch. Der Dialog ist etwas ungewöhnlich in den Fließtext eingebunden. Man gewöhnt sich allerdings recht schnell dran, und es verleiht dem Ganzen das gewisse Etwas. Sprachlich hatte ich wirklich nichts auszusetzen.

Generell habe ich nur wenig auszusetzen, oder eher gar nichts. Es ist, seit ich selbst schreibe, das erste Buch, das sich meinem kritischen Autoren-Blick entziehen konnte, vielleicht weil es eben so anders war. Es ist so, wie es ist.

Kurz gesagt: ein Buch, das man nicht alle Tage liest. Der Autor weiß, was er tut, in allem, was er tut. Es fällt mir unglaublich schwer, es zu beschreiben.

Man liest dieses Buch und fühlt sich ein bisschen dumm.

Und dann fragt man sich, ob nun Marius oder man selbst derjenige ist, der die Welt nicht verstanden hat. Wahrscheinlich habe ich nicht einmal das Buch komplett verstanden, aber vielleicht muss ich das auch nicht. Und würde ich Marius im echten Leben treffen, würde er mir sowieso ganz tierisch auf den Senkel gehen.

Tatsache ist, dass das Buch seit langem das erste ist, wo ich beim Lesen richtig abschalten konnte, und bei dem ich mich richtig leer gefühlt habe als ich es fertiggelesen hatte. Das allein reicht mir schon als Qualitätsmerkmal.

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L

Rezension zu "Ottonormalverbraucht" von Lucas Fassnacht

Ich musste beim Lesen die ganze Zeit lachen
Lunareenvor 4 Jahren

Lukas Fassnacht habe ich über eine "Lesung" kennen gelernt die er an meiner damaligen Schule gegeben hat. Auf dieser hat er einige Slamtexte aus seinem Buch vorgetragen.

Ich war sofort begeistert und musste das Buch einfach haben.
Und auch beim Lesen sind die Texte mehr als lustig. Der Text liest sich trotz der vielen, teilweise zusammengewürfelten Wörter immer flüssig und wenn man mal etwas nicht sofort versteht kann man spätestens beim zweiten Mal immer noch drüber lachen.

Das Buch empfehlen ich allen die gerne Slampoetry haben oder auch nur mal reinlesen wollen was das so ist. Mit Ottonormalverbraucht hat man bestimmt einen sehr humorvollen Einstieg in dieses Gebiet der Literatur.

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carcarocarolines avatar

Rezension zu "Es geht immer nur um Sex" von Lucas Fassnacht

Es geht nicht immer nur um Sex - oder doch?
carcarocarolinevor 5 Jahren

Bei einem Titel wie »Es geht immer nur um Sex«, ist die unwillkürliche Assoziation, dass es sich um eine Plattitüdensammlung in Romanform handeln muss. Dass es sich aber keinesfalls um leichte Kost handelt, macht das Buch nicht weniger unterhaltsam. Man hat am Ende ein unbehagliches, aber auch höchst befriedigendes Gefühl. Befriedigend, weil man ein großartig geschriebenes Buch beendet hat, und unbehaglich, weil es einen noch lange zum Nachdenken über das eigene Leben bringt.

Die Geschichte dreht sich um Marius, einen Enddreißiger, der den Leser mit seinen zynischen Monologen und seinem egoistischen Verhalten wechselweise unterhält, und so dafür sorgt, dass man sich absolut nicht mit ihm identifizieren möchte - und es am Ende doch tut. Die anderen Charaktere im Buch werden von Marius entweder verachtet, belächelt oder benutzt. Bis er Sophie kennenlernt, bei der er sich die Frage stellen muss, ob wirklich immer alles nur um Sex geht...

Der Roman wird aus Marius‘ Perspektive erzählt, und alle Dialoge sind in indirekter Rede verfasst. Tatsächlich kommt auch der im Titel versprochene Sex im Buch nicht zu kurz. Marius Monologe wirken dazwischen wie Gedankenströme, in denen er Sachen auf den Punkt bringt, die sich die meisten Menschen nur heimlich eingestehen würden. Genau das macht die Geschichte so ansprechend. Marius heuchelt keinen Moralvorstellungen nach, die stehen einem nur im Weg. So benimmt er sich zwar wie ein richtiges Arschloch, aber wenigstens ist er ehrlich, zu sich selbst und auch allen anderen gegenüber.

Würde Marius ein bisschen brutaler agieren, könnte es sich um einen Roman von Bret Easton Ellis handeln. Lucas Fassnacht schafft es, sehr schlicht und sachlich den Werteverfall unserer Konsumgesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die immer auf der Suche nach Spaß, Sex und Liebe ist, dabei keine Rücksicht auf andere nimmt, aber sich dennoch konstant Moral vorheuchelt. Außerdem schafft es Fassnacht durch intelligent eingesetzte Stilmittel, viele der Geschehnisse im Buch vorausahnen zu lassen, was eine Freude für jeden aufmerksamen Leser bedeutet.

Lucas Fassnacht war bisher durch Poetry Slam Auftritte bekannt, der Sprung vom Kurztext zum Roman ist ihm aber definitiv gelungen. Das Buch ist absolut empfehlenswert, besonders für Menschen, die keine Angst davor haben, die eigenen Entscheidungen im Leben einmal in Frage zu stellen und beim Lesen nachzudenken.

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