Lucas Fassnacht Es geht immer nur um Sex

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Inhaltsangabe zu „Es geht immer nur um Sex“ von Lucas Fassnacht

Marius vögelt gerne. Jonathan arbeitet zu viel. Bene glaubt noch an die große Liebe. Sophie ist Schauspielerin. Maria hat einen richtigen Job. Und Marius vögelt gerne. Das Leben ist in seinen Augen schlichtweg zu kurz, um es mit geheuchelter Moral zu verschwenden. Denn mal ehrlich, die Welt ist schlecht, daran wird auch keiner was ändern – es ist doch eigentlich egal, was man macht und was andere von einem denken. Man sollte am Besten das tun, was einem Spaß macht und was einem liegt. Vögeln zum Beispiel. Wozu das ganze Theater um Gefühle, Karriere und den guten Ruf?!

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    Es geht immer nur um Sex
    carcarocaroline

    carcarocaroline

    24. September 2013 um 17:32

    Bei einem Titel wie »Es geht immer nur um Sex«, ist die unwillkürliche Assoziation, dass es sich um eine Plattitüdensammlung in Romanform handeln muss. Dass es sich aber keinesfalls um leichte Kost handelt, macht das Buch nicht weniger unterhaltsam. Man hat am Ende ein unbehagliches, aber auch höchst befriedigendes Gefühl. Befriedigend, weil man ein großartig geschriebenes Buch beendet hat, und unbehaglich, weil es einen noch lange zum Nachdenken über das eigene Leben bringt. Die Geschichte dreht sich um Marius, einen Enddreißiger, der den Leser mit seinen zynischen Monologen und seinem egoistischen Verhalten wechselweise unterhält, und so dafür sorgt, dass man sich absolut nicht mit ihm identifizieren möchte - und es am Ende doch tut. Die anderen Charaktere im Buch werden von Marius entweder verachtet, belächelt oder benutzt. Bis er Sophie kennenlernt, bei der er sich die Frage stellen muss, ob wirklich immer alles nur um Sex geht... Der Roman wird aus Marius‘ Perspektive erzählt, und alle Dialoge sind in indirekter Rede verfasst. Tatsächlich kommt auch der im Titel versprochene Sex im Buch nicht zu kurz. Marius Monologe wirken dazwischen wie Gedankenströme, in denen er Sachen auf den Punkt bringt, die sich die meisten Menschen nur heimlich eingestehen würden. Genau das macht die Geschichte so ansprechend. Marius heuchelt keinen Moralvorstellungen nach, die stehen einem nur im Weg. So benimmt er sich zwar wie ein richtiges Arschloch, aber wenigstens ist er ehrlich, zu sich selbst und auch allen anderen gegenüber. Würde Marius ein bisschen brutaler agieren, könnte es sich um einen Roman von Bret Easton Ellis handeln. Lucas Fassnacht schafft es, sehr schlicht und sachlich den Werteverfall unserer Konsumgesellschaft zu kritisieren. Eine Gesellschaft, die immer auf der Suche nach Spaß, Sex und Liebe ist, dabei keine Rücksicht auf andere nimmt, aber sich dennoch konstant Moral vorheuchelt. Außerdem schafft es Fassnacht durch intelligent eingesetzte Stilmittel, viele der Geschehnisse im Buch vorausahnen zu lassen, was eine Freude für jeden aufmerksamen Leser bedeutet. Lucas Fassnacht war bisher durch Poetry Slam Auftritte bekannt, der Sprung vom Kurztext zum Roman ist ihm aber definitiv gelungen. Das Buch ist absolut empfehlenswert, besonders für Menschen, die keine Angst davor haben, die eigenen Entscheidungen im Leben einmal in Frage zu stellen und beim Lesen nachzudenken.

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