Lucas Grimm Nach dem Schmerz

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Inhaltsangabe zu „Nach dem Schmerz“ von Lucas Grimm

Die gefeierte Cellistin Hannah Gold berührt die Menschen mit ihrer Musik, doch an sie selbst kommt nichts und niemand heran: Seit sie vor 25 Jahren gefoltert wurde, kann Hannah keinen Schmerz mehr empfinden. Die damals Siebenjährige wurde vor den Augen ihres Vaters, einem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR gequält, um geheime Informationen aus ihm herauszupressen. Er schwieg - aber schwieg er mit Absicht, um den Preis ihres Lebens? Hannah hat ihren Vater nie wieder gesehen, bis er eines Abends plötzlich in einem ihrer Konzerte sitzt. Von da an wird sie in einen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen. Wird verfolgt, angegriffen, gejagt. Es gibt keinen sicheren Ort mehr für sie, und sie begreift, dass es nur einen Ausweg geben kann: Sie muss hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen.

Richtige Spannung kam für mich leider erst nach der Hälfte des Buches auf, von einem Thriller erwarte ich anderes ...

— MissNorge
MissNorge

Hervorragende Charakterzeichnungen vs. Risse im Spannungsbogen. Ein vielversprechendes Debüt, das in der Zukunft auf mehr hoffen lässt.

— LibriHolly
LibriHolly

Ein Thriller-Debüt mit einem Touch Agenten-Spannung und interessanten Charakterzeichnungen.

— Nisnis
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  • Nach dem Schmerz

    Nach dem Schmerz
    Kleine8310

    Kleine8310

    06. August 2017 um 20:44

    Lesegrund:  Ich war auf der Suche nach einem besonderen Thriller und da ist mir das Buch von Herrn Grimm durch die Inhaltsbeschreibung gleich ins Auge gefallen.   Handlung:  In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Hannah Gold. Hannah ist eine gefeierte Cellistin, aber was niemand ahnt ist, dass sie schon sehr viel schlimmes aushalten musste. Mit sieben Jahren wurde sie, vor den Augen ihres Vaters, der ein Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR war, gefoltert, um ihn zum Reden zu bringen. Ihr Vater schwieg - aber mit welcher Absicht? Hannah hatte ihren Vater nie wieder gesehen, bis er plötzlich in einem ihrer Konzerte auftaucht. Ab diesem Zeitpunkt wird die junge Frau in einen gefährlichen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen, der ihr klar macht, dass sie unbedingt herausfinden muss, was ihr Vater verheimlicht ...   Schreibstil:  Der Schreibstil von Lucas Grimm ist klar und flüssig zu lesen. Es gibt ab und an gleiche Beschreibungen, die mich aber nicht allzu sehr gestört haben. Der Autor kommt schnell auf den Punkt und schreibt schnörkellos. Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mich leider nicht ganz überzeugen können. Wo der Autor ein großes Augenmerk auf die Musik und derlei Beschreibungen gelegt hat, sind die Charakterzüge, besonders der Protagonisten, leider oftmals zu kurz gekommen. Sie wurden zwar beschrieben, aber es blieb mir vieles zu unpersönlich und zu sehr an der Oberfläche. Dabei war das Potenzial für eine Vielschichtigkeit der Charaktere durchaus gegeben.   Spannung:  Der Spannungsbogen war die gesamte Geschichte hindurch erkennbar und ich habe zu Beginn auch großes Interesse an den Entwicklungen gehabt. Leider blieb die Spannung bis zur Hälfte der Story eher niedrig und danach stieg sie zwar an, aber das Spannungsniveau eines Thrillers hatte sie, für mich, leider nicht.    Emotionen:    Die Geschichte bringt durchaus Emotionen mit, aber die waren in der Vermittlung auch eher im mittleren Bereich. Hannah's Erfahrungen beispielsweise gingen mir sehr unter die Haut, aber in der Gegenwart war mir vieles zu vorhersehbar, um wirkliche Emotionen bei mir wecken zu können.   "Nach dem Schmerz" machte mich durch die interessante Idee neugierig, aber in der Umsetzung blieb mir manches zu sehr an der Oberfläche, was die Geschichte nicht aus der Masse herausstechen lässt.   

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  • Nach dem Schmerz

    Nach dem Schmerz
    Lenny

    Lenny

    24. July 2017 um 15:03

    Ein richtig spannender Einstieg! Hannah wurde als Kind gefoltert und empfindet deshalb keinen Schmerz mehr! Ihr Vater war bei der Folter dabei, man wollte ihm dadurch wichtige Informationen entlocken. Er hat geschwiegen! Zeitsprung - Hannah ist eine erwachsene Frau und  erfolgreiche Cellistin. Ihr Vater, der eigentlich für tot erklärt wurde sitzt eines Tages bei ihr im Konzert und die alte Geschichte wird wieder aufgerissen......Eine spannende Geschichte,  die kaum eine Verschnaufpause zulässt. Ich hatte mir das Ende etwas schöner vorgestellt.....

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  • Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

    Nach dem Schmerz
    ChrischiD

    ChrischiD

    16. July 2017 um 16:08

    Wenn Hannah Gold auf der Bühne steht, gibt es nur noch sie und ihre Musik. Gemeinsam mit ihrem Cello begeistert und berührt sie die Massen. Selbst allerdings spürt sie bereits seit 25 Jahren nichts mehr. Die Folter, die sie über sich ergehen lassen musste, hat sie zu der Frau gemacht, die sie heute ist. Und alles wegen irgendwelcher Informationen, die ihr Vater angeblich besitzen soll. Als Walter Gold, einst totgeglaubt, plötzlich in Hannahs Konzert auftaucht, scheint das Geheimnis, welches so lange unentdeckt blieb, sich seinen ganz eigenen Weg ans Tageslicht zu bahnen... In Lucas Grimms "Nach dem Schmerz" begegnet Hannah Gold diversen Dämonen, die mal mehr mal weniger real greifbar sind. Definitiv aber wird ihr nichts anderes übrig bleiben, als sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, die ihr damals in der DDR beinahe zum Verhängnis wurde. Schier unglaublich erscheinen die Machenschaften und Methoden der damaligen Zeit, wenn es um die Beschaffung von Informationen ging. Und doch weiß man im Grunde, dass die Darstellung erschreckenderweise authentisch ist. Somit wird ein Teil Historie beleuchtet, mit dem man gemeinhin nicht unbedingt in Berührung kommt, der aber dennoch nicht ausgeschlossen werden sollte und durchaus in Erinnerung gebracht werden darf. Welche Charaktere nun ein Bündnis eingehen, wer für wen spioniert oder wer sich nur zum Schein auf die gegebenen Spielregeln einlässt, aber eigentlich sein eigenes Ding durchzieht, wird nicht auf den ersten Blick deutlich. Zugegeben, das wäre auch ziemlich langweilig und die Geschichte schnell erzählt. Entsprechend ist hier Konzentration gefragt, um nicht plötzlich den Faden zu verlieren. Es ergibt sich ein dicht gesponnenes Netz aus diversen Intrigen, die teilweise vorhersehbar, in den meisten Fällen aber überraschend daher kommen. Dadurch entwickelt sich im Laufe des Geschehens eine (An)Spannung, der man sich als Leser nicht mehr entziehen kann. Ist man einmal in dem Sog gefangen, der sich etwa nach einem Drittel der Geschichte einstellt, gibt es nur noch die Flucht nach vorn. Gemeinsam mit den Protagonisten begibt sich der Leser auf eine Reise ins Ungewisse. Es ist weder klar was die Vergangenheit ans Licht bringt, noch was die Zukunft daraus macht. Alles ist möglich, so dass man zwar Spekulationen ob des Schlussakkords anstellen kann, den tatsächlichen Hergang allerdings erst erfahren wird, wenn die Zeit gekommen ist.

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  • Solider Thriller

    Nach dem Schmerz
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. May 2017 um 12:30

    Solider ThrillerEs ist klar, dass zu Zeiten der DDR eine Vielzahl von „verdeckten Spionen“ im „Westen“ tätig waren. Nicht nur in der Nähe eines Bundeskanzlers, sondern auf allen Ebenen der Gesellschaft.Und eine ausführliche Liste mit Namen all dieser liegt und lag nie vor.Was aber, wenn es eine solche gäbe? Wenn ein hochrangiger Funktionär für eine gewisse Absicherung gesorgt hätte, die er auch unter Folter (es braucht Nerven, dem Schlag des Hammers im Prolog zu folgen) nicht preisgab. Auch wenn seine kleine Tochter extra geholt wurde, auch wenn diese der Folter ohnmächtig zuschauen musst, mit traumatischen Folgen für die später erwachsene, junge Frau.Und was, wenn ein reichlich ausgebrannter Journalist, der die Bilder des Krieges; über den er an allen möglichen Orten hautnah berichtete, nicht mehr aus dem Kopf und auch nicht aus den Träumen mehr herausbekommt. Und der. Außer zwei gescheiterten Beziehungen, einer unordentlichen Wohnung, ein wenig Sex mit seiner Chefin und, vor allem, viel hochprozentigem Alkohol nicht mehr viel „Inventar“ in seinem Leben vorzuweisen hat.Wobei in der Person des David Berkoff Lucas Grimm doch ein wenig zu sehr das Stereotyp des versoffenen Ex-Starjournalisten bemüht und dieser daher den Leser nicht immer im Buch überzeugt.Wohingegen die 1989 kleine Tochter und in der Gegenwart Star Cellistin Hannah Gold dem Leser doch immer wieder nahe kommt. Die durch ein Trauma sensorisch nichts mehr spürt,, keinen Schmerz bei verbrannten Händen oder Wunden, mehr und mehr aber auch keinen Kontakt mehr zum Steg ihres Cellos. Und die nun sowohl ihrem totgeglaubten Vater unverhofft (wenn auch nur kurz) gegenübersteht, deren Bruder ihr Rätsel aufgibt und die alles daran setzt, zu erfahren, was damals geschehen ist.Verfolgt von skrupellosen Kräften, die auch über Leichen gehen, an ihrer Seite der nicht leicht zu durchschauende Berkoff, im Verlauf der Ereignisse immer mehr verlassen und auf der Flucht.Wenn sie nur den Code finden würde für jenes Bankschließfach, in dem die Antworten wohl warten. Und wenn sie dann ungesehen an das Schließfach überhaupt gelangen kann, denn „der Feind“ hat seine Augen an vielen Orte und ist ihr dicht auf der Spur.Ein nicht unbekanntes Setting, das Grimm seinem Thriller zu Grunde legt, das aber durchaus wieder einmal gut funktioniert.Mit den belebenden Fragen, was denn Berkoff und Hannah verbinden könnte (bei allem gewichtigen Altersunterschied) und was sich am Ende als „,Gewinn an Informationen zeigen wird, falls (und wenn ja, wer) die Unterlagen wirklich zu Gesicht bekommen sollte.

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  • Nach dem Schmerz

    Nach dem Schmerz
    mamenu

    mamenu

    22. April 2017 um 21:57

    KlapptextDavid Berkhoff,Ex-Kriegsreporter,Ex-Familienvater,Ex-Starjournalist,versucht seit Jahren,ein gefährliches Komplott aufzudecken.1989 verschwanden 381 CD -Rom aus der Berliner Stasi-Zentrale.Darauf die berüchtigten Rosenholz-Dateien mit den Namen westdeutscher Politiker,Journalisten und Unternehmer,die für die Stasi spioniert haben.Der finanzielle Wert? Das hängt davon ab,was ein Betroffener bereit ist zu bezahlen.Das Ziel? Erpressung.Der Täter?Vermutlich Walter Gold,Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR.Aber der ist doch tot denkt Berkoff.Bis Gold nach 27 Jahren wieder auftaucht.Jetzt sieht Berkoff die Chance seines Lebens gekommen und wird in einen Strudel hineingezogen,der ihn fast das Leben kostet.Denn nicht nur eine alte Stasi Connection sondern auch der BND ist hinter den Dateien her.Und da ist auch noch Hannah,Walter Golds Tochter,die mehr weiß,als ihr bewusst ist.Meine MeinungDer Titel vom Buch hat mich schon mal richtig neugierig gemacht. Nachdem ich dann noch den Klapptext gelesen habe, musste ich das Buch lesen.Das Buch ist von Anfang bis Ende sehr spannend, was mir sehr gut gefallen hat. Auch die Charakteren in Buch sind gut beschrieben. Einer dieser Charakteren ist Berkoff, der nach einer Top Story sucht um damit wieder ganz oben mitmischen zu können. Er hat so seine Probleme mit Alkohol und Drogen. Dazu gibt es noch Hannah, die glaubte ihre Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben, doch es kommt anders für sie, als sie denkt. Wer mehr wissen will sollte dieses Buch lesen.Der Schreibstil ist flüssig, sodass ich gut durch das Buch lesen konnte.

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  • Nicht ist so, wie es zu sein scheint

    Nach dem Schmerz
    MissNorge

    MissNorge

    09. April 2017 um 11:07

    Kurz zur GeschichteHannah Gold wird als kleines Mädchen gequält und gefoltert, vor den Augen ihres Vaters. Walter Gold ist Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR und er soll angeblich im Besitz von pikanten Informationen sein. Diese sollen aus Namen von westlichen Politikern, Journalisten und Unternehmern bestehen, die für die Stasi spioniert haben. Doch Gold schweigt. Nach über 27 Jahren, Hannah ist mittlerweile eine berühmte Cellistin, sieht sie ihren tot geglaubten Vater, in einem ihrer Konzerte sitzen und somit beginnt der Albtraum von Neuem.Meine MeinungIch muss gestehen, das mich solche Bücher, mit den Hauptthemen Agenten, ehemalige DDR und Spionage eigentlich immer abschrecken, da mir das meistens alles so kompliziert und unübersichtlich ist, aber hier hat mich Lucas Grimm an die Hand genommen und mir gleich zu Beginn erklärt, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört und wer was warum tun muss. Das hat es mir extrem erleichtert und ich kann sagen, ich kam beim Lesen sehr gut klar.Mit dem Journalisten David Berkoff und der Cellistin Hannah Gold hat der Autor zwei so unterschiedliche Charaktere erschaffen, die sich zwar innerhalb der Geschichte finden da sie dasselbe Ziel haben, nämlich die Rosenholz-Dateien zu finden, aber ergänzen tun sie sich wahrlich nicht. Beide haben eine andere Absicht um diese aussagekräftigen CD-ROM zu finden. Berkoff will als Journalist wieder oben auf sein und Geld scheffeln, Hannah will herausbekommen, ob ihr Vater damals wirklich den Code nicht wusste, ober ob er absichtlich schwieg und somit billigend in Kauf nahm, das sie so gefoltert wurde. Doch schon nach kurzer Zeit merken beide, das noch andere Gruppierungen hinter diesen Informationen her sind und zwar welche aus alten DDR-Zeiten und der BND. Am Ende überrascht Grimm den Leser wieder, aber mich nicht, denn ich dachte es mir schon irgendwie, denn zu Beginn wird eine Tatsache nicht richtig er- bzw. aufgeklärt und siehe da, meine Ahnung bestätigte sich. Richtige Spannung kam für mich leider erst ab der Hälfte des Buches auf und zum Ende hin hat der Autor alles an Action rausgeballert was noch sein musste. Hier hätte ich mir als Thriller-Fan gewünscht, das dies schon etwas früher passiert wäre und gleichmäßiger verteilt im Aufbau der Geschichte.Wer aber gerne spannende Geschichten liest, die sich aus der Vergangenheit bis in das heutige Leben ziehen, der kann sich mit diesem Buch getrost einen schönen Lesetag machen. 

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  • Nach dem Schmerz

    Nach dem Schmerz
    vormi

    vormi

    08. April 2017 um 23:20

    Die gefeierte Cellistin Hannah Gold berührt die Menschen mit ihrer Musik, doch an sie selbst kommt nichts und niemand heran: Seit sie vor 25 Jahren gefoltert wurde, kann Hannah keinen Schmerz mehr empfinden.Die damals Siebenjährige wurde vor den Augen ihres Vaters, einem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR gequält, um geheime Informationen aus ihm herauszupressen.Er schwieg - aber schwieg er mit Absicht, um den Preis ihres Lebens?Hannah hat ihren Vater nie wieder gesehen, bis er eines Abends plötzlich in einem ihrer Konzerte sitzt. Von da an wird sie in einen Strudel aus alten und neuen Machenschaften hineingezogen.Wird verfolgt, angegriffen, gejagt.Es gibt keinen sicheren Ort mehr für sie, und sie begreift, dass es nur einen Ausweg geben kann: Sie muss hinter das Geheimnis ihres Vaters kommen.Inhaltsangabe auf amazonMich hat dieses Buch sehr überrascht, und zwar im positiven Sinn.Denn als ich mich zum lesen entschieden habe, gab es erst wenige Rezis und die waren nicht gerade überschwänglich.Erst habe ich dann noch gezögwrt, aber der Klappentext klang zu verlockend.Über irgendwelche Machenschaften im Zuge des Mauerfalls 1989 habe ich noch nie was gelesen.Ich habe mich dann getraut und es nicht eine Seite dann bereut. Ich kann gar nciht verstehen, warum die ersten Leser so zurückhaltend bei der Beurteilung waren.Ich fand die ganze Story sehr erfrischend. Immer mal wieder überraschend witzig.Die Figuren waren lebensecht und realistisch, und die meisten Handlungen und Situationen entsprechend der Wirklichkeit.Man kann gut mit den Protagonisten mitfühlen und mitleiden.Das hat Spaß gemacht, sie bei ihrer Suche zu beobachten.

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  • Nach dem Schmerz oder Vom steten Hoffen des Lesers auf mehr

    Nach dem Schmerz
    LibriHolly

    LibriHolly

    04. April 2017 um 14:49

    Es ist eine Neuauflage der klassischen deutsch-deutschen Agentengeschichte, mit der Lucas Grimm alias Uwe Wilhelm hier als Buchautor debütiert. Da ist auf der einen Seite Hannah Gold, gefeierte Cellistin, begnadet talentierte Musikerin, die sich plötzlich, in Gestalt ihres längst totgeglaubter Vaters, den Dämonen ihrer Vergangenheit gegenüber sieht. Walter Gold, einst hochdekorierter Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der DDR. Ein Mann, der zu viel wusste und noch immer weiß. Ein Mann, der tatenlos zusah, als vor 27 Jahren seine gerade einmal 7-jährige Tochter vor ihm brutal und erbarmungslos gefoltert wurde. Konnte oder wollte er seiner Tochter damals nicht helfen? Ein Mann, der schwieg und es noch immer tut und eine Tochter, die nur noch eines will, die Wahrheit. Ebenfalls auf der Suche nach der Wahrheit befindet sich der investigative Journalist David Berkhoff. Nach jahrelangem Drogen- und Alkoholmissbrauch, tief traumatisiert von seinen Erlebnissen  als Kriegsberichterstatter im Nahen Osten, körperlich und beruflich am Ende angelangt, wähnt er sich nun auf der Spur eines riesen Skandals. Seine Spur führt direkt zu Hannah und ihrem Vater, es geht um nichts Geringeres als die spurlos verschwundenen berühmt-berüchtigten Rosenholz-Dateien. Brisantes Material, sollen sich doch darauf die Namen unzähliger westdeutscher Politiker, Journalisten und Unternehmer befinden, die auf der Gehaltsliste der Stasi standen. Zwei Menschen offenkundig jeweils am entgegengesetzten Ende des Seils, doch schnell merken sie, dass ihre Ziele gar nicht so weit auseinanderliegen und geraten tief hinein in einen mörderischen Strudel aus alten Stasi-Seilschaften, Intrigen und übergeordneten Interessen des BND. Zwei vielversprechende, außergewöhnliche Charaktere und ein spannendes Grundthema. Ersteres hat Grimm absolut für sich zu nutzen verstanden. Perfekt arbeitet er die innere Zerrissenheit der Figuren heraus, die beide auf die eine oder andere Weise tief gezeichnet sind von ihrer jeweiligen Vergangenheit. Doch mit der Spannung hapert es leider hier und da, immer wieder reist der Faden ab, zu häufig und zu ausführlich sind die Ausflüge in die Welt der Musik, die sich zu Beginn noch sehr interessant ausnehmen, doch mit der Zeit scheinen sie mehr und mehr eine Variation ein und desselben Themas zu sein. Was in der Musik Ausdruck höchster Kunstfertigkeit ist, stört literarisch eher, zumal, wenn man sich im Bereich der Spannungsliteratur bewegt. Auch das Grundthema wird nur mehr oder weniger angekratzt. Von den Rosenholz-Dateien hat man ja schon in dem ein oder anderen Bericht oder auch Buch gelesen, auch dass der ein oder andere einflussreiche Westdeutsche auf der Gehaltsliste der Stasi stand ist keine wirkliche Neuigkeit und so bietet mir das Buch kein Mehr an Wissen, nichts was ich daraus für mich mitnehmen könnte, sieht man einmal von den unzähligen Film- und Musikzitaten ab (etwas, das mir als alte Zitatensammlerin durchaus gut gefällt). Und so kann man das Buch nicht besser beschreiben als mit dem auf S. 290 aufgeführten Campbell-Zitat: „Am Ende kehrt alles zu seinem Anfang zurück, sagt Campbell. Dazwischen liegt die Hölle.“ Denn auch wenn einen die grausamen Kindheitserinnerungen von Hannah, die Kriegserlebnisse von David und die Seelenqualen der beiden immer wieder bis ins Mark treffen, die Actionszenen immer wieder Schwung in die Handlung bringen, so ist man doch am Ende des Buches angelangt so schlau wie zuvor. Insgesamt eine kurzweilige Unterhaltung und ein vielversprechendes Debüt, das mich am Ende leider nicht ganz überzeugen konnte.Und um ein weiteres Filmzitat aus dem Buch zu bemühen: „Aber am Ende ist alles gut. Und ist es nicht gut, dann ist es nicht das Ende.“ (S. 122) Frei nach diesem Motto lässt auch Grimms vielversprechender Einstieg in die Buchwelt auf mehr hoffen, denn der Thriller rund um die Figur des David Berkhoff ist als Reihe angelegt, habe ich mir sagen lassen.

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  • In tiefer Verachtung

    Nach dem Schmerz
    Nisnis

    Nisnis

    30. March 2017 um 18:45

    DDR 1989: Die 7jährige Hannah Gold wird auf grausamse Weise, vor den Augen ihres Vaters, in der russischen Botschaft gefoltert und gequält, um Informationen aus dem Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums herauszupressen, doch er schweigt. Nach dem man Hannah schwer verletzt freigelassen hat, hat sie ihren Vater nicht mehr gesehen und ihr seelischer Schutzmechanismus lässt sie keinerlei Schmerzen mehr empfinden.Hannah hat dieses Erlebnis nie überwunden und wird Tag und Nacht immer wieder von schrecklichen Träumen heimgesucht. Hannah nagt an den Fragen: „Warum hat ihr Vater nicht geredet. Hätte er die Folterqualen beenden können“?Heute, 25 Jahre später, ist Hannah eine gefeierte Cellistin und sie begeistert und berührt ein Millionenpublikum mit ihrer Musik. Sie lebt zurückgezogen, denn es ist ihr nicht möglich, Vertrauen zu Mitmenschen zu fassen und niemand kommt nah an sie heran.Eines Abends gibt Hannah ein Konzert und entdeckt ihren Vater im Publikum. Sie lässt sich zögernd auf ein Treffen mit ihm ein. Das Gespräch verläuft alles andere als harmonisch und nach dem sich die beiden trennen steigt der Vater in eine Limousine, die kurz darauf explodiert. Der Autor:Lucas Grimm ist das Pseudonym eines erfolgreichen Drehbuchautors, der sein Leben jahrelang als Musiker, Schauspieler, Filmemacher und Entrepreneur gefristet hat. Nach einem Schicksalsschlag ist er mehrere Monate durch Amerika, Indien, Tansania und Israel gereist und hat begonnen zu schreiben. Der Thriller „Nach dem Schmerz“ ist sein erster Roman. (Quelle: Piper Verlag)Reflektionen:Lucas Grimm ist mit dem Thriller Nach dem Schmerz ein spannendes und temporeiches Debüt gelungen. Die ersten Seiten brillierten sprachlich und gewährten einen angenehmen Einstieg in die Geschichte, sodass man hätte annehmen können, hier handelt es sich bestimmt nicht um ein Debüt. Doch im Verlauf der Geschichte veränderte sich dieses Lesegefühl. Lucas Grimm konnte weder sprachlich noch vom Aufbau der Handlung her das erste augenscheinlich hohe Niveau halten. Hannahs Geschichte berührt. Es stellen sich einem die Nackenhärchen hoch, wenn man liest das ein siebenjähriges Kind unter großer Qual gefoltert wird. Die Folterszenen werden stets nur angerissen, sodass dem Leser blutdurchtränkte Szenarien erspart bleiben, doch die Gewissheit, dass der Vater das Mädchen vermutlich hätte erlösen können, versetzt den Leser fast in rasende Wut. Sehr lange bleibt das Schweigen des Vaters im Dunkeln, sodass eine düstere Atmosphäre unheilvoll und geheimnisvoll durch die Seiten begleitet.Mit Hannah Gold ist Lucas Grimm eine außergewöhnliche Figur gelungen. Die Charakterzüge der jungen Frau sind durch das grausame Schicksal glaubhaft dargestellt. Auch die Liebe der Cellistin zur Musik, kann man förmlich spüren. Die Tatsache, dass Hannah keinerlei Schmerzen empfinden kann, habe ich als Leser akzeptiert, doch es folgen im Laufe der Geschichte actionreiche Darstellungen, die mir doch zu überspitzt, zu unrealistisch und in diesem Zusammenhang zu blutig waren. Die Zeichnung dieser Actionszenen nehmen im Verhältnis zu anderen Kapiteln enorm viel Raum ein, den ich lieber mit etwas mehr Handlung befüllt gesehen hätte.David Berkoff, Reporter der Woche, recherchiert seit Jahren zu dem Fall Walter Gold, der 1995 für tot erklärt worden war. Dieser war im Besitz der sogenannten Rosenholz-Dateien, ein Überbleibsel Stasi-Akten, die heute nicht nur den KGB interessieren. Man vermutet, dass Hannah die Dateien besitzt oder etwas über sie weiß und so wird sie verfolgt und gejagt. Davids Beschützerinstinkt ist geweckt und so kämpfen von nun an beide gegen dunkle Machenschaften und begeben sich in höchste Lebensgefahr.Die Figur des David Berkoff ist angeschlagen. Er kann Drogen- und Alkoholkonsum kaum wiederstehen, doch trotz dieser Lebenseinstellung, die von einem persönlichen Schicksal gezeichnet wurde, entpuppt er sich als verlässlicher und berechnender Gegenspieler der Bösen.Die Charakterzeichnungen gehen Lucas Grimm scheinbar leicht von der Hand, denn als Leser ist man von ihnen gefesselt und liest interessiert. Auch das Zusammenspiel der Figuren und die geschickt inszenierten Querverbindungen der Protagonisten lassen die Spannung immer wieder auf ein hohes Niveau ansteigen, doch leider sackt die Spannung auch immer mal wieder ab. Als Leser glaube ich zu erkennen, dass der Autor einige Szenen analog wie ein Drehbuch schreibt, sodass das die Harmonie der Handlung etwas unausgewogen und unruhig wirken lässt.Trotz kleinerer Schwächen, war ich wirklich spannend unterhalten und ich genoss den flüssigen Schreibstil dieser wohlgeformten Handlung, die außergewöhnlich und erfrischend anders daherkommt. Dieses Debüt empfehle ich gern und ich würde jederzeit wieder zu einem Buch des Autors greifen.Fazit und Bewertung:Nach dem Schmerz ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach grausamen Folterungen in ihrer Kindheit keinen Schmerz mehr empfinden kann. Es ist ein Thriller mit einem Touch Agentenspannung, der durch eine interessante Charakterzeichnung an die Seiten fesselt. Kleinere Schwächen dieses Debüt beeinträchtigen das Lesevergnügen nur geringfügig, sodass ich diesen Thriller gern empfehle.

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  • The Pain has Gone

    Nach dem Schmerz
    walli007

    walli007

    19. March 2017 um 20:48

    Heute ist Hannah Gold eine bekannte Cellistin. Kurz vor dem Zusammenbruch der DDR war sie als Tochter eines hohen politischen Beamten in einer besonderen Situation. Im Jahr 1989 wurde ihre Kindheit jäh beendet. Ihr Vater geriet in die Fänge des Geheimdienstes und um ihm seine Geheimnisse zu entlocken, wurde die damals 7jährige Hannah vor seinen Augen gefoltert. Seit damals nimmt Hannahs Fähigkeit, körperliche Schmerzen zu  empfinden, immer mehr ab. 27 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis taucht der totgeglaubte Vater plötzlich wieder in Berlin auf. Der abgehalfterte Journalist David Berkoff ist seit Jahren hinter einer bestimmten Story her. Ist jetzt seine Chance gekommen? Wenn man eigentlich glaubt, man habe mit der Vergangenheit abgeschlossen, rechnet man keinesfalls damit, dass sie eines Tages vor der Haustür steht bzw. ein Konzert aufsucht. Doch genau das geschieht in Hannahs Leben. Völlig unerwartet besucht ihr totgeglaubter Vater eine ihrer Aufführungen. Nur wiederwillig trifft sich Hannah mit ihrem Vater. Sie will wissen, was damals wirklich geschah. Offensichtlich will auch ihr Vater etwas von ihr wissen. Doch für Hannah fühlt es sich so an als stünde ein Fremder vor ihr. Sie kann sich nicht überwinden, mit ihrem Vater zu sprechen. Just als sie beginnt ihren Entschluss zu hinterfragen, wird ihr Vater bei einem Anschlag getötet. Eine Tochter auf der Suche nach der Wahrheit, ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit. Doch haben die beiden das selbe Ziel? Zunächst scheinen sie sich ergänzen zu können, doch jeder scheint auch ein eigenes Spiel zu spielen. Und mehr als nur ein Geheimdienst macht sich auf die Spur der Wahrheit. Werden Berkoff und Hannah Gold von den verschiedenen Diensten ausgenutzt und gegeneinander ausgespielt? Und schließlich ist es mit der Wahrheit wie mit den Geistern, die man rief und die man dann nicht mehr los wird? Äußerst spannend entwickelt sich die Jagd nach der Wahrheit. Berkoff muss dabei einiges mit seinem Gewissen ausmachen, schließlich sollte für die Story vielleicht doch nicht absolut jedes Mittel recht sein. Was aber, wenn man sich mit allen überworfen hat, die einem Arbeit verschaffen könnten. Und Hannah hat nach ihren schweren Erlebnissen eine besondere Persönlichkeit entwickelt. Schwer vorstellbar, keinen Schmerz empfinden zu können. Was im ersten Moment eine Erleichterung sein könnte, wird bald zu einer Unfähigkeit und einer Belastung. Schließlich sorgt ein Schmerz ja auch dafür, innezuhalten und einer Gefahr auszuweichen. Mit seinem Debütroman hat der Autor zwei ungewöhnliche Personen zu einem unfreiwilligen Team zusammengefügt, bei dem man sich fragt, ob und wie lange es funktioniert. Gepackt geht man dieser Frage nach und auch der Frage nach der Wahrheit.  Ein fesselnder Thriller, der sehr  deutlich macht, dass die Vergangenheit viel länger wirken kann als einem mitunter lieb ist.

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