Lucas Vogelsang

 3.8 Sterne bei 20 Bewertungen
Lucas Vogelsang

Lebenslauf von Lucas Vogelsang

Lucas Vogelsang wurd 1985 in Berlin geboren. Er ist deutscher Journalist und Autor. Unter anderem schrieb er Artiekl für den "Tagesspiegel" und "Die Zeit" und arbeitet heute als Autor für "Die Welt" und "Welt am Sonntag". Vogelsang erhielt mehrere Preise, 2015 zuletzt den Hansel-Mieth-Preis für seine Reportage über seinen Block im Berliner Wedding. "Heimaterde" ist sein erster Roman.

Alle Bücher von Lucas Vogelsang

Heimaterde

Heimaterde

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Erschienen am 17.03.2017
Was wollen die denn hier?

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Erschienen am 21.05.2019

Neue Rezensionen zu Lucas Vogelsang

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Rezension zu "Heimaterde" von Lucas Vogelsang

Keine leichte Kost, aber der Mühe wert
carathisvor einem Jahr

Lucas Vogelsang nimmt uns mit auf eine Reise zu den Wurzeln der Menschen, ihrer Heimat, die sehr oft nicht an dem Ort liegt, wo sie leben.

Der Klappentext hinter dem ungewöhnlichen und unglaublich schönen Cover, verriet mir, dass ich verschiedenen Menschen begegnen werde, die in Deutschland ein Zuhause haben, aber nicht unbedingt eine Heimat. Wie diese Heimaterde aber aussehen kann und ob sie als Gefühl, Stadt, bestimmte Gewohnheit oder als andere Lebewesen daherkommt, wird beschrieben und detailliert auseinander genommen. 

Dieses Thema erschien mir überaus präsent, in den Medien und dem allgemeinen Umfeld und deswegen freute ich mir auf dieses Buch. Gegliedert ist es in verschiedene Städte bzw. deren "Brennpunkte" wie Castrop-Rauxel oder Rostock-Lichtenhagen. Dort trifft der Autor die Menschen, die teils dramatische Geschichten erlebt haben, aber oft daran gewachsen sind. 
So trifft man zum Beispiel ein ungleiches Brüderpaar, die als Kinder durch Kontinente getrennt waren und nicht so recht in das jeweilige Land passen wollten. Doch sie fanden irgendwie wieder zusammen, zumindest so halb. Immer wieder treffen sich die Fäden aber wieder in Berlin, wo auch der Autor lebt. Und das merkt man ihm auch an.

Die Sprache ist sehr direkt, manchmal zu derb und sprunghaft. Das muss man mögen. Es gibt auch Sätze, die man erst beim zweiten oder dritten Mal lesen  so richtig begreift, die Bilder aufnehmen, die mir manchmal die Luft nahmen. 
"Es sind Orte wie Selbstmörder, sie halten den Zug auf, verlangsamen die Reise." 
Solche Sätze waren mir zu krass, da wollte ich das Buch gleich weg legen. Aber die Menschen haben mich dann doch interessiert, ich wollte erfahren, was aus ihnen wurde. Und manchmal kann man die Situationen wohl auch nur so richtig darstellen, denn sie sind ab und zu hart. 

Fazit: Da wir in Deutschland derzeit viele Menschen unterschiedlichster Herkunft aufnehmen, die teilweise hier auch eine Heimat finden möchten, bin ich der Meinung, dass Bücher wie dieses wichtig sind. Sie öffnen die Augen für die Probleme und Hoffnungen der Zugereisten. Ob man mit der Sprache zurecht kommt, muss jeder selbst feststellen, sie ist recht sachlich und direkt. Insgesamt ist es keine leichte Kost, aber die Mühe des Lesens wert. 

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S

Rezension zu "Heimaterde" von Lucas Vogelsang

Deutschsein, oder?
Starbucksvor einem Jahr

Wer selbst schon länger im Ausland war, hatte sicher Gelegenheit, sich Gedanken über 'Heimat' und 'Deutschsein' zu machen. Die Menschen, die nach Deutschland kommen, haben unterschiedliche Gründe, herzukommen, und oft gibt es kein Zurück, sodass sie komplett anders empfinden mögen, doch der Umgang mit dem neuen Land, dass oft für immer die 2. Heimat wird, ist unterschiedlich.

Zum Inhalt: In „Heimaterde“ hat Lucas Vogelsang in ganz Deutschland unterschiedliche Menschen getroffen, deren Heimat heute Deutschland sein mag, oder eben auch nicht. Es kommen Menschen unterschiedlicher Hautfarben und Herkunftsländer zu Wort, Menschen, die schon fast ihr ganzes Leben hier verbringen, Menschen, die noch nicht so lange da sind. Lucas Vogelsang hat 11 Geschichten aufgeschrieben, hat Menschen besucht und befragt. Dabei sind sehr unterschiedliche Porträts entstanden von Menschen, die deutscher sind als die Deutschen, Menschen, die die neue Heimat annehmen oder sie eben doch differenzierter sehen.

Es ist spannend, Vogelsang durch Deutschland zu folgen. Bei seiner „Weltreise durch Deutschland“ hat er spannende Geschichten und überraschende Einsichten zutage gebracht. Dabei stört bei seinen Erzählungen oft seine Sprache, mit der er sich etwas hätte zurücknehmen können, aber der Leser gewöhnt sich auch an das Ungewöhnliche.

In „Heimaterde“ lernt man durch die Beschäftigung mit den anderen auch viel über sich selbst. Gern mache ich mir auch Gedanken über meine Heimat und was das Deutschsein bedeutet. Dabei finde ich auch viele Eigenschaften, die ich nicht verkörpern will. Doch die deutschesten Deutschen scheinen ja die Zugewanderten zu sein, ein interessantes Phänomen, das man immer wieder beobachten kann!

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I

Rezension zu "Heimaterde" von Lucas Vogelsang

Wie, wo, was und wann ist Heimat ?
Ivonne_Gerhardvor einem Jahr

Ein Buch von Lucas Vogelsang der die Leser mitnimmt auf die Erkundung des Begriffs Heimat und was es für verschiedene Menschen bedeutet,... Es ist sehr interessant und auch aufschlussreich ihn auf seiner Reise durch die verschiedenen Regionen der Bundesrepublik mit seinen unterschiedlichen Charakteren zu begleiten und die Geschichten hinter den Menschen zu erfahren. Ihre Schicksale, ihre Einstellungen und ihre Definition von Heimaterde - Heimatorte ;-) Wie, wo , wann und was ist Heimat ? Jeder hat seine Geschichte ;-)

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Gespräche aus der Community

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aufbauverlags avatar

Heimat leuchtet

Vietnamesen, die Zuwanderern Deutsch beibringen, Türken, die auf die Mittagsruhe pochen, Iraner, die ihre Gartenzwerge bemalen, oder ein Politiker mit palästinensischen Wurzeln, der dem Stammtisch erklärt, was Deutschsein heute bedeutet. Lucas Vogelsang fährt vom Berliner Wedding aus quer durch die Bundesrepublik und trifft Menschen, die von Herkunft und Identität erzählen. In Pforzheim, Rostock-Lichtenhagen oder Castrop-Rauxel. So reist er hinein in die Gegenwart unseres Landes – „Heimaterde“ stellt sich der großen Frage, wer wir sind.



Um mit Ismail Öner zu sprechen, hat sich der Autor beispielsweise auf den Weg nach Berlin-Spandau gemacht: 
"Um ihn zu treffen, muss man mit dem 137er wieder zurück in Richtung Rathaus Spandau fahren, eine Haltestelle weiter aussteigen, wenn man die große aufblasbare Gitarre des Musikhauses sieht, am Puff vorbei, der blauen Maus, die jeder kennt, der alt genug ist. Dann nach rechts und dann einfach rein, man braucht da keine Anmeldung. Ismail Öner ist da oder eben nicht."

In folgender Leseprobe lernt ihr Ismail Öner kennen: http://tiny.cc/heimaterde_oener

Mehr zum Buch unter http://www.aufbau-verlag.de/heimaterde.html


Über Lucas Vogelsang

Lucas Vogelsang zählt zu den erfolgreichsten Reportern seiner Generation. Er hat u.a. für den Tagesspiegel, den Playboy und Die Zeit gearbeitet und ist heute Autor für Die Welt und Welt am Sonntag. 2010 erhielt er den Henri-Nannen-Preis und 2013 den Deutschen Reporterpreis. Für die Reportage über seinen Block im Berliner Wedding wurde er 2015 beim Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet.


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Zusätzliche Informationen

Lucas Vogelsang wurde am 29. August 1985 in Berlin (Deutschland) geboren.

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