Lucia Leidenfrost

 3,7 Sterne bei 36 Bewertungen

Lebenslauf

Lucia Leidenfrost wurde 1990 in Frankenmarkt (Oberösterreich) geboren. Sie studierte Germanistik, Skandinavistik und Germanistische Linguistik an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Seit 2014 lebt sie in Mannheim und arbeitet am Institut für Deutsche Sprache. Ihre Erzählungen sind in österreichischen und deutschen Literaturzeitschriften erschienen. Sie erhielt u.a. das Start-Stipendium des BMUKK für Literatur sowie den Anerkennungspreis U19 beim Marianne-von-Willemer-Preis. „Mir ist die Zunge so schwer“ ist ihr erstes Buch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lucia Leidenfrost

Cover des Buches Wir verlassenen Kinder (ISBN: 9783218012089)

Wir verlassenen Kinder

 (23)
Erschienen am 04.02.2020
Cover des Buches Mir ist die Zunge so schwer (ISBN: 9783218010696)

Mir ist die Zunge so schwer

 (13)
Erschienen am 08.02.2017

Neue Rezensionen zu Lucia Leidenfrost

Cover des Buches Wir verlassenen Kinder (ISBN: 9783218012089)
schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Wir verlassenen Kinder" von Lucia Leidenfrost

Verlassene Kinder in einem Dorf - wer, wann, wo, weshalb erschließt sich nicht. Eine Dystopie, die mehr Fragen als Antworten aufwirft.
schnaeppchenjaegerinvor 3 Jahren

In einem Dorf sind nur noch wenige Häuser bewohnt. Die allermeisten Erwachsenen hab es verlassen, übrig geblieben sind die Kinder und ein paar wenige Großeltern, die sich noch so gut es geht, um sie kümmern. Die Erwachsenen haben das Dorf verlassen, um in der nächsten Stadt Arbeit zu finden. Offenbar schwelt ein Konflikt, der sich zu einem Krieg ausweiten könnte. 

Die Kinder sind zunehmend auf sich alleingestellt. Die Pakete aus der Stadt und auch die Nahrungsmittel werden weniger. Die Kinder beginnen damit ihre eigenen Regeln aufzustellen, denn ohne einen geregelten Tagesablauf herrscht keine Struktur mehr. Mila, die Tochter des Bürgermeisters, der immer noch die Stellung hält, beugt sich nicht den Regeln. Sie glaubt nicht mehr daran, dass die Erwachsenen zurückkehren werden, bricht in leerstehende Häuser ein und bedient sich dort an den Utensilien. Das erzürnt die anderen Kinder und macht sie zur Außenseiterin. Mila bleibt jedoch standhaft. Ihr Traum ist es, Lehrerin zu werden und die Kinder zu unterrichten, um ihnen eine Perspektive zu geben. 

Der Roman ist aus der Sicht der Kinder - ein kollektives "Wir" - aus der Perspektive von Mila und vereinzelten Erwachsenen geschildert, die auch rückblickend von der Zeit im Dorf berichten. Dabei kommt insbesondere die Brutalität der Kinder zutage, die so erschreckend ist, dass man sich fragt, ob es nicht die Kinder gewesen sind, die die Eltern vertrieben haben. 

Das Dorf ist fiktiv und es ist nicht möglich, die Situation einer bestimmten Zeit oder einem bestimmten Ort zuzuordnen. Fakt ist nur, die Kinder wurden verlassen und je weniger Erwachsene übrig sind, desto weniger kommen die Kinder mit der Situation zurecht. Warum die Eltern das Dorf wirklich verlassen hab, ob tatsächlich irgendwo Krieg herrscht und warum sich aus der Stadt oder Regierung niemand darum kümmert, ist unklar. Auch die Rolle des Bürgermeisters, der zumindest die Funktion eines Regierenden hat, ist hinreichend unbestimmt. 

"Wir verlassenen Kinder" ist eine Dystopie, die auf wenigen Seiten in einer bildhaften, metaphorischen Sprache ein düsteres Szenario zeichnet. Da der Hintergrund des Verlassenwerdens im Dunkeln blieb, hatte ich Schwierigkeiten, Gefallen an der Geschichte zu finden. Auch fand ich schade, dass die Protagonisten, insbesondere die verbliebenen Kinder, namenlos blieben, obwohl man aufgrund der geringen Anzahl an Personen einige Charaktere hätte hervorheben und ihnen ein Gesicht geben können. So gab es nur Mila und ein anonymes "Wir". Dabei empfand ich es als unrealistisch, dass sich innerhalb des Wir keine Struktur herausbildete. Es gab keine erkennbare Gruppendynamik oder Rollen, die die Kinder typischerweise eingenommen hätten. 

Die Geschichte ist zudem weder spannend noch empathisch erzählt. Das Dorf, das im luftleeren Raum zu schweben scheint, und die Einzelschicksale bewegen nicht. Am Ende bliebt dem Leser ein enormer Interpretationsspielraum hinsichtlich der Sinnhaftigkeit dieser Parabel (?). Ich hatte mehr Fragen als Antworten. 

Cover des Buches Wir verlassenen Kinder (ISBN: 9783218012089)
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Rezension zu "Wir verlassenen Kinder" von Lucia Leidenfrost

Ein Dorf, in dem nur Kinder wohnen!
BeautyBooksvor 3 Jahren

Inhaltsangabe:

Die Erwachsenen verlassen das Dorf und die Kinder erschaffen ihr eigenes System aus Gesetzen und Regeln. 

Die Kinder empfangen Pakete und Geld. Sie kochen, putzen und kommern sich um die Großeltern und kleinen Geschwister. Scheinbar soll rundherum Krieg herrschen. Aus diesem Grund haben die Eltern das Dorf verlassen, um in der Stadt arbeiten zu gehen. Geld, dass sie dringend benötigen und den Kindern zukommen lassen. Als der einzige Lehrer nun auch das Dorf verlässt, beginnen die Kinder, sich zusammenzurotten und ihre eigenen Gesetze und Regeln aufzustellen. Was harmlos beginnt, wird rasch zu einem System aus Gewalt und Macht, dem sich alle zu unterwerfen haben. Nur Mila will sich nicht beugen und wird zur Außenseiterin, die bis zum Ende für das Gute kämpft.


Meine persönliche Meinung:

Diese Geschichte ist düster und deprimierend. Das merkt man sofort, wenn man dieses Buch zu lesen beginnt. Die Eltern verlassen das Dorf, die Kinder sind auf sich alleine gestellt. Die Kulisse wird unglaublich toll beschrieben. Man kann sich dieses ausgestorbene Dorf richtig gut vorstellen. Die leere Schule, kaputte Fenster, leere Einkaufsläden, alles grau und düster. In diesem Dorf leben nur noch Kinder und Großeltern. Alle anderen Erwachsenen sind in die Stadt gezogen und lassen von sich hier und da mal etwas hören. Der Bürgermeister, der ebenfalls noch im Dorf lebt und somit einer der zurückgebliebenen ist, vermittelt nun zwischen Eltern und Kindern. 

Die Eltern schicken Briefe, Pakete um die Kinder von außen zu versorgen. Die zurückgelassenen Kinder müssen nun lernen, erwachsen zu werden, denn sie müssen sich jetzt auch um die jüngeren Geschwister kümmern. Der Bürgermeister, der ebenfalls noch im Dorf lebt und somit einer der zurückgebliebenen ist, vermittelt nun zwischen Eltern und Kindern. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird uns nun über das Schicksal der Kinder berichtet. Lucia Leidenfrost ist dies unglaublich gut gelungen. Wir lernen Mila kennen, die eine von drei Töchtern des Bürgermeister ist. Sie hat sich von allen anderen Kindern abgesondert. Ihr Teil ist aus der Sicht einer Erzählstimme erzählt. Alle übrigen Erzählungen sind in der Ich-Form geschrieben. Mila wehrt sich gegen eine homogene Gruppe aus Kindern. Sie will es nicht akzeptieren, dass es keine echte Individualität mehr geben soll. 

Der Schreibstil hat mir so unglaublich gut gefallen. Einerseits hat man das Gefühl, dass diese Geschichte, die man hier erzählt bekommt, ganz weit weg von einem ist, aber einerseits bekommen diese ungeheurlichen Geschehnisse im Dorf eine irrationale Normalität. Der Autorin ist es also gelungen in diesem Roman ein schreckliches aber auch faszinierendes Szenario zu erzählen. Eine Geschichte, die unglaublich realistisch niedergeschrieben wurde. Das Handeln der Kinder ist absolut nachvollziehbar, das der Eltern jedoch weniger. Bei den Kindern herrscht anfangs noch eine unglaubliche Freude, als vor allem auch alle Lehrer weggegangen sind. Eine Freude, die jedoch sehr schnell in Langeweile umschwenkt. Sie werden zu Taten getrieben, deren Konsequenzen sie nicht vorhersehen haben können. 

Während dem Lesen treten irrsinnig viele Fragen auf. Wo sind die Eltern, vor allem in welcher Stadt? Warum kommen sie die Kinder nie besuchen, wenn sie doch auch Briefe und Pakete schicken? Ist all das so geschehen, weger vieler Konflikte und dem Krieg, der immer wieder erwähnt wird? Diese und auch viele andere Fragen treiben die Spannung der Geschichte definitiv in die Höhe und lässt den Leser nur noch neugieriger weiterlesen. Eines kann ich euch verraten: Es werden nicht alle Fragen beantwortet und wir bekommen ein offenes Ende, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt. 

Ich bin jedenfalls unglaublich begeistert von der Idee dieses Romans. Ich hätte die Kinder noch unglaublich gerne weiterbegleitet und hätte nichts dagegen gehabt, wenn die Geschichte noch weitergegangen wäre. Auch heute bin ich noch immer auf der Suche nach Antworten auf meine Fragen. Eine Geschichte, die einem also nicht so schnell loslassen wird.

Cover des Buches Wir verlassenen Kinder (ISBN: 9783218012089)

Rezension zu "Wir verlassenen Kinder" von Lucia Leidenfrost

Starker Debütroman
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Mischmasch aus Altvertrautem?⠀

Der Klappentext lässt direkt an den verstörenden Klassiker von Sir William Golding denken – “Der Herr der Fliegen”. Dieser ist ins kollektive Verständnis eingegangen als Urbild des Konflikts zwischen anerzogener Zivilisation und gewaltbereitem menschlichem Urinstinkt. Selbst wer das Buch nie gelesen hat, hat irgendwo im Hinterkopf das Bild eines fliegenumschwärmten Schweineschädels.⠀

Kinder, die auf sich alleine gestellt daran scheitern, ihre eigene zivilisierte Gesellschaft aufzubauen? Kinder, die zunehmend verrohen und letztendlich dastehen als gewalttätige kleine Bestien? Das suggeriert der Klappentext und es klingt allzu vertraut, daher begegnete ich dem Buch mit skeptischem Vorbehalt.⠀

Tatsächlich fühlte ich mich in manchen Szenen an “Herr der Fliegen” erinnert, in anderen dagegen an das Jugendbuch “Nichts” von Janne Teller, in dem Kinder versuchen, die Sinnlosigkeit des Lebens zu widerlegen, und in einer Spirale der Gewalt daran verzweifeln. Und doch ist “Wir verlassenen Kinder” keineswegs ein Abklatsch, wenn man genauer hinschaut – die Gemeinsamkeiten liegen mehr in der Erwartung der Lesenden als im eigentlichen Inhalt.⠀

Trotz der Ähnlichkeiten bietet der Roman einen Blick auf die Thematik, der unverbraucht ist.⠀

Die Kinder klammern sich an die selbst aufgestellten Regeln, auch wenn diese keinen Sinn mehr ergeben, und haben für Verstöße ein System der Bestrafung eingerichtet. Und ja, das eskaliert im Verlauf der Handlung, aber es erreicht in meinen Augen nicht ganz das Level der Gewalt in “Herr der Fliegen” oder “Nichts”. Und es fühlt sich einfach anders an – Lucia Leidenfrost findet neue Blickwinkel und einzigartige Worte, so dass man andere Bücher irgendwann beim Lesen vergisst. Dennoch ist ihr Roman nicht weniger beunruhigend und lässt die Leser:innen auch nicht weniger nach dem Sinn der Geschichte suchen.⠀

Ich las die Handlung mit einem immerwährenden Gefühl des kalten Elends.⠀

Wurden die Kinder bei Golding durch einen Unfall von der Zivilisation abgeschnitten, werden sie hier von ihren eigenen Eltern wissentlich zurückgelassen – unbarmherzig, wenn auch mit den besten Absichten. Es gibt keine Arbeitsplätze mehr im Umfeld des Ortes, daher müssen sie weiter entfernt nach Arbeit suchen, um ihre Familien zu ernähren. Da Krieg herrscht, wollen sie ihre Söhne und Töchter nicht mitnehmen ins Ungewisse, sondern wieder nachhause kommen, sobald Normalität einkehrt. Doch darauf warten die Kinder vergeblich. Schließlich lässt sie der Lehrer im Stich, dann auch der Pfarrer, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Großeltern wegsterben… Und das Essen wird knapp.⠀

Man erfährt kaum etwas über diesen Krieg. Wer kämpft gegen wen? Was war die Ursache? Der Konflikt bleibt so verschwommen, dass die Geschichte jederzeit und an jedem Ort spielen könnte und dadurch eine beklemmende Allgemeingültigkeit erhält.⠀

Was ist echt, was spielt sich nur in den Köpfen der Kinder ab?⠀

Zwischendurch werden Briefe der Eltern zitiert, die in ihrer unbeholfenen Sprache auf mich eher wirkten wie Hirngespinste der Kinder, die sehnsüchtig auf niemals eintreffende Schreiben warten. Auch bei der beschriebenen Gewalt war ich mir oft unsicher, wo Gewaltfantasien aufhören und echte Gewalt beginnt. Wurde wirklich ein Kind nach einem Regelverstoß zur Strafe mit einem Stock ins Minenfeld geschickt, oder ist das nur eine Vorstellung, die auf den Erzählungen der Erwachsenen über das zerbombte und verminte Nachbardorf beruht? Haben sie wirklich den verhassten Alten ertränkt, der die Kinder immer unfreundlich behandelt hat, oder gibt ihnen die Vorstellung nur ein Gefühl der Kontrolle über ihr Schicksal?⠀

Diese Unsicherheit verleiht der Erzählung etwas Albtraumhaftes mit nur gelegentlichen Momenten der aussichtslosen und dennoch unerschütterlichen Hoffnung. Sie entwickelt eine fatalistische Sogwirkung, je mehr man sich als Leser:in hineinliest in das Leben dieser Kriegswaisen. Ihre Eltern sind so oder so für sie verloren, ob diese nun noch leben oder nicht, ihr bisheriges Leben ist unrettbar dahin – und im Grunde wissen sie das auch.⠀

Was, wenn nicht dieses Wissen, bringt sie dazu, sich so krampfhaft an die Reste ihrer Normalität zu klammern?⠀

Als Leser:in sollte man jedoch nicht allzu angestrengt nach Erklärungen suchen.⠀

Die Glaubhaftigkeit dieser Geschichte liegt nicht in Fakten begründet – es ist die zeitlose Wahrheit der Märchen und Sagen, die hier in ihrer ganzen Grausamkeit waltet. Gerade deswegen trifft sie die Leser:innen ins Mark, ungeachtet jeglicher Logik oder Begründung. Gerade deswegen funktioniert die Parabel und bietet eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten.⠀

Geht es hier wirklich um Krieg, oder ist der Krieg nur ein Bild für die Unbilden der menschlichen Natur? Geht es um zerrüttete Familien, verlorene Hoffnungen, geht es wie bei Golding um den Konflikt zwischen Zivilisation und Natur? Sind die Kinder wirklich Kinder, oder sind sie Platzhalter für die Verlustängste jedes Menschen? Auch die Großeltern wirken wie Symbole eines verlorenen Lebens. Alles ist möglich, obwohl eigentlich nichts mehr möglich ist.⠀

Dementsprechend fühlten sich die meisten Charaktere für mich auch weniger an wie Menschen aus Fleisch und Blut als wie Archetypen einer zum Scheitern verurteilten Heldenreise. Nur Mila schüttelt den Mantel der Allgemeingültigkeit ab und zeigt sich den Leser:innen in roher Verwundbarkeit als Individuum. Sie ist das isolierte Ich im Kontrast zum vielgestalten, schwarmähnlichen Wir der anderen Kinder – doch interessanter Weise wird ausgerechnet ihre Sicht nicht aus der Ich-Perspektive geschildert, sondern aus der Distanz eines personalen Erzählers. Aber gerade durch den Kontrast erreicht sie als Protagonistin eine umso größere Wirkung, unterstreicht umso mehr die Leitmotive der Erzählung.⠀

Interessanterweise steht Mila im größten Kontrast zu ihrem eigenen Vater, dem letzten noch verbleibenden Vater des Dorfes – und gleichzeitig dem bösen Wolf dieses Märchens. In Milas Gedanken hockt seine Aggression in Gestalt einer riesigen Spinne, die jederzeit zuschlagen kann, auf seinem Rücken.⠀

Inhalt und Sprache wirken perfekt zusammen.⠀

Der Stil ist schlicht, auf die blanken Knochen reduziert, doch Leidenfrost spielt auf dieser Klaviatur ein vielstimmiges Lied mit leiser Wucht und dichter Atmosphäre. Gerade die “wir”-Perspektive der Kinder schreibt sie in geradezu hypnotischen Worten. Das ist packend und unwiderstehlich – und so beklemmend wie ein Choralgesang, dessen Misstöne sich der genauen Analyse entziehen. Was bleibt ist ein tiefes elementares Grauen: die Urangst eines verlassenen Kindes.⠀

Fazit⠀

In Lucia Leidenfrosts Debüt herrscht ein unbestimmter Krieg. Wo? Warum? Das wird nicht näher erläutert. Es geht um die Kinder, die im Grunde zu Kollateralschäden dieses Konfliktes werden – aus Not verlassen von ihren Eltern, die anderswo nach Arbeit suchen müssen. Die Kinder stellen ihre eigenen Regeln auf, mit den dazugehörigen Strafen für Verstöße, doch sie verlieren mehr und mehr den Halt. Die Zivilisation wird zunehmend zur hauchdünnen Fassade.⠀

Doch schwingt immer eine gewisse Doppeldeutigkeit mit, so dass man sich als Leser:in fragt: was ist real, was ist nur Sinnbild für etwas anderes? So oder so bietet der Roman eine Vielzahl an Interpretationsmöglichkeiten und Lucia Leidenfrost erzählt das in einer hochinteressanten reduzierten Sprache.⠀

Definitiv ein sehr starker Debütroman und eine Autorin, die man im Auge behalten sollte!


Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:

https://wordpress.mikkaliest.de/rezension-lucia-leidenfrost-wir-verlassenen-kinder/

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