Lucia St. Clair Robson

 4 Sterne bei 122 Bewertungen
Autor*in von Die Mit Dem Wind Reitet, Tiana und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Die Mit Dem Wind Reitet (ISBN: B0064SVVKU)
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Rezension zu "Die Mit Dem Wind Reitet" von Lucia St. Clair Robson

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Facettenreiche Darstellung der Hauptfigur

Ein bewegender und fesselnder historischer Roman, der das Leben der legendären Cynthia Ann Parker erzählt - eine Geschichte, die unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.

Lucia St. Clair Robson entführt uns in die raue Welt des amerikanischen Südwestens des 19. Jahrhunderts. Mit großer erzählerischer Kraft und historischer Genauigkeit schildert sie das Schicksal eines weißen Mädchens, das von Comanchen entführt wird und später zu einem vollwertigen Mitglied des Stammes heranwächst.

Die Autorin beweist ein außergewöhnliches Gespür für die kulturellen Feinheiten und Traditionen der Comanchen. Die Beschreibungen des Stammeslebens, der Rituale und der Naturverbundenheit sind detailliert und authentisch, ohne jemals ins Klischeehafte abzugleiten.

Besondere Stärken:

  • Tiefgründige Charakterentwicklung der Protagonistin
  • Historisch fundierte Darstellung der Comanche-Kultur
  • Atmosphärisch dichte Landschaftsbeschreibungen
  • Sensible Behandlung kultureller Konflikte
  • Emotionale Tiefe der Erzählung

Die Geschichte überzeugt durch:

Die facettenreiche Darstellung der Hauptfigur, die zwischen zwei Welten lebt und in beiden ihre Identität findet, ist besonders eindrucksvoll gelungen. Der innere Konflikt und die Zerrissenheit werden einfühlsam und glaubwürdig geschildert.

Der Schreibstil ist lebendig und bildgewaltig, ohne dabei überladen zu wirken. Die Autorin findet die perfekte Balance zwischen historischen Fakten und romanhafter Erzählung.

Fazit:

"Die mit dem Wind reitet" ist ein außergewöhnlicher historischer Roman, der Geschichte lebendig werden lässt. Das Buch ist nicht nur eine spannende Lektüre, sondern auch ein wichtiges Zeitdokument, das zum Nachdenken über kulturelle Identität und Zugehörigkeit anregt. Absolut lesenswert für alle, die sich für amerikanische Geschichte, indigene Kulturen und starke Frauenfiguren interessieren.

Cover des Buches Ride the Wind (ISBN: 0345325222)
B

Rezension zu "Ride the Wind" von Lucia St. Clair Robson

Buchstimme
Bezaubernd, Tragisch und dennoch Wunderschön

Unfassbar detailreich Robson ermöglicht das Eintauchen in eine längst vergangene Welt. Man eifert, fiebert, kämpft, liebt und weint mit den Hauptcharakteren.

Im Fokus des Romans steht die historische Figur der Cynthia Ann Parker, die 1837 mit neun Jahren von den Comanchen entführt wurde und unter den Plainsindiandern des Südwestens aufgewachsen ist. Auch wenn die Events um Naduah – so ihr späterer Name – größtenteils der Fantasie entsprechen, geben tatsächlich historische Ereignisse dem Leser einen eindrucksvollen Rahmen des neunzehnten Jahrhunderts Indianischer Geschichte.

Dieses Buch hat mich nachhaltig so beeindruckt, dass ich mich später für eine Studium der Amerikanischen Kulturgeschichte, mit dem Fokusthema, Quanah Parker (Cynthia Ann Parkers Sohn) entschieden habe.

Ein sanfter wunderschöner Einstieg in eine komplexe, oft sehr romantisierte Welt.


Cover des Buches Die mit dem Wind reitet - Roman (ISBN: B003IGW8NK)
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Rezension zu "Die mit dem Wind reitet - Roman" von Lucia St. Clair Robson

Buchgespenst
Ein gewaltiges Panorama über den Untergang der Comanchen

Bei einem Überfall der Comanchen wird Cynthia Anns ganze Familie getötet und sie selbst entführt. Ihr Hass und ihre Angst wandeln sich allmählich in Zugehörigkeitsgefühl und Liebe zu ihrer neuen Indianerfamilie, die sie aufzieht. Sie findet Glück und ein neues Leben, doch das Schicksal der Comanchen ist schon lange besiegelt. Wie eine Sturzflut reißt die Ausbreitung des weißen Mannes mit leeren Versprechungen, Mord und Krankheiten die Indianer ins Verderben. Auch Cynthias Stamm ist dem Untergang geweiht.

Ein bildgewaltiges Epos, das schonungslos und ohne romantische Verklärung ein Bild vom vergeblichen Kampf der Indianer ums Überleben zeichnet. Entführte Kinder, um sie in den Stamm einzugliedern oder entführte Jugendliche, um si als Sklaven zu halten. An drei Schicksalen wird gezeichnet, was die Entführten im Stamm zu erwarten hatten. Cynthia wird eine der ihren, ihr Bruder John ebenfalls während die Cousine Rachel als misshandelte, vergewaltigte Sklavin zerstört wird. Dabei werden alle Charaktere menschlich dargestellt, mit guten und schlechten Eigenschaften, mit falschen und richtigen Überzeugungen – und Falschheit und Aufrichtigkeit auf beiden Seiten – rot und weiß. Sympathie und Antipathien sind nicht einfach zu verteilen. Immer wieder ist der Leser erschüttert von den Grausamkeiten, die von beiden Seiten verübt werden. Dabei hilft es auch nicht, dass man weiß, wie der Kampf letztendlich enden wird – mit der Niederlage der amerikanischen Ureinwohner, gleichgültig, wie sehr sie ihren Traditionen oder dem Fortschritt vertrauen. 

Ein ergreifendes Buch, das lange nachklingt!

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