Luciano De Crescenzo Bellavista und die Liebe

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Inhaltsangabe zu „Bellavista und die Liebe“ von Luciano De Crescenzo

Eigentlich kann sich Professor Bellavista nicht beklagen. Nach vielen Jahren an der Universität lebt er als Pensionär mit seiner Frau Maria in einer schönen Wohnung in Neapel und hat endlich Zeit für die Dinge, die er liebt: lange Spaziergänge und Gespräche mit seinem alten Freund Renato Cazzaniga, hier und da ein Espresso oder ein Gläschen Prosecco in einer Bar, abends ein gutes Buch im gemütlichen Sessel, und, nicht zu vergessen, sein ausgiebiges tägliches Bad am frühen Morgen, einer Zeit, in der er völlig ungestört seinen philosophischen Betrachtungen nachgehen kann. Doch selbst ein so lebenslustiger Mann wie Bellavista hat manchmal Angst vor dem Altwerden, und um nicht ganz einzurosten, beschließt er eines Tages, drei junge Leute als Nachhilfeschüler in Philosophie unter seine Fittiche zu nehmen. Einmal in der Woche kommen sie zu Bellavista ins Dachstübchen: der gescheite und fleißige Giacomo, der geistig etwas schlichtere, aber warmherzige Peppino und die hübsche Jessika, ei ne nur mäßig erfolgreiche Gymnasiastin, die am Wochenende als Go-Go-Girl in einer Discothek jobbt. Am Anfang scheint es, als könnte es Bellavista niemals gelingen, seine drei so unterschiedlichen Schüler unter einen Hut zu bringen, doch das liegt nicht nur an der manchmal etwas trockenen Materie, sondern auch an der ganz anderen Sprache, die die jungen Leute sprechen. Erst als ihr alter Professor begriffen hat, wofür sich die drei wirklich interessieren (vor allem das Liebesleben der großen Denker) und sich einen Grundwortschatz in der Jugendsprache angeeignet hat, wird der Unterricht richtig lebendig, und sogar Peppino, der einen Großteil seiner grauen Zellen für die Ergebnisse der italienischen Bundesliga verbraucht, hat manchmal etwas begriffen (etwa, als Bellavista ihm den Unterschied zwischen Apoll und Dionysos am Beispiel großer Fußballer vor Augen führt). Indessen gehen mit dem alten Professor seltsame Dinge vor. Immer häufiger interpretiert er Bemerkungen Jessikas als Flirtve rsuche in seine Richtung, ihr sommerlich bloßgelegter und natürlich gepiercter Bauchnabel stürzt ihn von Stunde zu Stunde in größere Verwirrung, und als Jessika (bzw. ihr Phantom) eines frühen Morgens splitternackt auf seinem Badewannenrand sitzt und langsam zu ihm ins Wasser gleitet, wird ihm alles klar. Professor Bellavista hat sich verliebt. Auch mit siebzig noch immer ganz der feurige Neapolitaner, wirft er alle Bedenken über Bord und sucht sich ein geeignetes Liebesnest: das leer stehende Apartment seines Freundes Saverio. Auch Jessika scheint einer Romanze nicht abgeneigt zu sein und findet sich bald zu einem Schäferstündchen ein. Natürlich bleibt auch Bellavistas Umgebung nicht verborgen, dass der Professor auf Abwegen ist. Gattin Maria findet eines Tages einen eindeutigen Brief aus der Feder Jessikas, und auch Bellavistas Freund Cazzaniga tut sein Bestes, um ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Doch selbst das abschreckende Beispiel des Professors (Un)Rath aus dem legendären F ilm "Der Blaue Engel", der sich schließlich als krähender Zaubergehilfe auf der Bühne lächerlich macht, kann ihn vorerst nicht umstimmen. Für ihn ist die Liebe zu Jessika ein Weg, dem Alter zu trotzen, eine Zerstreuung, die ihn von den Gedanken an den immer näher rückenden Tod ein wenig ablenken kann. Schließlich kommt es, wie es kommen muss: Jessika wendet sich einem Gleichaltrigen zu. Eifersüchtig beschattet Bellavista sie und ihre neue Flamme, einen baumlangen Basketballspieler, auf Schritt und Tritt (was ihm auch einen unvergesslichen Abend in der Techno-Disco "La Gabbia" beschert), doch muss er begreifen, dass es aus mit ihr ist. Zum letzten Mal bittet er Jessika in ihr Liebesnest, wo sie ihm zur Kompensation seiner Gewissensbisse den Vorschlag macht, ihr einen kleinen Smart auf Raten zu finanzieren. Endlich ist bei Bellavista der Groschen gefallen ... (Quelle:'Fester Einband')

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