Lucie Flebbe

 4.3 Sterne bei 284 Bewertungen
Autorin von Der 13. Brief, Hämatom und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucie Flebbe

Lucie Flebbe schreibt Kriminalromane, Kurzgeschichten und Kinderbücher.

Ihre Krimis um Privatdetektiv-Azubi Lila Ziegler spielen in Bochum und der erste Band der Reihe (Der 13. Brief) wurde 2009 in der Kategorie "Krimidebüt" mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet.

Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater strandet die 20-jährige Lila in Bochum. Sie trifft auf Privatdetektiv Ben Danner, schnorrt sich erst in seine Wohnung, steckt dann ihre Nase in seine Ermittlungen und schließlich landen die beiden auch miteinander im Bett, woraus sich eine turbulente Beziehung entwickelt. Insgesamt gehen Lila und Danner neun Mal gemeinsam auf Verbrecherjagd. Mit Totalausfall ist 2017 das furiose Finale von Lila Zieglers Geschichte erschienen.

2018 beginnt mit "Jenseits von Wut" Lucie Flebbes neue Trilogie um Kriminalkommissarin Eddie Beelitz. Die Folgebände "Jenseits von schwarz" und "Jenseits von tot" erscheinen 2019.

Alle Bücher von Lucie Flebbe

Sortieren:
Buchformat:
Der 13. Brief

Der 13. Brief

 (66)
Erschienen am 01.03.2008
Hämatom

Hämatom

 (42)
Erschienen am 24.03.2010
77 Tage

77 Tage

 (34)
Erschienen am 05.09.2012
Fliege machen

Fliege machen

 (28)
Erschienen am 22.03.2011
Das fünfte Foto

Das fünfte Foto

 (28)
Erschienen am 07.03.2013
Jenseits von Wut

Jenseits von Wut

 (24)
Erschienen am 20.08.2018
Tödlicher Kick

Tödlicher Kick

 (24)
Erschienen am 11.03.2014
Prinzenjagd

Prinzenjagd

 (13)
Erschienen am 11.08.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Lucie Flebbe

Neu

Rezension zu "Jenseits von Wut" von Lucie Flebbe

Eddie ist eine tolle Nachfolgerin von Lila
Ramgardiavor 14 Tagen

Nach dem Ende der Serie um Lila Ziegler war ich sehr gespannt, wer die Heldin der neuen Tiologie werden wird.
Eddie ist gelernte Polizistin, hat sich aber in der Hundertschaft nicht wirdklich wohl gefühlt. Ihre Eltern sind eigenwillige Künstler und so gerät sie an einen Ehemann aus wohlhabendem Haus, der sich mit einem Fitness-Center einen Namen gemaht hat. Eddie und die gemeinsame Tochter gehören zum Bild des erfolgreichen Mannes. Eddie stylt sich nach seinem Geschmack und versorgt Haushalt und Tochter und soll bei Empfängen die Schnittchen reichen.
As sich sich wütend die langen Haare abscheidet, fliegt sie raus und muss sich und die Tochter alleine versorgen. Entgegen ihren Erwartungen kann sie sofort bei der Kriminalpolizei anfangen, eine Wohnung bekommt sie ebenfalls und als sie noch günstig einen Roller erwirbt, kann die Story beginnen.
Vor dem Arbeitsamt liegt eine tote Frau, über die nicht viel Gutes bekannt wird. Als dann noch ein Boxtrainer erschossen wird, findet Eddie durchaus gefallen an ihrer Arbeit. Dank einer neuen Freundin kann sie sich in die Ermittlung stürzen.
Mit Eddie lernen wir eine Frau kennen, die immer wieder an sich zweifelt. Die sich nicht viel zutraut und die doch mit Hilfe ihrer Freunde viel erreicht.
Unterbrochen wird die Erzählung von Eddie durch die Einwürfe von Zombie. Erst gegen Ende erfahren wir, wer mit so viel Wut unterwegs ist. Trotz dieses brutalen Ton (es wird in der Ich-Form erzählt) ist Zombie mir nicht ganz unsympathisch. Zum einen versucht er seine Wut unter Kontrolle zu bekommen zum andern  hat er durchaus liebevolle Gefühle.
Ich bin gespannt, wie die Geschichte sich weiter entwickelt.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Jenseits von Wut" von Lucie Flebbe

Ein spannender Einstieg in die neue Reihe
marion_gallusvor 3 Monaten

Gerade noch sollte Edith „Eddie“, hübsch aufgestylt mit Ihrem künstlichen Zopf, in der Edel-Muckie-Bude Ihres Gatten Häppchen reichen, als sie auf einmal auf der Straße steht. Ihre Tochter Lotti und sie sind mehr als Hals über Kopf aus dem ehelichen Haus geflüchtet. Auslöser ist ein böser Streit mit Ihrem Mann, denn der ist nicht nur verletzend, sondern wirklich beleidigend. Im Nachhinein überlegt, war so eine Flucht längst nötig, so ein Ekelpaket wie Philipp geworden ist.

Doch was nun? Eddie braucht eine Wohnung, muss wieder arbeiten. Eigentlich ist sie nicht so wild darauf, wieder bei der Polizei zu arbeiten, doch was bleibt ihr für eine Wahl? Sie kann Teilzeit wieder einsteigen, sofort sogar, denn es ist Not am Mann. Dass Eddie nicht nur für einige Stunden Schreibarbeiten übernimmt, sondern sofort in eine Mordermittlung einsteigt, ist nicht der Plan. Doch genau so kommt es: Vor dem Jobcenter wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die brutal erschlagen wurde. Und die Mordkommission braucht jede Unterstützung. Und somit ist Eddie von einen Moment auf den anderen wieder mitten drin…

***

Bislang habe noch keinen Roman von Lucie Flebbe gelesen. Doch da es sich um den ersten Teil einer neuen Reihe handelt, war der Einstieg natürlich kein Problem. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin ganz gut. Mit Witz und Humor aber auch Biss und Brisanz geht Flebbe an die Handlung des Romans heran.

Wir lernen die unterschiedlichsten Personen kennen und gerade die Nebencharaktere, wie z.B. „Mütze“, die völlig überlastete Mutter und Betreuerin, die Eddies neue Nachbarin wird, gefällt mir sehr gut. So gar nicht bieder und Mainstream, sondern schräg und etwas abgedreht. Aber eben herzensgut und einfach ein toller Mensch. Solche Figuren mag ich.

Der Handlungsstrang ist durch einen ständigen Blickwechsel zwischen Eddie und Zombie sehr abwechslungsreich und auch spannend aufgebaut. Der Roman ist sehr kurzweilig und man fliegt recht schnell durch die Seiten.

Mich hat der Nebenstrang um die Entwicklung der Protagonistin Eddie irgendwie mehr gereizt, als die Arbeit in der Mordkommission, was aber vielleicht auch daran lag, dass mir der Kollege und Vorgesetzte eher nicht so sympathisch war/ist. Was wiederum wohl von der Autorin so gewollt ist.

Im Zuge der Ermittlungen werden verschiedene Spuren verfolgt und Fäden ausgeworfen, die Entwicklung ist sehr schon unvorhersehbar, sodass die Lektüre nicht langweilig oder gar zäh wird.

Lucie Flebbe geht hier Vorurteile geschickt an und hält sie dem Leser ganz gut vor Augen. Denn es steckt oft viel mehr in oder „hinter“ Menschen als man auf den ersten Blick zu glauben vermag. Dass finde ich sehr gelungen.

Darum gebe ich hier gerne eine klare Leseempfehlung für den Roman/Krimi einer Autorin, die ich bislang noch so gar nicht ins Auge gefasst hatte. Aber man lernt ja bekanntlich nie aus und sollte immer offen für neues bleiben.

© Buchwelten 2018

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Jenseits von Wut" von Lucie Flebbe

Selbstbestimmt.
Gulanvor 3 Monaten

Adrian, 13:56 Uhr: Sektion im Essener Institut für Rechtsmedizin 15:30 Uhr. Kriegst du es organisiert, vorbeizukommen?
Ich würde nicht hinfahren. Ich würde nicht mal die Nachricht beantworten. Ich würde morgen auch nicht zur Arbeit gehen. Ich würde meinen Job verlieren und bei Hartz IV landen, genau wie Philipp es vorausgesagt hatte.
Es klingelte an der Tür.
Ich hatte Strom?
Als wäre das noch wichtig.
Ich blieb liegen. (Auszug Seite 153)

Edith, genannt Eddie, Beelitz war viele Jahren raus aus ihrem Beruf als Polizeibeamtin, war stattdessen Hausfrau und Mutter. Als sie dann doch aus ihrer Ehe ausbricht, steht sie im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrer kleinen Tochter auf der Straße. Unverhofft bietet sich die Gelegenheit, in den Polizeiberuf zurückzukehren, sogar in die Mordkommission. Ihr erster Fall lässt nicht lange auf sich warten: Vor dem Jobcenter liegt die Leiche einer erschlagenen Frau. Doch Eddie plagen die Zweifel: Ist sie den Anforderungen des Jobs und des selbstbestimmten Lebens gewachsen? Eddie hatte gedacht, im Büro eine ruhige Kugel schieben zu können, muss sich aber nun direkt beweisen. Und das unter ihrem neuen Chef Adrian, den sie aus alten Zeiten nur zu gut kennt. Gleichzeitig ist sie auch von privater Seite stark unter Druck: Ihr Mann will die Trennung nicht hinnehmen und da er das ganze Geld verdient hat, ist Eddie ziemlich blank.

Von Autorin Lucie Flebbe hatte ich bereits einen Roman aus der vorherigen Serie um das Detektiv-Paar Lila Ziegler und Ben Danner gelesen. Insgesamt war meine Wertung damals durchschnittlich, doch mir hatte der Stil von Lucie Flebbe gefallen. Und so schloss meine Besprechung mit dem Satz: „Ich würde durchaus nochmal zu dieser Autorin greifen.“ Dies habe ich nun eingehalten. Jenseits von Wut ist der Auftakt einer Trilogie mit der ungewöhnlichen Mordermittlerin Edith „Eddie“ Beelitz. Der Schauplatz Bochum ist geblieben. Und auch der Stil, den ich damals schon lobte: „Knappe Sätze, manchmal flapsig, intelligent-humorvoll, gute Dialoge und interessante Figuren.“

Dieses Buch lebt nämlich weniger von seinem Krimiplot – der ist solide, aber eher nicht spektakulär, sondern vor allem von den Personen, der Figurenkonstellation und den beschriebenen Milieus. Eddie begibt sich nämlich in die Niederungen der Arbeitssuchenden und Hartz IV-Bezieher. Zum einen beruflich, denn die Tote wurde nicht nur vorm Jobcenter aufgefunden, sondern war dort auch Leistungsbezieherin. Das Opfer hatte offenbar Ärger mit ihrer Sachbearbeiterin und außerdem ein Techtelmechtel mit einem Mitarbeiter. Aber auch die familiären Verhältnisse waren seit langem eher prekär. Zum anderen mietet sich Eddie wegen fehlender finanzieller Reserven in eine nicht ganz so schicke Nachbarschaft ein und kommt dadurch direkt in privaten Kontakt mit den Unterpriviligierten. Die Verhältnisse von Eddies Nachbarinnen (mehrere Kinder von verschiedenen Vätern, Arbeitsunwilligkeit, Schwarzarbeit, Verwahrlosung) schildert die Autorin mit einer klaren Nüchternheit, um kurz darauf hinter die Fassade zu blicken und den Leser für ihre Figuren einzunehmen. Nicht ohne Grund erhält Eddie bei ihren Nachbarn in ihrer Situation mehr Unterstützung als aus ihrem bildungsbürgerlichen Elternhaus.

Ein wenig gefremdelt habe ich mit der zweiten Erzählstimme dieses Romans. Neben Eddie tritt auch noch ein gewisser „Zombie“ als Ich-Erzähler auf. Wie es der Spitzname schon suggeriert, hat dieser Mann ein Aggressionsproblem. Er wird von Beginn an als möglicher Mörder beim Leser ins Spiel gebracht (ob er es auch ist, wird natürlich an dieser Stelle nicht verraten). Was mir an seinen Abschnitten nicht so recht gefallen hat, war die Kürze und die Bruchstücke, die dem Leser vorgeworfen werden. Das aus vielen Krimis bekannte und etwas ausgeleierte Stilmittel, die Perspektive des Bösen einzunehmen, war meiner Vermutung nach nicht die Intention der Autorin, sondern tiefer in die Figur einzudringen, aber dann hätte sie „Zombie“ einen Tick mehr Raum gönnen können.

Im Grunde genommen ist Jenseits von Wut eine Emanzipationsgeschichte im Krimigewand. Eine junge Frau voller Selbstzweifel, die sich in ihrer Ehe von ihrem Mann nach seinen Wünschen hat formen lassen, bricht aus diesem Korsett aus und lebt endlich selbstbestimmt. Das geht natürlich nicht problemlos vonstatten. Lucie Flebbe erzählt dies mit einer angenehmen Mischung aus Lakonie, Humor und der nötigen Ernsthaftigkeit. Daneben bietet dieses Buch auch über seinen Krimiplot Einblick in die Welt der Arbeitslosen und Hilfeempfänger, von der Autorin ohne rosarote Brille, aber dennoch mit Empathie erzählt. Insgesamt ist dieser Krimi ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die ich gerne weiterverfolgen werde.

Kommentare: 2
51
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 191 Bibliotheken

auf 20 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks