Lucie Kolb

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Lucie Kolb

Lucie Kolb, geboren 1984, wuchs in einem oberbayerischen Dorf auf. Sie studierte Soziale Arbeit in Mainz. Aktuell lebt sie in Hannover, wo sie im Ganztagsbereich einer Grundschule arbeitet. Sie geht gerne zu Fußballspielen und auf Konzerte. Seit einigen Jahren schreibt sie Geschichten für Kinder.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen" von Lucie Kolb

Ein wundervolles und ganz besonderes Kinderbuch!
CorniHolmesvor einem Monat

Beim Durchstöbern der neuen Vorschau des Südpol Verlags ist mir Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen sofort ins Auge gesprungen. Sieht das Cover nicht toll aus? Also ich finde es wunderhübsch. Da mich auch der Klappentext sofort überzeugen konnte, wanderte das Buch schleunigst auf meine Wunschliste.


Annie ist mit ihrer Mutter gerade umgezogen und fühlt sich leider noch ziemlich fremd und unwohl in der neuen Stadt. Ihre neue Wohnung ist erst halb eingerichtet, die Straßen kennt Annie alle noch nicht, sie muss sich in einer neuen Schule einleben und ihre neue Mitschüler sind alle einfach nur doof. Dann aber lernt Annie eines verregneten Tages Kurt kennen. Kurt, der bei Regenwetter mit seinem seltsamen Suppenfahrrad immer vor dem Supermarkt steht und leckere warme Suppen verkauft. Annie schließt diesen außergewöhnlichen Mann sehr schnell ins Herz. Als plötzlich sein Suppenfahrrad gestohlen wird, fasst Annie sofort den Entschluss, ihrem neuen Freund zu helfen und sein geliebtes Rad zu suchen. Ob ihr Nikita, ein Junge aus ihrer Klasse, bei ihrer Spurensuche wohl behilflich sein wird? Etwas komisch ist dieser Nikita ja schon mit seinem großen Wissen über das Wetter. Aber nett ist er. Gemeinsam wird es ihnen bestimmt gelingen, das verschwundene Suppenfahrrad wiederzufinden. Oder?


Findet ihr nicht irgendwie auch, dass das Cover so eine richtig schöne Herbstatmosphäre verströmt? Vermutlich liegt es an den Farben oder vielleicht auch an dem Gemüse, ich jedenfalls musste sofort an den Herbst denken, als ich das Cover das erste Mal sah.


Auch die Geschichte hat in meinen Augen etwas Herbstliches an sich. Suppenwetter, wie es im Titel so lustig heißt, ist ein anderes Wort für graue Regentage. Natürlich gibt es im Herbst auch viele schöne Sonnentage, aber ich persönlich verbinde diese Jahreszeit schon eher mit nasskalten und regnerischen Tagen. Ich kann euch das Buch daher für den Herbst ganz besonders ans Herz legen.


Mir hat Suppenwetter wundervolle Lesestunden beschert. Ich habe das Buch an einem Nachmittag durchgeschmökert und da es an diesem Tag sehr grau und nass draußen war, hat das Buch gerade wirklich einfach nur perfekt gepasst.


Die Geschichte beginnt, ihr ahnt es sicher schon, an einem Regentag. Wir lernen unsere Protagonistin Annie kennen, die gerade mit dem Fahrrad von der Schule nach Hause fährt. Annie habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein super liebes und sympathisches Mädchen. Es wird nur leider sehr schnell deutlich, dass Annie gerade gar nicht gut drauf ist. Sie fühlt sich richtig unwohl und einsam in der neuen Stadt. Mir tat Annie so leid, dass ihr Leben gerade so schwierig und trist ist. Aber keine Sorge Suppenwetter
ist kein regnerisches Schlechte-Laune-Buch, oh nein! Es ist ein Buch, das Hoffnung, Mut und Freude schenkt und einen richtig glücklich macht. Und es beschert einem einen großen Heißhunger auf warme Suppen. Zumindest ich habe hier plötzlich einen unbändigen Appetit auf Suppen bekommen und mir nach dem Lesen erst mal ein leckeres Gemüsesüppchen gekocht. :D


Die große Lust auf heiße Suppen haben wir übrigens Kurt zu verdanken. Im Klappentext erfährt man ja bereits, das Kurt an Regentagen immer mit seinem Suppenfahrrad unterwegs ist und seine selbst gekochten Suppen verkauft. Mit Kurt ist Lucie Kolb ein ganz besonderer Charakter gelungen. Er ist ein herzensguter Kerl, der anderen Menschen gerne eine Freude macht, selbst aber kaum etwas besitzt und in einem stillgelegten Hafen zu Hause ist. Das wohl aber Tollste an ihm ist: Er verwendet für seine Suppen hauptsächlich das, was der Supermarkt wegschmeißt, obwohl es noch gut ist.


Suppenwetter behandelt auf eine zauberhafte Weise das wichtige Thema Müll und dass wir Menschen hier in Deutschland viel zu viele Lebensmittel wegschmeißen, obwohl sie noch einwandfrei und essbar sind. Ich muss gestehen, dass ich mich auch immer sehr an das Verfallsdatum halte und irgendwie immer ein mulmiges Gefühl dabei bekomme, wenn ich etwas esse, was über dieser Angabe liegt und das, obwohl an dem, was ich da zu mir nehme, nichts dran ist. Mich hat das Gelesene daher sehr nachdenklich gestimmt und ich hoffe so sehr, dass es anderen, die dieses wunderschöne Buch lesen werden, auch so gehen wird.


Weitere tolle Themen, die das Buch behandelt, sind Freundschaft, Vorurteile, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und das Wetter. Annie hält Nikita anfangs für sehr seltsam und sonderbar. Ein bisschen komisch ist er ja auch irgendwie, mit seinem Expertenwissen über das Wetter. Nikita ist aber ein total lieber Junge, was Annie auch noch merken wird. Dieser Aspekt, dass in Annie noch so ein großes Umdenken stattfinden wird, hat mir ganz besonders gut gefallen. Wir Menschen lassen uns leider immer viel zu schnell vom ersten Eindruck täuschen und grenzen zudem leider oft Menschen aus, die anders sind.


Ihr merkt vermutlich gerade: Obwohl Suppenwetter so dünn ist, gerade mal gute 140 Seiten umfasst die Geschichte, steckt doch verdammt viel in dem Buch. Und wisst ihr, was auch noch total cool ist? Neben diesen vielen wichtigen Themen beinhaltet die Story auch noch eine Art Detektivgeschichte. Annie möchte unbedingt das gestohlene Suppenfahrrad von Kurt wiederfinden. Wo ist es nur? Wer hat es gestohlen? Also ich bin da so richtig ins Mitfiebern geraten. Spannend fand ich es dann auch zu sehen, wie prima sich Annie weiterentwickelt und wie sehr sie bei ihrem großen Abenteuer über sich hinauswachsen wird.


Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die wunderschönen, zweifarbigen Vignetten von Corinna Böckmann an den Kapitelanfängen. Mir haben die Zeichnungen unheimlich gut gefallen. Sie passen einfach nur perfekt zur dieser herzerwärmenden Geschichte!


Fazit: Spannend, lustig, warmherzig – ein wunderschönes Buch für Groß und Klein, perfekt geeignet für gemütliche Suppenwettertage! Mit
Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen ist Lucie Kolb ein ganz besonderer
Kinderroman gelungen, der auf eine bezaubernde und sehr kindgerechte Weise aufzeigt, wie sehr wir Deutschen zu einer Wegwerfgesellschaft geworden sind und dass wir
daran dringend etwas ändern sollten. Auch von Freundschaft, Hilfsbereitschaft, dem Anderssein und Vorurteilen handelt die Geschichte. Wenn ihr gerade auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Buch seid, dass euch bestens unterhält, zum Nachdenken anregt und Appetit auf leckere, warme Suppen macht, kann ich euch Suppenwetter
sehr ans Herz legen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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Rezension zu "Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen" von Lucie Kolb

Wegwerfgesellschaft mal anders beleuchtet
Seelensplittervor 2 Monaten

Meine Meinung zum Kinderbuch:

Suppenwetter

oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen

Inhalt in meinen Worten:

Annie ist neu in der Stadt, und wenn man wo neu ist, fühlt man sich erst einmal fremd. Doch es geht nicht anders und sie muss sich dem Neuen stellen, zum Glück ist sie eine wirkliche mutige, weswegen sie auch Nikita kennenlernen kann und noch einen Typen mit einem ganz besonderen Fahrrad, das Suppe bringt, Suppe die aus weggeworfenem Essen das immer noch gut ist hergestellt wird.

Für Annie ist es ein Glücksgriff das sie diesen Mann treffen darf, der diese Suppe bringt, den er heitert sie auf.

Doch als das Fahrrad verschwindet und auch noch richtig fiese Kinder auftreten, ist Annie in Gefahr, wird sie es schaffen mit ihren Freunden sich zu befreien, das erfahrt ihr, wenn ihr euch dem Kinderbuch widmet.



Wie ich das Gelesene empfinde:

Das Buch startet traurig und wird zu einem Hoffnungsbuch. Manchmal muss man sich trauen aus Ängsten und Zweifeln auszubrechen und das gelingt Annie recht gut. Dadurch lernt sie Kurt kennen, der mit dem Suppenfahrrad immer bei Regenwetter, wie er es auch nennt Suppenwetter, vor dem Einkaufsladen steht um den Mitarbeitern eine Freude zu machen, doch ausgerechnet sein Fahrrad wird gestohlen, und somit ist es aus mit der Suppe. Doch nicht nur das, das Geschäft findet etwas heraus was ihm nicht passt, denn die Zutaten von der Suppe kommen aus dem Geschäft und zwar ist es der Abfall, der im Mülleimer landet, nur um Platz für anderes zu machen. Warum aus Guten Dingen nicht etwas Gutes machen?

So lernt Annie über sich selbst herauszuwachsen und mit ihrem neuen Freund lernt sie, auch einfach mal durch etwas durchzugehen.



Thema:

Das Thema Müll und Wetter ist in diesem Buch ein hohes Thema. Denn wir sind eine Wegwerfgesellschaft geworden, die Frage ist, wie kann man diesem Kreislauf entkommen und hier gibt das Buch den ein oder anderen Hinweis. Gut finde ich, das nur Gemüse genommen wurde, um die Suppen zu erstellen, denn bei Fleisch bin ich noch skeptischer.

Dann geht es um das Wetter. Wie entsteht Wetter? Das wird in diesem Buch kindgerecht dargestellt, was ich richtig toll finde.

Es geht aber auch um Freundschaft gerade mit Menschen, die im ersten Moment etwas strange wirken könnten und vielleicht auch nicht die Besten auf den ersten Blick sind, doch mal ehrlich, wie schnell kann man sich doch täuschen und jeder Mensch sollte seine Chance haben, wie gut das genau das in diesem Buch zu Wort kommt.



Spannung:

Ich empfand das Buch wirklich spannend. Einerseits weil ich mit Annie mitlitt, mit ihrem Weg, den sie erleben durfte und musste, wo sie durchgehen musste, um über sich selbst hinaus zu wachsen, zum anderen ist es aber auch eine Geschichte die mit Freundschaft und wie man diese Gründen kann, spannend und intensiv. Ich fand auch die Themen die zu Wort gekommen waren extrem spannend und gut für dieses Buch.



Schreibstil:

Ich empfand das Buch als flüssig und schön geschrieben, gerade auch die Themen die angesprochen werden und intensiv behandelt werden, sind kindgerecht und leicht geschrieben und haben mir gut gefallen.



Charaktere:

Es gibt vor allem drei Charaktere die hervor stechen. Annie die lernt über sich selbst hinaus zu wachsen und zu erkennen, was in ihr steckt, sie ist auch die Hauptakteurin in dieser Geschichte, dann gibt es noch Nikita, ein Junge der Außenseiter ist, weil er sich für das Wetter interessiert und ziemlich viel auf dem Kasten hat, und den Suppenkurt. Zusammen ist es eine tolle Mischung an Charakteren die zusammen das Unfassbare vollbringen.



Empfehlung:

Wollt ihr gerade für den Herbst, wo er kalt und regnerisch ist, etwas tolles entdecken und vielleicht direkt Appetit auf Suppe bekommen, dann solltet ihr das Kinderbuch mit den Kindern entdecken, wenn ihr Freundschaften schätzt und euch nicht abschrecken lässt von Männern die ein ganz anderes Leben leben als die die ihr kennt, dann erst recht! Somit ist dieses Buch ein wertvolles Buch, das ihr unbedingt entdecken solltet.



Bewertung:

Mir hat das Buch einen richtig tollen Nachmittag geschenkt und ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite richtiggehend genossen, auch wenn es traurige Momente gab, spannende und lustige, es war einfach alles vorhanden was eine tolle Geschichte braucht. Deswegen gibt es genau fünf Sterne und ich denke dank dem Buch direkt noch etwas mehr über meinen Umgang mit Lebensmitteln nach.

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