Lucie Whitehouse Dunkle Brandung

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Dunkle Brandung“ von Lucie Whitehouse

Am Abgrund der Gefühle Liebe, Eifersucht, Obsession und Verrat – die Geschichte einer Frau, die um ihre Gefühle und ihr Leben kämpfen muss. Überstürzt verlässt die Übersetzerin Kate London und flüchtet sich auf die sturmumtoste Isle of Wight. Über den Grund für ihre Flucht kann und will Kate nicht sprechen: es ist der weltläufige, attraktive Richard, der sie in eine Beziehung von nie gekannter Intensität und erotischer Leidenschaft verstrickt hat. Während sie versucht, ihr Leben neu aufzubauen, sprechen alle auf der Insel über eine junge Frau, Alice Frewin, die beim Segeln ertrunken ist. War es Selbstmord? Auch Kate fragt sich, welche Rolle Alices Mann Peter spielte – besonders, als sie ihn selbst kennenlernt. Doch dann droht der lange Schatten von Richard sie wieder einzuholen… Der spannende Frauenroman für Leserinnen von Kate Morton und Charlotte Link

Stöbern in Romane

Und es schmilzt

Grausam, hart und dann noch zäh. Für mich war es gar nichts.

Gwenliest

Der Junge auf dem Berg

Ein Buch aus dem man lernen kann und zwar sowohl Jugendliche als auch Erwachsene

signorinasvenja

Dann schlaf auch du

Eine düstere, sehr realistische Geschichte, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat.

Marion2505

Außer sich

Innovativ, nichtsdestotrotz anstrengend mit ganz viel sozialistischem Russland.

wandablue

Vintage

Faszinierende, mitreißende und intensive Reise durch die Musik der 1960er Jahre! Irre gut!!!

Naibenak

Die Phantasie der Schildkröte

Ein gefühlvoller Roman für lange Herbstabende, leichte Lektüre, die sich in einem Rutsch liest.

brenda_wolf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Dunkle Brandung" von Lucie Whitehouse

    Dunkle Brandung
    Marakkaram

    Marakkaram

    31. January 2013 um 21:19

    Dann stieß ich auf den Eintrag einer tief verletzten Frau. "Ich dachte, Psychopaten sind wie Hannibal Lecter", schrieb sie. "Ich kam gar nicht auf die Idee, dass sie mitten unter uns rumlaufen, wie ganz normale Leute." ~ ~ ~ Ein ruhiger, sehr beklemmender Roman. ~ Die Übersetzerin Kate verlässt London und Ihren Freund Richard Hals über Kopf und flüchtet auf die Isle of Wight. Hier hat sie in der Kindheit viele glückliche Stunden mit ihrer Familie verbracht. Und hier hofft sie zur Ruhe zu kommen, ihr Leben neu zu sortieren. Doch der Tod einer jungen Frau lässt sie nicht los. Sie ist ihr nur ein einziges Mal vor ihrem Verschwinden begegnet, aber diese Begegnung und das kurze Gespräch haben sich tief in Kates Gedächtnis gebrannt. Was ist mit ihrem Ehemann Pete? Ist er wirklich ein gebrochener Mann nach dem Tod seiner Frau? Hatte Alice etwas zu verbergen? Oder er? Ist er gar wie Richard?.... ~ ~ ~ Es ist Lucie Whitehouse zweiter Roman (nach "Als hätten wir alle Zeit der Welt") und wieder schafft sie es, eine unterschwellig dustere und beklemmende Atmosphäre aufzubauen; getrieben von Gefühlen, Leidenschaft und Obsessionen. Erst nach und nach, Stück für Stück, erfahren wir Kate's Geschichte und so baut sich auch die (An)Spannung erst nach und nach, ganz sanft und dann kontinuierlich schneller auf. ~ Der Schreibstil ist klar und flüssig. Die Autorin vermag es, die Umgebung, die Menschen, die Landschaft der Isle of Wight großartig wiederzugeben. Das ist einerseits wunderschön, nur manchmal steht es der Spannung im Weg. Man möchte viel eher wissen wie es weitergeht und kann sich nicht gebührend darauf einlassen, denn dafür ist die Spannung viel zu groß. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt an diesem Roman, der fast schon ein bisschen ein kleiner, wenn auch ruhiger, Psychothriller sein könnte. ~ ~ ~ Fazit: Ein großartiger Roman, den man ganz oft mit einem beklemmenden Gefühl aus der Hand legt und der Ahnung, dass so etwas jedem von uns passieren könnte!

    Mehr
  • Rezension zu "Dunkle Brandung" von Lucie Whitehouse

    Dunkle Brandung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. May 2011 um 15:07

    Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und Verrat Wenn ein Buch das Etikett „Frauenroman“ zu Recht tragen würde, dann gehört das neue Werk von Lucie Whitehouse sicherlich in diese Riege. Dies zeigt allein schon die Beschreibung Richards, der düsteren, männlichen Figur des Romans (allerdings über den größten Teil des Buches hinweg nur im Hintergrund mitschwingend), auf. Eine breitest mögliche Teilmenge an geheimnisvollen, dunklen, attraktiven Assoziationen lässt die Autorin bei der Gestaltung dieser Figur und deren erster Begegnung mit der weiblichen Hauptfigur des Buches mitschwingen. Dunkler Typ, persisch angehaucht, hoch attraktiv, direkt und mit klarer und purer Erotik versehen, wäre es kein Wunder, dass nicht nur Kate während der ersten Begegnung in einem Club sich diesem Mann mit flirrenden Gefühlen fast schon anstandslos hingibt, sicherlich würde ein solcher Typ Mann in breitem Umfang seine Wirkung auf die Weiblichkeit entfalten. Mit Folgen, natürlich. Folgen, um die das gesamte Buch kreist und die immer klarer zu Tage treten. Aus der durchgehenden Perspektive Kate Robinsons in Ich-Form verfolgt Whitehouse auf der winterlich-einsamen Isle of Wright den inneren und äußeren Entwicklungsweg der jungen Übersetzerin, die fluchtartig ihre Heimat London für mindestens 6 Monate verlassen hat. Weg von diesem Richard, irgendetwas Dunkles ist geschehen. Vielleicht stammen die sichtbaren Spuren im Gesicht Kates gar nicht von einem, wie sie behauptet, Unfall mit dem Fahrrad? Weg von Richard und doch nicht entkommen. Mails, SMS, Anrufversuche, Richard ist und bleibt Teil ihres Lebens in der Reibung zwischen Flucht und (immer noch) Faszination für das, was er in ihr Leben eingebracht hat. Doch auch auf der Insel selbst steht, trotz des Endes der touristischen Saison, Langeweile nicht auf der Tagesordnung. Alice Frewin, Ehefrau von Pete Frewin ist verschollen. Von einer Segeltour taucht nur ihr Schiff wieder auf, ohne Alice. Unfall? Mord? Gar Selbstmord? Während Kate intensiv mit sich und ihren inneren Wunden beschäftigt ist, Schritt für Schritt die Insel als Lebensraum für sich entdeckt und in Bezug auf Richard zwischen Bangen und Hoffen schwankt, entfaltet sich auch ein Kennenlernen zu jenem Pete Frewin, der zunächst für Kate schwer einzuordnen ist. Weit gefehlt wäre, den Roman als eine Form von Kriminalroman oder gar Thriller, wie es das Cover andeutet, anzugehen. Weder die Geschichte um die verschwundene Alice auf der Isle of Wright, noch die dunkle Vergangenheit Kates mit Richard, geben wirklich eine Form kriminalistischer Spannung her. Spannung entsteht im Buch über den größten Teil hinweg (bis auf Andeutungen um das, was jener Richard mit „seiner“ Kate noch vorhat) allein aus der innern Erlebniswelt Kates. Da die Verarbeitung der heftigen Leidenschaft mit Richard allerdings sicher die knapp 400 Seiten des Buches nicht gefüllt hätte, bieten sich die beiden weiteren Erzählstränge, das Verschwinden von Alice samt der Annäherung Kates an Pete einerseits und die innere Öffnung Kates für diese eher einsame und raue Atmosphäre der Isle of Wright samt seiner Bewohner an, um eine persönliche Entwicklung der Frau in verschiedene Richtungen zu verankern. Auch in eine Richtung, für sich selber mehr zu entdecken als das rein auf Arbeit und loses Vergnügen beruhende Leben in London. „Warum arbeitest Du soviel“, fragt Richard Kate in der Frühphase des Kennenlernens. „Weil ich nichts anderes habe“, denkt sich Kate. Das allerdings wird sich im Lauf des Buches ändern. Liebe, der Wert sozialer Bindungen, selbst ein anderer Arbeitsplatz, all das wird sich im Lauf der Seiten ergeben samt einer handfesten Bedrohung für dieses neue Leben Kates. Kleinteilig erzählt, in Teilen einfach zu langatmig dargestellt, vermag das Buch sicherlich eine weibliche Sicht zu bedienen und in dieser hier und da Akzente mit Wiederkennungswert zu setzten (das zu lange Verbleiben in Beziehungen, die letztlich nicht gut tun. Die vermeintliche Erfüllung von Lebenssehnsüchten durch einen attraktiven und abenteuerlichen Mann etc.). Am Ende des Tages verleibt, dass trotz sprachlich versierter Erzählweise und einiger innerer wie äußerer Spannungsmomente die Geschichte selber nicht genügend Impulse in sich trägt, um dauerhaft zu fesseln.

    Mehr