Lucio Urtubia Baustelle Revolution

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Inhaltsangabe zu „Baustelle Revolution“ von Lucio Urtubia

Lucio Urtubia, 1931 in einem kleinen Dorf in Navarra geboren, wächst unter ärmlichen Verhältnissen auf. Mitte der 1950er Jahre flüchtet er nach Frankreich, wo er Kontakt zu anarchistischen Gruppen aufnimmt. Von Paris aus unterstützt er den Widerstand gegen die Franco-Diktatur. Fälschen von Dokumenten, Verstecken von Untergrundkämpfern und illegale Geldbeschaffungsaktionen sind fortan Teil seines Lebens. 1980 gelingt ihm sein größter Coup: Durch den Druck von Travellerschecks der Citibank im Wert von mehreren Millionen Dollar zwingt er die mächtigste Bank der Welt in die Knie. Das Leben Lucio Urtubias, das wie ein Abenteuerroman klingt und verfilmt wurde, ist ein Spiegel der revolutionären Bewegungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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  • Rezension zu "Baustelle Revolution" von Lucio Urtubia

    Baustelle Revolution
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. May 2011 um 22:35

    Am Anfang wird betont, dass der Autor nicht lange zur Schule ging und ebenso Schreiben und Lesen lernte, daher kein Autor ist. Und doch konnte er überzeugt werden sein Leben niederzuschreiben. Die Bearbeitung scheint dem Tribut zu zollen und so bleibt die Autobiographie in einer einfachen, ehrlichen, sympathischen Sprache, die dem Autor, so scheint es, gerecht wird. Gemessen an seinen Erlebnissen, ist es schon fast unmöglich nur ein Leben gelebt zu haben, so vielfältig und abenteuerlich ging Lucio durchs Leben und das, was er nicht in einer Schule lernte, lernte er eben auf der Straße, von seinen Freunden. Das, was man sowieso nicht lernen kann, hat Lucio immer gehabt. Seinen Drang nach Freiheit und Gerechtigkeit und selbst wenn er einige Mittel einsetzen musste, die vielleicht die Grenzen zur Legalität ein wenig überreizten, blieb er doch immer sich selber treu und den Verfolgten der Systeme verpflichtet. Er beschreibt eindringlich, wenn auch ohne Groll, seine Kindheit in tiefer Armut, seine kurze Schullaufbahn und die Erfahrungen damit. Seinen Weg als Anarchist, als libertärer Arbeiter, der, wenn er auch nicht alle Mittel gutgeheißen hat, doch immer zur Hilfe eilte wenn Not am Mann war. Sei es bei Mitgliedern der ETA, MIL oder Action Directe, aber auch bei anderen Menschen, die vom System verfolgt wurden, zB. spanischen Anarchisten. Er war ein guter Freund von Quico Sabate und arbeitete mit ihm zusammen, bis dieser von der Guardia Civil erschossen wurde Er meistens Glück und Deals bei Festnahmen und Verhandlungen durchsetzen, was nicht zuletzt an seinen Anwälten lag, so z.B. der Außenminister unter Mitterand. Trotzdem lernte er den Knast kennen. Das Buch ist in 5 Teile eingeteilt, die wiederum in Unterabschnitte wie z.B. "Meine Arbeit", "Meine Wohnungen"; Kapitel, in denen er auf einzelne für ihn wichtige Personen eingeht. Hier und da wiederholt sich manches, aber das macht nichts, ist eher sogar positiv, weil es so verschiedene Dinge noch vertieft. Lucio ist sich treu geblieben und hat in späteren Jahren ein Begegnungszentrum in Paris errichtet, welches allen Menschen offen steht. Rückblickend kann er zufrieden sein mit dem was er erreicht hat. Auch wenn es nicht die Revolution war - so hatte er doch entscheidenen Anteil daran, dass sie hätte möglich werden können.

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