Lucius Annaeus Seneca Apocolocyntosis

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Inhaltsangabe zu „Apocolocyntosis“ von Lucius Annaeus Seneca

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  • Rezension zu "Apocolocyntosis" von Lucius Annaeus Seneca

    Apocolocyntosis
    sabisteb

    sabisteb

    21. August 2012 um 11:41

    One must be born either a Pharaoh or a fool. Rom am 13. Oktober 54 n. Chr. Kaiser Claudius liebt im Sterben. Mercur und die Parzen begeben sich an das Sterbelager und setzen dem Leiden des Kaisers ein Ende. Wie es einem römischen Kaiser gebührt, kommt er in den Olymp, wo Jupiter keine Ahnung hat, wer er ist und daher Herkules schickt, ihn auszufragen. Man ist sich nicht sicher, ob man aus Claudius wirklich einen Gott machen soll oder will und beruft eine Verhandlung ein. Die Apocolocyntosis (dt. Die Verkürbissung des Kaiser Claudius) ist eine antike Satire, die vermutlich von Seneca geschrieben wurde, sicher ist man sich da jedoch nicht. Da der Autor sich jedoch an verschiedenen Stellen bei Nero einzuschleimen versucht , muss er wohl aus dem näheren Umfeld des Kaiser stammen: " But Lachesis, quite as ready to cast a favourable eye on a handsome man, spins away by the handful, and bestows years and years upon Nero out of her own pocket." Aus heutiger Sicht wohl am ehesten eine satirische Kurzgeschichte, die teilweise in Gedichtform, teilweise in Prosa verfasst ist und klassische Verleumdung verstorbener Politiker betreibt. Obwohl Claudius aus heutiger Sicht als sehr umsichtiger Herrscher gilt (ja auch Nero soll nicht so schlimm gewesen, sein, der schlechte Ruf ein klassisches Beispiel von Rufmord durch die Christen), nimmt der Autor, wohl um dessen Nachfolger Nero zu erfreuen, Claudius Schwächen und Gebrechen, wie sein Stottern, bzw. die undeutliche Aussprache, den hinkenden Gang und Hang zum Glücksspiel aufs Korn. Humor ist Geschmackssache und auch definitiv kulturell geprägt. Auch sollte man ein wenig Grundwissen über denjenigen mitbringen, der gerade verleumdet wird. Der satirische Gedanke kommt für mich in der Geschichte nicht so wirklich rüber, ich spüre hier eher klassisches Politikerbashing, wie man das heute auf Neudeutsch so gerne nennt. Nicht wirklich witzig, aber als Beispiel einer antiken Version der Titanic Zeitschriften, sicherlich mal unterhaltsam zu lesen. Da ich die englische Übersetzung und nicht das lateinische Original gelesen habe, kann es natürlich sein, dass einiges an Humor durch die Übersetzung verloren gegagen ist. Nichts geht über das Original, in dem eine Geschichte geschrieben wurde.

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