Lucy Christopher (Stolen) By Christopher, Lucy (Author) Hardcover on (05 , 2010)

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Inhaltsangabe zu „(Stolen) By Christopher, Lucy (Author) Hardcover on (05 , 2010)“ von Lucy Christopher

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    (Stolen) By Christopher, Lucy (Author) Hardcover on (05 , 2010)

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. June 2014 um 11:07

    Cover: Mir gefällt das Cover sehr gut, auch wenn es harmonischer wirkt, als die Handlung wirklich ist. Meinung: Ich war zuerst etwas skeptisch, ob ich das Buch überhaupt lesen will, erfuhr aber dann, dass es in Australien spielt und als Thema das Stockholm-Syndrom hat. Darauf war ich dann doch gespannt und las es, was leider für mich reine Zeitverschwendung war. Das Buch kränkelt an so vielen Dingen. Zum einen daran, dass es von Anfang an sehr unrealistisch und nicht nachvollziehbar ist. Ty entführt Gemma auf dem Flughafen, indem er ihr Drogen einflößt, sie halb komatös mit einer anderen Identität ausstattet, bringt sie nach Australien, fährt mit ihr im Auto ins Outback, wo sich keine Menschenseele befindet, hat dort eine Blockhütte gebaut, mit Wasserversorgung und allem drum und dran und dort leben sie dann glücklich zusammen. Zumindest ist das Tys Ziel. Der Anfang bestand bei mir nur aus Fragezeichen. Dass das niemand mitbekommt, wie Ty Gemma entführt, kann ich mir nicht vorstellen. Dadurch geriet die gesamte Handlung für mich sehr stark ins Wanken, da ich den Schlüsselmoment unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar fand. Leider zieht sich das Problem durch die gesamte Geschichte. Ty hat Gemma angeblich jahrelang beobachtet, weil er sie besitzen will. Für mich hat es hierbei aber an Pfeffer und Feuer gefehlt. Man lernt Ty zwar nur aus Gemmas Sicht kennen, aber er war so furchtbar abgeklärt und leidenschaftslos, dass ich diese Besessenheit, Gemma endlich bei sich zu haben, nur in Wörtern erkennen konnte, aber nicht in seinem Verhalten und das war mir für die gesamte Aktion, die Ty draus gemacht hat, zu wenig. Allgemein bleiben die Figuren so blass, dass ich gar keinen Zugang zu ihnen gefunden habe. Ty werkelt am Haus rum und versucht Gemma davon zu überzeugen, wie toll das Outback ist, Gemma wehrt sich und will nach Hause. Es passiert einfach nichts, was die beiden aus ihrem Schneckenhaus locken würde. Sie leben aneinander vorbei, Ty duldet Gemma und nur einmal versucht sie zu fliehen. Vermisst habe ich Auseinandersetzungen, Dialoge, die mir Einsicht in Emotionen und Vergangenheit, in die Persönlichkeit der Figuren gegeben haben. Das, was zu einem Stockholm-Syndrom führt. Ich hab mich wirklich bis zu den letzten 50 Seiten durchgequält, weil ich dachte, dass es das doch nicht sein kann. Leider war es dann aber so. Interessant fand ich zwar, dass man durch Gemma auch die unschöne Seite Australiens kennenlernt. Bisher war mir Australien in Büchern immer begeistert beschrieben worden, aus den Augen Reisender. Es ist extrem heiß, in der Nacht sehr kalt, es gibt Sandstürme und fiese Tiere, wie Schlangen, Spinnen oder Skorpione. Das Ende fand ich spannend, weil es hier endlich mal zur Sache ging und ich hoffte, dass sich daraus endlich mal ein Konflikt entwickeln würde. Leider war dem nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Das Stockholm-Syndrom wird nur bemerkt, anstatt es handlungstechnisch einzubauen und das war mir viel zu wenig. Fazit: Ein Buch, was es sich in meinen Augen absolut nicht lohnt zu lesen. Die Figuren sind blass und langweilig, die Handlung erzählt nichts von Bedeutung und das Stockholm-Syndrom wird nur am Ende kurz mal gestreift. Gut war aber der Wendepunkt der Handlung, der als einziger Moment realistisch war, nachdem alles andere in dem Buch leider ziemlich an den Haaren herbeigezogen wirkte und dass man die Landschaft des Outbacks nicht als exotisches Reiseziel beschrieben bekommen hat, sondern als Überlebenskampfplatz, der es wirklich in sich hat. 

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