Lucy Fricke

 3.8 Sterne bei 83 Bewertungen
Autorin von Ich habe Freunde mitgebracht, Töchter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucy Fricke

Hamburgs Allroundtalent: Die 1974 in Hamburg geborene, mehrfach ausgezeichnete, Autorin zeichnet sich durch vielseitige Talente aus. Nicht nur ist sie schriftstellerisch tätig - ihr erster Roman "Durst ist schlimmer als Heimweh" erschien 2007 - sondern sie engagiert sich auch für junge Musik und Literatur. Dies tut sie, als Veranstalterin des Hamburger Festivals HAM.LIT, das 2010 erstmals stattfand. 2005 gewann, die in Berlin lebende Autorin den Berliner "Open Mike". Auch hier konnte sie mit ihren Werken die Zuhörerschaft von ihren schreiberischen Fähigkeiten überzeugen. Beruflich war sie zuvor lange Zeit in der Film- und Fernsehproduktion als Schnittassistentin und Script/Continuity tätig. Ihr im Februar 2018 erschienener Roman "Töchter" knüpft an ihrem Erfolg an und erzählt die Erlebnisse zweier bester Freundinnen, die mit einem todkranken Vater eine Reise antreten, die in der Schweiz enden soll.

Alle Bücher von Lucy Fricke

Lucy FrickeIch habe Freunde mitgebracht
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Ich habe Freunde mitgebracht
Ich habe Freunde mitgebracht
 (26)
Erschienen am 02.04.2012
Lucy FrickeTöchter
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Töchter
Töchter
 (20)
Erschienen am 20.02.2018
Lucy FrickeDurst ist schlimmer als Heimweh
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Durst ist schlimmer als Heimweh
Durst ist schlimmer als Heimweh
 (18)
Erschienen am 24.10.2014
Lucy FrickeTakeshis Haut
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Takeshis Haut
Takeshis Haut
 (18)
Erschienen am 27.11.2015
Lucy FrickeWinken bis nach Buenos Aires
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Winken bis nach Buenos Aires
Winken bis nach Buenos Aires
 (0)
Erschienen am 14.10.2015
Lucy FrickeTippgemeinschaft. Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig 2006
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Tippgemeinschaft. Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig 2006

Neue Rezensionen zu Lucy Fricke

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Malistas avatar

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Ein 'Lese-Roadtrip'
Malistavor einem Monat

Eine intensive Geschichte verpackt in einen Roadtrip. So fühlt man sich auch beim Lesen: Geradeaus, Kurven dann eine Anhöhe und wieder ein Tal. Nur der Schluss gleicht eher einer Serpentinenstraße die ins Nirgendwo führt. 

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Teewursts avatar

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Wilde Fahrt mit Tiefgang
Teewurstvor 3 Monaten

„Martha und ich entschieden uns fürs Durchbrettern. Vor uns hatten wir das Ziel, von hinten drängte das Unglück. Wir waren eingeklemmt zwischen Vätern, Erinnerungen und Tod, wir glaubten, wir könnten alles überwinden, indem wir schneller fuhren.“

Ich-Erzählerin Betty lässt sich mit ihrer Freundin Martha auf eine Reise in einem klapprigen Golf ein, deren Ziel der Tod sein soll: Nämlich der von Marthas Vater, der schwer krank ist und seinem Leben ein selbstbestimmtes Ende setzen möchte. Doch alles kommt ganz anders, statt in der Schweiz landet die Reisegruppe in Italien und später in Griechenland, mal scheint alles möglich, mal gar nichts. 

Die beiden Frauen um die 40 sehen sich bei diesem Roadtrip nicht nur mit vielen schrägen Begegnungen konfrontiert, sondern auch  mit Tod und Leben, Verlust und Nähe, Abschied und Wiedersehen, Sehnsucht und Enttäuschung, Wunsch und Realität, Sinn und Unsinn. Dieser Roman pendelt zwischen Gegensätzen, wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und jede der Frauen hat ihr ganz eigenen Päckchen zu tragen. 

Die Themen sind beileibe keine leichte Kost, aber mit leisem Witz und überraschenden Wendungen macht Lucy Fricke auch Schweres erstaunlich gut verdaulich - vermeintlich. Denn: Auch wenn der Schreibstil ein Vergnügen ist und ich den Roman ratzfatz ausgelesen hatte, blieb ich etwas unschlüssig zurück und erwischte mich dabei, dass ich am Inhalt doch noch etwas länger zu knabbern hatte. Und doch oder gerade deshalb hat mir das Buch gefallen, auch weil es eine besondere Frauen-Freundschaft beleuchtet.

„Bei diesem Satz lachte Martha zum ersten Mal seit unserer Abfahrt. Sie hörte gar nicht mehr auf. Sie lachte Tränen, und ich auch. Es gab niemanden, mit dem ich so lauthals über das Unglück lachen konnte wie mit ihr. Das war einer der Gründe, warum ich sie so schätzte. Die wenigsten Frauen lachen über das Unglück, schon gar nicht über ihr eigenes.“

„Töchter“ ist zweifelsohne ein besonderes Buch, und doch kann ich nur vier Sterne geben, weil mir die Entwicklungen besonders zum Schluss ein bisschen zu wild sind. Aber spannend, unterhaltsam und lesenswert erzählt ist diese ungewöhnliche Geschichte allemal. 

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Fantasie_und_Träumereis avatar

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Über den Weg zu uns und unseren Wurzeln
Fantasie_und_Träumereivor 4 Monaten

Marthas Vater beschließt zu sterben. Der Krebs wird ihn auffressen - so viel ist klar, doch er möchte ihm zuvor kommen und bittet seine Tochter ihn in die Schweiz zu begleiten, wo er in einer Klinik den Tod nach eigener Entscheidung wählen wird. Ein schwerer Weg, den Martha keinesfalls allein schaffen kann. Ihre Freundin Betty ist die Retterin in der Not. Doch statt in der Schweiz landen sie ganz woanders. In der eigenen Vergangenheit, in der eigenen Persönlichkeit, in Gegenwart und Zukunft des eigenen Handelns und der Frage warum sie denn eigentlich so sind, wie sie sind.

Lucy Frickes neuster Roman wurde in den Kritiken viel gelobt. Das zu Recht, denn das Buch hat einen ganz eigenen Charakter, eine ganz eigensinnige Ausstrahlung, bietet Unterhaltung, Drama und Geborgenheit. Wiedererkennungswert in Situationen, in denen wir selbst eine falsche Abzweigung des Lebenswegs gewählt oder zumindest nicht so richtig über Alternativen nachgedacht haben.

Ich mag sehr gerne Bücher, die sich damit auseinandersetzen was wir sind und wie wir dazu geworden sind. Wie viel Einfluss haben unsere Eltern, deren Lebensstil, wie viel wird uns seit Generationen übergeben, ohne dass wir uns dagegen können. Dagegen wehren wollen. Ab wann haben wir die Möglichkeit, ab wann sollten wir unser Leben selbst in die Hand nehmen? Selbst bestimmen, wer wir sind.

Tiefgründige Fragen über unser eigenes Ich. Mit Humor niedergeschrieben. Nicht mit dem klassischen Witz, der flach und banal Floskeln wiederkäut, sondern mit viel Raffinesse und Schläue. Ein Humor, der mich an der richtigen Stelle packt, mich nicht nur vor Fröhlichkeit lachen lässt, sondern auch vor Trauer und Verzweiflung. Vor Sehnsucht und Erkennen.

"Töchter" ist ein Roman über zwei Freundinnen, die wissen, was sie aneinander haben. Die eine Freundschaft pflegen, wie es nur beste Freundinnen können. Wie das abläuft, muss ich hoffentlich niemandem erzählen, denn solch eine Freundschaft sollte einfach jede (r) haben.

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Gespräche aus der Community

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ROZUBIs avatar

Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke - ET 24.10.14
 
Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.

Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.
 
Auch diesmal verlosen wir unter allen Bewerbern eins von 10 Exemplaren! Bewerben könnt ihr euch bis zum Erscheinungstermin,
dem 24. Oktober, indem ihr folgende Frage beantwortet:
 
Was gefällt euch an einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt?
 
Wir sind gespannt, was euch nachts an eurer Stadt begeistert und ob ihr auch die Einsamkeit ab und an ein wenig genießt! An alle, die leider nicht gewinnen - lest gerne mit - ein fantastischen Buch, welches berührt und zwar ganz tief drinnen ...
 
Beste Grüße,
 
Till
 
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