Lucy Fricke

 3,9 Sterne bei 565 Bewertungen
Autorin von Die Diplomatin, Töchter und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Hamburgs Allroundtalent: Die 1974 in Hamburg geborene, mehrfach ausgezeichnete, Autorin zeichnet sich durch vielseitige Talente aus. Nicht nur ist sie schriftstellerisch tätig - ihr erster Roman "Durst ist schlimmer als Heimweh" erschien 2007 - sondern sie engagiert sich auch für junge Musik und Literatur. Dies tut sie, als Veranstalterin des Hamburger Festivals HAM.LIT, das 2010 erstmals stattfand. 2005 gewann, die in Berlin lebende Autorin den Berliner "Open Mike". Auch hier konnte sie mit ihren Werken die Zuhörerschaft von ihren schreiberischen Fähigkeiten überzeugen. Beruflich war sie zuvor lange Zeit in der Film- und Fernsehproduktion als Schnittassistentin und Script/Continuity tätig. Ihr im Februar 2018 erschienener Roman "Töchter" knüpft an ihrem Erfolg an und erzählt die Erlebnisse zweier bester Freundinnen, die mit einem todkranken Vater eine Reise antreten, die in der Schweiz enden soll.

Alle Bücher von Lucy Fricke

Cover des Buches Die Diplomatin (ISBN: 9783548067780)

Die Diplomatin

(200)
Erschienen am 30.03.2023
Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783499290152)

Töchter

(122)
Erschienen am 23.07.2019
Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783548073613)

Das Fest

(90)
Erschienen am 30.10.2025
Cover des Buches Takeshis Haut (ISBN: 9783499266737)

Takeshis Haut

(27)
Erschienen am 27.11.2015
Cover des Buches Durst ist schlimmer als Heimweh (ISBN: 9783499260001)

Durst ist schlimmer als Heimweh

(25)
Erschienen am 24.10.2014
Cover des Buches Ich habe Freunde mitgebracht (ISBN: 9783499258053)

Ich habe Freunde mitgebracht

(28)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Durst ist schlimmer als Heimweh (ISBN: 9783548069579)

Durst ist schlimmer als Heimweh

(6)
Erschienen am 30.10.2025
Cover des Buches Takeshis Haut (ISBN: 9783548069593)

Takeshis Haut

(3)
Erschienen am 27.03.2025

Neue Rezensionen zu Lucy Fricke

Cover des Buches Töchter (ISBN: 9783965190252)
Xenia_Fs avatar

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Xenia_F
Väter & Töchter

Martha und Betty sind Mittvierziger aus Berlin. Beide hatten so ihre eigenen Probleme mit ihren Vätern. Betty ist auf einem Trip in Italien. Plötzlich meldet sich Martha bei ihr mit der Bitte sie in die Schweiz zu begleiten. Martas Vater möchte dort Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Die zwei Freundinnen machen sich auf den Weg, ihn dorthin zu bringen. Doch dieser möchte seinen letzten Atemzug doch noch etwas aufschieben. Sie bringen ihn in die Pension nach Italien zu eine alten Geliebten. Dort erfährt auch Betty, dass ihr vermeintlich tot geglaubter Stiefvater noch lebt. Sie folgt ihm nach Griechenland. Auch Martha und ihr Vater kommen mit. Nach einem rauschenden Fest ist es dann so weit und Marthas Vater ist tot. Es war für alle Figuren ein Roadtrip der anderen Art.

Gefallen hat mir, dass das Buch mit schwierigen Themen leicht umgeht. Trotz allem war die Handlung gefühlvoll.

Eine Freundschaft wie zwischen Betty und Martha wünscht man sich doch eigentlich. Sie gehen zusammen durch dick und dünn.
Schließlich haben sie so auch diesen etwas anderen Roadtrip zusammen erlebt.

Das Buch eignet sich für alle die etwas Abwechslung von herkömmlichen Liebes- und Abenteuerromanen benötigen.

Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783548073613)
Loukias avatar

Rezension zu "Das Fest" von Lucy Fricke

Loukia
Reise in die Vergangenheit

Jakob wird 50 und hat keine Lust, das zu feiern. Er fühlt sich gescheitert, müde und resigniert. Doch seine beste Freundin Ellen sorgt dafür, dass er im Laufe des Tages einer Reihe von Menschen begegnet, die für ihn wichtig waren. Eine Reise in die Vergangenheit, die gleichzeitig neue Impulse für die Gegenwart liefert.

Diese wunderschöne Geschichte bewegt sich zwischen Melancholie und Heiterkeit, sie erzählt von Freundschaft und Liebe, Verlust und Gewinn, vom Verzeihen und von der neu erwachenden Lust auf die Zukunft. Sehr leicht erzählt und doch voller Tiefe, amüsant und gleichzeitig berührend.


Cover des Buches Das Fest (ISBN: 9783548073613)
Nicolai_Levins avatar

Rezension zu "Das Fest" von Lucy Fricke

Nicolai_Levin
Eine Geburtstagsfeier wider Willen

Jakob wird fünfzig, aber ihm ist überhaupt nicht nach Feiern. Er hat keine Kinder, ist seit über zehn Jahren geschieden, und auch beruflich läuft es nicht mehr, nachdem er in jüngeren Jahren doch einige erfolgreiche Filme gemacht hat. Vom Leben erwartet er nicht mehr viel, er ist ein grantelnder Eigenbrötler und Zyniker geworden.

Ich kann sehr gut mit Jakob mitfühlen. Überhaupt hat die vielbelächelte Midlife Crisis durchaus ihre rationale Ursache und ihre Berechtigung, wenn man den Gang eines Lebens betrachtet. In jungen Jahren stecken wir voller Enthusiasmus und Elan und Engagement - und zwar, weil wir Träume haben, denen wir - mehr oder weniger ernsthaft und intensiv - nachjagen. Im Laufe der Jahre zerschlagen sich diese Wunschvorstellungen bei den allermeisten von uns, sie zerstäuben und verflüchtigen sich, von Jahr zu Jahr mehr. Mit Mitte Zwanzig weiß man, dass man nie über die Kreisklasse hinauskommen und in der Bundesliga spielen wird, mit Mitte Dreißig ist auch der Traum dahin, mit der Kellerband mal als Rockstar die Welt zu erobern. Das große Geld, der Ruhm, der Nobelpreis, nach und nach wird einem klar, dass all das nichts mehr wird. Und mit Mitte, Ende Vierzig weiß man, dass man entweder keine Kinder hat oder (wenn doch) dass auch die Kinder nicht als Projektionsfläche für das taugen, was man selbst nicht erreicht hat. Irgendwann ist unverkennbar, dass nicht einmal der Schreibtisch im Topmanagement auf einen wartet - und selbst der erträumte Sex mit Cindy Crawford oder später mit Jennifer Lawrence wird auf immer ein Wunschtraum bleiben. Das ist bitter, und an den runden Jahrestagen, wenn man Bilanz zieht, wird diese Bitterkeit eben deutlich.

Also alles durchaus ein Thema, das eine literarische Auseinandersetzung verdient hätte. Aber leider nicht bei Lucy Fricke. Die lässt den Griesgram mit seiner besten Freundin ins Schwimmbad gehen und in Folge (in einem Reigen, den diese Freundin arrangiert hat), all den wichtigen Menschen begegnen, die ihn auf seinem Leben begleitet haben: die Exfrau, der Kumpel und Rivale aus der Hochschule, die Sozialarbeiterin, die ihn als Jugendlichen aufgerichtet hat, und zum Schluss noch die Kindergartenfreundin aus Sri Lanka. Das ist nett und herzerwärmend zu lesen, aber in seiner Konstruktion ebenso aufdringlich buchgerecht arrangiert wie banal. Dem Menschen Jakob kommen wir bei dieser Feelgood-Tour wider Willen nie so richtig näher. Als wirkliche Person erwacht er - jedenfalls vor meinem inneren Auge - nicht zum Leben. Es ist eher wie eine inszenierte Fernsehshow (ich glaube, da gab es mal was in den 1970-ern), wo Leute ihren Lebensstationen vor Publikum noch einmal begegnen. Auch die perfekt austarierte Diversität ließ mich innerlich mal kurz mit den Augen rollen; immerhin, ein paar originelle und witzige Sätze werden uns beschert.

Das Büchlein also ist dünn, es ist (allzu) leicht und nett zu lesen, und es dürfte sich wunderbar als Verlegenheitsgeschenk zu fünfzigsten Geburtstagen eignen. In die vordere Reihe bemerkenswerter Lektüre schafft "Das Fest" es aber nicht.

Gespräche aus der Community


Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke - ET 24.10.14
 
Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.

Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.
 
Auch diesmal verlosen wir unter allen Bewerbern eins von 10 Exemplaren! Bewerben könnt ihr euch bis zum Erscheinungstermin,
dem 24. Oktober, indem ihr folgende Frage beantwortet:
 
Was gefällt euch an einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt?
 
Wir sind gespannt, was euch nachts an eurer Stadt begeistert und ob ihr auch die Einsamkeit ab und an ein wenig genießt! An alle, die leider nicht gewinnen - lest gerne mit - ein fantastischen Buch, welches berührt und zwar ganz tief drinnen ...
 
Beste Grüße,
 
Till
 
107 BeiträgeVerlosung beendet
frenx1s avatar
Letzter Beitrag von  frenx1
Ich muss sagen, ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan. Ich bin nicht so richtig reingekommen, erst beim zweiten Anlauf habe ich in die Handlung hineingefunden. Gepackt hat mich das Buch nicht, auch wenn es sprachlich an manchen Stellen wirklich schön ist. Hier meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Lucy-Fricke/Durst-ist-schlimmer-als-Heimweh-143774610-w/rezension/1128639678/ http://wasliestdu.de/rezension/aus-dem-leben-einer-wohngemeinschaft-fuer-gestrandete-jugendliche http://buecherbar.wordpress.com/2015/01/02/durst-ist-schlimmer-als-heimweh/

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks