Lucy Fricke

 3.8 Sterne bei 114 Bewertungen
Autorin von Töchter, Ich habe Freunde mitgebracht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucy Fricke

Hamburgs Allroundtalent: Die 1974 in Hamburg geborene, mehrfach ausgezeichnete, Autorin zeichnet sich durch vielseitige Talente aus. Nicht nur ist sie schriftstellerisch tätig - ihr erster Roman "Durst ist schlimmer als Heimweh" erschien 2007 - sondern sie engagiert sich auch für junge Musik und Literatur. Dies tut sie, als Veranstalterin des Hamburger Festivals HAM.LIT, das 2010 erstmals stattfand. 2005 gewann, die in Berlin lebende Autorin den Berliner "Open Mike". Auch hier konnte sie mit ihren Werken die Zuhörerschaft von ihren schreiberischen Fähigkeiten überzeugen. Beruflich war sie zuvor lange Zeit in der Film- und Fernsehproduktion als Schnittassistentin und Script/Continuity tätig. Ihr im Februar 2018 erschienener Roman "Töchter" knüpft an ihrem Erfolg an und erzählt die Erlebnisse zweier bester Freundinnen, die mit einem todkranken Vater eine Reise antreten, die in der Schweiz enden soll.

Neue Bücher

Töchter

 (11)
Erscheint am 23.07.2019 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

Alle Bücher von Lucy Fricke

Töchter

Töchter

 (35)
Erschienen am 20.02.2018
Ich habe Freunde mitgebracht

Ich habe Freunde mitgebracht

 (27)
Erschienen am 02.04.2012
Takeshis Haut

Takeshis Haut

 (19)
Erschienen am 27.11.2015
Durst ist schlimmer als Heimweh

Durst ist schlimmer als Heimweh

 (18)
Erschienen am 24.10.2014
Töchter

Töchter

 (11)
Erscheint am 23.07.2019
Töchter

Töchter

 (3)
Erschienen am 09.01.2019

Neue Rezensionen zu Lucy Fricke

Neu

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Ein echter Flop!
monerlvor 8 Tagen

Kurzmeinung

Genre: Gegenwartsroman, Roadtrip

Handlung: Zwei Freundinnen, Töchter mit “Problemvätern”, fahren Marthas Vater in eine Sterbeklinik in die Schweiz. Das Ziel ist klar, der Weg eigentlich auch. Und doch wird aus dieser Fahrt eine echte Katastrophe!

Charaktere: Martha und Betty, zwei frauen um die 40, die ihre eigene Mitte nicht gefunden haben. Gespannte Verhältnisse zu ihren Müttern, keine richtigen Bindungen zu ihren Vätern und ständig auf der Suche nach etwas, das scheinbar unerreichbar ist. Frustrierte Frauen, denen doch so viele Türen im Leben offen standen. Sie wirken unecht, übertrieben negativ und total destruktiv.

Spannung: Bei Roadtrips ist meistens der Weg das Ziel. Doch nicht hier bei diesem Roman. Es gibt keine Spannung und keine Entwicklung. Weder von oder für die Figuren, noch für die Geschichte.

Schreibstil und Sprache: Der Schreibstil ist recht einfach und flüssig zu lesen. Zu Beginn konnte mich das Buch noch mitreißen. Ich war gespannt, was aus der Geschichte werden wird. Doch recht schnell flachte alles ab. Die Autorin bedient sich vielen Klischees. Die Handlung suchte ich vergeblich. Eine Irrfahrt duch Italien, ein Trip nach Griechenland – wofür das Ganze, ist mir schlussendlich nicht klar geworden.

Ende: Das Beste am Buch ist das Ende! Es hat mich überrascht und ich finde es gelungen.

Hörbuch: Hätte ich bloß das reine Buch gelesen, hätte ich wahrscheinlich abgebrochen! Die Sprecherin Sabine Arnold schaffte es jedoch, dass ich das Buch zu Ende hörte. Es war angenehm ihr zuzuhören, obwohl die Geschichte oftmals sehr abstrus war. Das Interview am Ende des Hörbuchs mit Sprecherin und Autorin fand ich super. Darin erzählt Lucy Fricke über ihr Schreiben und ihr Leben sowie Hintergründe zum Buch.

Fazit: Leider ein Flop! Meine Erwartungen waren sehr hoch, da der Roman den Bayerischen Buchpreis 2018 bekommen hat. Deswegen hatte ich eine überdurchschnittliche Sprache oder einen ausgeklügelten Plot erwartet. Bekommen habe ich jedoch nichts dergleichen. Ich folgte Charakteren, die sich entgegen ihrer Darstellung verhielten. Ich ertrug eine seltsame Grabschändung, eine nicht nachvollziehbare Verliebtheit, viele Sonnenblumenkerne, eine Waffe und Entgleisungen ohne richtigen roten Faden. Ich stelle fest, dass bepreiste Bücher kein Garant für gute Literatur sein muss.

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A

Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Eine Reise mit vielen Erkenntnissen.
AngelikaRRvor einem Monat

Die Freundinnen Martha und Betty fahren mit Marthas totkrankem Vater Kurt Richtung Schweiz, weil Kurt dort Sterbehilfe in Anspruch nehmen will. Der Roadtrip nimmt aber immer wieder neue Wendungen, bis die drei letztendlich in Griechenland landen (mehr möchte ich nicht verraten).

Martha und Betty setzen sich auf dieser Fahrt mit dem Abschiednehmen auseinander, mit ihrer Kindheit, mit Müttern, die sehr mit sich beschäftigt waren, aber vor allem mit ihren abwesenden Vätern.

So ernst die Thematik ist, so umwerfend komisch, tragisch, direkt und wunderbar sind Frickes Sätze, mit denen sie die Geschichte beschreibt - leicht, heiter, bewegend!

Mich persönlich hat beim Lesen ein Aspekt besonders beschäftigt, den Fricke so formuliert : "Wie leicht man glauben konnte, seine Eltern zu kennen, und dabei vergaß, dass auch sie einmal jung und verzweifelt gewesen waren, selbst wenn sie damit viel früher hatten aufhören müssen, weil wir dann kamen, was nicht die Verzweiflung beendet hatte, wohl aber das, was wir unter Jungsein verstanden." (S. 50)

Absolute Leseempfehlung!

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Rezension zu "Töchter" von Lucy Fricke

Ein echtes Roadstory-Genre-Juwel
BrittaRoedervor 3 Monaten

Die Ich-Erzählerin und ihre beste Freundin starten von Berlin aus in Richtung Schweiz, um den todkranken Vater der Freundin in eine Sterbeklinik zu begleiten. So beginnt „Töchter“ von Lucy Fricke.

Dass dann alles anders kommt, gehört zum Konzept dieser als Roadstory angelegten Erzählung und ist nicht wirklich überraschend. Aber wie es kommt, ist höchst amüsant zu lesen.

Denn im Gepäck haben die beiden Freundinnen neben dem allgegenwärtigen Tod - in Person des sterbenden Vaters - eine Menge unaufgearbeiteter Altlasten: unverarbeitete Trauerfälle, unglückliche Kindheiten, zerrüttete Tochter-Mutter-Beziehungen, ein unerfüllter Kinderwunsch, Bindungsängste, Probleme mit dem Erwachsen werden oder sein – das übliche Päckchen Midlife-Crisis eben, wenn man wie die beiden Protagonistinnen Anfang Vierzig ist.

Sogar die beiden Hauptfiguren wissen, dass ihr Schicksal kein besonderes ist, aber gerade dies macht Frickes Figuren so lebensecht und zeigt, wie absurd das Leben und wie alltäglich das Absurde im Leben sein kann.

Nur am Ende des Buches verlässt die Autorin leider den bewährten Erzählpfad, um – für mich aus unergründlichen Motiven – ihre Story durch ein paar Wendungen zu viel aufzupeppen. Hier wäre weniger mehr gewesen, zumal sie es gar nicht nötig gehabt hätte.

Trotzdem – ein großer Lesegenuss ist es allemal. Herzhaft komisch und zugleich zutiefst warmherzig erzählt Fricke von den ernsten und wirklich wichtigen Dingen des Lebens. „Töchter“ ist eine Roadstory im besten Sinne des Genres.

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Gespräche aus der Community

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Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke - ET 24.10.14
 
Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.

Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.
 
Auch diesmal verlosen wir unter allen Bewerbern eins von 10 Exemplaren! Bewerben könnt ihr euch bis zum Erscheinungstermin,
dem 24. Oktober, indem ihr folgende Frage beantwortet:
 
Was gefällt euch an einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt?
 
Wir sind gespannt, was euch nachts an eurer Stadt begeistert und ob ihr auch die Einsamkeit ab und an ein wenig genießt! An alle, die leider nicht gewinnen - lest gerne mit - ein fantastischen Buch, welches berührt und zwar ganz tief drinnen ...
 
Beste Grüße,
 
Till
 
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