Lucy Fricke Durst ist schlimmer als Heimweh

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Inhaltsangabe zu „Durst ist schlimmer als Heimweh“ von Lucy Fricke

'Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort ‚Gruppenabend‘ hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.'

Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.

Bedrückende Geschichte mit einer Anti-Heldin, die mir wirklich sympathisch ist.

— katha_strophe

Ein Buch, das mich nicht gefesselt hat.

— frenx1

Erschütternder Roman über ein junges, kaputtes Leben

— seschat

Schonungslos und ehrlich, gut geschrieben - aber einfach nicht meins.

— leselea

Lucy Fricke schafft es, die Leser in ihren Bann zu ziehen. Ein aufrüttelndes Buch über eine verkorkste Jugend. Große Literatur!

— zeilenverliebt

Was für eine anrührende, schonungslose und hoffnungsvolle Geschichte eines fallenden Teenagers. Meine wütende, labile Anti-Heldin!

— Buchstabenliebhaberin

klingt gut

— Julia90

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— corneliaflorentina

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    ROZUBI

    Leserunde zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke - ET 24.10.14   Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten. Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend.   Auch diesmal verlosen wir unter allen Bewerbern eins von 10 Exemplaren! Bewerben könnt ihr euch bis zum Erscheinungstermin, dem 24. Oktober, indem ihr folgende Frage beantwortet:   Was gefällt euch an einem nächtlichen Spaziergang durch die Stadt?   Wir sind gespannt, was euch nachts an eurer Stadt begeistert und ob ihr auch die Einsamkeit ab und an ein wenig genießt! An alle, die leider nicht gewinnen - lest gerne mit - ein fantastischen Buch, welches berührt und zwar ganz tief drinnen ...   Beste Grüße,   Till  

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  • Aus der Wohngemeinschaft für gestrandete Jugendliche

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    frenx1

    02. January 2015 um 10:08

    Judith Sita ist 16 und wohnt in Hamburg. Vom Vater misshandelt und missbraucht, von der Mutter verlassen landet sie schließlich in einer Wohngemeinschaft. Von der Zeit, die sie dort verbringt, rund ein Jahr, handelt Lucy Frickes Buch “Durst ist schlimmer als Heimweh“. Man taucht ein in das Soziogramm einer Wohngemeinschaft, in der jeder sein Päckchen zu tragen hat und eine verkorkste Jugend hinter sich lassen will. Wie schwer es ist, etwas zu verarbeiten, hinter sich zu lassen, neu anzufangen: das sind die Themen, die Lucy Fricke in ihrem Buch immer wieder streift.  Judith ist eine Einzelkämpferin, will nicht über alles reden, sondern einfach alles vergessen. Doch der Schritt ins aktive Leben misslingt ihr immer wieder. Ohne Schulabschluss nimmt sie immer wieder einfache Jobs an, fliegt wieder raus. Therapieangebote lehnt sie ab, Neujahrsvorsätze kann sie nicht durchhalten. Ihre Zukunft, so heißt es gegen Ende des Buches, kommt ihr vor wie ein schwarzer Fleck. Und so endet das Buch auch mit dem Satz “Die Züge fuhren jetzt wieder” – Judith ist noch lange nicht am Ende ihrer Suche nach sich selbst angekommen, ihre Reise geht weiter. Die Sprache ist es, die mir an diesem Buch gefallen hat: nichts ist aufgesetzt, nichts wirkt gekünstelt, kein falsches Pathos. Dass Judith so redet, so denkt – absolut realistisch. Dennoch habe ich mich nach dem Lesen gefragt: So what?!? Was soll mir diese Geschichte sagen? Trotz einzelner dramatischer Handlungselemente: da ist nichts, was bleibt, alles dümpelt vor sich hin. Erzählter Alltag einer Wohngemeinschaft aus der Perspektive von Judith, die bis zuletzt unnahbar und unberechenbar bleibt. Nichts hält einen an dieser Geschichte gefangen. Zudem ist es nicht leicht, in das Buch hineinzufinden, vieles wird in Rückblenden erzählt und zunächst nur angedeutet.

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  • Wann werde ich endlich verrückt?

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    MiraBerlin

    Inhalt "Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort Gruppenabend hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten." Mich hat dieses Buch vor allem aufgrund seiner psychologischen Aspekte gereizt. Diese kommen hier auch nicht zu kurz. Die Gefühlswelt Judiths wird gut beschrieben und passt sehr zu den Gedankengängen eines Suchtkranken. Allerdings springen ihre Gedanken immer wieder hin und her, was es dem Leser sehr schwer macht, immer problemlos mitzukommen. Zusätzlich ist das Buch nicht chronologisch aufgebaut, weshalb man dieses Buch auch nicht einfach so nebenbei lesen kann. Das Lesen wird aber zumindest durch die kurzen Kapitel relativ erleichtert, auch wenn das die Sache zugleich erschwert, weil man sich immer wieder neu einfinden muss. Der Leser weiß nie so recht, was einen zunächst erwartet. Das klingt allgemein positiv, ist hier aber nicht positiv gemeint, weil es das Lesen ungemein anstrengender macht. Trotz der relativ vielen Informationen über die Personen konnte ich leider nie wirklich mit ihnen warm werden bzw. eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Das ist für mich aber bei einem Buch, das mich bewegt und vom Hocker haut, ein wichtiger Bestand. Dementsprechend mittelmäßig hat mir das Buch deswegen auch leider nur gefallen. Leider muss ich auch gestehen, dass das Cover und der Titel des Buches mehr hergeben als das Buch selbst. Aber vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich ein Problem mit den Suchtkranken habe. Da das Buch auch nur gut 170 Seiten hat, ist es schwierig, so wirklich in diese Welt abzutauchen, da es schon endet, bevor man sich überhaupt richtig einfinden konnte. Dass einen dann auch noch ein offenes Ende erwartet, empfand ich persönlich als passend, da Judith selbst so wankelmütig und unentschlossen in Bezug auf ihre eigenen Entscheidungen ist, dass es nicht gepasst hätte, wenn sie dann am Ende auf einmal den super Plan gehabt hätte. Aufgrund der fehlenden Beziehung konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Dennoch ist es ein abschreckendes Beispiel für ungehemmten Alkoholkonsum und regt zum Nachdenken an!

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    • 2
  • Die Geister der Vergangenheit geben keine Ruhe...

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    seschat

    21. November 2014 um 10:48

    Die 16-jährige Hamburgerin Judith hat schon einiges mitgemacht. Von ihrer trinkenden Mutter wurde sie verstoßen und vom Stiefvater missbraucht. Das Gymnasium musste sie aufgrund zu langer Fehlzeiten mit miserablen Zeugnis vorzeitig verlassen. Man fragt sich, wie kann ein junges Leben schon so kaputt sein? Judith findet nach einer Art Landstreicherleben Zuflucht in einer WG für gestrandete Jugendliche. Doch trotz Betreuer Bernd und einer Menge Therapiemöglichkeiten lässt die tragische Vergangenheit das junge Mädchen nicht los. Perspektivlos, einsam und voller Wut betrinkt und ritzt sie sich, um den seelischen Schmerz zu betäuben. Zudem nimmt sie starke Schlaftabletten, um an ihrem kaputten Leben einfach nicht mehr teilnehmen zu müssen. Auch die übrigen WG-Bewohner stammen aus Elternhäusern mit häuslicher Gewalt und sind dementsprechend lebensmüde bzw. zerstört. Drogen machen, trotz Verbots, in der WG schnell die Runde. Was als Anker gedacht gewesen ist, kann der verletzten Judith auch keinen Halt geben. Immer wieder gibt es Rückschläge, die Hoffnungen auf ein besseres Leben zunichte machen. Neu gewonnene Therapie-Freunde nehmen sich das Leben oder schießen sich mit Drogen ab. Bleibt zu fragen, was aus Judith geworden ist, nachdem diese die WG verlassen hat? Hat sie zurück in ein besseres Leben gefunden oder ist sie nur in die nächste Katastrophe hineingerutscht? Die Autorin Lucy Fricke hat mit "Durst ist schlimmer als Heimweh" einen bewegenden Roman über ein Einzelschicksal geschrieben, das den Leser aufwühlt und wütend macht. Die ehrliche, sarkastische Sprache passt perfekt zur Protagonistin Judith, die schon viel durchgemacht hat. Manchmal fühlte ich mich während der Lektüre an die Autobiografie "Christiane F. - Mein zweites Leben" erinnert, die ich erst vor nicht allzu langer Zeit gelesen habe. Zumal die einzelnen Kapitel genauso unchronologisch angeordnet wurden und man als Leser mit den Rückblenden zu kämpfen hat. Zitat:"Judith konnte nichts davon mehr ertragen, das Gutgemeinte, das Alleswirdwiedergut, das Lebenhatauchseineschönenseiten. Hier würde es niemals aufhören, hier sollte es bloß immer schön sein, damit man das andere aushielt, hier wurde Traum gespielt, mit bunten Lichtern und warmen Händen, hier wurde Leben geübt, das nicht weh tun sollte, hier war alles klebrig und süß, aufgeräumt, ausgemustert, hier roch der Dreck nach Sagrotan und billigem Deo, hier trug das Ende ein Alice-im-Wunderland-Kostüm. Fazit:Eine schonungslos ehrliche Geschichte über eine verkorkste Jugend.

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  • wie ein Strudel...

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    Revontulet

    13. November 2014 um 17:46

    Durst ist schlimmer als Heimweh ist ein Buch, das sich in einem Ruck lesen lässt. Nicht nur, weil die Geschichte auf knapp 170 Seiten erzählt wird, sondern auch weil die Protagonistin Judith die Leser_innen in einen Strudel aus Ereignissen und Erinnerungen reißt, aus dem man schwer wieder rauskommt. Im Großen und Ganzen geht es um Judith, die ihre Vergangenheit in Alkohol und Drogen begräbt, was aber auf Dauer nicht funktionieren kann. Es geht um einen wichtigen Punkt in Judiths Leben, nämlich, als sie in eine betreute WG kommt und plötzlich mit anderen jungen Menschen konfrontiert wird, die ihr direkt ihre Meinung sagen. Damit und mit dem Nüchtern-Bleiben muss sie sich arrangieren und den Weg für ihre Zukunft bereiten. Die Geschichte ist lebendig, Judith hat viel erlebt, aber mir persönlich fiel es schwer, mich in ihre Lage hineinzuversetzen und emotional mitgerissen zu werden. Das kann am nüchternen Schreibstil der Autorin liegen oder einfach an der Knappheit des Buches, das keinen Raum für Beziehungsaufbau lässt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, ich mag den schnellen und direkten Stil von Lucy Fricke.

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  • Inhalt gut, Sprache gut – und doch nicht meins.

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    leselea

    Judith hat wohl all das erlebt, was man als „schlimme Kindheit“ bezeichnet: Vom Stiefvater missbraucht, von der Mutter verlassen, von Menschen, die hätten helfen können, übersehen worden. Was ihr bleibt sind Alkohol, Drogen, die Schule zu schwänzen und von Zuhause abzuhauen. Über Ella, eine Partybekanntschaft, landet sie schließlich in einer betreuten Wohngemeinschaft. Zwischen Nebenjobs, Gruppentherapie und einer kleinen Schwärmerei versucht Judith die Vergangenheit hinter sich zulassen und die Erinnerungen daran zu vergessen… Lucy Fricke schreibt in Durst ist schlimmer als Wasser von einem Schicksal, das es leider viel zu häufig gibt. Sexueller Missbrauch, häusliche Gewalt, Drogen und Alkohol bestimmen Judiths Alltag. Die Behörden versagen, die Schule ist blind. Und als Judith endlich Hilfe bekommt, ist sie nicht mehr in der Lage sie wirklich anzunehmen, sondern versinkt immer Tief im Teufelskreis von Überforderung, Selbsthass und Selbstverletzung. Es ist ein hartes und schockierendes Thema, das die Autorin hier behandelt und zeigt, wofür wir Literatur brauchen: Um auf Missverständnisse hinzuweisen, um den Unerhörten eine Stimme zu geben. Die Sprache ist dabei einfach behalten. Die Kapitel sind kurz, die Sätze meistens auch. Auf Schnörkeleien und Pathos verzichtet Lucy Fricke völlig. Dabei verschwimmen immer wieder Gegenwart und unterschiedliche Episoden aus der Vergangenheit, was das Lesen des Buches besonders zu Anfang nicht leicht macht. Zudem wird vieles wird nur angedeutet, der Leser muss bereit sein, auch zwischen den Zeilen zu lesen. Dennoch lässt sich das Buch leicht und zügig lesen. Ich mag Bücher, die sich mit krassen Themen auseinandersetzen; ich mag den nüchternen, unaufgeregten Stil; ich habe nichts gegen offene Enden. Trotzdem war das Buch nicht meins: Ich konnte bis zum Schluss keine Beziehung zu Judith aufbauen. Ihr Schicksal ist ohne Fragen grausam, natürlich hatte ich Mitleid – aber sobald ich das Buch zugeklappt habe, war sie aus meinen Gedanken verschwunden. Zudem war die Handlung für mich quasi ein Einheitsbrei: Sich aufraffen – Struktur schaffen – einschneidendes Erlebnis – Drogen/Alkohol. Das ist natürlich realistisch, keine Frage, aber ich hatte das Gefühl am Ende nicht weiter gekommen zu sein als am Anfang. Das Ende war mir dann zu offen: Ich kann überhaupt nicht sagen, wie es mit Judith weitergeht, weil ich sie über die 170 Seiten nicht kennengelernt habe. Ich kann verstehen, wenn den Leuten das Buch gefällt, weil es „technisch“ gut gemacht ist. Mich konnte es leider nicht erreichen.

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    • 2

    NicolasDierks

    13. November 2014 um 09:03
    leselea schreibt "wofür wir Literatur brauchen: Um auf Missverständnisse hinzuweisen, um den Unerhörten eine Stimme zu geben.

    Ein schöner Satz über einen wichtigen Aspekt von Literatur!

  • Lucy Fricke: "Durst ist schlimmer als Heimweh"

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    zeilenverliebt

    Inhalt: «Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort ‚Gruppenabend‘ hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten.» Als Hoffnungslose unter Hoffnungslosen taumelt Judith durch Therapien, Aushilfsjobs und durch die erste Verliebtheit. Sensibel, drastisch und mit lakonischem Witz erzählt Lucy Fricke von Verlustschmerz und Aufruhr beim Abschied von einer desaströsen Jugend. Meine Meinung: Es spricht glaube ich für sich, wenn ich sage, dass ich dieses Buch fast in einem Rutsch komplett durchgelesen habe. Dies liegt nicht nur an Lucy Frickes unglaublich berührendem und doch knallhartem Schreibstil sondern auch an dieser besonders aufgeklärt erzählten Geschichte, die den Leser einfach fesselt. Die Autorin lässt uns unbeschönigt in das verkorkste Leben der 16-jährigen Judith blicken, und weil Lucy Fricke so eine großartige Autorin ist, erfahren wir hautnah, wie Judith sich in den bestimmten Situationen fühlt, was sie durchmacht etc. Fricke lässt uns abtauchen in Judiths Welt, die aus Alkohol, Drogen, Leid, Traurigkeit, Wut und Gewalt besteht. Man hat großes Mitleid mit der Protagonistin und fühlt einfach mit, möchte sie in den Arm nehmen und sie trösten. Mich hat die Geschichte sehr mitgenommen und gefesselt, besonders die knallhart realistische Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin lässt den Schluss bewusst offen, damit sich der Leser sein eigenes Urteil bilden kann und Vermutungen darüber anstellt, wie es nun mit Judith weitergeht. Ich persönlich denke positiv, weil Judith gerade zum Ende des Buches beweist, dass sie eine Kämpfernatur ist und es schaffen kann, einen Weg aus dem Elend zu finden. Fazit: Dieses Buch und Judiths Geschichte hat mich nachdenklich gestimmt und zugleich wachgerüttelt. Das Buch ist wirklich gelungen und zieht den Leser tief hinein in Judiths verkorkstes Leben. Klare Kaufempfehlung! Ich gebe "Durst ist schlimmer als Heimweh" 4 von 5 Sternen.

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    • 2
  • und Erinnerungen sind schlimmer als Narben

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    Buchstabenliebhaberin

    Zumindest für Judith (16). Judith braucht den Rausch, um zu vergessen. Um die Erinnerungen an den denkbar schlechtesten Start in ihr Leben auszuschalten. Weil ihr Zuhause ihr keine Geborgenheit gab, weil sie schon früh lernte, dass es zwei Lösungen im Leben gibt: Gewalt und Alkohol. Judith redet nicht gern. Es ist nicht leicht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Menschen meidet sie. Die Unnahbare, die Verletzliche, die sich selbst nicht spürt, so oft. Die nichts dafür tut, geliebt zu werden, der meine Sympathie nur so entgegen flog. Und dann kommt Ella. Und Bernd, und Hartmut und Tommy. Die Gruppenhasserin, die Hoffnungslose, fängt ganz langsam an, Menschen an sich heranzulassen. Als Experiment lässt sie sich auf ein geregeltes Leben ein, fängt an zu arbeiten, und sie ist besser als sie selber dachte. Die tapfere Anti-Heldin, langsam geht es bergauf. Doch Judith ist labil, was überhaupt kein Wunder ist, immer wieder quälen sie die Erinnerungen an ihren grausamen Vater, ihre passive, ohnmächtige Mutter. Die beiden holen sie ein und es kostet Judith ihre ganze Kraft, zu widerstehen. Auch der Kontakt zu den anderen Jugendlichen aus der Wohngruppe ist ein schwieriges Unterfangen, eine Bombe, die an mehreren Enden tickt ...   Ja, manche Menschen stehen von Anfang an auf der Verliererseite. Sie können es schaffen, aber leicht ist es nicht. Es ist leicht, randalierende Jugendliche zu verurteilen, wer mag schon in deren Abgründe blicken? Narben verheilen, Erinnerungen bleiben ... Mehr verrate ich nicht. Ich habe das Buch verschlungen, atemlos, gefangen zwischen Hoffen und Bangen. Lucy Fricke ist es gelungen, mit ihrer zarten und poetischen Sprache eine Atmosphäre zu schaffen, die trotz des allgegenwärtigen Schmerzes und der Grausamkeit Raum für Hoffnung lässt.  "Sich eingewickelt in einer Decke an das andere Ende der Welt tragen zu lassen wäre eine Möglichkeit gewesen, doch leider war sie hierfür zu alt. Dass alle Entscheidungen jetzt bei ihr lagen und dass selbst das Glück offensichtlich eine Entscheidung war, wirkte sich lähmend auf ihre Gedanken aus." S.114

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    • 2

    heidi_59

    06. November 2014 um 23:48
  • Ein gelungenes Debut

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    noellecatherine

    09. January 2014 um 17:36

    Klappentext: Ihre Jugend war hier zu Ende, und Judith wäre jetzt gerne allein gewesen. Denn schon das Wort »Gruppenabend« hatte Panik in ihr ausgelöst. Judith verabscheute Gruppen, Gruppenspiele, Gruppensport, das Wort Gruppe klang für sie nach dem Befund einer tödlichen Krankheit: Es tut mir leid, aber Sie haben Gruppe. Wie konnte ausgerechnet sie in einer betreuten Wohngemeinschaft landen? Ohne Drogen, ohne Waffen, dafür an jeder Ecke etwas, das sie Hilfe nannten. Lieber wäre sie in einem geklauten Benz gegen die Wand gerast oder seelenruhig und vollgestopft mit Tabletten und Wodka im Comer See ertrunken. All das hätte ein Ende mit Stil sein können. Präzise und rasant erzählt Lucy Fricke in ihrem ersten Roman die Geschichte vom Ende einer desaströsen Jugend. >>Bei jeder Seite wünschte ich mir einen Hut, um ihn ziehen zu können, vor Lucy Fricke, vor diesem Buch, das einem ganz und gar nichts erspart.<< Tilman Rammstedt Bewertung: Bücher, die einem sowieso nur zeigen, was im Leben alles schief gehen kann, sind für viele nicht das Richtige. Meine Schwester zum Beispiel fragt mich immer, wie ich mir sowas denn antun könne. Ich persönlich lese sie ja gerne und dieses hier hat mich umgehauen. Lucy Fricke erzählt von einem jungen Mädchen, das versucht von ganz unten wieder nach oben zu kommen, oder zumindest zurück an die Startlinie. Ihre Protagonistin Judith will eigentlich nur vergessen können. Dass Alkohol und Drogen ihr dabei nicht helfen, ist ihr vielleicht egal oder es ist ihr nicht bewusst. Judith läuft vor ihrem Zuhause, ihrem gewalttätigen Stiefvater und ihrer wehrlosen Mutter davon und landet schließlich in einem betreuten Wohnheim für Jugendliche, denen es ähnlich geht. Fricke erzählt von Missbrauch, Alkohol, Drogen und Wut und das so locker leicht, als würde sie es sich gerade aus dem Ärmel schütteln. Mich hat dieses Buch sehr bewegt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe, weil man vor Autoren wie Lucy Fricke (wie oben so schön beschrieben) nur den Hut ziehen kann, sofern man denn einen hat.

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  • Rezension zu "Durst ist schlimmer als Heimweh" von Lucy Fricke

    Durst ist schlimmer als Heimweh

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2011 um 17:53

    Bücher, die einem sowieso nur zeigen, was im Leben alles schief gehen kann, sind für viele nicht das Richtige. Ich persönlich lese sie ja gerne und dieses hier hat mich umgehauen. Lucy Fricke erzählt von einem jungen Mädchen, das versucht von ganz unten wieder nach oben zu kommen, oder zumindest zurück an die Startlinie. Ihre Protagonistin Judith will eigentlich nur vergessen können. Dass Alkohol und Drogen ihr dabei nicht helfen, ist ihr vielleicht egal oder es ist ihr nicht bewusst. Judith läuft vor ihrem Zuhause, ihrem gewalttätigen Stiefvater und ihrer wehrlosen Mutter davon und landet schließlich in einem betreuten Wohnheim für Jugendliche, denen es ähnlich geht. Fricke erzählt von Missbrauch, Alkohol, Drogen und Wut und das so locker leicht, als würde sie es sich gerade aus dem Ärmel schütteln. Mich hat dieses Buch sehr bewegt und ich bin froh, dass ich es gelesen habe, weil man vor Autoren wie Lucy Fricke nur den Hut ziehen kann, sofern man denn einen hat.

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