Lucy Fricke Ich habe Freunde mitgebracht

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Inhaltsangabe zu „Ich habe Freunde mitgebracht“ von Lucy Fricke

In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht.

Ein Leichendarsteller träumt vom großen Durchbruch, ein Comiczeichner vom ersten eigenen Band, eine Radiomoderatorin vom Nachwuchs, und ein Scriptgirl will nur noch seine Ruhe. Doch zum Glück ist Flucht immer eine Option. Keinesfalls absichtlich finden sich die vier Freunde im selben Kleinwagen wieder, und eine kurze Strecke wird zur großen Fahrt.

'Ein wunderschöner Roman über das Leben, das viel nimmt. Aber auch viel schenkt.' NEON

'Ein anrührendes Generationenporträt.'
DIE ZEIT

'Das ist schönste, gewichtlose Gedankenarbeit.'
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

Ich finde 3 von 4 Charakteren einfach nur nervig. Die Geschichte könnte auch besser sein. Ich habe mir mehr erhofft

— CherryLestrange

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Eeyorele

    31. July 2011 um 18:16

    Henning, Martha, Jon und Betty. Vier Menschen, vier Freunde. Mit Träumen, mit Wünschen und mit einem großen Ziel: sie zu verwirklichen. Doch wie es im Leben ist, gibt es selten Menschen, die ihre Träume verwirklichen können. Ob es nun um den Traum geht, ein erfolgreicher Comicbuchautor zu sein, obwohl man irgendwie in den 90er Jahren hängengeblieben ist und nicht mal merkt, dass man nur an einer billigen Kopie schreibt; oder ob man sich nichts mehr wünscht, als ein Kind, um anzukommen und dann wenn es so weit zu sein scheint doch alles verliert. Oder ob man erst, wenn man mit den Tabletten und Whiskey am Badewannenrand in der Badewann liegt, merkt, dass man den Job den man gemacht hat eigentlich noch nie machen wollte und sich fragt, wann man den aufgehört hat, wirklich zu träumen. Oder wenn man glaubt endlich den Durchbruch geschafft zu haben - nie mehr die Leiche spielen, sondern endlich eine große Rolle, 50 Drehtage, ein Großer sein, erfolgreich - nur um dann zu sehen, wie andere entscheiden, dass man diesen Traum nie ausleben dürfen soll. Doch was wäre das Leben mit all seinen Rückschlägen, wenn es nicht auch Menschen gäbe, die einen irgendwie auffangen und sei es auch nur dadruch, dass es ihnen noch schlechter geht. Und so ist es die Hoffnung auf die Erfüllung aller Träume - wenn auch für einen Neuanfang erstmal kleiner Träume: Zusammensein, Frei sein, Glücklich sein, zu sein, wer man wirklich ist, die sie alle zusammenführt und rettet vor dem Scheitern, das jeder Einzeln und für sich allein nicht überlebt hätte. Lucy Frickes Roman "Ich habe Freunde mitgebracht" erzählt eine Geschichte vom Träumen, Scheitern und irgendwie wieder auf die Füße kommen, denn "Flucht ist immer eine Option". Und egal wie wenig man doch tatsächlich von den Menschen weiß, die seit Jahren als Freunde bezeichnet, so sind sie doch immer für einen da und fangen einen auf. Ihr Stil, in dem immer wieder und ohne Überschrift die Perspektive gewechselt wird, ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, doch umso mehr man liest und und umso mehr man in die Welt dieser vier irgendwi total normalen und doch außergwöhnlichen Charaktere eintaucht, umso besser kann man sich damit engagieren. Man taucht ein in ihreWelt und nach etwa einem drittel des Buches liest es sich, als wäre man dirket neben ihnen und könnte ihre Gedanken hören. Außergewöhnlich und schön. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Es is schön, es macht Mut und es steckt viel Wahrheit darin. Und irgendwie findet man sich in jedem der vier Personen wieder, vielleicht oder bestimmt nicht in diesen Extremen, aber doch ein kleines Stück und ein kleines bisschen. Ein Buch das die Geschichte vom Leben erzählt, und Mut macht, ohne kitschig zu sein.

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  • Frage zu "Elfenliebe" von Aprilynne Pike

    Elfenliebe

    queen77

    Ich mag Romane so gerne und wollte wissen ob ihr mir ein paar Bücher emfehlen könntet

    danke im Vorraus

    • 5
  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Marlischen

    Der Titel ist genial. Spätestens nach dem Klappentext stand fest: Das Buch muss ich haben. Die anfängliche Euphorie ist jedoch schnell verflogen. Die Geschichte der vier Freunde, in derem Leben eigentlich alles schief geht, was nur schief gehen kann, plätschert dahin und erfährt kaum einen Höhepunkt. Sehr schade eigentlich, denn die Sprache der Autorin ist sehr eingänglich. Die Vergleiche bildhaft. Doch das entnimmt der Story leider kaum ihre Plumpheit.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2011 um 15:57
  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    KatesLeselounge

    13. January 2011 um 19:31

    "In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht. Dies ist ihre Geschichte." Dieser Satz sagt eigentlich schon alles. Henning und Martha sind ein Paar, seit 10 Jahren. Nur ist diese Beziehung nicht wie eine normale Beziehung. Betty hatte eine erfolgreiche Karriere, nur irgendwie ist die Luft raus, und Jon - ja, niemand spielt eine Leiche so gut wie Jon. Vier Freunde die an einem Wendepunkt ihre Lebens stehen und auf unterschiedliche Weise versuchen damit klar zukommen. An diesen Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Es war manchmal schwer der Handlung zu folgen, da kurz hintereinander zwischen den Charakteren gewechselt wurde. Jedoch je mehr man liest, desto einfacher wird es. Viele Stellen haben mich zum schmunzeln gebracht, andere zum Nachdenken, andere wiederrum waren zu schnell, sodass man das Gefühl hatte man würde in einem Zug sitzen. Aber genau diese Mischung macht dieses Buch so wundervoll und lesenswert. Ein schönes und interessantes Buch, wo man nach dem Lesen das Buch zuschlägt und noch eine ganze Weile über das Buch, seine Freunde und sein Leben nachdenkt. Was würde man an ihrer Stelle tun?

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. December 2010 um 14:11

    Klappentext: Was tun, wenn’s nicht mehr brennt? Wenn Träume, Socken, Ziele und Liebhaber durcheinandergeraten, Erschöpfung die Wut ablöst und einem die Ausreden langsam ausgehen? In einer Krise gibt es nichts Besseres als Freunde, denen es richtig mies geht. Dies ist ihre Geschichte. > WDR Inhalt: Henning liebt Martha, seit fast zehn Jahren schon. Wenn sie im Radio von Terroranschlägen und Bankenpleiten berichtet, hat ihn das noch immer beruhigt. Auch an ihre jährlichen Fluchten hat er sich gewöhnt. Doch dann wird Martha schwanger, und damit soll, muss alles anders werden. Plötzlich muss Struktur ins Leben, muss das Geld behalten werden und vorher auch noch verdient, man müsste, denkt Henning, eine Lebensversicherung abschließen, ein Haus kaufen, ein Bett, einen Kinderwagen, man müsste – mal wieder mit Jon einen trinken gehen. Jon ist Schauspieler, und er fürchtet Betty. So brutal, wie sie schweigen kann, wird er sich niemals prügeln können. Während Jon sich in der Rolle eines deutschen Dichters auf seinen Durchbruch vorbereitet, verliert Betty auf einem anderen Filmset die Beherrschung, ihren Job und ihren nicht mehr ganz so jungen Liebhaber. >, hört sie, > Genau so sagt es der Arzt, und Betty sieht ihn an, denkt, dass der von schlechten Eltern überhaupt keine Ahnung hat und seit wann die Ärzte eigentlich jünger sind als man selbst. Keinesfalls absichtlich finden sich die vier im selben Fluchtauto wieder und eine kurze Strecke wird zur großen Fahrt. Bewertung: Lucy Frickes Buch war Balsam für meine Seele. Sie zeigt hier, dass sie etwas von dem versteht, was sie da eigentlich tut. Sie schreibt so herzzerreißend wunderbar, dass einem dieses Buch gar nicht so recht wie ein Buch vorkommt. Eher wie eine schöne Melodie, die man immer und immer wieder hören kann. > S. 13 > S. 15 > S. 17 >Ich habe Freunde mitgebracht< ist erschreckend ehrlich und ein wenig, wie der Spiegel, den man vor die Nase gehalten bekommt. Schließlich kommen wir doch alle früher oder später in die Situation, in der uns die Flucht als die beste Möglichkeit erscheint. Fazit: Tja, man kann es sich wohl schon denken. Ich bin hellauf begeistert von Lucy Frickes Werk. Es war nichts, was man in einem Rutsch verschlingt, weil es so spannend ist, dafür kann man es aber in kleinen Häppchen genießen.

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Cibo95

    21. November 2010 um 13:05

    schade, falsche Vorstellungen von der Geschichte ... öde, verwirrend, unsympathische Charaktere ... ein Buch, dass ich nicht hätte lesen brauchen

  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Mirka

    23. October 2010 um 20:39

    Lucy Fricke ist ein sehr spezielles Buch gelungen. Ein Buch, das vielleicht einen Großteil der Leserschaft irgendwie unbefriedigt zurücklässt. Ich sehe das anders. Ich denke, dass der Unterschied zwischen Frickes Werk und thematisch ähnlichen Werken darin besteht, dass sie sich nicht anmaßt, uns Antworten aufzuzwingen. Für die Krisen, in denen sich die vier Hauptprotagonisten befinden mag es vielleicht auch überhaupt keine Antworten geben. Selten habe ich ein Buch in der Hand gehalten, in der so gut das Dilemma unserer Generation wiedergegeben wird: Das Wollen und nicht Erreichenkönnen, das Hoffen und Glaubenverlieren, die Chance und die Ernüchterung. Wir lernen zu Beginn des Buches Martha kennen, die für einen Radiosender arbeitet. Martha, die 36 ist und immer wieder flieht, die seit 10 Jahren mit Henning zusammen lebt, der von der ganz großen Karriere als Comiczeichner träumt. Sie wünscht sich ein Kind, aber der Gedanke von einem Haus im Grünen, einem geregelten Leben, macht Martha Angst - und Henning erst. Dann sind da noch Jon und Betty. Jon ist erfolgloser Schauspieler, der die Chance seines Lebens bekommt - aber auch diese durch die Finger rinnen lässt, nicht ganz unschuldig. Und zum Schluss Betty, die auch beim Film ist, die als Scriptgirl völlig die Nerven verliert und deren Affäre endet, wie alles im Leben der vier irgendwann enden muss, obwohl es doch gerade erst begonnen. Lucy Fricke schreibt über Einsamkeit und Anonymität, über die Suche nach dem Glück und das Scheitern am Suchen. Sprachlich geschickt, mit leisen, ungezwungenen Pointen, vermittelt sie ein düsteres, erschütterndes Bild vom Erwachsenwerden, überhaupt: Ein Bild. Durch die szenenhaften Momentaufnahmen, hier merkt man deutlich, dass Lucy Fricke 1994 im Schneideraum begonnen hat, für viele Film- und Fernsehproduktionen gearbeitet hat, wirkt alles sehr temporeich, man kann sich in die Szenen hineinfühlen wie bei einem guten, schmerzhaften französischen Film. In diesen Szenen wird deutlich, was alle vier Hauptprotagonisten gemeinsam haben: Die Bodenhaftung haben sie längst verloren, ein Vor gibt es nicht und ein Zurück wollen sie sich nicht zugestehen. Es geht nicht weiter und deswegen enden sie am Meer, auf der Suche nach Antworten. Vielleicht ist die Antwort, dass es keine Antwort gibt. Vielleicht ist die Antwort, dass man andere Fragen stellen muss, um vielleicht ans Ziel zu kommen. Vielleicht ist die Antwort auch, dass man wenn man Freunde hat, die auch keine Antworten haben, gar nicht so schlecht dran ist. Ich habe noch kein Buch gelesen, das mehr eine Liebeserklärung an "Und wir scheitern immer schöner war" ist. Ein Buch, das zwickt und vielleicht sogar ein bisschen wehtut, das zeigt, dass wir nicht alleine sind und es immer ein Weiter gibt, ein Weiter, aber nicht zwingend ein Besser. Dem Zitat 'Lucy Fricke zelebriert das Scheitern als Ehrensache' kann ich mich nur anschließen. Allen, die nicht so genau wissen, ob sie Frickes Werk anspricht, empfehle ich, einfach mal in eine der Leseproben reinzuschnuppern, die es im Internet zu Hauf gibt.

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    jedigirl

    14. October 2010 um 09:46

    Martha, Betty, Henning und John sind Freunde, die vor allem eines gemeinsam haben: Ihr Leben geht den Bach runter. Im Job geht es nicht weiter, der große Durchbruch lässt immer noch auf sich warten und private Beziehungen funktionieren schon seit Jahren nicht mehr. Wir lernen diese vier Menschen kennen an einem Punkt in ihrem Leben, an dem sie denken, dass es schlimmer nicht mehr werden kann. Und zunächst sieht es auch aus als ginge es wenn auch nicht bergauf, zumindest weiter, nur um dann noch schlimmer zu werden. Aber wir lernen: Flucht ist immer eine Option. Lucy Fricke erzählt diese Geschichte rasant und ehrlich. Der schnelle Wechsel zwischen den vier Protagonisten und der von ihr angeschlagene Ton platziert das Geschehen im Jetzt. Ein Wort, übrigens, dass einem beim Lesen immer wieder im Kopf umherschwirrt: jetzt. Diese Geschichte ist so sehr in der Gegenwart, so unmittelbar, das sie einen mitreist und traurig macht. Wir haben es hier nicht mit leichter Unterhaltung zu tun. Wenn die Figuren selbst auch eher fremd bleiben, so lässt uns ihre Geschichte doch niedergeschlagen zurück. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, dass Leben doch anders geht und auch diese vier noch so etwas wie Glück finden können. Ein Buch über die Ideale der Gesellschaft. Über Lebensziele, die nicht erfüllbar sind. Über Freunde. Und Über Flucht.

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Sternenstaubfee

    13. October 2010 um 14:14

    Vier Freunde, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Alle vier befinden sich momentan in einer Lebenskrise. Da ist Henning, der Comics zeichnet und vom Ruhm träumt. Endlich soll sein Werk gedruckt werden, und er ist überglücklich. Leider stellt sich schon bald heraus, daß kaum jemand seine Comicreihe lesen will. Sie bekommt nur schlechte Kritiken... Seine Freundin Martha kämpft gegen Depressionen. Sie zieht von einer Stadt zur nächsten; immer wieder ist sie auf der Flucht. Als sie bemerkt, daß sie schwanger ist, ist sie endlich einmal richtig glücklich. Dann der Schock: Martha verliert das Baby... Betty ist ebenfalls unglücklich. Sie ist verliebt in einen verheirateten Mann. Der Mann ist ihr Arbeitskollege, und so sieht sie ihn täglich. Eines Tages kann sie einfach nicht mehr und hat einen Nervenzusammenbruch. Danach plagt sie sich mit Selbstmordgedanken... Und dann ist da noch Jon. Er ist Schauspieler, hat aber bisher immer nur Leichen dargestellt. Endlich hat er nun eine Chance auf eine richtige Rolle, aber alles geht schief... Durch ein etwas chaotisches Erlebnis fahren alle vier zusammen zu Jons Mutter an die Ostsee... Inhaltlich könnte dieses Buch durchaus interessant sein. Vier Persönlichkeiten, die jede auf ihre Art gegen die Probleme des Alltags kämpfen müssen. Aber der Schreibstil sagt mir überhaupt nicht zu. Die Sätze sind zu lang und zusammenhanglos in meinen Augen. Dafür sind die einzelnen Abschnitte viel zu kurz. Das ganze Buch ist irgendwie chaotisch. Freude hat mir hier das Lesen leider nicht bereitet.

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    sofie

    30. September 2010 um 11:04

    Ein stinkender Haufen Leben „Woran lag es, dass man die besten Freunde irgendwann nicht mehr fragte, wie es ihnen ging, dass man sie nicht mehr genau anschaute, dass man sie mehrmals die Woche sah und darüber ganz blind wurde? Natürlich war man da, wenn was war, man war immer da, aber nie war etwas, oder wie bei Betty: Irgendwas war immer.“ Ich habe Freunde mitgebracht ist die Geschichte von vier Freunden: Martha, der Radiomoderatorin, Henning, dem Comiczeichner, Jon, dem Schauspieler und Betty, der Regisseurin. Eigentlich ist es weniger eine Geschichte, sondern vielmehr ein kurzer Ausschnitt aus ihrem Leben, ein Ausschnitt, in dem ihr Leben gerade aus den Fugen gerät, wobei man sich fragt, ob es wohl jemals in den Fugen war. Alle vier kämpfen mit ausbleibendem Erfolg, aber – „Flucht ist immer eine Option“ ist Marthas Grundsatz. Und den nehmen sich schließlich alle vier gemeinsam zu Herzen und man hat das Gefühl, die Geschichte wandelt sich in ein verrücktes Roadmovie, das aber ziemlich schnell endet. Genauso rast auch das Buch dahin. Der Schreibstil und die Sprache von Lucy Fricke haben mir sehr gut gefallen. Sie beschreibt die Situationen abwechselnd aus den Positionen der vier Protagonisten, sodass man in alle einen Einblick bekommt. Die Themen des Romans sind vor allem Freundschaft und Liebe, das Leben und was man von ihm erwartet, zerbrochene Existenzen. Eigentlich ist es ziemlich traurig, andererseits haben Henning und Martha recht: es gibt nichts besseres, als Freunde zu besuchen, denen es noch schlechter geht. Fazit: ein schönes Buch, das man relativ schnell durchgelesen hat und das einen trotz seines traurigen Inhalts nicht traurig macht.

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. September 2010 um 22:20

    4 Freunde, 4 Krisen und nur ein Ausweg. Henry, Martha, Jon und Betty sind alle unzufrieden mit ihrem Leben.Henry und Martha sind seit 10 Jahren ein Paar. Sie will gerne ein Kind, er nicht. Betty arbeitet am Filmset, ist aber nie zufrieden. Jon ist ein erfolgloser Schauspieler. Paraderolle: Leiche. Aber bevor alles besser wird, muss alles noch schlimmer werden. Henry arbeitet an einem eingenen Comic. Als dieser veröffentlicht wird merkt er, dass diesen keiner nachfragt. Martha wird schwanger und verliert ihr Kind. Betty erleidet einen schweren Nervenzusammenbrauch. Burn-out. Jon erhält endlich eine große Rolle, wird aber als untauglich rausgeschmissen. Eine gemeinsamme Fahrt, zu Jons Mutter, soll Veränderung bringen. Der Anfang des Buch war nicht ganz einfach zu lesen. Viele Informationen und vorallem wurde schnell zwischen den 4 Hauptpersonen gewechselt. Es ist kein leichtes Buch. Lucy Fricke schafft es aber die Krisen detailliert zu beschreiben. Aufgrund der Kürze des Buches, 188 Seiten, läßt sich das Buch schnell durchlesen. Das Ende schafft kein wirkliches Happy-End. Es bleiben viele Fragen offen, aber wenigstens kann für alle auf ein besseres Leben hoffen. P.S. Ist das Leben eigentlich wirklich so mies, dass man soviel säuft wie die 4 in diesem Buch ?

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  • Rezension zu "Ich habe Freunde mitgebracht" von Lucy Fricke

    Ich habe Freunde mitgebracht

    Jetztkochtsie

    19. September 2010 um 22:37

    Hui... das mal wieder ein Buch, daß einen erst befremdet, dann fesselt, dann anrührt, verstört und letztlich legt man es weg und denkt: Wahnsinnsbuch! Mit der Leseprobe hatte ich mich noch nicht so recht anfreunden können, wußte oder ahnte man doch nicht, wo diese vier Menschen hintreiben, was sie verbindet und wo sie letztlich enden, welche kleinen Dramen ihr Leben ausmachen und was sie aus der Bahn wirft. Nach dem Buch, weiß man auch das nicht alles, aber man weiß, daß in einer Krise nichts besser hilft, als Freunde, denen es noch dreckiger geht. Daß man sich zwar eine Markierung auf dem Lautstärkeregler der Anlage machen kann, die anzeigt, bis wo man die Toleranz des Nachbarn nicht überstrapaziert, daß es aber Situationen im Leben gibt, die einen die Markierung überschreiten lassen und daß die langbeinige Freundin des Nachbarn auch keine Markierung eingebaut hat, die ihre Lautstärle regelt. Man erfährt, daß auch andere Frauen sich mit ihren Geschlechtsgenossinnen eher unsolidarisch zeigen und weder Balkonpflanzen pflegen, noch gesund leben und außerdem wenn sie werdende Mütter sind, sowieso alle von den werdenden Vätern im besten Fall im Puff betrogen werden. Dieses Buch kommt gar nicht locker leicht daher, das will es auch gar nicht. Es ist dramatisch, es ist böse und es birgt Wahrheiten, die niemand hören will. Dramen, die niemand erleben will und menschliches Elend in dem man sich herrlich vergraben kann. Außerdem birgt es kleine Fundstücke. Formulierungswunderbarkeiten, die mich, die ich nie irgendwas an einem Buch verknicke zu heftigen Eselsohren und Merkknicken verleitet haben. So auch dieser Satz: "Nicht ihr gemeinsames Leben hatte sich abgenutzt, sondern die Zweifel daran." der zwar nur im Zusammenhang Sinn ergibt, den ich aber unheimlich treffend finde, auch ohne Zusammenhang. Fazit: Literarisch wertvoll, vielleicht nicht grad in der tiefsten Depression lesen, obwohl, vielleicht gerade dann?

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