Töchter

von Lucy Fricke 
4,1 Sterne bei22 Bewertungen
Töchter
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Positiv (18):
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Ein gelungener Roman mit vielen klugen Sätzen, die man sich unbedingt merken will, um sie irgendwann zitieren zu können.

Kritisch (3):
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Anstatt zu sehen wie eine tiefe Sehnsucht gestillt wird, wird man in diesem Roman von negativen Gefühlen überrumpelt.

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Inhaltsangabe zu "Töchter"

Zwei Frauen brechen auf zu einer Reise in die Schweiz, mit einem todkranken Vater auf der Rückbank. Eine letzte, finale Fahrt soll es werden, doch nichts endet, wie man es sich vorgestellt hat, schon gar nicht das Leben.
Martha und Betty kennen sich seit zwanzig Jahren und sie entscheiden sich fürs Durchbrettern. Vor sich haben sie das Ziel, von hinten drängt das nahende Unglück. "Es gab niemanden, mit dem ich so lauthals über das Unglück lachen konnte wie mit Martha. Die wenigsten Frauen lachten über das Unglück, schon gar nicht über ihr eigenes. Frauen redeten darüber, bis sie weinten und nichts mehr zu retten war. Was das Leiden betraf, verstanden Frauen keinen Spaß."
Mit einem Humor aus Notwehr und einer Wahrhaftigkeit, die wehtut, erzählt Lucy Fricke von Frauen in der Mitte ihres Lebens, von Abschieden, die niemandem erspart bleiben und von Vätern, die zu früh verschwinden. Eine groteske Reise Richtung Süden, durch die Schweiz, Italien, bis nach Griechenland, immer tiefer hinein in die Abgründe der eigenen Geschichte. Und die Frage ist nicht, woher wir kommen, sondern: Wie finden wir da wieder raus?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783498020071
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Rowohlt
Erscheinungsdatum:20.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Malistas avatar
    Malistavor 2 Monaten
    Ein 'Lese-Roadtrip'

    Eine intensive Geschichte verpackt in einen Roadtrip. So fühlt man sich auch beim Lesen: Geradeaus, Kurven dann eine Anhöhe und wieder ein Tal. Nur der Schluss gleicht eher einer Serpentinenstraße die ins Nirgendwo führt. 

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    Teewursts avatar
    Teewurstvor 4 Monaten
    Wilde Fahrt mit Tiefgang

    „Martha und ich entschieden uns fürs Durchbrettern. Vor uns hatten wir das Ziel, von hinten drängte das Unglück. Wir waren eingeklemmt zwischen Vätern, Erinnerungen und Tod, wir glaubten, wir könnten alles überwinden, indem wir schneller fuhren.“

    Ich-Erzählerin Betty lässt sich mit ihrer Freundin Martha auf eine Reise in einem klapprigen Golf ein, deren Ziel der Tod sein soll: Nämlich der von Marthas Vater, der schwer krank ist und seinem Leben ein selbstbestimmtes Ende setzen möchte. Doch alles kommt ganz anders, statt in der Schweiz landet die Reisegruppe in Italien und später in Griechenland, mal scheint alles möglich, mal gar nichts. 

    Die beiden Frauen um die 40 sehen sich bei diesem Roadtrip nicht nur mit vielen schrägen Begegnungen konfrontiert, sondern auch  mit Tod und Leben, Verlust und Nähe, Abschied und Wiedersehen, Sehnsucht und Enttäuschung, Wunsch und Realität, Sinn und Unsinn. Dieser Roman pendelt zwischen Gegensätzen, wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und jede der Frauen hat ihr ganz eigenen Päckchen zu tragen. 

    Die Themen sind beileibe keine leichte Kost, aber mit leisem Witz und überraschenden Wendungen macht Lucy Fricke auch Schweres erstaunlich gut verdaulich - vermeintlich. Denn: Auch wenn der Schreibstil ein Vergnügen ist und ich den Roman ratzfatz ausgelesen hatte, blieb ich etwas unschlüssig zurück und erwischte mich dabei, dass ich am Inhalt doch noch etwas länger zu knabbern hatte. Und doch oder gerade deshalb hat mir das Buch gefallen, auch weil es eine besondere Frauen-Freundschaft beleuchtet.

    „Bei diesem Satz lachte Martha zum ersten Mal seit unserer Abfahrt. Sie hörte gar nicht mehr auf. Sie lachte Tränen, und ich auch. Es gab niemanden, mit dem ich so lauthals über das Unglück lachen konnte wie mit ihr. Das war einer der Gründe, warum ich sie so schätzte. Die wenigsten Frauen lachen über das Unglück, schon gar nicht über ihr eigenes.“

    „Töchter“ ist zweifelsohne ein besonderes Buch, und doch kann ich nur vier Sterne geben, weil mir die Entwicklungen besonders zum Schluss ein bisschen zu wild sind. Aber spannend, unterhaltsam und lesenswert erzählt ist diese ungewöhnliche Geschichte allemal. 

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 5 Monaten
    Über den Weg zu uns und unseren Wurzeln

    Marthas Vater beschließt zu sterben. Der Krebs wird ihn auffressen - so viel ist klar, doch er möchte ihm zuvor kommen und bittet seine Tochter ihn in die Schweiz zu begleiten, wo er in einer Klinik den Tod nach eigener Entscheidung wählen wird. Ein schwerer Weg, den Martha keinesfalls allein schaffen kann. Ihre Freundin Betty ist die Retterin in der Not. Doch statt in der Schweiz landen sie ganz woanders. In der eigenen Vergangenheit, in der eigenen Persönlichkeit, in Gegenwart und Zukunft des eigenen Handelns und der Frage warum sie denn eigentlich so sind, wie sie sind.

    Lucy Frickes neuster Roman wurde in den Kritiken viel gelobt. Das zu Recht, denn das Buch hat einen ganz eigenen Charakter, eine ganz eigensinnige Ausstrahlung, bietet Unterhaltung, Drama und Geborgenheit. Wiedererkennungswert in Situationen, in denen wir selbst eine falsche Abzweigung des Lebenswegs gewählt oder zumindest nicht so richtig über Alternativen nachgedacht haben.

    Ich mag sehr gerne Bücher, die sich damit auseinandersetzen was wir sind und wie wir dazu geworden sind. Wie viel Einfluss haben unsere Eltern, deren Lebensstil, wie viel wird uns seit Generationen übergeben, ohne dass wir uns dagegen können. Dagegen wehren wollen. Ab wann haben wir die Möglichkeit, ab wann sollten wir unser Leben selbst in die Hand nehmen? Selbst bestimmen, wer wir sind.

    Tiefgründige Fragen über unser eigenes Ich. Mit Humor niedergeschrieben. Nicht mit dem klassischen Witz, der flach und banal Floskeln wiederkäut, sondern mit viel Raffinesse und Schläue. Ein Humor, der mich an der richtigen Stelle packt, mich nicht nur vor Fröhlichkeit lachen lässt, sondern auch vor Trauer und Verzweiflung. Vor Sehnsucht und Erkennen.

    "Töchter" ist ein Roman über zwei Freundinnen, die wissen, was sie aneinander haben. Die eine Freundschaft pflegen, wie es nur beste Freundinnen können. Wie das abläuft, muss ich hoffentlich niemandem erzählen, denn solch eine Freundschaft sollte einfach jede (r) haben.

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    SparkleWinxXs avatar
    SparkleWinxXvor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Anstatt zu sehen wie eine tiefe Sehnsucht gestillt wird, wird man in diesem Roman von negativen Gefühlen überrumpelt.
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    naninkas avatar
    naninkavor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Skurriler Roadtrip zweier Freundinnen um die 40 - Thema Väter, Sterbehilfe, Freundschaft, Liebe. Mir wars zu makaber und skurril...
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    Snordbruchs avatar
    Snordbruchvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener Roman mit vielen klugen Sätzen, die man sich unbedingt merken will, um sie irgendwann zitieren zu können.
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    alascas avatar
    alascavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ernstes Thema witzig und mit Tiefgang abgehandelt. Zum Ende etwas Kitsch, aber dennoch: gelungen!
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    renees avatar
    reneevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: kurzweiliger Roadtrip, abgedreht, spannend, zwei interessant gezeichnete Frauen machen einen Trip in ihre Vergangenheit und ihr Jetzt
    Kommentare: 1
    Marina_Nordbrezes avatar
    Marina_Nordbrezevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, wie man sie sich selbst wünscht, mit all der Liebe, der Trauer und der Sehnsucht. Und Meer gibt es auch noch dazu!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten
    Kurzmeinung: ein wundervoller Roadtrip. Es geht um das Älterwerden, unerfüllte Wünsche, Abschiede und zwei wundervolle Frauen

    Gespräche aus der Community zum Buch

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