Lucy Inglis

 4.1 Sterne bei 249 Bewertungen
Autorin von Worte für die Ewigkeit, Zwischen Licht und Finsternis und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Lucy Inglis

Die britische Autorin, Historikerin und Sprecherin Lucy Inglis arbeitet u.a. für verschiedene Radiosender, Museen und Bibliotheken. Ihr erstes Buch, ein Jugendroman, erscheint unter dem Titel "Zwischen Licht und Finsternis" im Herbst 2015 bei Chicken House.

Neue Bücher

Worte für die Ewigkeit

 (139)
Erscheint am 31.01.2019 als Taschenbuch bei Carlsen.

Alle Bücher von Lucy Inglis

Worte für die Ewigkeit

Worte für die Ewigkeit

 (139)
Erschienen am 31.01.2019
Zwischen Licht und Finsternis

Zwischen Licht und Finsternis

 (110)
Erschienen am 02.10.2015
Georgian London

Georgian London

 (0)
Erschienen am 05.09.2013
City of Halves

City of Halves

 (0)
Erschienen am 03.04.2014

Neue Rezensionen zu Lucy Inglis

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An-chans avatar

Rezension zu "Worte für die Ewigkeit" von Lucy Inglis

Worte für die Ewigkeit
An-chanvor 2 Monaten

Dieser Roman fiel mir schon mehrfach ins Auge und durchweg waren die Stimmen positiv. Ich war demnach sehr gespannt, ob es mich auch fesseln könnte.

Vom Aufbau her fand ich es grundsätzlich schon mal gelungen. Man erlebt abwechselnd zwei Zeitebenen: die Gegenwart rund um Hopes unfreiwilligen Urlaub irgendwo im Nirgendwo in Montana und die Geschichte von Emily aus 1867, die ihre Erlebnisse als Tagebuch in "Du"-Form aufgezeichnet hat. Dieses Tagebuch fällt Hope in Montana zufällig in die Hände und so entsteht die Verbindung zwischen den beiden Frauen.
Diese "Du"-Form liest man eher selten und so war sie im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, hat mir aber sehr gefallen, da dadurch eine besondere Nähe zu den Charakteren - vor allem zu Emily - entstand.

Überhaupt ist die Geschichte von Emily der bedeutsame Teil des Romans. Man verfolgt gespannt wie die stets behütet und bevormundet aufgewachsene junge Frau aus reichem Hause lernt, Alltagsdinge selbst zu erledigen und eine eigene Meinung zu entwickeln. Sie lernt ihre Wünsche und Stärken kennen, erlebt so viel neues und meistert die Herausforderung mit einer bewunderswerten Entschlossenheit. Dabei spielt natürlich auch die wachsende Beziehung zu Nate eine große Rolle, aber auch zu anderen seines Indianerstammes. Da bleiben auch Missverständnisse durch die sprachliche und kulturelle Distanz nicht aus. Dadurch erfährt man ganz nebenbei viel historisches Hintergrundwissen aus der Zeit und fühlt sich in den Weiten Montanas mehr als wohl. Alles in Allem war der Teil mit Emily wunderschön und berührend zu lesen und hat mir sehr gefallen. Hätte das Buch nur aus ihrer Geschichte bestanden, wäre es perfekt gewesen.

Doch es gibt ja auch noch Hopes Geschichte, die leider immer wieder aus Emilys Zeit herausreißt. Hier passiert kaum etwas und das wenige, was passiert, fand ich nicht immer nachvollziehbar.
Es begann schon mit Hopes Mutter, die extrem feministisch ist und jede noch so kleine Aussage oder Tat der männlichen Bevölkerung als Beleidigung auffasst. Ich finde Gleichberechtigung durchaus wichtig und erstrebenswert, aber wenn mein Gastgeber mich nach einer langen Anreise fragt, ob er meine Koffer tragen soll, finde ich das freundlich und mich nicht als schwaches Geschlecht hingestellt. Zum Glück spielte Hopes Mutter den meisten Teil des Buches keine Rolle.
Doch auch Hope war anstrengend. Eigentlich ist sie unfassbar schüchtern und bekommt in den ersten Kapiteln kaum den Mund auf. Doch sobald sie mit Cal in einer Berghütte "strandet" schmeißt sie ihre Schüchternheit quasi über Bord und die beiden sind sich verdammt schnell verdammt nah (und dabei verdammt unvorsichtig). Ich bin selbst früher extrem schüchtern gewesen und kann daher überhaupt nicht nachvollziehen wie Hope so schnell über ihren Schatten springen kann. Nur weil Cal zufällig gut aussieht?
Auch das "stranden" in der Berghütte habe ich nicht recht verstanden. Sie waren erst wenige Stunden mit dem Auto unterwegs gewesen, warum also nicht einfach die Straße zurücklaufen? Da hätte man sie sicherlich auch früher gefunden.

Der Mittelteil des Buches wurde durch die irgendwie sinnlosen Kapitel mit Hope und Cal, in denen nicht wirklich etwas passierte, recht zäh. Zudem gelang es der Autorin nicht, mir Hope und Cal wirklich nahe zu bringen. Sie bleiben bis zum Ende im Vergleich zu Emily und Nate sehr blass. Es wirkte einfach, als würde auf Zwang diese Verbindung zwischen den zwei Zeiten geschaffen werden sollen - was der Handlung einfach nicht gut tat. Auch das Ende fand ich dadurch übertrieben dramatisch und dann auch noch viel zu zügig abgehandelt.

Fazit: Eine schöne Geschichte, die perfekt gewesen wäre, hätte sie nur aus Emilys Zeitstrang bestanden. Die Kapitel mit Hope haben mich leider gestört und dazu geführt, dass ich kaum Lust hatte, weiter zu lesen.

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L

Rezension zu "Worte für die Ewigkeit" von Lucy Inglis

Schönes Buch für zwischendurch
Lianeavor 8 Monaten

Ich habe das Buch mit sehr niedrigen Erwartungen begonnen. Der Klappentext war nicht besonders ansprechend, und auch das Cover hat mich nicht vollkommen überzeugt. Da die Hauptperson Hope heißt, war ich schon skeptisch und habe nur eine Klischee-Geschichte erwartet. Glücklicherweise war ich vorschnell.

Der Anfang war zwar etwas schwierig, auch weil ich noch ein anderes Buch nebenher gelesen habe, aber mit der Zeit konnte mich die Geschichte richtig begeistern. Besonders Hopes Entwicklung hat mir sehr gefallen.

Am Ende musste ich sogar ein Tränchen vergießen. Und ich bestehe darauf, dass es nur EIN Tränchen war.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein sehr schönes Buch ist und für zwischendurch perfekt geeignet ist.

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Mystorionas avatar

Rezension zu "Worte für die Ewigkeit" von Lucy Inglis

Worte für die Ewigkeit von Lucy Inglis
Mystorionavor 9 Monaten

Worte für die Ewigkeit von Lucy Inglis



Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo auf einer einsamen Pferderanch, begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird. 


Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeuten.


Zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind. 


Zuerst einmal sollte festgehalten werden, dass die Aufmachung dieses Buches wirklich wunderschön ist. Sowohl der Titel, als auch das Cover sind einprägsam und passen zur Geschichte, wie die Faust aufs Auge. Ich finde vor allem das Cover ist ein richtiger Eyecatcher. Es verrät nicht zu viel, passt aber mit seinen Tönen und dem, was es zeigt, perfekt zu dem Setting der Geschichte - dem Wilden Westen. 


Was mich dann aber wirklich angesprochen hat, war der Klappentext. In dem Buch geht es um zwei junge Mädchen, die beide aus London nach Montana kommen und wenn sie auch verschiedene Gründe dafür haben, so haben sie trotzdem viel mehr miteinander gemein, als man anfangs denkt. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die sich pro Kapitel jeweils abwechseln. Auf den ersten 100 Seiten kann das etwas nervig sein, da man erstmal mit beiden Handlungssträngen warm werden muss und man natürlich auch einen hat, den man lieber liest - In meinem Fall war das Emilys Handlungsstrang in der Vergangenheit. Allerdings nehmen beide Geschichten mit der Zeit an Fahrt auf, sodass man irgendwann bei beiden Strängen mitfiebert und die Seiten dadurch nur so dahinfliegen. 


In der ersten Hälfte des Buches legt die Autorin den Fokus eher auf die Gegenwart, was sich aber mit der Zeit ändert und die Kapitel über die Vergangenheit auch länger werden, was mich sehr gefreut hat. 


Beide Geschichten verlaufen in perfekten Einklang miteinander und sind wirklich schön miteinander verknüpft. Durch die beiden Handlungsstränge wurde es auch nie langweilig, ich habe das Buch innerhalb zwei Tagen durch gehabt. 


Was die Charaktere angeht, begleitet man Hope in der Gegenwart und Emily in der Vergangenheit. Hope ist schüchtern und kommt nicht oft zu Wort, was vor allem an ihrer Mutter liegt, die ihr ihr Leben vorschreibt. Das ist auch etwas, was sie mit Emily gemeinsam hat. Zwar sind die Situationen ein wenig anders, aber auch Emily befindet sich unter Zwang in Montana, auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie noch nie gesehen hat. 


Emily war mir von Anfangs an sympathischer, aber man muss auch  Hope zu Gute halten, dass sie ebenso wie Emily mit der Geschichte wächst und somit ein angenehmer Charakter wird. Dennoch blieb sie mir immer ein wenig distanzierter als Emily, da die Autorin mehr Aufwand in die beiden Charaktere der Vergangenheit investiert hat, was man deutlich merkt.


Das sieht man auch an den männlichen Charakteren. Während sich Nate mit seiner wilden, aber trotzdem fürsorglichen Art in mein Herz geschlichen hat, blieb Cal immer ein bisschen oberflächlich, was auch dazu beigetragen hat, warum ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit mehr mochte. Dennoch waren alle vier Charaktere sehr angenehm und haben die Geschichte in keinster Weise negativ beeinflusst. 


Dagegen war der Schreibstil der Autorin etwas gewöhnungsbedürftig. Einige Sätze waren etwas holprig, was mich manchmal in meinem Lesefluss gestört hat. Was man aber erwähnen sollte, ist, wie toll es der Autorin gelang dem Leser die Natur und Umgebung näher zu bringen. Sie gibt dem Leser ein klares Bild von dem Setting, was mir sehr gefallen hat, da ich persönlich ein sehr großer Fan vom Wilden Westen bin. Zusätzlich hat die Autorin einiges an landeskundigem Wissen und Geschichte einfließen lassen, was mich als kleinen Geschichtsfreak nur umso mehr begeistern konnte. 


Abschließend, kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Es ist eine wirklich schöne Liebesgeschichte - bei beiden Handlungssträngen -, die mich am Ende sogar zu Tränen gerührt hat. Trotz kleiner Mängeln kann ich gar nicht anders, als dem Buch verdiente 5 Sterne zu geben. 





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