Das Schloss in den Wolken

von Lucy Maud Montgomery 
4,5 Sterne bei44 Bewertungen
Das Schloss in den Wolken
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Neue Kurzmeinungen

22an08s avatar

Ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Für mich ist es ein emotionales, überraschendes und verträumtes 5-Sterne-Buch.

TanyBees avatar

Hach, ein bisschen kitschig, aber so herrlich! Ein Aschenputtel Märchen mit einer starken weiblichen Heldin.

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Inhaltsangabe zu "Das Schloss in den Wolken"

Valancy Stirling ist das Gespött ihrer Familie. Weit über zwanzig und noch immer unverheiratet! Nicht mal einen Verehrer hatte sie bisher! Dann passiert etwas, das ihr Leben radikal verändert. Und Valancy fasst sich ein Herz. Sie wird sich nicht mehr an die beengenden Konventionen halten, nicht mehr zu den ermüdenden Familientreffen gehen und sich nicht mehr von Onkel Benjamin triezen lassen. Stattdessen spricht sie die Wahrheit aus. Verlässt das Haus. Sucht sich eine Anstellung. Verliebt sich. Und findet das blaue Schloss, den Zufluchtsort ihrer Tagträume, endlich im richtigen Leben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551560148
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:24.04.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Luna0501s avatar
    Luna0501vor 6 Monaten
    Zauberhaft!

    Valancy Stirling führt ein trostloses Leben. Mit 29 Jahren hatte sie noch nie einen Verehrer und schon gar keinen Antrag für eine Hochzeit in Aussicht. Das einzige, was Valancy in ihrem durchgeplanten Alltag zwischen stopfen und nähen bleibt, sind die literarischen Naturbücher von John Foster und ihr Blaues Schloss, in das sie sich träumt, wenn der Alltag zu traurig ist. Valancy wird von jedem ihrer Verwandten geächtet und verspottet, bis zu dem Tag, an dem Dr. Trent ihr mitteilt, was es wirklich mit dem Schmerz in ihrem Herzen auf sich hat. Und plötzlich packt die junge Frau der ungeheuerliche Wunsch nach Leben, nach einem eigenen Erdhaufen; einer Stunde, die nur ihr allein gehören soll und so trifft Valancy Stirling endlich ihre eigenen Entscheidungen. Und wo das hinführt, müsst ihr selbst erkunden....

    "Das Schloss in den Wolken" hat zwei Seiten. Die eine, bei der einige Aufzählungen im selben Schema genutzt werden, um dem Leser drastisch zu vermitteln, wie katastrophal die Verwandten und die Dorfgemeinschaft in ihrem Heimatort sind, was uns als Leser aber teilweise etwas langwierig vor kommt. Das geht so weit, dass ich es stellenweise selbst schon so nervig fand und aus der Haut fahren wollte. Aber genau das bewundere ich an Valancy so! Sie ist immer ruhig geblieben, auch wenn sie es später sehr gut schafft sich selbst zu behaupten.

    Und dann ist da die andere Seite, in der wir eine junge Frau dabei beobachten Lebensfreude kennen zu lernen; Wagemut und Selbstbewusstsein zu spüren; sich selbst auszutesten und neues zu erleben. Es war einfach so unglaublich mitreißend, wie Valancy aus ihrem Käfig ausbricht, immer mit dem einen Hintergedanken, was ihr die nötige Kraft gibt um verrückte Dinge zu machen. Ich habe mich absolut in sie rein versetzen können und hab sie heimlich immer wieder angefeuert.

     

    "Ich bin aber kein junges Mädchen mehr", gab Valancy zurück, ohne auch nur angekratzt zu wirken.
    "Reibt ihr mir das nicht ständig unter die Nase? Und ihr seid boshafte, gefühllose Klatschmäuler, alle miteinander.(..)"

    (Das Schloss in den Wolken / S. 111 )

     

    Ihre Familie dagegen ist so hirnrissig, so dumm, oberflächlich und kleingeistig ... ach ich kann sie einfach kein Stück leiden. Aber das sollte ja auch so sein und der Kontrast, eben genau wegen dieser Antipathie, kam noch stärker hinaus.

    Barney Snaith ist für mich sinnbildlich der Retter in goldener Rüstung, auch wenn er in blauer Latzhose, unrasiert und mit unerhört verschmitztem Grinsen daher kommt. Dabei bleibt die Autorin bei den Geschehnissen wirklich noch bodenständig und driftet nicht urplötzlich ins Hochromantische ab. Es ist zauberhaft die kleinen Details zu erkennen und vor den Charakteren zu wissen, was eigentlich los ist. Ich hatte ja so meine Vermutungen, aber das war hier völlig egal, weil Barney Snaith einen trotzdem immer noch überraschen und berühren konnte. So eine ehrliche, liebevolle und gutmütige Haut ist mir schon lange nicht mehr in einem Buch begegnet.

    Die Schreibweise von Lucy Maud Montgomery ist genau so, wie man es zu der Zeit erwartet. Fans von Jane Austen oder anderen Klassikern kommen hier voll auf ihre Kosten. Es ist durchzogen von malerischen, fast schon lyrischen Beschreibungen. Die Hauptcharaktere sind stark und einen Hauch moderner gehalten. Ich liebe ihre Art sich zu behaupten ohne dabei in Rage zu verfallen. "Das Schloss in den Wolken" war schnell gelesen, da mich der Stil und der Verlauf total gefesselt haben. Ich würde immer wieder zu Königskindern greifen um auf altmodische Art und sehr wortgewandt meinem Herzen beraubt zu werden.

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor 6 Monaten
    Das Schloss in den Wolken

    Inhalt:


    Valancy Stirling ist das Gespött ihrer Familie. Weit über zwanzig und noch immer unverheiratet! Nicht mal einen Verehrer hatte sie bisher! Dann passiert etwas, das ihr Leben radikal verändert. Und Valancy fasst sich ein Herz. Sie wird sich nicht mehr an die beengenden Konventionen halten, nicht mehr zu den ermüdenden Familientreffen gehen und sich nicht mehr von Onkel Benjamin triezen lassen. Stattdessen spricht sie die Wahrheit aus. Verlässt das Haus. Sucht sich eine Anstellung. Verliebt sich. Und findet das blaue Schloss, den Zufluchtsort ihrer Tagträume, endlich im richtigen Leben.

    Meine Meinung:

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir trotz des ungewöhnlichen Schreibstils sehr leicht gefallen. Vor allem die Beschreibung der Natur, oft eingebunden in die Buchbeschreibung John Fosters, waren sehr bildgewaltig, träumerisch und anschaulich. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin direkt und vollkommen abgetaucht in die Welt von Valancy und wäre am liebsten noch eine Weile dort geblieben. 

    Die Geschichte und deren Entwicklung haben mir sehr gut gefallen. Ich liebe diese Geschichte! Sie ist eine zauberhafte und wunderbare Mischung aus historischem Roman, tragischer Liebesgeschichte und Komödie. Ich habe geschmunzelt und gelacht, war traurig und hoffnungsvoll und bin an Valancys Familie fast verzweifelt.

    Normalerweise lese ich keine Romane aus dieser Zeit, in der die Frauen in bestimmte Bilder und Rollen gezwängt werden. Aber hier hat es mir einfach viel Spaß und manchmal auch Kopfzerbrechen bereitet, Valancy und ihren Umgang mit der Familie zu beobachten. Ihre Familie ist einfach unheimlich einnehmend und behandeln sie unmöglich. Valancy tat mir so leid. Es war schön und einfach zu komisch und lustig zu sehen, als sie ihr Leben endlich selbst in die Hand genommen hat, nicht mehr hat auf sich rumhacken lassen und ihre Meinung offen jedem gegenüber geäußert hat. Grandios. Trotz allem gibt sie ihren Traum von dem blauen Schloss nicht auf, nimmt ihr Glück in die Hand und begibt sich auf die Suche. Ihre Entwicklung ist einfach schön.

    Die zarte Liebesgeschichte, die sich hier langsam und authentisch entwickelt, war süß und zauberhaft, romantisch und einfach schön. Eine Geschichte, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und mit einem zufriedenen und glücklichen Gefühl zurücklässt.

    Die Charaktere sind sehr lebendig, anschaulich und bildgewaltig gezeichnet. Ich konnte mir die Familie von Valency, jeden Onkel, jede Tante und Cousine bildlich vorstellen. Sie durch Valancys Augen zu sehen war einfach herrlich witzig. Viel mehr möchte ich gar nicht über diesen skurrilen Haufen verraten. Entdeckt sie und ihre Eigenarten selbst. Es lohnt sich!

    Das Buch hat mir eine wundervolle Lesezeit beschert, mich sehr gut unterhalten und mit einem Lächeln im Gesicht zurückgelassen. Ich liebe das Buch, eine grandiose Geschichte.

    Fazit:

    Eine wundervolle, romantische, tragische und auch humorvolle Liebesgeschichte mit zauberhaften und skurrilen Charakteren, in einer Zeit, in der Frauen noch ein gewisses Rollenbild zu erfüllen hatten. Jeder verdient sein blaues Schloss! Absolute Leseempfehlung!

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    sjules avatar
    sjulevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine liebreizende Geschichte. Ein Klassiker neuaufgelegt.
    Eine liebreizende Geschichte

    Es ist mal wieder ein typisches Königskind. Von außen eher unscheinbar, aber innen immer gut für eine Überraschung. 


    Zu Beginn, dachte ich nicht, dass mich die Geschichte von Valancy so mitnehmen könnte, denn eigentlich lese ich eher weniger Bücher aus der Zeit, wo Frauen noch bestimmten Regeln gehorchen mussten. 


    So auch Valancy Stirling. Mittlerweile 29 Jahre alt und unerheiratet, laut anderen Menschen nicht sonderlich hübsch. Sie fügt sich ihrem Dasein und macht wiederwillig das, was ihre Mutter und ihre Tante von ihr Verlangen. Doch ihre heimlichen Wünsche verfolgt sie nachts in ihrem blauen Schloss. 
    Die Stirling Familie ist groß und sehr auf ihren Ruf und das Ansehen bedacht. Ihr Onkel und die anderen machen gerne blöde Witze über Valancy, die sie über sich ergehen lässt. 
    Doch als sie eine erschütternde Nachricht erhält, entscheidet sie sich der Enge ihres bisherigen Daseins und der Familie zu entfliehen und auf eigenen Beinen zu stehen. Zum Entsetzen ihrer Familie zieht sie aus und beginnt ihr eigenes unkonventionelles Leben. 


    Dieses Buch ist eine Mischung aus Komödie und tragischer Liebesgeschichte. Lucy Maud Montgomery schafft es mit ihrem eher altertümlichen Schreibstil (man vergesse nicht, das Buch kommt aus den 1920ern) und sehr bildhaften Beschreibung sehr schön Valancys Zwickmühle dazustellen. Und gerade später, wo es sehr um die Natur geht, sind die blümeranten Umschreibungen sehr bildgewaltig. 


    Mir hat es sehr viel Spaß gemacht Valancy auf ihrem Weg zur Befreiung und ihrem leben danach zu begleiten und sie hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ein wirklich zauberhaftes Königskind. 

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    FrauNightingales avatar
    FrauNightingalevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar erfrischend, überraschend gewitzt, clever und verträumt!
    Ein Klassiker der "Anne auf Green Gables"-Autorin im neuen Glanz

    Meine Meinung

    Es gibt sicherlich viele Besprechungen zu diesem Buch, die damit einleiten, dass man den weltweiten Erfolg von »Anne auf Green Gables« der Autorin Lucy Maud Montgomery schon in der Kindheit verschlungen hatte.

    Nun ja, ich habe keines der Bücher bis heute gelesen. Natürlich waren mir die Abenteuer des Waisenmädchens Anne ein Begriff, aber es hatte sich nie ergeben sie selbst zu lesen. Somit ist „Das Schloss in den Wolken“ mein erstes Leseerlebnis von der Autorin. Geschrieben wurde das Werk bereits in den 20er Jahren und wurde im Jahr 2015 als Herzensprojekt neu beim Königskinder Verlag verlegt.

    Protagonistin Valancy Stirling ist 29-jährig, gilt als alte schüchterne Jungfer und wohnt noch immer bei ihrer Mutter. Heutzutage würde man ihr Alter und den Single-Status müde weglächeln, aber nicht so in der Zeit um 1920. Die Rechte der Frauen waren einzig auf den Haushalt und zum Gebären ausgelegt. Eine Meinung wurde von einer mittellosen, alleinstehenden Frau nicht geduldet. So hat Valancy sich still unterzuordnen. Kein Mann vermag auch nur darüber nachdenken das »graue Ding« noch zu heiraten, was sie zunehmend verzweifeln lässt. Vor allem die Tatsache, dass Valancys gesamte Verwandtschaft sich stetig auf ihre Kosten lustig macht, bekümmert sie. Ich für meinen Teil, wollte bei den Unverschämtheiten dieser Sippe oftmals aus der Haut fahren.

    Dann wendet sich das Blatt. Valancy erhält erschreckende Neuigkeiten, die sie jedoch als ihre Chance sieht, sich endgültig aus den Fängen der Stirlings zu befreien und ihr »blaues Schloß« zu finden. Fortan redet sie zu Tisch, wie ihr lieb ist. Sie lässt ihre Meinung über die lästernde Familie offenkundig heraus, erfüllt ihre Aufgaben nicht mehr und zieht schlussendlich aus, um dem Dorf-Trunkenbold Abel im Haus zu helfen. Damit entfacht Valancy einen Skandal. So ist die Familie der festen Überzeugung, dass das Mädchen komplett den Verstand verloren hat! Valancy jedoch sieht zum ersten Mal in ihrem Leben alles klar vor sich. Sie möchte leben und weiß, dass sie ihres eigenes Glückes Schmied ist.

    Der Einstieg in die Geschichte war für mich anfänglich etwas holprig. Ob dies daran lag, dass die Autorin aus der dritten Person erzählt, mag ich nicht behaupten, aber es wäre durchaus möglich.
    Geschichten wie „Das Schloss in den Wolken“ bringen mir als Leser, Gepflogenheiten und Regeln aus dieser Zeit sehr nahe. Zum Einen ist es unglaublich, wie das Bild der Frau damals zu sein hatte. So war die Frau ohne Mann und Haushalt schlichtweg nichts wert, und hatte somit keine Ansprüche zu stellen. Zum Anderen ist Lucy Maud Montgomerys Schreibe sehr zeitgemäß und bringt dem jungen Leser, diese Zeit sehr nahe. Eine Tatsache, die man von einer Hundert Jahre alten Geschichte sicher nicht oft behaupten kann.

    Auch das Setting Kanadas ist eine willkommene und erfrischende Abwechslung gewesen. Montgomerys Beschreibungen von Valancys Insel laden den Leser zum träumen und verweilen ein.

    Die Figuren sind allesamt sehr gelungen geformt und umschrieben. Von kautzig, über zickig, eigenwillig und verschroben, ist eine bunte Charakterpalette vertreten. Ich hatte befürchtet, dass wegen Valancys zunächst betrübtem Charakter auch die Stimmung im Buch zu grau bleiben könnte. Doch das Mädchen hat einen wunderbar sarkastischen Humor. Sie trägt das Herz auf dem rechten Fleck und ist belesen. Die Begegnungen die sie macht, sind tragisch und auch romantisch schön.
    Valancy mag äußerlich nicht die Schönste sein, aber ihr inneres Wesen blüht auf und lässt sie nahezu strahlen. Und genau das ist eines der wichtigen Lektionen, welche Lucy Maud Montgomery ihren Lesern mitgeben möchte.

     

    Fazit

    Nach einem etwas holprigen Start, wurde ich von Valancy Stirling geradezu verzaubert. Lucy Maud Montgomery haucht ihrer mausgrauen Protagonistin eine große Portion Mut ein. Sie zeigt, wie man in seiner dunkelsten Stunde über sich hinauswachsen und das Leben genießen kann. Wunderbar erfrischend, überraschend gewitzt und verträumt!

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    Schnudls avatar
    Schnudlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Geschichte mit viel Witz, Charme aber auch Traurigkeit.
    Eine wundervolle Geschichte mit viel Witz, Charme aber auch Traurigkeit.


    Normalerweise lese ich ja ungern Geschichten, die in einem früheren Zeitalter spielen. Aber da ich bei der Königskinder-Challenge 2017 mitmache, (Es wird abgestimmt jeden Monat, welches Buch gelesen wird!) habe ich mich doch endlich mal ran gewagt. Das Schloss in den Wolken war für den Monat März bestimmt.


    Anfangs, war der Schreibstil für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig, wie schon vorhergesehen, aber das hat sich schnell geändert und ich konnte das Buch schnell fertig lesen.


    Gleich relativ am Anfang bekam die Geschichte einen sehr traurigen Ausgangspunkt und ich war sehr gespannt, wie es sich entwickelt. Es wird trotz der relativ traurigen Geschichte sehr witzig und mit viel Charme erzählt.


    Was mich auch fasziniert hat war, wie es früher einfach zugegangen ist in einer Familie, dass man mit 20 schon verheiratet sein soll usw., was man sich heutzutage kaum mehr noch vorstellen kann.


    Und ich muss sagen, der Verlag hat mich auch noch nie enttäuscht, was wundervolle Geschichten angeht. Hach Königskinder.. Immer wieder schön ein Buch aus eurem Verlag zu lesen.


    Alles in allem eine wirkliche wundervolle Geschichte mit Traurigen Hintergrund, dennoch mit viel Witz und Charme geschrieben, und wer hätte das gedacht mit Happy End :)

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    xine48s avatar
    xine48vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tragisch-komisches Buch über das Glücklichsein.
    Valancy Stirling befreit sich

    Was für ein wunderbares Buch, man muss manchmal schmunzeln, manchmal lauthals lachen und manchmal kommen einem fast die Tränen. Die Szenen von Valancy und ihrer Familie fand ich sehr berührend und manchmal konnte ich sie gar nicht aufhalten. So Leid hat sie mit getan. Das sie trotzdem immer noch nach ihrem Glück sucht und es schafft ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen ist sehr schön.
    Auch das Cover finde ich sehr passend zum Buch. Es lädt definitiv zum lesen ein.

    Jeder Mensch verdient sein blaues Schloss und es ist nie zu spät danach zu suchen.

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    Belladonnas avatar
    Belladonnavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine ebenso gewitzte wie traumhafte Geschichte über eine junge Dame die Ihre Angst vor dem Leben über Bord wirft.
    Meine Rezension zu Das Schloss in den Wolken

    Beschreibung

    Valancy Stirling kann bisher nur auf ein ereignisloses, ja man könnte es sogar langweiliges Leben zurück blicken. Leider sieht die Zukunft auch nicht besser aus, denn Valancy ist bereits 29 Jahre alt und, welch Skandal, noch immer unverheiratet!

    Eingeschüchtert durch ihre Familie und durch die strengen Konventionen in die Ecke gedrängt, kommt Valancy die Nachricht über ihre tödliche Erkrankung einer Befreiung gleich. Befreit von ihrer bedrückenden Angst beginnt für Valancy ein neues Leben und die Suche nach dem Schloss aus ihren Träumen.

    Meine Meinung

    Im Rahmen von Brösels Aktion „Das Jahr der Königskinder“ (#JdKöKi) war der Klassiker „Das Schloss in den Wolken“ von Lucy Maud Montgomery der Buchtitel für den Monat März. Erst durch diese königliche Aktion bin ich überhaupt auf den hübschen Klassiker aus dem Königskinder Imprint aufmerksam geworden. Die kanadische Schriftstellerin Lucy Maud Montgomery dürfte vielen von euch bereits durch die Buch- bzw. Serien-Reihe „Anne auf Green Gables“ ein Begriff sein.

    Bisher hatte ich noch keinen Kontakt mit den Geschichten der Autorin, obwohl mir besagte „Anne auf Green Gables“ zumindest schon zu Gehör gekommen war. So konnte ich völlig unvoreingenommen an den (Einzel-)Roman „Das Schloss in den Wolken“ heran gehen. Passend zur Entstehungszeit in den 1920er Jahren ist auch der Schreibstil etwas angestaubt oder wie man es schöner nennen kann – Vintage. Mir persönlich gefällt der Stil äußert gut, da man sich in eine vollkommen andere Zeit entrückt fühlt. Außerdem finde ich die gesellschaftlichen Sitten und Konventionen dieser Zeit sehr interessant. Vor allem die weiblichen Schriftstellerinnen aus dieser Zeit verstehen es, ihre Geschichten gekonnt mit entsprechenden Spitzen zu versehen, so auch Lucy Maud Montgomery.

    Mit der schüchterne Valancy Stirling konnte ich mich ziemlich schnell identifizieren, da ich ihre Ängste und Sorgen bezüglich des Lebens an sich und der Zukunft im allgemeinen nur zu gut nachvollziehen kann. Am liebsten hätte ich ihr aufmunternde Worte gespendet und sie selbst aus ihrem tristen Alltag gezogen. Das war jedoch nicht nötig, denn der entscheidenden Wendepunkt tritt mit dem ärztlichen Urteil über ihre unheilbare Krankheit schneller ein als gedacht.

    "Verzweiflung ist Freiheit – Hoffnung ist Sklaverei." (Seite 79)

    Zu Beginn wird der Leser mit recht vielen Persönlichkeiten und den dazu gehörden Namen aus Valancys Verwandtschaftskreis überschüttet. Es dauert etwas bis man hier den Durchblick erhält, danach bereite es allerdings viel Freude immer mehr Details über die einzelnen Persönlichkeiten zu erfahren. Mit viel Liebe zum Detail hat Lucy Maud Montgomery eindrucksvolle Charakter erschaffen, die durch Ecken und Kanten bestechen.

    Die Geschichte von Valancy lädt zum Träumen und entspannen ein. Zwischen den Zeilen steckt dann auch noch eine wahrliche Liebeserklärung an die traumhafte Landschaft Kanadas (Muskoka/Mistawis). Allerdings habe ich mir zeitweilig etwas weniger lange Beschreibungen der Wälder und Seen (die allesamt zauberhaft sind), und stattdessen mehr über die Entwicklung Valancys gewünscht. Daher vergebe ich mit einem minimalen Punktabzug 4,5 von 5 Grinsekatzen.

    Der Abschluss des Romans bietet ein grandioses Ende, ganz im Stile von „Stolz und Vorurteil“. Ganz nach meinem Geschmack ist auch die Wandlung von Valancy, sie macht eine rasante Entwicklung vom grauen Mäußchen hin zur elfengleichen Naturschönheit. Ein passender Beweis dafür, dass wahre Schönheit von Innen kommt.

    Über die Autorin

    Lucy Maud Montgomery wurde 1874 auf Prince Edward Island in Kanada geboren. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter wuchs sie bei den Großeltern auf. 1908 erschien ihr erstes Buch, „Anne auf Green Gables“. Die Reihe, die auf neun Bände anwuchs, wurde zu einem weltweiten Erfolg. L.M. Montgomery schrieb zahlreiche weitere Bücher, auch für Erwachsene, und gilt als eine der wichtigsten Autorinnen Kanadas. (Quelle: Königskinder)

    Fazit

    Eine ebenso gewitzte wie traumhafte Geschichte über eine junge Dame die Ihre Angst vor dem Leben über Bord wirft. Ein kleines Juwel unter den Königskindern – also unbedingt lesen!

    ---------------------------------------------------------

    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 04.04.2017

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    InaVainohullus avatar
    InaVainohulluvor 2 Jahren
    Amüsant, Tiefgründig, Fantastisch ! Ein rundum perfektes Königskind !

    Viel zu lange schon lag dieser liebreizende, neuaufgelegte Klassiker nun schon auf dem Stapel meiner ungelesenen Bücher, bis ich ihn jetzt, durch das #JdKöKi endlich zur Hand nahm.
    Hätte ich das doch nur schon viel früher getan !!! Denn in diesem zart anmutenden Büchlein schlummert eine absolut innige und amüsante Geschichte, die mein Herz im Sturm erobert hat und sich in die Riege meiner Lieblingsgeschichten einreihen wird.

    Lucy Maud Montgomery erzählt in beschwingtem, leichten, den 1920er-Jahren entsprechenden Ton; den man durchaus als "etwas aus der Mode geraten" bezeichnen möchte, den ich aber gerade deshalb so herrlich erfrischend fand; die Geschichte von Valancy Stirling.

    Valancy ist 29 Jahre alt und noch immer unverheiratet, für die damalige Zeit also eine "alte Jungfer", was ihre bucklige Verwandtschaft niemals müde wird, ihr unter die Nase zu reiben. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer Tante zusammen und hat schon lange wirklich genug von den blöden Witzen auf ihre Kosten, aber vor allem davon, das man sie andauernd herumkommandiert und in eine Rolle zwängt in der sie gar nicht sein möchte.
    Als sie eines Tages eine erschütternde Nachricht erhält, hat sie schließlich genug und fasst einen Entschluss. Sie hat genug von ihrem öden Leben, all den Konventionen, die ihr die Luft abschnüren. Und genau deshalb zieht sie aus und beginnt zu Leben !
    Zum Entsetzen aller Stirlings, die meinen sie sei verrückt geworden.

    "Das Schloss in den Wolken" ist eine herrliche Komödie, aber auch eine berührende und tiefgründige Geschichte über das Leben, die Liebe, über Vorurteile und die Angst. Und eine Hommage an die kanadische Wildnis mit all ihren Facetten, die mich wirklich beeindruckt hat.
    Lucy Maud Montgomerys Darstellungen der Natur sind detaillert und so bildlich, das man sich wünscht man wäre dort.

    Auch ihre Charaktere hat sie großartig ausgearbeitet. Sie sind auf entzückende Art alle etwas eigenwillig und verschroben, aber genau das macht sie so liebenswert.
    Die Geschichte wird aus Sicht einer dritten Person erzählt, was manchmal ja durchaus dafür sorgt, das man nur schwerlich einen wirklich guten Zugang zu den Figuren bekommt. Dies war hier überhaupt nicht der Fall, ich war von Anfang an, an Valancys Seite und habe sie und auch alle anderen Figuren, auch wenn sie manchmal noch so nervig waren und übertrieben handelten, in mein Herz geschlossen. Valancy ist für mich eine Heldin. Sie ist gutherzig und schlau, vielleicht nicht besonders hübsch vom Äußeren, doch wunderschön im Inneren.

    Hach, ich bin verzaubert und hätte ewig weiterlesen mögen. Das Ende kommt hier wirklich viel zu schnell, dafür aber mit wirklich überraschenden Wendungen die ich bis zuletzt nicht habe kommen sehen.

    "Das Schloss in den Wolken" ist ein wahrlich perfektes Königskind.



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    lex-bookss avatar
    lex-booksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zeitlos, witzig, wunderschön. Mit der Botschaft zu mehr Freiheit, Mut und Selbstbewusstsein. Hat mir unheimlich gut gefallen!
    Herzerwärmende Geschichte mit Seitenhieben auf die engherzige Spießbürgerlichkeit

    Das Buch erzählt von einer jungen Frau, die sich Anfang/Mitte des vergangenen Jahrhunderts von herrschenden Konventionen löst und ihren eigenen Weg beschreitet. Haupfigur ist Valancy Stirling, für die sich einfach kein Mann findet. Mit knapp 30 Jahren tendieren ihre Chancen auf eine Ehe und damit die Aussicht, endlich aus dem Haus ihrer ewig eingeschnappten Mutter und der wehleidigen Tante herauszukommen gegen Null. Das ist bitter und genauso bitter sind Valancys Gedanken. Von der buckligen Verwandtschaft seit Kindertagen verspottet, herabgewürdigt und gerne daran erinnert, wie wenig anziehend sie sei, wie seltsam und farblos, ist das Selbstbewusstsein der jungen Frau inzwischen dahin. Trost und Zuflucht vor dem grauen Alltag findet sie lediglich in ihren Tagträumen vom blauen Schloss. An ihrem 29. Geburtstag jedoch gibt es für Valancy eine wichtige Erkenntnis und damit große Veränderungen. Brav und folgsam war gestern. Von jetzt an macht Valancy was ihr gefällt.

    Das Buch wurde im Original bereits 1926 veröffentlicht, doch erst 2015 ins Deutsche übersetzt. Vielen ist die Autorin sicher von ihrer Buchreihe „Anne auf Green Gables“ bekannt, bei mir selbst fiel der Groschen erst nach ein wenig Recherche, weshalb ich anfangs dachte, es handele sich um eine moderne Geschichte. Es mag an der grandiosen Übersetzung liegen, aber ich war höchst erstaunt von dem ungekünstelten, formlosen und sehr melodischen Schreibstil der Autorin. Immerhin! Dieses Buch wurde vor 90 Jahren geschrieben. Aber die Sätze sind weder kompliziert noch verschwurbelt, falls dies irgendjemand befürchten sollte. Und die Handlung wird von einer feinen Ironie begleitet, die einer Jane Austen alle Ehre macht.

    "Tante Isabel, geradeheraus und unangehm wie ein kalter Ostwind, würde sie auf irgendeine Art kritisieren. Wie, war nicht vorauszusehen, denn Tante Isabel sprach nie zweimal dieselbe Kritik aus." Seite15

    Ein Drittel des Buches rechnet Valancy in dieser Art mit der spießigen, heuchlerischen, teilweise boshaften und sehr zahlreichen Verwandtschaft ab, bevor die Handlung eine Wendung nimmt. Bis dahin ist man bereits derart von der Geschichte gefesselt und von Valancys Leben berührt, dass man ihr überall hin folgen würde – in die tiefsten Tiefen des Schicksals oder aber hinauf zu den höchsten Höhen. Was sich Montgomery für Valancy ausgedacht hat sei jedoch nicht verraten. Vielleicht soviel: Ich hatte den Eindruck, dass es der Autorin darum geht, bei den Lesern ein Gefühl der Hoffnung und des Mutes zu erzeugen. So entwickelt sich die Geschichte teilweise märchenhaft und unwahrscheinlich, aber mit viel Augenzwinkern nie wirklich kitschig. Jedoch auch niemals albern oder parodistisch.

    Lucy Maud Montgomery ist für ihre starken und mutigen literarischen weiblichen Figuren bekannt. So entdeckt auch Valancy in sich ein so tiefes Vertrauen in das eigene Gespür, dass – egal, was da kommen mochte – ich während des Lesens immer überzeugt war, es werde sich schon alles fügen, weil sich Valancys Handlungen und Worte für mich so enorm richtig anfühlten und damit auch nur das Beste verdienten.

    Die Autorin besitzt ein großes Talent für sinnliche, poetische, teilweise verklärende Landschaftsbeschreibungen, die sich in der zweite Hälfte des Buches steigern. Man kann sich in diese Beschreibungen fallen lassen wie in ein weiches Kissen, muss dies aber wohl auch mögen. Sie unterstreichen für mich auf ganz wundervolle Weise das Abstreifen gesellschaftlichen Druckes und die Schlichtheit wirklichen Glücks.

    "(…)doch von den größeren Inseln wuchsen Lichter wie Blumen auf den See hinaus und an den Ufern leuchteten Lagerfeuer auf, die in die Schatten des Waldes hineinflossen und große, blutrote Bänder auf das Wasser warfen." Seite 251

    In nur zwei Tagen habe ich diese traumhaft schöne Geschichte regelrecht durchlebt und hätte mir gewünscht, dass sich das Lesegefühl und die Botschaft in mein Herz brennen: Seid furchtlos und haltet die Augen offen. Wenn das Glück kommt, greift zu!
    "Das Schloss in den Wolken" wird in der ersten Reihe meines Buchregales stehen und mich hoffentlich täglich daran erinnern, mehr auf die eigene und weniger auf andere Stimmen zu hören. Ein Buch für Jung und Alt und alle, die Freude an herzerwärmenden Zeilen haben!

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckend und einzigartig schön! L.M. Montgomery schreibt immer phantastisch!
    Mut zu leben

    Valancy Stirling ist das Gespött der Familie. Unter der strengen, konservativen Fuchtel der Mutter und Tante ist sie eine alte Jungfer geworden und wird bei jeder Gelegenheit von ihrer Familie, Onkel, Tanten und Cousinen gedemütigt. Mal beiläufig, mal unbeabsichtigt, mal bewusst. Valancy hat sich mit ihrem trostlosen Dasein fast abgefunden, da stellt der Arzt ihr eine erschreckende Diagnose. Ihr Todesurteil führt zu einer unglaublichen Verwandlung. Endlich fasst sie sich ein Herz zu leben. Ihre Familie ist schockiert, doch sie selbst findet eine Freiheit, von der sie nie zu träumen wagte.

    Lucy Maud Montgomerys Bücher sind unfassbar berührend. Die Geschichten beginnen oft mit Schicksalen, die herzzerreißend sind und eine Gesellschaft vorführen, die so grauenhaft ist, dass man hofft, nie auf eine solche zu treffen.

    Man spürt auch in diesem Buch wie die Protagonistin von ihrer Umwelt erbarmungslos erstickt wird und atmet mit ihr tief durch, wenn sie sich daraus befreit. Melancholisch und poetisch, voller Lebensfreude und Kraft offenbart sich einem die Welt, die L.M. Montgomery vor einem ausbreitet. In zarten Farben, doch überaus lebendig lebt, hofft und träumt man mit den Charakteren.

    Ich bin begeistert! Jedes Buch von Lucy M. Montgomery berührt mich auf seine eigene Art und überzeugt mich mit Tiefe und Kraft. Zeitlose Lebensphilosophie und Charaktere, die man nie vergisst, auch dieses Buch hat mich völlig gefangen genommen. Eine einzigartige Welt, die ich nie wieder verlassen wollte und die ich bestimmt noch oft aufsuchen werde!

    Eine klare Leseempfehlung!

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