Lucy Vine

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Lucy Vine

Trump, Feminismus und Happy Ends- oder doch nicht? Nach ihrem Studium der Englischen Literatur und Sprachwissenschaft am King’s College in London, begann sie 2005 als Journalistin und Kolumnistin für bekannte Magazine, wie die Grazia, Heat, Cosmopolitan, Stylist und Marie Claire zu arbeiten. Mit ihrem Debütroman "Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein" schaffte sie es auf die Ebook-Bestsellerliste. Lucy Vine lebt mit ihrer Katze zusammen in London und schreibt regelmäßig Kolumnen für die Grazia Daily. Außerdem äußert sie sich gerne zu der Politik von Trump und zu feministischen Themen.

Alle Bücher von Lucy Vine

Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein

Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein

 (2)
Erschienen am 17.09.2018

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Rezension zu "Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein" von Lucy Vine

Sehr deprimierend, tolle Botschaft
Chibi-Chanvor 2 Monaten

Inhalt

Ellie Knight ist glücklich: Ihr Job als Illustratorin macht ihr Spaß, ihr Freundeskreis ist wunderbar, und bis auf die Midlife-Crisis ihres Vaters läuft es auch in der Familie rund. Daher nimmt sie es leicht, dass ihre Dates jedes Mal katastrophal laufen. Denn als moderne Großstadtfrau versteht sie sowieso nicht, warum sich bei den meisten Frauen ihres Alters plötzlich alles ums Heiraten und Kinderkriegen dreht. Sie genießt ihre Freiheit und stolpert von einem Chaos ins nächste. Bis zu dem Moment, als Ellie mit dem traurigen Grund hinter ihrer vermeintlich starken Fassade konfrontiert wird und sich entscheiden muss, was sie im Leben wirklich möchte … 

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Meine Meinung

Allgemein

Meine Erwartungen an dieses Buch waren simpel: Ich erwartete locker, leichte Lektüre mit positiven Gedanken – eben zum Glücklichsein. Nachdem ich dieses Buch beendet habe, kann ich nur empfehlen: Himmel, lest dieses Buch nicht, wenn ihr verstimmt seid! Oder lest es gerade dann. Denn dieses Buch ist an einigen Stellen so furchtbar deprimierend, zieht aber durch Selbstironie und Witz immer wieder hoch. 
Hingegen des Titels gibt es gar nicht so viel zum Glücklichsein und man arbeitet sich erst durch einen Stapel an „Hot Mess“, wie der Titel im Englischen es richtig bezeichnet. Erst gegen Ende kann man die positiven Botschaften ausgraben. Ich kann fast sagen: Zwischendurch war das Buch so deprimierend, dass ich mir gleich selbst wünschte, etwas in meinem Leben zu verändern.
So harsch das nun alles klingen mag: Ich habe das Buch geliebt, verschlungen. Die herrlich ehrliche Art gab mir Aufschwung. Denn oftmals sehen wir das Leben sehr deprimierend und auch die Protagonistin tut es. Doch wie auch wir gibt sie ihr Bestes, um all das zu Überspielen. Zugegeben, die ein oder andere Stelle mag vielleicht nicht ganz realitätsnah sein, doch gerade die Übertreibungen an einigen Stellen flößten dem Buch eine besondere Note ein. So gab es beispielsweise die Schwester, die den höchsten Grad der Unfreundlichkeit gemeistert hat und die von der Protagonistin dennoch geliebt wird, während ich sie schon tausendfach zur Hölle hätte fahren lassen. 
Und wie ist die Hommage an alle Singlefrauen gelungen? Brillant! Es wird einem gegen Ende genau die Message vermittelt, die mir in so vielen Büchern fehlt: Man braucht gar keinen Kerl um glücklich zu sein, denn man ist für sein Glück selbst verantwortlich.

Charaktere

Die Protagonistin ist eine Frau wie so viele. Sie hat Wünsche und Träume, doch auch einen riesigen Scherbenhaufen, der ihr dabei im Weg steht. Statt den Scherbenhaufen zu Umschiffen, läuft sie mitten rein und muss erstmal die Teile sortieren. Sie hat eine große Klappe, aber wirkte für mich immer realistisch. 
Ganz im Gegenteil dazu andere Charaktere, wie ihre Schwester oder ihr Bürokollege, die dem Leben von Ellie nochmal eine extra nervige Note gaben. Dennoch: Sie haben die Geschichte bereichert und eine tolle, eigene Note gegeben. 

Schreibstil & Sichtweise 

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und lockerte sich immer wieder durch bissige Kommentare und Späße auf. 
Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Ellie in der Ich-Perspektive. 

Cover & Titel 

Das Cover ist recht schlicht gehalten. Die abgebildete Pusteblume hat keinen direkten Zusammenhang mit dem Buch, doch denke ich, dass diese für die Träume steht, die Ellie im Buch hat. 
Der Titel gefällt mir nicht so gut. Durch ihn erwartete ich ein Buch, welches mit positiver Energie aufwartet und zeigt, wie das Leben bereichert werden kann. Stattdessen fand ich bis kurz vor Ende nur deprimierenden Inhalt vor. Der englische Titel „Hot Mess“ passt da besser, denn jede neue Seite passiert ein anderes Missgeschickt. 

Zitat

„Oh, und ich widersetze mich mittlerweile auch offiziell sämtlichen Vorurteilen, dass Singlefrauen Katzen horten.“
– Seite 387

Fazit

Ein erfrischender Roman über das Finden vom persönlichen Glück, der bis kurz vor Ende eine sehr deprimierende Stimmung vermittelte, doch trotzdem mit Humor sich an vielen Stellen wieder hochriss. Hier dürft ihr keinen Roman über die große Liebe erwarten. 

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Rezension zu "Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein" von Lucy Vine

Ein Hoch auf das Single-Dasein!
schnaeppchenjaegerinvor 2 Monaten

Eleanor Knight ist 29 Jahre alt und arbeitet als Illustratorin. Nach der Trennung von ihrem Freund, mit dem sie sich sogar eine Wohnung gekauft hatte, ist sie Single und genießt ihre Freiheit, auch wenn sie seitdem in einer WG wohnt, das nur als "Drecksloch" zu bezeichnen ist. 
Ihre Freunde drängen darauf, dass sie nicht länger allein bleibt, weshalb sie durch Tinder zu zahlreichen Dates kommt, die jedoch alle in einem Desaster enden. 

Der Roman liest sich über weite Strecken wie ein Dating-Marathon. Diese sind zwar unterhaltsam, aber auch etwas überzogen dargestellt, dass klar wird, dass Ellie auf diesem Weg nicht zu einem Happy End gelangen wird. Sie möchte eigentlich nur ihren Spaß haben und macht die Partnersuche nur mit, weil es eben gesellschaftlich so vorgegeben, dass man mit knapp 30 Jahren in festen Händen ist. 

Neben den Abenden in ein und derselben Cocktailbar und ihrem Job, bei welchem sie einen Teil ihrer Kollegen verabscheut oder geradezu hasst, kümmert sie sich um ihren Dad, der seit dem Tod seiner Frau einsam ist. Er schreibt begeistert an einem Roman, den er seinen Töchtern per E-Mail zum Lesen sendet. Die Auszüge aus seinem Manuskript gleichen einem pornografischen Groschenroman, die wohl witzig gemeint sein sollten. Diese waren jedoch völlig zusammenhanglos einzelnen Kapiteln vorangesetzt und hatten keinen weiteren Bezug zur Handlung und dienten für meinen Geschmack dazu, den eigentlichen Roman in die Länge zu ziehen. Ich fand sie langweilig, auch wenn Ellies Vater einer der wenigen sympathischen Charaktere des Buches waren. Ellie selbst sehr stark auf sich selbst bezogen und nicht wirklich liebenswert. Ihre Schwester wohnt in Kalifornien und spielt deshalb nur eine untergeordnete Rolle, nervte jedoch mit ihrer aufgesetzt wirkenden, miesepetrigen Art. 
Von den Männern, die Ellie datete, blieb eigentlich keiner im Gedächtnis. Sie waren Statisten, die sich daneben benahmen. 

"Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein" ist ein Roman über eine junge Frau, die nicht genau weiß, was sie eigentlich will und erst zu sich selbst finden muss. Es ist keine romantische Komödie, bei der es darum geht, die große Liebe oder das große Glück zu finden. 
Durch die krampfhaften Dates, die Ellie auf Anraten ihrer Freunde unternimmt, begegnet sie zwar nicht dem Mann ihres Lebens, sie findet aber für sich heraus, was sie derzeit wirklich im Leben möchte. Unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen nimmt sich Ellie die Freiheit heraus, sich auszusuchen, ob sie sich an einen Partner bindet oder weiterhin ihre Unabhängigkeit genießt, weshalb ich den Originaltitel "Hot Mess" auch treffender finde. 

Das Buch ist unterhaltsam zu lesen, hat allerdings nicht immer meinen Sinn für Humor getroffen. Darüber hinaus war mir die emanzipatorische Botschaft der Autorin zu penetrant. 

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