Ludwig Harig Der Gott aus der Maschine

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Inhaltsangabe zu „Der Gott aus der Maschine“ von Ludwig Harig

Weihnachten wie Phoenix aus der Asche. Weihnachten, ein Fest voller frommer Lügen. Wie sich trotzdem eine wunderbare Weihnachtsstimmung entfalten kann, erzählt dieses Buch.§Irgendwann im Leben eines jeden kommt der Zeitpunkt, an dem die ganze Weihnachtswelt in Trümmern liegt. Lametta ist nur mehr Alufolie, und beim Wort "Christkind" werden bloß noch die Augen verdreht. Ludwig Harig erzählt, wie ein Vater am Heiligabend unbedingt den Weihnachtsglauben seiner Kinder festzuhalten sucht. Dabei legt er unfreiwillig allen Schmuck, das ganze Brimborium der Dekoration, in Schutt und Asche, dass es die Kuh in der Krippe zu Tränen rührt. Und da, durch seinen unbeirrten Glauben an die Rettung des Festes, geschieht das Weihnachtswunder doch noch. Selten verbinden sich in einer Geschichte tiefe Poesie und Amüsantes so leichtfüßig.
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  • Rezension zu "Der Gott aus der Maschine" von Ludwig Harig

    Der Gott aus der Maschine
    Xirxe

    Xirxe

    01. July 2010 um 16:02

    Es ist Weihnachten, nicht nur das Fest der Liebe sondern auch des Glaubens. Doch Ludwig und sein Bruder sind in einem Alter, in dem sie beginnen zu zweifeln: an der Existenz des Nikolaus, des Christkinds, des Klapperstorchs undundund. Ihr Vater, der mehr einer mechanistischen Erklärung der Welt anhängt, plant dennoch die Rettung des Glaubens seiner Söhne. Ganz im Sinne seiner Überzeugung, des mechanistischen Materialismus, schmiedet er einen Plan um das baufällige Glaubensbild seiner Kinder wieder herzustellen. Und siehe da... Ludwig Harig beschreibt in seinem ihm ganz eigenen Stil, manchmal vielleicht etwas manieriert klingend, diese humorvolle Weihnachtsgeschichte. Mit viel Sinn für's Detail ('Gütermanns Nähseide Extra stark' spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle) schildert er liebevoll dieses wohl unvergeßliche Fest. Daniela Bunge, deren Zeichnungen die Erzählungen begleiten, ergänzt das Ganze in gelungener Form. Wie Harigs Text sind auch ihre Bilder voller kleiner und feiner Details, dennoch nie überladen. Mal bunt, mal eher im Sepiaton, erstrecken sie sich über jede Doppelseite. Auch wenn der Text nicht wirklich kindertauglich ist (zu viel 'Unbekanntes' kommt vor wie: Descartes' Zirbeldrüsenautomat, Goethes Sonnensystematik usw.), die Bilder sind es allemal. So ist es ein Buch an dem sich wirklich die ganze Familie freuen kann.

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