Ludwig Laher Einleben

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Inhaltsangabe zu „Einleben“ von Ludwig Laher

Ginge es nach der Statistik, dann dürfte die kleine Steffi eigentlich gar nicht existieren: Dann hätte ein Arzt im Rahmen des Schwangerenuntersuchungsprogramms die Diagnose "Down-Syndrom" gestellt und ihrer Mutter Johanna eine Abtreibung nahegelegt. Doch Steffi, so scheint es, hat diese Logik erfolgreich hintertrieben und ist da, samt ihrem atypischen Chromosom.
Das Einleben beider, des etwas anderen Kindes in diese Welt und seiner Mutter in den Alltag mit Steffi samt allen Konsequenzen, die sich daran knüpfen, formt Ludwig Laher zu einem vielschichtigen Roman, einem Geflecht aus eindringlichen Momentaufnahmen, tastenden Reflexionen, unerwarteten Bezügen und überraschenden Wendungen.
Ohne moralische Besserwisserei und sentimentale Ungenauigkeiten lädt Laher die Leserschaft ein, ihn auf seiner abenteuerlichen Gratwanderung zu allerlei Wägbarkeiten zu begleiten. Mit der ihm eigenen "mitreißenden Diskretion" - so ein Kritiker über Ludwig Lahers letzten Roman Und nehmen was kommt - nähert sich der Autor so einer der großen Herausforderungen, mit denen uns die modernen Wissenschaften konfrontieren.

Ein etwas anderer Roman über das Thema Down-Syndrom, hinterlegt mit persönlichen Geschichten.

— martina400

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    Einleben

    Lesebegeisterte

    09. August 2017 um 14:34

    Erzählt wird aus der Sicht von Johanna, die ungeplant schwanger wird. Dann erfährt sie, dass ihr Kind das Down-Syndrom hat. Der Autor Ludwig Laher schreibt mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann.

  • Einleben

    Einleben

    martina400

    03. March 2016 um 15:06

    "Eine Welt in der jeder jeder ist - Klingt das nicht vertraut? Könnte das nicht von jedem sein?"     S. 5 Inhalt: Steffi hat das Down-Syndrom. Eigentlich, statistisch gesehen wäre sie ein Fall für die Abtreibung. Doch sie hat sich durchgesetzt und ist nun ein ungewünschtes Geschenkt, aber nucht unerwünscht. In dem kurzen Roman beschreibt Ludwig Laher den Start Steffis, wie sich ihre Eltern auf sie einstellen, was sie mit ihrer Art verändert, reflektiert und zeigt Momentaufnahmen, die zum Nachdenken und Schmunzeln verleiten. Cover: Das Cover erweckt meine Aufmerksamkeit nicht. Auf den ersten Blick kann man nicht darauf schließen wer die beiden Hände sind oder wie sie im Bezug zum Buch stehen. "Echte" Fotos sprechen mich nicht an. Es gibt kein Detail, dass dem Leser ins Auge springt oder ich mich frage: Was steckt dahinter? Meine persönliche Meinung: Ich habe das Buch von einer Mutter meiner Schülerin zum Lesen bekommen. Sie ist eine der Personen, die zum Roman und seinen Alltagsbeschreibungen beiträgt. Deswegen bin ich ein wenig voreingenommen und finde immer wieder ein bisschen ihrer Persönlichkeit wieder. Das brachte mich oft zum Grinsen. Ängste, Ratschläge, Realität und Gefühle werden ehrlich und authentisch beschrieben. Allerdings tat ich mir mit dem Schreibstil sehr schwer. Die Sätze sind verschachtelt, protokollartig und distanziert. Ich konnte das dünne Büchlein nicht auf einmal durchlesen, denn irgendwie steckt in sehr wenig sehr viel drinnen. Fazit: Ein etwas anderer Roman über das Thema Down-Syndrom, hinterlegt mit persönlichen Geschichten.

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  • Rezension zu "Einleben" von Ludwig Laher

    Einleben

    dark_angel

    15. September 2009 um 19:33

    Die kleine Steffi kommt mit dem Down-Syndrom auf die Welt. Nicht, weil ihre Mutter Johanna sich bewusst für sie entschieden oder der Gynäkologe die nötigen Untersuchungen versäumt hätte, sondern weil Steffi der Statistik einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz ist sie hier auf dieser Welt... Ludwig Laher lädt den Leser ein in das "Einleben" von Steffi und Johanna. Wie wird es Steffi auf dieser Welt ergehen? Wie wird Johanna mit ihrer unerwarteten Rolle als Mutter eines Kindes mit Down-Syndrom zurecht kommen? Wie wird sich der Alltag der beiden gestalten? Entstanden ist dabei ein vielschichtiger Roman mit Momentaufnahmen, der Auseinandersetzung mit dem Thema Down-Syndrom, Gedanken und Überlegungen. Die knapp 168 Seiten des Romans ließen zu Anfang leise Zweifel in mir aufkommen, ob denn so ein dünner Roman ein derart ernstes Thema überhaupt zufriedenstellend behandeln könne, ohne oberflächlich oder klischeehaft zu wirken. Doch bereits nach wenigen Seiten wusste ich, dass ich hier ein Kleinod in den Händen halte. Die Sprache des Autors unterscheidet sich dabei wesentlich von anderen gängigen (Schicksals-)Romanen. Sie wirkt anfangs sogar etwas befremdlich durch die distanzierte und protokollierende Art. Doch vielleicht ist gerade das nötig, um den Leser auf dieser Reise zu begleiten. Des weiteren vermag der Autor in einem Satz viele verschiedene Aspekte gleichzeitig zu verpacken und vermittelt einem derart viel, wofür andere Autoren vielleicht fünf (oder mehr) Sätze brauchen. Es kein Buch, das man einfach so in einem Rutsch durchliest, sondern Aufmerksamkeit erfordert, um all diese Facetten nachvollziehen zu können und sich selbst Gedanken darüber zu machen. Denn der Autor will dabei nicht belehren oder einem seine eigene Meinung aufdrängen. Für mich ist Ludwig Laher eine Entdeckung, die sich gelohnt hat. Der 1955 in Linz geborene Autor, studierte Germanistik, Anglistik und Klassische Philologie in Salzburg. Er hat u.a. "Herzfleischentartung" und "Und nehmen was kommt" verfasst, die nach "Einleben" meine Neugier geweckt haben.

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