Ludwig Thoma Lausbubengeschichten

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Inhaltsangabe zu „Lausbubengeschichten“ von Ludwig Thoma

In einem kleinen bayrischen Dorf in der Gegend von Tölz setzt sich der Lausbub Ludwig gegen den unliebsamen Erwachsenen zur Wehr. Es ist die reine Notwehr gegen Hochmut, Verlogenheit, Scheinheiligkeit, Intoleranz und aufgeplusterte Autorität. Eigentlich hat er das Herz am rechten Fleck, aber er wird doch immer wieder herausgefordert. „...Dann habe ich einen Schlüssel aus der Tasche gezogen und habe probiert, ob er noch pfeift.....“ Diese Geschichte auf hochdeutsch zu erzählen, wäre wie Champagner aus Pappbechern zu trinken. Der zweifacher Bambi-Preisträger Christian Tramitz, unter anderem bekannt aus „Der Schuh des Manitu“, verkörpert regelrecht den Lausbub. Mit bayrischem Dialekt haucht er den Protagonisten Leben ein und so kommt deren Charakter besonders zur Geltung. 3 CDs 172 Minuten Originalfassung Hörbuch Sprecher: Christian Tramitz 123 Classic - Verlag Eifelkrone Musik & Buch Ludwig Thoma - Originalfassung (Quelle:'Audio CD/01.10.2007')

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  • Rezension zu "Lausbubengeschichten" von Ludwig Thoma

    Lausbubengeschichten

    rumble-bee

    12. May 2012 um 10:33

    Nein, war das köstlich. Das Büchlein war beinahe zu schnell gelesen - mit seinen knapp 160 Seiten, die es als Print-Ausgabe gehabt hätte. Ich habe mir mit dem Büchlein diverse Wartezeiten verkürzt, z. B. auf einem Elternsprechtag in der Schule meines Sohnes. Und irgendwie war das auch der passende Rahmen, da es sich ja größtenteils um Schuljungenstreiche handelt. Allerdings habe ich schon für ein wenig Aufsehen gesorgt, da ich immer wieder spontan ins Lachen gekommen bin... Es war eben nicht nur witzig. Genau wie in der berühmten "Feuerzangenbowle", wirkt der Stoff vor allem dadurch, dass er - neben dem Witz - gnadenlos Bigotterie und Scheinheiligkeit des braven Bürgertums aufs Korn nimmt. Man wird wunderbar in die damalige Zeit kurz nach der Jahrhundertwende versetzt, und kann, vor allem durch die Schilderung aus der Sicht des jungen Ludwig, wunderbar verstehen, wie gründlich das damalige Bürgertum von Konventionen, und vor allem von der Kirche, geprägt wurde. Da gab es Religionslehrer, die privat zwar zum Lachen in den Keller gegangen sind, sich aber beinahe überschlagen haben, wenn es um eine Heiligenstatue ging. Dann wieder Lehrer, die nach unten gnadenlos getreten, nach oben aber gebuckelt haben. Tanten und Cousinen, die mit rüschenbesetzten Taschentüchern den Herrn Geheimrat anhimmelten. Und mittendrin die Kinder, die kämpfen mussten, um sich überhaupt so etwas wie ihre Kindlichkeit zu bewahren. Das taten sie dann (zumindest Kinder vom Schlage des kleinen Ludwig) vor allem in Form von zahlreichen Regelübertretungen und Streichen. Und noch dazu dann diese Sprache! Die hat für mich fast den Hauptreiz ausgemacht. Durch und durch mündlich, mit liebenswerten (bayrischen) Regionalismen, wie der "doppelten Verneinung", oder den zahlreichen damals gängigen, gestelzten Fremdwörtern - wie "Vakanz" für Ferien, "Karzer" für Nachsitzen, oder "Instruktor" für Privatlehrer. Herrlich! Ich habe mich zudem erkundigt, und weiß nun, dass das Buch zwar nicht durch und durch autobiographisch, aber doch zumindest davon inspiriert ist. Das Büchlein war einfach wohltuend anders, sozusagen eine Insel im heutigen schnelllebigen Unterhaltungsbetrieb. Es hat mich in eine andere Zeit entführt. Und nicht zuletzt hat es mich verstehen lassen, wieso Ludwig Thoma im "Buch der 1000 Bücher" steht. Absolut zu Recht nämlich! Ich empfehle es allen, die schon die "Feuerzangenbowle" mochten - und die sich über das Deutschland der Kaiserzeit informieren möchten.

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