Ludwig Tieck Merkwürdige Lebensgeschichte seiner Majestät Abraham Tonelli: Erzählung

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Inhaltsangabe zu „Merkwürdige Lebensgeschichte seiner Majestät Abraham Tonelli: Erzählung“ von Ludwig Tieck

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  • Rezension zu "Merkwürdige Lebensgeschichte seiner Majestät Abraham Tonelli: Erzählung" von Ludwig Tieck

    Merkwürdige Lebensgeschichte seiner Majestät Abraham Tonelli: Erzählung

    Hallogen

    05. January 2010 um 21:34

    Diese Erzählung war Anfang des 19. Jahrhunderts durchaus populär und wurde von E. T. A. Hoffmann aufgegriffen und fortgesetzt. Wer den Inhalt in Kürze erfahren will, der sollte denn auch Hoffmanns "Neueste Schicksale eines abenteuerlichen Mannes" lesen, denn dort steht er als Fußnote zusammengefasst. Die Erzählung liest sich sehr gut und ist äußerst ereignisreich. Der junge Mann aus Wien fühlt sich zu höheren Aufgaben berufen, "denn ich merkte keinen sonderlichen Trieb zur Arbeit in mir. Ich wünschte mir immer zaubern zu können, oder ein König zu werden." Da es rückblickend erzählt wird (und der Titel es ebenso verrät), kann man ja noch hinzufügen, dass er sein Ziel mehr als erreicht hat, dass er als Schneider beginnt, weil Handwerk bekanntlich goldenen Boden hat, und dass er noch einigen solchen Missverständnisse aufsitzen wird, ihm etliche Missgeschicke widerfahren werden und er immer weiter und weiter gen Osten kommt. Es ist pure Unterhaltungsliteratur, nur deshalb bekommt es die Durchschnittsnote. Mir fehlt da einfach der Tiefgang, wenngleich die ausufernde Phantasie des Autors das wettmacht. Durch den naiven Ich-Erzähler (manchmal stört ein fehlendes ‚ich’ paradoxerweise den Lesefluss) wird es nie völlig unlogisch und trotz Satan, Selbstmordgedanken und etlichen Geistererscheinungen nie diabolisch finster. Eine heiter beschwingte Erzählung, in der es Prügel setzt und Schlemmerorgien zelebriert werden, Geister spuken und Räuber ihr Unwesen treiben, und in deren 108 Kapiteln so viel mehr passiert, dass ich hiermit absolut nichts verraten habe, was den Inhalt angeht. Das ganze ist recht sicher eine Parodie auf die Unterhaltungsliteratur des 18. Jahrhunderts, daher sollte man es nicht mit allzu großem Ernst lesen.

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