Ludwig Tieck William Lovell

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Inhaltsangabe zu „William Lovell“ von Ludwig Tieck

Diese Hardcover-Ausgabe ist Teil der TREDITION CLASSICS. Der Verlag tredition aus Hamburg veröffentlicht in der Buchreihe TREDITION CLASSICS Werke aus mehr als zwei Jahrtausenden. Diese waren zu einem Großteil vergriffen oder nur noch antiquarisch erhältlich. Mit TREDITION CLASSICS verfolgt tredition das Ziel, tausende Klassiker der Weltliteratur verschiedener Sprachen wieder als gedruckte Bücher zu verlegen und das weltweit! Die Buchreihe dient zur Bewahrung der Literatur und Förderung der Kultur. Sie trägt so dazu bei, dass viele tausend Werke nicht in Vergessenheit geraten. (Quelle:'Fester Einband/02.03.2013')

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  • Rezension zu "William Lovell" von Ludwig Tieck

    William Lovell
    KollegeKraftwagen

    KollegeKraftwagen

    09. July 2008 um 17:43

    Als radikales Gegenstück zu Goethes "Wilhelm Meister" einer der wichtigsten Romane des 18. Jahrhunderts in Deutschland - so richtig Spaß macht die Lektüre allerdings nicht, muß ich zugeben. Lovell, ein sentimentaler englischer Schwärmer begibt sich auf grand tour durch Europa, auf jeder Station verliert er ein Stück seiner Unschuld und Naivität, er wird verbildet von falschen Freunden, geführt von fiesen Verschwörern, die ihn leiden sehen wollen, vom Leben in die Irre getrieben, er versteht sich selbst nicht, wird zum Dieb, Mörder, Vergewaltiger, der am Ende glaubt, seinen Frieden in der Gärtnerei finden zu können, dann aber von einem alten Freund aus Rache getötet wird. Hier regiert die Negativität in einer für die deutsche Literatur kaum je wieder erreichten Art und Weise, es gibt keinen Sinn, keine Moral, keine Struktur, keine Orientierung in dieser materialistischen Welt des Zufalls und des Chaos - nicht nur in der lichtlosen Welt des Titelhelden, sondern bei allen Figuren, auch den anständigen englischen Freunden, die auf ihren Landgütern an Langeweile und Depressionen fast zugrunde gehen. Ein Buch über die Machtlosigkeit der Vernunft, den Unsinn des Glaubens, die Selbstüberschätzung des Menschen, die Hoffnungslosigkeit aller Existenz, das falsche Vertrauen in die Natur. Eins ist immerhin sicher: Tod und restlose Vernichtung. Dazu ein Zitat aus einem Brief Balders, der extremsten, dem Wahnsinn nächsten Figur, über die "niederen Schwatztiere", die die Menschen sind: "Ihr werdet s t e r b e n , s t e r b e n : - die Verwesung empfängt euch und fragt nicht nach eurem überirdischen Genie! Die Hunde wühlen einst eure Gebeine aus, und fragen nicht danach, ob das derselbe Kopf war, der einst Stanzen schrieb! - O Eitelkeit, du nichtswürdigster Teil des Menschen! - Tiere und Bäume sind in ihrer Unschuld verehrungswürdiger, als die verächtliche Sammlung von Staub, die wir Mensch nennen!" Ein gutes Gegengift gegen zuviel Aufklärungsoptimismus und klassischen Idealismus - selbst Pascal würde sich hierbei im Grabe umdrehen... So, jetzt habe ich hoffentlich etwas Neugier für dieses recht sperrige Werk geweckt...

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