Luigi Brogna Spätzle al dente

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Inhaltsangabe zu „Spätzle al dente“ von Luigi Brogna

Gigi ist zehn Jahre alt, als seine Familie vom sonnigen Sizilien ins Schwabenland auswandert. Wie soll man es dort nur länger als zwei, drei Tage aushalten? Doch der Vater redet von zwei, drei Jahren … Also muss sich Gigi arrangieren: mit Konservendosen statt sonnengereifter Tomaten, mit einer ihm völlig fremden Sprache und den viel zu blassen Mitschülern. Zum Glück trägt er die Erinnerungen an seine quirlige sizilianische Großfamilie im Herzen.

Nicht ganz so gut wie der erste Teil. Es wird doch nachher sehr nachdenklich und hat dadurch einfach nicht die Leichtigkeit des Vorgängers.

— LaDragonia
LaDragonia

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  • Rezension zu "Spätzle al dente" von Luigi Brogna

    Spätzle al dente
    ina68

    ina68

    11. February 2009 um 17:02

    Das Buch ist teilweise echt witzig, sehr bildlich beschrieben, macht aber auch ein kleines bisschen nachdenklich.Aber lesenswert

  • Rezension zu "Spätzle al dente" von Luigi Brogna

    Spätzle al dente
    Erbse

    Erbse

    07. January 2009 um 20:48

    Ein sehr gut geschriebenes Buch, jedoch regt es auch sehr zum Nachdenken. Der Konflikt zwischen den Deutschen und der Familie aus Italien wird kindlich vom kleinen Gigi erzählt. Es gibt immer wieder witzige Abschnitte, z.Bsp. weil die Schwaben eben kein Deutsch reden! : - ) Man merkt das sich auch die Familie schwer tut sich in Deutschland, mit den Sitten und mit den Deutschen selbst sich zurechtzufinden. Was natürlich dadurch verstärkt wird, dass die Einheimischen auch viele Vorurteile gegen die "Ausländer" haben. Auf jeden fall für jeden zu empfehlen, es könnte jedem mal so gehen... Leider ist der Autor gestorben, ich hätte gern noch mehr von ihm gelesen....

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  • Rezension zu "Spätzle al dente" von Luigi Brogna

    Spätzle al dente
    couchpotatogirl

    couchpotatogirl

    20. April 2008 um 21:04

    Eine schön erzählte Geschichte über den Zusammenstoß von zweier Kulturen, über die Frage nach Heimat und in gewisserweise auch über das Erwachsenwerden. Dabei löst "Spätzle al dente" sehr geteilte Gefühle aus. Einerseits erlebt der (kleine) Gigi, viele Abenteuer und kommt in die witzigsten Situationen, und dies alles wird durch seine Augen, in naiv-vorlauter Manier erzählt. Zum kindlichen Unverständnis der Welt kommt auch das Unverständnis der fremden Kultur und Sprache hinzu, weshalb es zu vielen Verwechslungen und Verständigungsproblemen kommt, die ein Angriff auf die Bauchmuskeln sind. Doch diese Konfrontation mit dem fremden Land bringt auch viele Schattenseiten mit sich. Gigis Eltern sind Gastarbeiter in Schwaben, und werden von den teilweise engstirnigen Deutschen genau so behandelt. Was das bedeutet, kann man entweder im Roman nachlesen, oder man schaut sich einmal genau um, denn diese Vorurteile mögen weniger geworden sein, doch verschwunden sind sie noch lange nicht.

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  • Rezension zu "Spätzle al dente" von Luigi Brogna

    Spätzle al dente
    Kristina_mit_K

    Kristina_mit_K

    28. February 2008 um 21:55

    'Spätzle al dente' – schon der Titel ist köstlich! Er ist direkt aus dem Alltag gegriffen und dient gleichzeitig als Sinnbild. Heißblütige Sizilianer treffen auf biedere Schwaben ... Da sind Verständigungsschwierigkeiten natürlich vorprogrammiert. Nicht nur was den Dialekt anbelangt. Ein mittelschwerer Klima- und Kulturschock bahnt sich an! Mit einer simplen, unaufdringlichen Sprache führt der kleine (und größere) Gigi auf zwei getrennten zeitlichen Ebenen durch seine Vergangenheit. Seine kindlichen Erzählungen und Erinnerungen sind von einem unverkennbaren Humor geprägt. Die erfrischenden Denkmodelle der kleinen Italiener sorgen für Erheiterung. Vergnügliche Geschichten, die anschauliche und unterhaltsame Ein- und Rückblicke liefern – und uns dabei noch das Schicksal von fünf Emigranten authentisch und unverblümt vermitteln. Der Autor hält uns die gesamte Bandbreite von Ausgrenzung und Fremdenhass vor Augen. Wie Aussätzige werden sie behandelt. Ein schäbiges, niederträchtiges Verhalten, das mich zutiefst betroffen gemacht und beschämt hat. Kinder können grausam sein – das ist bekannt. Lehrer bedauerlicherweise ebenfalls. Letzteres ist eine Form des seelischen Missbrauchs Schutzbefohlener. Diese 'Pädagogen' haben ihren Beruf nicht nur meilenweit verfehlt, sie sind ein Schandfleck der Gesellschaft. Bei den Mitschülern ist die Abneigung (teilweise) willkürlich. Die Unterdrückung Schwächerer ist ja leider eine beliebte Strategie, um sein eigenes Ego aufzuwerten. Alles zusammen kein deutsches Phänomen; aber gerade hier sollte man sich der Brisanz und besonderen Verantwortung bewusst sein. Ich bin wütend über so viel Feindseligkeit, die ich nur mit Dumpfheit und Hirnlosigkeit gleichsetzen kann. Durch den Umzug nach Salach wendet sich das Blatt. Hier wird deutlich, wie stark das unmittelbare Umfeld unser Leben beeinflusst. Den Kindern gelingt es auf beachtliche Art und Weise, sich einzugliedern. Das Heranwachsen von Gigi, Filippo und Santina stellt die Familie vor eine neuerliche Zerreißprobe: Das Böse droht immer und überall. Die verzweifelten Eltern wollen ihre Kinder mit aller Macht beschützen. Aber erstens kommt es anders – und zweitens als man denkt ... Der Nachwuchs geht seinen eigenen Weg. Am Ende bleibt auf beiden Seiten die innere Zerissenheit zwischen (alter) Heimat und (neuem), vorübergehenden Zuhause. Gigi und seine Eltern und Geschwister sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ich habe ihre Sorgen und Nöte geteilt – und dabei ist nicht entscheidend, ob das eine oder andere Detail der Fantasie entsprungen ist. Luigi Brogna versteht es, sein Buch mit Leben zu füllen. Greifbar und anrührend. Die Hauptzutaten von 'Spätzle al dente' sind Esprit, Witz und Charme. Heraus kommt: ein Lesegenuss der besonderen Art. Unterhaltsam, kurzweilig, amüsant, nachdrücklich und lehrreich. Und so freue ich mich bereits auf ein Wiedersehen ...

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