Luigi Malerba

 4 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Die nackten Masken, Pataffio und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Luigi Malerba

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803125651)

Die nackten Masken

 (18)
Erschienen am 26.09.2012
Cover des Buches Pataffio (ISBN: 9783803125484)

Pataffio

 (7)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Die nachdenklichen Hühner (ISBN: 9783803112637)

Die nachdenklichen Hühner

 (5)
Erschienen am 22.08.2019
Cover des Buches Römische Gespenster (ISBN: 9783803132116)

Römische Gespenster

 (2)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Der Protagonist (ISBN: 9783803124296)

Der Protagonist

 (1)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Die Schlange (ISBN: 9783803123732)

Die Schlange

 (1)
Erschienen am 01.01.2000
Cover des Buches Das griechische Feuer (ISBN: 9783803124371)

Das griechische Feuer

 (1)
Erschienen am 17.08.2010
Cover des Buches Elianes Glanz (ISBN: 9783803131522)

Elianes Glanz

 (1)
Erschienen am 15.08.2000

Neue Rezensionen zu Luigi Malerba

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803125651)
DG_Ambronns avatar

Rezension zu "Die nackten Masken" von Luigi Malerba

Wie man sich mit dem Teufel verbündet und was dann passiert
DG_Ambronnvor einem Jahr

Papst Leo X. ist gestorben, sein Nachfolger Hadrian VI. befindet sich bei der Wahl im fernen Spanien und wird so bald nicht in Rom erwartet. Zwei Kardinäle nutzen die herrscherlose Zeit, um miteinander um Macht und Pfründe zu ringen, und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Der eine von ihnen bedient sich für seine finsteren Pläne der Dienste eines angeblich vom Teufel besessenen Mönchs.

Malerba treibt ein Spiel mit zwei raffinierten Prinzipien: Wer vom Teufel besessen ist, darf auch böse Dinge tun, denn nicht er selbst ist für sein Tun verantwortlich, sondern der Teufel in ihm. Und: Je geschickter sich jemand gegen den Vorwurf, vom Teufel besessen zu sein, verteidigt, desto mehr gilt dieser Scharfsinn als Beweis, dass er tatsächlich vom Teufel besessen ist. Mithilfe dieser beiden Ingredienzen hätte man eine recht pfiffige Geschichte entwickeln können. Dass das Malerba nicht geglückt ist, liegt wohl in erster Linie daran, dass seine eigentlichen Protagonisten, die beiden raffgierigen Kardinäle, seltsam blass bleiben und nichts anderes tun als all die anderen Kirchenfürsten jener Zeit, von denen man schon zur Genüge gehört hat. So plätschert das Ganze dahin bis zum überraschend gemeinten, aber doch recht vorhersehbaren Ende.

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803131126)
Herbstroses avatar

Rezension zu "Die nackten Masken" von Luigi Malerba

Lotterleben der Kardinäle …
Herbstrosevor 5 Jahren

Rom, 2. Dezember 1581, Papst Leo X. ist tot. Das Kardinalskollegium muss sich zur Neuwahl versammeln, lässt sich aber reichlich Zeit und findet lange keinen Nachfolger. Schließlich einigte man sich auf einen abwesenden flämischen Kardinal, den die Mehrheit überhaupt nicht kannte. Es ist Adrian von Utrecht, der sich dann Hadrian VI. nannte. Die Wahl kam beim Volk nicht gut an und auch die Kleriker mussten bald feststellen, dass sie unter dem neuen Papst und seinen Reformen ihr lasterhaftes Lotterleben nicht mehr so unverhohlen weiterführen konnten. Besonders Kardinal Cosimo Rolando della Torre mit seiner hübschen rothaarigen Palmira bekamen das zu spüren …

Luigi Malerba (geb. 1927 in der Provinz Parma, gest. 2008 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen, sowie Hör- und Fernsehspiele. Gemeinsam mit Umberto Eco und anderen gründete er die Schriftstellervereinigung „Gruppo 63“. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und weltweit veröffentlicht.

In „Die nackten Masken“ (Le maschere, 1994) erzählt uns der Autor phantasievoll ausgemalt über das Leben in Rom und im Vatikan in der Spätrenaissance, ohne jedoch vom geschichtlich überlieferten Hintergrund abzuweichen. Machtkämpfe, Verbrechen und Korruption waren an der Tagesordnung, Scheinheiligkeit und Aberglauben spielten eine nicht unbedeutende Rolle. Wir nehmen teil am bunten Leben der Stadt, erfahren viel über das sündhafte Treiben des Klerus, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt, und erleben, wie die Bevölkerung mit der herrschenden Pest und Armut umgehen musste.

Der Schreibstil des Autors ist nicht ganz einfach, hat man sich aber erst mal daran gewöhnt, entdeckt man viel Witz, Ironie und Satire zwischen den Zeilen. Ein Vergleich mit den heutigen Zuständen dürfte dabei durchaus gewollt sein, denn manche Leute verstecken sich gerne hinter Masken, doch reißt man ihnen diese runter, bleibt nur die nackte Wahrheit übrig. Obwohl der Roman das sündige Leben, das Kurtisanentum und die Heuchelei der Kirchenoberen heftig anprangert, ist er in keiner Weise als religionsfeindlich zu bezeichnen.

Fazit: Ein intelligent geschriebener Renaissance-Krimi für den geschichtlich interessierten Leser.

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803125651)
A

Rezension zu "Die nackten Masken" von Luigi Malerba

Rom wie es nicht sein sollte
Alice-33vor 8 Jahren

  • Ein historischer Roman, der im Grund nur von der Rivalität und den bis zum Äußersten gehenden Ränken zweier Kardinäle handelt, was allerdings sowohl als Pars pro toto als auch als durchaus passende Anspielung auf moderne Methoden gesehen werden kann. Darüber hinaus zeichnet der Autor das sprühend bunte Bild einer sündigen Stadt, deren Bürger mit dem korrupten und  intriganten Klerus ebenso fertig werden müssen wie mit der Pest, mit Korruption, Unbildung und Armut.

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Zusätzliche Informationen

Luigi Malerba wurde am 11. November 1927 in Italien geboren.

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