Luigi Malerba

 4 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Die nackten Masken, Pataffio und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Luigi Malerba

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803125651)

Die nackten Masken

 (16)
Erschienen am 26.09.2012
Cover des Buches Pataffio (ISBN: 9783803125484)

Pataffio

 (7)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Die nachdenklichen Hühner (ISBN: 9783803111494)

Die nachdenklichen Hühner

 (5)
Erschienen am 01.06.2009
Cover des Buches Römische Gespenster (ISBN: 9783803132116)

Römische Gespenster

 (2)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Rom. (ISBN: 9783803111562)

Rom.

 (1)
Erschienen am 22.02.2011
Cover des Buches Der Protagonist (ISBN: 9783803124296)

Der Protagonist

 (1)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Elianes Glanz (ISBN: 9783803131522)

Elianes Glanz

 (1)
Erschienen am 15.08.2000
Cover des Buches Das griechische Feuer (ISBN: 9783803124371)

Das griechische Feuer

 (1)
Erschienen am 17.08.2010

Neue Rezensionen zu Luigi Malerba

Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803131126)Herbstroses avatar

Rezension zu "Die nackten Masken" von Luigi Malerba

Lotterleben der Kardinäle …
Herbstrosevor 2 Jahren

Rom, 2. Dezember 1581, Papst Leo X. ist tot. Das Kardinalskollegium muss sich zur Neuwahl versammeln, lässt sich aber reichlich Zeit und findet lange keinen Nachfolger. Schließlich einigte man sich auf einen abwesenden flämischen Kardinal, den die Mehrheit überhaupt nicht kannte. Es ist Adrian von Utrecht, der sich dann Hadrian VI. nannte. Die Wahl kam beim Volk nicht gut an und auch die Kleriker mussten bald feststellen, dass sie unter dem neuen Papst und seinen Reformen ihr lasterhaftes Lotterleben nicht mehr so unverhohlen weiterführen konnten. Besonders Kardinal Cosimo Rolando della Torre mit seiner hübschen rothaarigen Palmira bekamen das zu spüren …

Luigi Malerba (geb. 1927 in der Provinz Parma, gest. 2008 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen, sowie Hör- und Fernsehspiele. Gemeinsam mit Umberto Eco und anderen gründete er die Schriftstellervereinigung „Gruppo 63“. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und weltweit veröffentlicht.

In „Die nackten Masken“ (Le maschere, 1994) erzählt uns der Autor phantasievoll ausgemalt über das Leben in Rom und im Vatikan in der Spätrenaissance, ohne jedoch vom geschichtlich überlieferten Hintergrund abzuweichen. Machtkämpfe, Verbrechen und Korruption waren an der Tagesordnung, Scheinheiligkeit und Aberglauben spielten eine nicht unbedeutende Rolle. Wir nehmen teil am bunten Leben der Stadt, erfahren viel über das sündhafte Treiben des Klerus, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt, und erleben, wie die Bevölkerung mit der herrschenden Pest und Armut umgehen musste.

Der Schreibstil des Autors ist nicht ganz einfach, hat man sich aber erst mal daran gewöhnt, entdeckt man viel Witz, Ironie und Satire zwischen den Zeilen. Ein Vergleich mit den heutigen Zuständen dürfte dabei durchaus gewollt sein, denn manche Leute verstecken sich gerne hinter Masken, doch reißt man ihnen diese runter, bleibt nur die nackte Wahrheit übrig. Obwohl der Roman das sündige Leben, das Kurtisanentum und die Heuchelei der Kirchenoberen heftig anprangert, ist er in keiner Weise als religionsfeindlich zu bezeichnen.

Fazit: Ein intelligent geschriebener Renaissance-Krimi für den geschichtlich interessierten Leser.

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Cover des Buches Die nackten Masken (ISBN: 9783803125651)A

Rezension zu "Die nackten Masken" von Luigi Malerba

Rom wie es nicht sein sollte
Alice-33vor 5 Jahren

  • Ein historischer Roman, der im Grund nur von der Rivalität und den bis zum Äußersten gehenden Ränken zweier Kardinäle handelt, was allerdings sowohl als Pars pro toto als auch als durchaus passende Anspielung auf moderne Methoden gesehen werden kann. Darüber hinaus zeichnet der Autor das sprühend bunte Bild einer sündigen Stadt, deren Bürger mit dem korrupten und  intriganten Klerus ebenso fertig werden müssen wie mit der Pest, mit Korruption, Unbildung und Armut.

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Cover des Buches Rom. (ISBN: 9783803111562)JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Rom." von Margit Knapp

Rom, schön und hässlich
JulesBarroisvor 5 Jahren

Rom. Eine literarische Einladung - Margit Knapp (Herausgeber), Luigi Malerba (Vorwort), 144 Seiten,  Wagenbach, K (1. Januar 1996), 17 €, ISBN-13: 978-3803111562

Rom, einst die Hauptstadt der Welt, ist heute so faszinierend wie seit Jahrtausenden. Die Stadt einmal besuchen und ganz viel Zeit für die Menschen und die schier unendlich vielen Bauwerke und Sehenswürdigkeiten zu haben, römische Luft zu atmen und zugleich ein wenig den Alltag mit den Römern zu teilen,  wer hat nicht schon solche Träume gehabt? Rom in all seinen Widersprüchen zu erleben?

Nach Rom ist gar nicht so weit. Nur ein schmales dünnes Bändchen von etwa 140 Seiten und Sie erleben Rom auf eine ganz andere, intensivere und treffendere Art als bei jeder Touristenfahrt.

Maria Knapp hat es möglich gemacht. Sechsundzwanzig Texte, Romanauszüge und Kunstbetrachtungen, Geschichten und Gedichte hat sie zu einem Streifzug durch römische Zustände und zugleich durch die italienische Gegenwartsliteratur zusammengetragen. Ganz unterschiedliche Schriftsteller kommen zu Wort, wie Alberto Arbasino, Ignazio Buttitta, Italo Calvino, Luca Canali, Guido Ceronetti, Umberto Eco, Ennio Flaiano, Carlo Emilio Gadda, Natalia Ginzburg, Marco Lodoli, Curzio Malaparte, Luigi Malerba, Giorgio Manganelli, Dacia Maraini, Elsa Morante, Alberto Moravia, Giampaolo Morelli, Aldo Palazzeschi, Pier Paolo Pasolini, Anna Maria Ortese, Gianni Rodari, Mario Soldati, Sebastiano Vassalli, Sandro Veronesi, Rodolfo Wilcock oder Valentino Zeichen.

Sie geben alle ihr Bekenntnis zu Rom, ihre Erkenntnisse von Rom wieder:

„Es ist die Unentschlossenheit der Stadt Rom, die nie genau weiß, ob sie Süden oder Norden ist, ob sie Tirol oder Afrika ähneln soll.“ (Seite 102) Das meint Natalia Ginzburg in ihrem kleinen Bericht über die Straßen, in denen sie gelebt hatte.

 „Alle Übel in Italien kommen von Rom, und das begann schon vor 2500 Jahren. Von Rom, dieser ungeheuerlichen Macht und Gewaltmacht, von diesem in der Weltgeschichte vielleicht einzigartigen Beispiel für Zentralgewalt: eine Stadt, nach deren ein Weltreich, eine Sprache, eine Kultur und schließlich eine Religion benannt wurden!“ (Seite 137) So schreibt Mario Soldati in seinem Beitrag zu diesem Büchlein.

Es entsteht ein Bild von Widersprüchlichkeiten, das Pier Paolo Pasolini wohl am treffendsten beschreibt: „Ganz sicher ist Rom die schönste Stadt Italiens, wenn nicht gar der ganzen Welt. Aber sicher auch die hässlichste, die gastfreundlichste, die dramatischste, die reichste, die elendste." (Seite 106)

Mancher mag ein gewisses Jammern in vielen der Beiträge zu lesen. Meiner Meinung nach sind es aber in erster Linie lustige und traurige, geschmeidige, elegante und nuancierte Geschichten, mit präzisen Blick und viel Freude am Detail über die alte Hauptstadt der Welt und die neue Hauptstadt Italiens, die uns Rom sehr viel näherbringen, als die Lektüre eines Reiseführers.

 

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Klaus Wagenbach Verlages

http://www.wagenbach.de/buecher/titel/429-rom.html

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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Zusätzliche Informationen

Luigi Malerba wurde am 11. November 1927 in Italien geboren.

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