Luis Sellano Portugiesische Rache

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Inhaltsangabe zu „Portugiesische Rache“ von Luis Sellano

Nach gefährlichen Abenteuern in Lissabon hat der Expolizist Henrik Falkner sich in die Stadt am Tejo verliebt. Henrik übernimmt das Antiquariat seines Onkels Martin – und damit auch dessen Vermächtnis. Denn Martin hat nicht nur Kuriositäten aller Art, sondern auch Artefakte gesammelt, die in Zusammenhang mit ungelösten Verbrechen stehen. Als ein Mann in der Bar Esquina erstochen wird, ahnt Henrik, dass er in den nächsten Fall geraten ist. Zusammen mit der temperamentvollen Polizistin Helena begibt er sich auf die Spuren des Mörders. Doch dann wird Helenas Tochter entführt … Es beginnt eine Jagd durch die Gassen von Lissabon.

noch schlechter als band 1. Und das will was heißen!

— fuxli
fuxli

Konnte mich nicht fesseln, zu verwirrend und mit Längen.

— OmaInge
OmaInge

Geeignet für Lissabon-Liebhaber, sonst eher platt und oberflächlich

— faanie
faanie

Unterhaltsam für Lissabon-Freunde, aber als Krimi enttäuschend.

— Sigismund
Sigismund

Gute Fortsetzung, war interessant die Geschichte der Protagonisten weiter zu verfolgen. Der aktuelle Fall war jedoch nicht so mein Fall ;-)

— EmilyNoire
EmilyNoire

Welch ein Spaß, Lissabon mit diesem Krimi zu entdecken! Städteclimbing im Kopf mit dem sportlichen Helden von Cliffhanger zu Cliffhanger :)

— GillGartenstadt
GillGartenstadt

Besser als der 1.Teil - die Suche nach nem geheimnisvollen Buch hält Henrik auf Trab! Flüssige Handlung, leider nicht vollständig aufgeklärt

— talisha
talisha

Auch der zweite Teil dieser Reihe hat mir wieder gut gefallen. Lissabon lässt grüßen!

— sommerlese
sommerlese

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  • Klischees, Vorurteile, Stereotype, Oberflächlichkeiten

    Portugiesische Rache
    fuxli

    fuxli

    02. August 2017 um 21:26

    Ok, ich hätte es nach dem ersten Band wirklich besser wissen müssen. Aber das Buch war nun mal da und ich wollte dem Autor noch eine zweite Chance geben. Keine gute Idee. Und ich gestehe es auch gleich im Vorfeld: Ich habe das Buch nicht zu ende gelesen. Sollte es also in der zweiten Hälfte schlagartig besser werden, tu ich ihm vielleicht Unrecht. Aber ehrlich gesagt, ich glaube es nicht.   Ich will es kurz machen: Die Klischees gehen nicht nur weiter, sie werden noch breiter ausgewalzt. Nervende innere Monologe zu völlig banalen Dingen. Überbordende Trauer des Helden – was ihn nicht daran hindert, mit allen Frauen ins Bett zu gehen, die nicht bei drei auf den Bäumen sind … ach ja, die Hormone. Und dieser Held ist nicht nur omnipotent, während er von Trauer zerfressen wird, er steckt auch körperliche Angriffe spielend weg – Schlafen, Wunden verbinden, Essen … das ist was für Weicheier.  Vorurteile, Stereotype, Oberflächlichkeiten. Dazu ein Mix aus schlechter, sehr schlechter Recherche (wieder mal den Stadtplan runterzubeten reißt es auf Dauer halt doch nicht raus) und dem billigen Versuch, dem portugalunkundigen Leser zu geben, was er erwartet. Kaum zu glauben, aber dieser Band ist tatsächlich noch schlechter als der erste.

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  • Expolizist ermittelt in Lissabon

    Portugiesische Rache
    OmaInge

    OmaInge

    28. July 2017 um 19:34

    Der deutsche Expolizist Henrik Falkner hat das Antiquariat seines Onkels Martin in Lissabon geerbt und übernommen. Aber auch in Portugal gibt es ungelöste Verbrechen und Henrik kann es nicht lassen zu ermitteln. Ein Mann wird in der gegenüberliegenden Bar erstochen und Henrik versucht ihn erfolglos zu retten. Schon ist er zusammen mit der Polizistin Helena mitten in den Ermittlungen.  Mein Leseeindruck: Dies ist das zweite Buch einer Reihe um den Expolizisten Henrick Falkner. Leider habe ich den ersten Band (Portugiesisches Erbe) nicht gelesen und das hat mir die Lektüre etwas erschwert. Immer wieder gab es einen Bezug auf das erste Buch. Henrik Falkner der in seinem geerbten Antiquariat immer wieder Hinweise auf ungelöste Verbrechen entdeckt ist der Hauptprotagonist. Er wird von Unbekannten verfolgt weil er in einem alten Fall ermittelt. Die Verfolgungjagden führen durch Lissabon und die Beschreibungen von Gassen, Gebäuden und Menschen lässt die Stadt vor meinem inneren Auge erscheinen - ich war noch nie in Lissabon. Leider bleiben die Protagonisten etwas blass. Henrik scheint dem schönen Geschlecht nicht abgeneigt zu sein. Er versucht immer noch den Tod seiner Frau zu verarbeiten, hat aber schon das eine oder andere Date mit einer schönen Frau. Der Anfang und das Ende des Buches waren spannend, in der Mitte gab es leider Längen und die undruchsichtige Handlung tat ihr übriges. Es ging um die Vergangenheit Portugals - leider nicht gut genug erklärt. Ich habe da Lücken und müsste erst nachlesen um einiges zu verstehen. Aber da mich das Buch nicht so ganz fesseln konnte werde ich das erst mal nicht tun. Mein  Fazit: Ein Krimi mit Längen und sehr viel Protagonisten die "sortiert" werden wollen. Man sollte unbedingt den ersten Band lesen um die Handlung richtig verstehen zu können. Mir haben die Schilderungen Lissabons gefallen aber der Kriminalfall nicht so sehr.

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  • Geeignet für Lissabon-Liebhaber, sonst eher platt und oberflächlich

    Portugiesische Rache
    faanie

    faanie

    24. July 2017 um 18:11

    Wir befinden uns nun zum zweiten Mal in Lissabon, Henrik Falkner hat sich halbwegs eingelebt - aber das keineswegs ruhig. Auch in diesem Teil trachten Bösewichte nicht nur einmal nach Henriks Leben..Nun ja, die Grundidee des Krimis ist meiner Meinung nach grandios. Die Aufarbeitung der Diktatur unter António de Oliveira Salazar kann durchaus eine gute Grundlage bieten, zumal man dem deutschen Leser dadurch ein Stück europäischer Geschichte nahe bringen könnte. Könnte.. Leider hat der Autor diesen Schandfleck der portugiesischen Vergangenheit derart oberflächlich behandelt, dass er sich das besser hätte sparen sollen. Dem Autor war anscheinend wichtiger, Henriks Dilemma zwischen drei (natürlich bildhübschen Frauen) immer wieder hervorzuheben. Die Beschreibungen Lissabons hingegen versetzen mich für kurze Zeit wieder in die Schöne am Tejo.Fazit: Tolle Beschreibungen Lissabons, oberflächliche und platte Story. Schade.

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  • Unterhaltsam, aber als Krimi enttäuschend

    Portugiesische Rache
    Sigismund

    Sigismund

    18. July 2017 um 14:30

    UNTERHALTSAM für Lissabon-Freunde mag der im Mai bei Heyne veröffentlichte, 350-seitige Roman "Portugiesische Rache", der zweite Band von Lluis Sellano (Pseudonym eines deutschen Autors) um Antiquariatsbesitzer Henrik Falkner, durchaus sein. Der Leser erfährt viel Liebenswertes über die portugiesische Lebensart und Mentalität. Doch als Krimi fehlt jegliche Spannung. So habe ich mich bis zur 100. Seite gequält und dann doch - trotz meines Vorsatzes, bis zum Schluss durchzuhalten - enttäuscht aufgegeben. Da sind andere vergleichbare Krimis - wie Jean-Luc Bannalecs alias Jörg Bongs humorvolle Bretagne-Krimis - doch um Längen besser. Schon bei Sellanos erstem Band "Portugiesisches Erbe" (2016) hatte ich meine Mühe zwischen Reiseführer und Krimi zu unterscheiden. Also: Wer Lissabon und seine Portugiesen liebt, wird Freude an diesem Roman haben. Wer nur den Krimi im Buch sucht, muss ENTTÄUSCHT werden.

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  • Portugiesische Rache von Luis Sellano

    Portugiesische Rache
    thenight

    thenight

    28. June 2017 um 07:56

    Zum Inhalt:Henrik Falkner hat in Lissabon eine neue Heimat gefunden, das Antiquariat, das er von seinem Onkel geerbt hat läuft *angemessen schlecht*, die nötigen Sanierungsmaßnahmen werden von der Familie Jaos übernommen, im Gegenzug dazu soll Henrik dessen Tod aufklären.Doch zunächst fällt Henrik ein anderer Mord buchstäblich in die Arme, in einer Bar wird ein Mann niedergestochen der kurz zuvor ein Buch in Henriks Laden gekauft hat und Henrik versucht vergeblich ihn zu retten. Da er eine Verbindung zwischen den beiden Geschehnissen vermutet, ermittelt er auf eigene Faust.Meine Meinung:Wie schon im ersten Teil Portugiesisches Erbe, besteht ein großer Teil des Buches aus wunderschönen, allerdings meiner Meinung nach oft überflüssigen Beschreibungen Lissabons, ich hatte ja im zweiten Buch auf etwas weniger "Reiseführer" gehofft. Das ist aber auch schon fast, der einzige Kritikpunkt. Die Krimihandlung ist gewohnt spannend und voller Wendungen, der Leser trifft einige alte Bekannte wieder, die auch im ersten Teil eine wichtige Rolle spielten und er lernt neue Menschen kennen. Henriks Vater kommt zu Besuch, die Mutter eines Hausbewohners schaut bei ihrem Sohn nach dem Rechten, das ganz normale Leben eben. Bis wieder etwas geschieht, was dieses ganz normale Leben gehörig durcheinander wirbelt und nicht nur Henrik in Gefahr bringt.Ich hatte erwartet, das mehr Geheimnisse rund um das Antiquariat und den Tod Jaos aufgelöst werden, leider blieb diese Erwartung enttäuscht.Sellanos Art zuschreiben, gefällt mir immer noch recht, auch wenn mich mehr und mehr das Gefühl beschleicht, es weniger mit einer Reihe zu tun zu haben, sondern mit einem Buch aufgeteilt in mehrere Teile, zu eng fassen die Rädchen des Geschehens ineinander über, es ist zwingend erforderlich auch den ersten Teil gelesen zu haben und es ist wohl nötig auch den sicherlich folgenden 3. Band zu lesen um alle Zusammenhänge zu sehen.Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zum Verlag. Broschiert: 352 Seiten, Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2017), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 3453419456, ISBN-13: 978-3453419452,

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    • 2
  • Besser als der erste Teil

    Portugiesische Rache
    talisha

    talisha

    09. June 2017 um 10:43

    Beim ersten Band bemängelte ich die vielen Zufälle, mit der Henrik Falkner durch seine erste Ermittlung flog. Auf der Frankfurter Buchmesse #fbm16 kam ich mit dem Autor ins Gespräch und er versprach mir, dass der zweite Band "zufallsloser" sein wird. Um das zu überprüfen, gab ich seinem Ermittler Henrik Falkner eine zweite Chance.Ich nehme es vorweg: Zufälle finden sich kaum noch in "Portugiesische Rache"; und wenn, dann sind sie glaubhaft umgesetzt. Auch Henrik Falkner hat Konturen angenommen. Er scheint nicht mehr pausenlos auf der Flucht zu sein, sondern ist angekommen in seinem neuen Zuhause in Lissabon. Natürlich denkt er manchmal noch trauervoll an seine verstorbene Frau, und fragt sich, was sein Onkel Martin ihm wirklich hinterlassen hat. Doch aus Lissabon möchte er nicht mehr weg. Er wird je länger je mehr vertraut mit den Sitten der Einheimischen und geniesst sein neues Leben und die Arbeit im chaotischen Antiquariat. Nur an seinem Portugiesisch müsste er noch arbeiten. Als an einem Abend in Victors Bar ein neuer Kunde von Henrik erstochen wird und in seinen Armen stirbt, und in der gleichen Nacht jemand ins Antiquariat einbricht, ist es aus mit der Ruhe. Henrik hat keine Ahnung mehr, welches Buch der Kunde gekauft hat, und da die Polizei kein Buch beim Toten findet, zieht er seine Schlüsse - was hat es mit dem Buch auf sich, dass jemand dafür sein Leben lassen musste? Durch einzelne Informationen von Catia und Helena kommt Henrik dem Buchgeheimnis langsam auf die Spur. Unpassenderweise taucht Henriks Vater urplötzlich auf und logiert sich bei ihm ein. Henrik ist nicht der einzige Hausbewohner, der Besuch bekommt. Pacos Mutter, Donna Celeste, quartiert sich ebenso ein. Nicht nur die Hausbewohner, auch andere Bekannte aus "Portugiesisches Erbe" treffen wir wieder an: Polizistin Helena und ihre Familie, deren Kollege Lui, die deutsch sprechende Steuerberaterin Adriana, die hilfsbereite Ärztin Filipa sowie Bruno, der Mönch. Alles in "Portugiesische Rache" dreht sich um das verschwundene Buch und seinem blutigen Geheimnis. Um Helena und weitere Personen zu schützen, ist Henrik meistens alleine unterwegs und will die Bösewichte ohne Hilfe fassen. Dabei sticht Henrik in einige Wespennester und kommt nicht um Verfolgungen und Blessuren herum. Er gerät in einige Schlägereien, die so ausführlich beschrieben wurden, dass sie mich fast schon langweilten. Auch das ständige Losrennen, kaum hat er bemerkt, dass er beobachtet wurde, nervte mit der Zeit. Ein bisschen mehr Teamarbeit würde ihm gut tun.Eigentlich erwartete ich, dass es im zweiten Band um die Aufklärung des Todes von Martins Partner geht, wie am Schluss des ersten Band angekündigt wurde. Dieses Geheimnis bleibt leider nach wie vor ungelöst. Es wird lediglich zweimal erwähnt, aber nur als Ein- (und Aus-)leitung des Buches. Am Ende wird nicht nur die Geschichte um Joao, sondern auch weitere wichtige Vorkommnisse nicht vollständig aufgelöst und so endet der zweite Teil genau gleich wie der erste: mit einem Cliffhanger. Ein(!) Cliffhanger in einer längeren Bücherserie mag ja reizvoll sein, aber wenn in jedem Buch der Reihe einer vorkommt, hält mich das eher vom Lesen der weiteren Teile ab, als dass es Lust auf zukünftige Bücher macht. Dass dieser Fall nur zum Teil aufgeklärt wird, finde ich insbesondere schade, weil das Schicksal und die Rollen einzelner Personen ungeklärt bleiben.  Ungeachtet dieser Mankos hat sich dieser Portugalkrimi erheblich gesteigert. Wie ganz oben erwähnt, ist Henrik trotz aller Alleingänge bodenständiger geworden. Auch die Schilderungen der Stadt sind fassbarer, so dass der Autor neben der ziemlich flüssigen Kriminalhandlung wie nebenbei ganz viel über die Stadt und die portugiesische Mentalität erzählt. Anlässlich einer Städtereise nach Lissabon würde ich diesen Krimi fürs Handgepäck empfehlen. Leser, die erst beim zweiten Band einsteigen, kommen gut mit. Das Wichtigste aus dem ersten Band wird geschickt eingeflochten. Fazit: Ein geheimes und verschwundenes Buch hält Henrik auf Trab - eine flüssige Krimihandlung, die leider nicht vollständig aufgeklärt wird.4 Punkte.

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  • toller Krimi aus Lisabon

    Portugiesische Rache
    figino

    figino

    07. June 2017 um 16:13

    Ihr kennt mich, ich liebe Krimis und dieser hier macht keine Ausnahme. Henrik Falkner ist Ex-Polizist und hat sich nach dem Tod seiner Frau entschieden, dass er das Erbe seines Onkels antritt und dessen Antiquariat in Lisabon übernimmt. Die Buchhandlung birgt aber viele Geheimnisse und auch Henrik in diesem Band mehr erfährt, so ist er doch noch weit davon entfernt zu wissen, welche Informationen er wirklich alle in Form des Antiquariats hütet. Der Krimi führt uns in die düstere Vergangenheit Portugals und in die Zeit des "Estado Novo". Eine Diktatur, die wie immer, schlimm für die Bevölkerung ist/war und soviel Elend mit sich brachte. Die Geschichte ist spannend und die Vergangenheit vermischt sich mit der Gegenwart und es nicht wirklich erkennbar, wer nun genau welches Motiv haben kann oder hat. Das auch noch der Vater unangemeldet mitten ins Geschehen "schneit" und für unbestimmte Zeit zu Besuch kommt, erleichtert die Aufklärung des Falles nicht. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und mich gut unterhalten und gleichzeitig die Stadt Lisabon und die Geschichte etwas näher gebracht.

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  • Der 2. Teil der Portugal-Krimis

    Portugiesische Rache
    ShellysBooksDiary

    ShellysBooksDiary

    05. June 2017 um 09:46

    „Portugiesische Rache“ von Luis Sellano ist der 2. Teil einer Portugal-/Lissabon-Krimi-Reihe. Und da ich bereits den ersten Teil „Portugiesisches Erbe“ gelesen habe, wollte ich nun gerne wissen, wie es mit dem Expolizisten Henrik in Lissabon weiter geht. Meine Meinung: Schon beim ersten Blick aufs Cover kommen einen die Erinnerungen an den ersten Teil der Reihe hoch. Man sieht einen Teilabschnitt der schönen und bunten Stadt Lissabon. Ich selbst war noch nie dort, aber durch Filme, Serien und anderen Berichten erkenne ich sofort diese farbenfrohen Gebäude. Es vermittelt einem den Eindruck, als ob man selbst durch die Gassen von Lissabon schlendert. Und genau diesen Eindruck will dieser Krimi einem auch vermitteln. Denn er handelt in vielen unterschiedlichen Ortsteilen von Lissabon. Sein es die kleinen Gassen, einer Kirche oder die Bahnhöfe der Metro. Dieses Cover lädt zu einem kleinen „Krimi-“Urlaub nach Lissabon regelrecht ein. Auch der Titel „Portugiesische Rache“ passt wieder richtig gut zur Geschichte. Da es im ersten Teil um Henriks sein Erbe ging, spielt es dieses Mal eher um einen Mord, der wohl aus Rache geschieht. Und wie sollte es auch anders sein, gerät Henrik mit seinem Antiquariat mit ins Visier der Mörder. Was ich besonders schön an dieser Krimi-Reihe finde, womit ich leider beim ersten Teil sehr starke Probleme hatte, waren die kleinen Ortsbeschreibungen. In „Portugiesisches Erbe“ erzählte uns Luis Sellano sehr detailgetreu die Umgebungen, wo sich Henrik aufhielt. Ich war selbst noch nie in Lissabon gewesen und somit fand ich alles verwirrend. Ich musste damals zum Teil bestimmte Abschnitte nochmals lesen, um zu verstehen, wo sich diese Situationen nun abspielten. Auch in „Portugiesische Rache“ erzählt uns Luis Sellano sehr schön die Ortschaften von Lissabon. Doch er hat es so gut in die Story hinein verarbeitet, dass ich keine Probleme mit dem Lesen hatte. Ich konnte so recht gut den Geschehnissen folgen und hatte trotzdem auch das Gefühl, dass ich selbst in den Gassen von Lissabon herum spaziere, oder mich in den Cafés dieser Stadt aufhalte. Es gibt außerdem auch wieder eine Karte von der Stadt im Einband der Klappbroschur, wo man als Leser gerne mal nachschauen kann, wo sich Henrik gerade befindet. Im ersten Teil der Lissabon-Reihe hab ich diese Karte noch oft benutzt, doch nun brauchte ich sie gar nicht mehr. Erst zum Schluss schaute ich sie mir an und versuchte nochmal in Gedanken nachzuverfolgen, wo ihn sein Weg überall hinführte. Die Spannung in diesem Krimi hat Luis Sellano richtig gut aufgebaut und auch beibehalten. Wie es typisch für einen Krimi ist, passiert auch hier gleich am Anfang ein Mord. Und nur per Zufall als Erstretter gerät Henrik in diesen Fall. Da die Polizei in Lissabon nur leicht der Sache des Mordes nachgeht, ermittelt Henrik als Expolizist auf eigene Faust und erfährt, dass er mit seinem Antiquariat mehr mit dem Fall zu tun hat, als ihm lieb wäre. Und dadurch passieren dann Geschehnissen, die mit seinem Umfeld an liebgewonnenen Leuten zu tun haben. Luis Sellano schafft es dem Leser das Gefühl zu geben, wenn gerade etwas wieder in die richtige Bahn gelenkt wurde, dass das Leben dann nicht normal für Henrik weiterläuft, sondern plötzlich an einer anderen Stelle „zusammenbricht“. Ich war dadurch regelrecht gefesselt von der Geschichte und konnte mit diesen ewigen Spannungsbögen nicht mehr aufhören zu lesen. Man möchte einfach nur noch wissen, wie es nun weiter geht und man hofft endlich auf ein „Happy End“. Aber dieses „Happy End“ kommt einfach nicht. Und somit kommen wir zu meinem einzigen Kritikpunkt an diesem Krimi: Das Einzigste, was ich wirklich schade finde, ist das Ende. Ohne groß zu spoilern habe ich das Gefühl, dass dieser Krimi doch kein Ende gefunden hat und somit einen (zu starken) Cliffhänger besitzt. Mich persönlich stört es sehr, wenn ein Buch ein offenes Ende besitzt. Und ich weiß nicht, ob ich überhaupt einen Krimi kenne, wo keinen Cliffhänger vorkommt. Klar kommt somit die Neugier auf den 3. Band auf, aber diese Neugier hätte man ja auch am Ende mit einem Anfang eines neues Falles enden können. Ich hatte wirklich am Schluss das Gefühl gehabt, als ob man mitten in einem Krimi den Fernseher ausschaltet. Und das gehört sich einfach nicht! Mein Fazit: Wer den ersten Teil dieser Lissabon-Krimi-Reihe gelesen hat, sollte auf jeden Fall mit dem 2. Fall von Henrik in „Portugiesische Rache“ fortfahren. Man erkennt viele Charaktere vom ersten Band wieder, jedoch werden diese auch wiederum neu beschrieben, dass auch Leser, die den ersten Fall nicht kennen, auch ohne Probleme in diesen Krimi abtauchen können. Luis Sellano bringt eine fabelhafte und konstante Spannung auf, jedoch mit einem offenen Ende. Was aber vielleicht manche Leser nicht stören sollte. Für einen kleinen Kurztrip nach Portugal es ist eine schöne Lektüre, vor allem bei verregneten Tagen. Der leichte Schreibstil und die Spannung fesseln den Leser regelrecht.

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  • Spannender Urlaubskrimi für Lissabonliebhaber

    Portugiesische Rache
    sommerlese

    sommerlese

    04. June 2017 um 14:47

    Der Kriminalroman "Portugiesische Rache" ist der zweite Band der Lissabonkrimireihe von Luis Sellano aus dem Heyne Verlag.Expolizist Henrik Falkner hat in Lissabon das Antiquariat seines Onkels Martin übernommen. Zu den gesammelten Kuriositäten gehören aber auch Artefakte, die mit ungelösten Verbrechen zusammenhängen. Als in einer Bar ein Mann erstochen wird, ist Henrik gerade vor Ort und begibt sich mit der temperamentvollen Polizistin Helena auf die Suche nach dem Mörder. Doch dann wird Helenas Tochter entführt … Es beginnt eine abenteuerliche Jagd durch die Gassen von Lissabon. "Die Portugiesen waren bekannt für ihren Schwermut und den Weltschmerz, den sie Saudade nannten." Zitat Seite 46 Bereits der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen, besonders die stimmungsvolle Atmosphäre Lissabons mit dem typischen Fado, dem portugiesischen Lebensgefühl und Vinho Verde habe ich sehr genossen. Zusammen mit der Krimihandlung ist Luis Sellano eine gelungene Weiterführung seiner Reihe gelungen. Das Buch ist aber auch als "stand alone" ohne Wissenslücken lesbar. Henriks Leben in Lissabon geht mit seinem Antiquariat weiter. Als in der benachbarten Bar ein Mord geschieht, wird Henriks Ermittlungs-Neugierde geweckt. Bei den Charakteren stehen jede Menge verschiedene Typen zur Unterhaltung bereit. Luis Sellano zeichnet sie mit detailgenauem Blick und macht dabei auch die verschiedenen Lebensumstände deutlich sichtbar. Sein Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer noch eines lesen möchte und die Spannung steigt stetig bis zum aufregenden Finale an. Dabei sind es besonders die verschiedenen Plätze und Cafés und die kulinarischen Köstlichkeiten Lissabons, die diesem Krimi seine ganz besondere Note verleihen. Sellano ist Lissabonliebhaber und diese Vorliebe zeigt sich auch im Buch mit liebevoller, bildhafter Detailtreue. Ein Roman, der den Leser unweigerlich nach Lissabon entführt und damit Interesse an einem Besuch weckt. Das Rätsel um den Mord und die Hintergründe wird ein wenig verschleiert und erst allmählich lichtet sich das Dunkel, doch selbst nach dem actiongeladenen Ende gibt es keinen endgültigen Abschluss, die Jagd scheint sich noch in weiteren Folgen der Krimireihe fortzusetzen. Dieser zweite Teil der Krimireihe macht wiederholt Lust auf eine Reise nach Lissabon und die spannende Kriminalgeschichte unterhält sehr lebendig!

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