Luis Sellano Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi

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Inhaltsangabe zu „Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi“ von Luis Sellano

Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird.

Da Buch legt den Grundstein zu einer Triologie

— Stefan1972

Krimi-Durchschnittsware vor einer frischen Kulisse. Auch das heiße Lissabon reißt den Plot aber nicht raus...

— Caillean79

Toller, spannender, zum Nachdenken anregender Krimi mit einem prima Helden, sehr atmosphärisch, tiefgründig. Bin gespannt auf Fortsetzung!

— Wedma
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    Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi

    Stefan1972

    13. September 2016 um 21:09

    Nach anfänglichen Längen und verwirrenden Kapiteln hat sich das Buch doch noch zu einem ganz passablen Roman entwickelt. 
    Lissabon wird darin sehr schön beschrieben und man kann sich anhand der im Umschlag eingedruckten Karte auch orientieren.

    Hoffentlich wird dies keine Endlosserie.

  • Hebt sich für mich nicht über den Durchschnitt heraus

    Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi

    Caillean79

    19. July 2016 um 20:23

    Luis Sellanos Erstlings-Krimi ist eine Geschichte, die sich nahtlos in die derzeit wie Pilze aus dem Boden sprießenden Regionalkrimis aus besonders sehenswerten Regionen Europas einreiht. Zunächst einmal: Luis Sellano ist ein Künstlername – wie so oft verbirgt sich auch hinter diesem Pseudonym ein deutscher (in diesem Fall süddeutscher) Autor, der von Portugal so begeistert ist, dass er seinen Kriminalroman dort ansiedelte. Um die Beziehung zu Deutschland zu wahren, hat das Buch eine deutsche Hauptfigur (Henrik Falkner). Der weiß gar nicht so recht, wie ihm geschieht, als er ein Haus in Lissbon erbt – von einem Onkel, den er nie getroffen hat, der aber scheinbar einiges von ihm weiß und absolutes Vertrauen in ihn, den ehemaligen Polizisten, setzt. Schon diese Konstellation war für mich leider unglaubwürdig. Ansonsten ist das Buch gut erzählt und es geht um interessante Vermisstenfälle aus der Vergangenheit, die ausschließlich autistische Kinder betreffen. Trotzdem konnte mich das Buch nicht so richtig „abholen“ – weder konnte ich viel Mitreißendes an Henrik entdecken noch haben mich die Schilderungen der Stadt Lissabon mitnehmen können. Das Einzige was ich sicher weiß: Stockfisch ist definitiv nichts für mich. Der Stil war zwar angenehm und schnell zu lesen, aber abgesehen vom Grundthema des Falles wird es leider kein Buch sein, das mir lange in Erinnerung bleibt. Wer aber eine Affinität zu Portugal und speziell Lissabon hat und Krimis ála Bannalec mag, sollte ruhig mal reinlesen – vielleicht ist es für diese Leser wirklich eine gute Wahl. Und diese Leser wird es dann auch freuen, dass das Ende bereits ein eindeutiges Signal enthält, dass es weitere Bände geben wird.

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  • Ein gelungener, spannender, atmosphärischer Krimi aus Lissabon.

    Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi

    Wedma

    19. June 2016 um 10:33

    Hörbuch, ungekürzte Ausgabe, Spieldauer: 9 Stunden und 38 Minuten, gelesen von Richard Barenberg. Klappentext: „Henrik Falkner weiß kaum, wie ihm geschieht, als er die malerischen Altstadtgassen von Lissabon betritt. Der ehemalige Polizist soll ein geheimnisvolles Erbe antreten: Sein Onkel hat ihm ein Haus samt Antiquitätengeschäft vermacht. Während Henrik mehr und mehr in den Bann der pulsierenden Stadt am Tejo gerät, entdeckt er, dass sein Onkel offenbar über Jahre hinweg Gegenstände gesammelt hat, die mit ungelösten Verbrechen in Verbindung stehen. Und kaum hat Henrik seine ersten Pastéis de Nata genossen, versucht man, ihn umzubringen. Henrik stürzt sich in einen Fall, der sein Leben verändern wird.“ Henrik ist ein sympathischer Mann Mitte dreißig, der sein Päckchen zu tragen hat. Er kennt seinen Onkel nicht, da dieser eine Art persona non grata war, über ihn wurde in der Familie nie gesprochen. Überraschend kam das Erbe auf Henrik zu, der in Deutschland seit paar Jahren vergeblich versucht, seinen Verlust zu verarbeiten. Der Onkel hinterließ ihm u.a. einen Brief, indem er sich als ein Mensch offenbart, der sehr wohl wusste, was Verlust eines geliebten Menschen bedeutet, und rät Henrik, Veränderungen in seinem Leben zuzulassen, das Helle ins Dunkel zu bringen. Anfangs versucht Henrik die Gesamtsituation zu verstehen, in die er hineingeraten war, um entscheiden zu können, ob er das Erbe überhaupt annimmt. Keiner will ihm etwas verraten, was ihn weiterbringen würde. Aber alle, mitunter Gruppen mit entgegengesetzten Interessen,  erwarten, dass er sich so verhält, wie sie es von ihm erwarten. Henrik folgt den Hinweisen, die der Onkel ihm hinterlassen hat, und macht in einer längst verlassenen, vor Jahrzehnten abgebrannten Villa einen grausigen Fund. Man ist schon sehr an am Helden dran: Seine Gedankengänge, seine Zweifel, Befürchtungen und Empfindungen werden einem besonders am Anfang oft nahegelegt. Auch warum er nicht mehr in seinem Beruf arbeitet, wie warum die Familie Falkner den Martin so behandelt hatte, wird nach und nach klar. Das Tempo ist schon hoch. Die Erkundung der Situation wird rasch zu einer Ermittlung. Da überschlagen sich die Ereignisse. Die wenigen Tage, die der Krimi umfasst, sind voll von Gefahren, Mordversuchen, Verfolgungsjagden, aber auch Treffen mit neuen Menschen und ihren mitunter traurigen Lebensgeschichten. Bald wird klar, dass es nicht nur um Henriks Erbe geht. Die Geschichte zieht weitere Kreise zu den Reichen und Mächtigen, zu der Lage der Großunternehmen Portugals uvm. Es entsteht ein Sog, der die Geschichte nicht eher links liegenlässt, als sie zu Ende ist. Es verbleiben noch einige Fragen offen, eine solide Steilvorlage, die auf die Fortsetzung hoffen lässt. Man fühlt sich vollends nach Lissabon versetzt. Bei den Erkundungen der Stadt mit ihren engen Sträßchen, verwunschenen Orten, Cafés, etc., die Henrik anfangs macht, ist man gerne dabei. Fernweh packt einen und man kriegt Lust, all die Straßen nochmals in Ruhe abzuwandern, die öffentlichen Plätze und Cafés zu besuchen, die Figuren zu treffen, die im Roman vorkommen. Von der Mentalität der Menschen bekommt man auch eine gute Portion mit. Auch die Geschichte Portugals, wie die heutigen gesellschaftlich-politischen Themen, sind gekonnt in den Erzählteppich hin eingewebt worden. Organisch fügen sie sich in diese Geschichte und erklären manche Motive der Täter. Die Handlung ist logisch, gradlinig aufgebaut. Es ist kein reines „wer-es-getan-hat“ Krimi. Viel interessanter ist die Erklärung der Tatmotive. Diese stimmen nachdenklich und man fragt sich, ob einiges aus dem, was der Täter sagt, doch nicht zum gewissen Grad Bestand hätte. Richard Barenberg hat wunderbar gelesen. Seine Stimme passt perfekt zu dieser Geschichte. Er macht sie auch so geheimnisvoll und unheilverkündend, dass ich mich anfangs gefragt, ob ich nicht in einem Psychothriller gelandet wäre. Aber auch die hellen Momente gelangen ihm gut. Alle Figuren, Frauen wie Männer, konnte ich prima heraushören und wiedererkennen. Fazit: Ein spannender, sehr gut gelungener Krimi, der wichtige Themen der Gegenwart gekonnt in Szene setzt. Tolle, authentische Figuren. Auf weitere Fälle mit Henrik Falkner bleibe ich gespannt und vergebe die 5 wohl verdienten Sterne samt der Empfehlung für Fans von Regio-Krimis und LiebhaberInnen guter, gehaltvoller Geschichten.  

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