Luisa Francia Die Schatzhüterin

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Inhaltsangabe zu „Die Schatzhüterin“ von Luisa Francia

Rotkäppchen, Dornröschen, Schneewittchen und Jorinde sind archetypische Frauen und Hüterinnen des weiblichen intuitiven Wissens. Luisa Francia erzählt vierunddreißig klassische Märchen neu. Verändert und verwandelt enthüllen sie ihr uraltes Potenzial von Initiation, Stärkung und Vertrauen. Die Art, wie Märchen bis heute erzählt werden, spiegelt die Sichtweise und Moral derer, die sie zusammengetragen haben. Deshalb entwirft Luisa Francia lustvolle Alternativen zum ewig gleichen Denkmodell voller Brutalität und Gewalt, um das Wunderbare zurück in den Alltag zu holen und neue Wirklichkeitsentwürfe für unsere heutige Zeit zu finden. »Märchen sind Landschaften der Seele, Entwürfe, die Wirklichkeit erst schaffen sollen. Sie sind ein Spiegel unserer Träume … und prägen unsere Vorstellung von der Wirklichkeit von Kindheit an.« Aus den Schrecken der Märchen der Gebrüder Grimm, Hans Christian Andersens und anderer werden bei Luisa Francia aufregende, ungewöhnliche Abenteuer, die der Heldin und dem Helden Glück bringen. Wir erleben die Hingabe der Männer, die Urkraft der Frauen, die Weisheit der Hexen, die Heiterkeit der Befreiung und das Eintauchen in das magische Gewebe des Lebens. Prinzessinnen und Gänsemägde, Almjungen und Prinzen werden so zu neuen Vorbildern für einen respektvollen Umgang mit allen Wesen. »Viele Märchen beschreiben eine Initiation: Konfrontation mit der Natur, mit Urkräften, mit der eigenen Kraft, Bewältigung von Schwierigkeiten, Entdeckung des Wunderbaren. So können sie auch in den Menschen, die diese Geschichten hören oder lesen, innere Kräfte und Fähigkeiten freisetzen.«

Märchen einmal feministisch und im Einklang der Natur interpretiert.

— Abraxandria
Abraxandria

Klassische Märchen neu und ohne Rollenklischees erzählt.

— Jacynthe
Jacynthe
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  • "Die Schatzhüterin" von Luisa Francia

    Die Schatzhüterin
    Jacynthe

    Jacynthe

    30. May 2014 um 22:40

                                                        Inhalt Luisa Francia hat mit ihrem Buch "Die Schatzhüterin - Klassische Märchen neu erzählt" den Spieß umgedreht. Warum sind alte Frauen  böse Hexen? Warum sind Stiefmutter und -schwestern gemein und hinterhältig? Warum heiratet die Prinzessin einen fremden Mann vom Fleck weg oder führt sieben Männern im Wald anstandslos den Haushalt? Klassische Märchen neu erzählt. Clever und ohne Rollenklischees, mit starken Prinzessinnen und Prinzen. Meine Meinung Märchen. Welches Kind wird nicht mit ihnen groß? Ich mag nicht alle Märchen, aber es gab einige, die ich als Kind sehr gerne mochte. Mir gefallen auch die Verfilmungen klassischer Märchen sehr gut, vor allem der Kleider und Kulissen wegen. Doch auch ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht, was eines dieser Märchen über die Weltanschauung aussagt und was es in kleinen Kindern, die ja mit ihnen groß werden, anstößt. "Gab es denn nicht einmal eine Frau, die aus der normalen Welt ausbrach und ein völlig anderes Leben führte? Ein märchenhaftes Leben im jubelnden Einklang mit Pflanzen, Tieren, fantasievollen jungen Männern?" schreibt Francia in der Einleitung. "Deshalb habe ich dieses Märchenbuch geschrieben - um Frauen lustvolle Alternativen zum ewig gleichen Denkmodell zu entwerfen, um das Wunderbare zurück in den Alltag zu holen, um Frauen in ihrer Kraft zu bestärken und neue Wirklichkeitsentwürfe zu erfinden." Das ist ihr mit dieser Sammlung 34 neu erzählter Märchen gelungen. Ein Märchen beginnt zum Beispiel mit folgenden Sätzen: "In einem kleinen Dorf hatte einmal ein Mann ein Wirtshaus. Eigentlich gehörte es seiner Frau Lina, doch kaum hatten die beiden geheiratet, hatte er alles übernommen und behandelte Lina schlecht." Und es endet damit, dass der Mann in ein Schwein verwandelt wird und Lina fortan das Wirtshaus führte. Und in der Überraschung, die einen überfällt, wenn man in einem Märchen solche Zeilen liest, erkennt man schnell, wie sehr man die alten Werte und Normen verinnerlicht hat. Francia hält den Stil von alten Märchen bei, die Sätze sind einfach gebaut und kurz. Manchmal erscheinen sie dadurch ein wenig plump, insgesamt sind die Geschichten aber gut zu lesen. Ich werde meinen Kindern später auf jeden Fall aus diesem Buch vorlesen. Und ich empfehle es hiermit weiter und vergebe 5 von 5 Wolken. Es ist nicht weniger zauberhaft wie die klassischen Märchen. Im Gegenteil - es versprüht einiges mehr an Intelligenz und Witz. Zudem ist es keinesfalls so, dass hier die Männer nur vorkommen, um degradiert werden zu können. Auch sie treten teilweise als starke Persönlichkeiten mit liebenswertem Charakter auf und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Absolut lesenswert!

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