Luise Reddemann

 4.4 Sterne bei 28 Bewertungen

Lebenslauf von Luise Reddemann

Prof. Dr. med. Luise Reddemann ist Nervenärztin und Psychoanalytikerin. Seit gut 25 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Trauma und Traumafolgestörungen. Von 1985 bis 2003 war sie Leiterin der Klinik für Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Ev. Johannes-Krankenhauses in Bielefeld und entwickelte dort ein Konzept zur Behandlung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen, die »Psychodynamisch imaginative Traumatherapie« (PITT). Luise Reddemann führt zahlreiche Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen durch. Im Rahmen ihrer Honorarprofessur an der Universität Klagenfurt für medizinische Psychologie und Psychotraumatologie widmet sie sich den Arbeitsschwerpunkten Resilienz sowie Folgen von kollektiven Traumatisierungen. Luise Reddemann ist Mitglied im Weiterbildungsausschuss der Deutschen Akademie für Psychotraumatologie, im Wissenschaftlichen Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen und in der wissenschaftlichen Leitung der Psychotherapietage NRW. Luise Reddemanns Bücher und CDs im Verlag Klett-Cotta haben auch bei Betroffenen weite Verbreitung gefunden und vielen Menschen geholfen, mit einer traumatischen Erfahrung besser fertig zu werden.

Quelle: Verlag / vlb

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Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

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Neu erschienen am 02.06.2020 als Taschenbuch bei Verlag Herder.

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Das Buch beschreibt einen neuen Ansatz in der Traumabehandlung. Grundlage ist die Annahme, dass jeder Mensch in sich das Potential trägt, sich selbst zu "heilen" (eigene Ressourcen) und der Therapeut mehr eine "anleitende" Funktion hat. Die Heilung funktioniert auf Basis von Imaginationen, d.h. der Patient lernt nach und nach durch bestimmte Vorstellungstechniken mit dem Trauma umzugehen und es schließlich zu überwinden (z.B. Gedanken und Gefühle, denen man noch nicht gewachsen ist, in den "Tresor" zu schließen oder destruktive "Täterintojekte" unschädlich zu machen). Das Buch enthält eine Reihe von faszinierenden Übungen, wie z.B. die Konferenz mit den verschiedenaltrigen Ichs. V.a. die Vorstellung, dass ein Trauma eine Art Ich entstehen lässt, das sich noch in der Psyche in derselben traumatischen Situation praktisch in der Vergangenheit befindet, ist spannend (passt zu den Annahmen bei der "EMDR-Therapie"). Auch die Grundlage, dass es eigentlich mehrere Ichs gibt und man mit diesen auch kommunizieren kann (wird offenbar mittlerweile auch von vielen Neurowissenschaftlern vertreten), scheint mir einleuchtend (ich lese als nächstes den 3. Band von Schulz von Thun über das "Innere Team"). Sehr angenehm ist auch der eher humanistische Gedanke des Buches und v.a. der Einfluss östlicher Philosophie (die Autorin dankt im Nachwort Laozi und Stephen Mitchell). Insgesamt ein Buch, dass mich sowohl als Psychologiestudent als auch als "persönlich Involvierten" sehr gefesselt hat. Viele Übungen sind übrigens recht "universell" und können auch bei anderen Problemstellungen angewendet werden.

Kommentare: 2
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leicht anzuwenden - und sehr lebensnah - einfach- verständlich
macht Freude es zu lesen

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