Lukas Hartmann Die Seuche

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Inhaltsangabe zu „Die Seuche“ von Lukas Hartmann

Eine Geschichte über Angst, Armut, Magie; über die Auflösung gesellschaftlicher Normen und menschlicher Gemeinschaft angesichts einer Krankheit, deren Ursachen keiner kennt – und über den unbeirrbaren Willen zu leben.

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  • Die Seuche - Lukas Hartmann

    Die Seuche
    Fabula

    Fabula

    02. August 2015 um 15:54

    "Was war es, was da näherkam, was Menschen verschlang und ganze Städte?" Es ist die Pest, die im Mittelalter überall gefürchtete, todbringende Krankheit. Im 14. Jahrhundert überrollte der Schwarze Tod die europäische Bevölkerung, die machtlos der Krankheit gegenüber stand. Mit dem Glauben daran, dass die Pest eine Strafe Gottes ist, versuchte man den Schrecken durch Beten abzuwehren. Die wahren Ursachen waren damals nicht bekannt. Die Angst vor dem unmittelbaren Tod löste die gesellschaftlichen Normen und die menschliche Gemeinschaft auf. Lukas Hartmann beschreibt in seinem Roman 'die Seuche' wie man sich den Ausbruch der Pest in einem bernischen Dorf vorstellen könnte. Beim Einzug der Pest im eigenen Dorf beginnt für die junge Protagonistin Hanna ein Kampf ums Überleben. Sie muss erfahren, wie eine Krankheit die Gesellschaft so zerrüttet, dass sie kaum Hilfe von aussen erwarten darf. Als ihre eigene Grossmutter im Sterben liegt, sucht sie Hilfe bei ihrem im Kloster lebenden Bruder Mathis. Sie müssen fliehen, isolieren sich zum Schutz im Wald und schliessen sich schliesslich mehr oder weniger freiwillig einem Geisslerzug an. In Genf trennten sich die Wege der Geschwister, aber auch da ist die Pest alles was ihr Leben dominiert.  Parallel zu dieser Geschichte, die im Mittelalter spielt, gibt es einige kurze Einschübe, die über das Schicksal von AIDS Kranken berichten. Mit der Zeit werden die Parallelen der alten und der modernen Seuche augenfällig. Das Buch ist einfach zu lesen und hat einen angenehmen Schreibstil. Auch die Geschichte erscheint sehr glaubhaft und könnte sich tatsächlich so ereignet haben. Mir gefiel die Schilderung der Pest und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Etwas befremdlich mutete jedoch der Schluss an. Ich verstand nicht ganz was zum Beispiel 'Lausprecherstimmen' und 'Funkgeräte' in einer mittelalterlichen Schilderung zu suchen haben?! Auch der Inhalt des Endes - den ich natürlich nicht verrate - war für mich eher unbefriedigend. Ich hätte mehr erhofft! Die modernen Einschübe über die Krankheit AIDS regten einem zum Denken an. Die hier gezogene Parallele fand ich gut. Die Umsetzung dagengen nicht besonders. Oftmals unterbrachen diese Splitter den Erzählfluss der Mittelalterschilderung unangenehm und wiederholten sich zum Teil mühsam. Einen richtigen Sinn, resp. Zusammenhang dieser modernen Fragmente war für mich auch nicht ersichtlich. Meiner Meinung nach hätte die Parallelgeschichte verständlicher ausgeführt werden müssen. Trotz diesen Mangelpunkten finde ich das Buch durchaus lesenswert, da die Schilderung der Pest - insbesondere ihren Einfluss auf die Gesellschaft - sehr gut dargestellt wurde.

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  • Rezension zu "Die Seuche" von Lukas Hartmann

    Die Seuche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. April 2010 um 21:44

    Im 14. Jahrhundert wütet die Beulenpest im Kanton Bern. Nachdem auch ihre Grossmutter ein Opfer dieser Seuche geworden ist, holt Hanna ihren Bruder aus dem benachbarten Kloster, und zusammen fliehen sie mit unbestimmtem Ziel. Unterwegs treffen sie andere Seuchenflüchtlinge, die jetzt im Wald wohnen, und später Gruppe, die überzeugt ist, sie könne Gott mit Selbstgeisselungen zum Eingreifen bewegen. Über Umwege landet Hanna bei einem Adeligen in Bern, der sie anfleht, seine kranke Frau gesund zu pflegen – heimlich, da man noch nicht weiss, ob auch hier wieder die Pest zugeschlagen hat. Dazwischen sind Immer wieder Splitter aus der "Gegenwart" ( bzw. frühe 1990er Jahre, als das Buch erschien) eingestreut, die auf die moderne Seuche AIDS aufmerksam machen. Es ist eine seltsame Welt, die der Autor hier zeichnet. Die Solidarität der Menschen untereinander ist der Angst gewichen, kaum jemand ist mehr fähig, einigermassen vernünftig zu handeln. Sehr gut gefiel mir die rhythmische, klare Sprache der Erzählung, die diese Atmosphäre, aber auch Details aus der Natur, sehr schön einfängt. Etwas weniger geglückt sind einige Nebenfiguren, vor allem Männer, die recht klischeehaft daherkommen. Und wenn dann im mittelalterlichen Bern ein Drogenjunkie, ein Polizist mit Schlagstock und ein Funkgerät auftauchen, ist das für meinen Geschmack keine gelungene Verbindung der beiden Erzählebenen, sondern ziemlich ärgerlich, zumal der Rest historisch glaubwürdig wirkt. Zum Glück sind diese nur ganz kurze „Ausrutscher. Dafür einen kleinen Abzug, aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Die Seuche" von Lukas Hartmann

    Die Seuche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2008 um 17:19

    Ein grossartiges Buch vom Schweizer Schrifsteller. Lukas Hartmann ist es gelungen interessant und wirklichkeitsgetreu den Ausbruch der Pest im 14. Jahrhundert in Bern (Schweiz) zu beschreiben.