Lukas Hartmann Finsteres Glück

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Inhaltsangabe zu „Finsteres Glück“ von Lukas Hartmann

Das Leben des achtjährigen Yves wird in einer einzigen Sekunde brutal entzweigerissen, in ein Vorher und Nachher. Die Psychologin Eliane Hess, die ihm über den Verlust der Eltern hinwegzuhelfen versucht, ist gleichzeitig erschüttert und fasziniert von dem traumatisierten Jungen. Sein Schicksal geht ihr nahe – es leuchtet hinein in ihre eigene Vergangenheit. Nach der Begegnung mit Yves kann auch Elianes Leben und das ihrer beiden Töchter nicht mehr dasselbe sein. Ein berührender Roman über Geborgenheit und Verlust; über die Familienbande, die wir nicht lösen können, und diejenigen, die wir selbst knüpfen.

Interessantes Thema, aber mit zu verkopft und ich finde auch keinen Zugang zu den Personen.

— hebersch
hebersch

Dicht atmosphärisch beschreibt Lukas Hartmann den steinigen Weg eines schwer traumatisierten Jungen zurück in ein Stück Normalität.

— conny
conny

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  • Ein schlimmes Schicksal mit weisen Worten

    Finsteres Glück
    Callso

    Callso

    14. April 2014 um 09:10

    Wie funktioniert Familie? Und wie kann man als kleiner Junge auch nur ansatzweise die schlimmste aller Tragödie verarbeiten? Mit diesen schwierigen Fragen beschäftigt sich der Roman. Ein sehr ungeschminktes und sehr ernstes Buch. Kein Buch, das Fakten verschönt oder dem Leser etwas vorgaukelt. Bei einem Familienausflug hat die Familie vom achtjährigen Yves einen schweren Autounfall. Beide Eltern und beide Geschwister sterben, der Junge jedoch überlebt als einziger mit leichten Verletzungen. Wie kann man dieses Schicksal verdauen, verarbeiten? Wer kümmert sich um den Jungen. Die Romanfigur der Therapeutin Elaine nimmt sich dem Schicksal an und versucht trotz ihrer Herausforderungen in der eigenen Familie das Schicksal zu meistern. Der Roman ist eine hervorragende Studie über das ganz langsame Heranführen des Jungen ans die Wirklichkeit. Ein berührendes und intensives Buch. Dabei formuliert Lukas Hartmann zurückhaltend und abgeklärt. Ein großes Lob; ansatzweise taugt das Werk als hervorragende Anleitung bzw. als zweckmäßiges Sachbuch. Ein Buch, dem ich sehr gerne gefolgt bin. Ein Werk, in das man tief eintaucht und das man schwerlich aus den Knochen schütteln kann.

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  • Rezension zu "Finsteres Glück" von Lukas Hartmann

    Finsteres Glück
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. May 2012 um 12:54

    Der neue Roman des Schweizer Schriftstellers Lukas Hartmann ist ein sowohl spannendes, als auch bewegendes literarisches Zeugnis über die Kraft und die Bindungsenergie der Familie. Er erzählt die Geschichte der Psychologin und alleinerziehenden Mutter von zwei Töchtern Eliane Hess, die im Sommer 1999 ins Krankenhaus gerufen wird, um den achtjährigen Yves psychologisch zu betreuen. Der war schwer traumatisiert in die Klinik eingeliefert worden, nachdem er mit seinen Eltern in einem Tunnel verunfallt war. Die Eltern und seine Schwestern sind sofort tot, der Junge überlebt schwer verletzt. Elaine, die die Geschichte in der Ich-Form erzählt, stürzt sich in die Arbeit mit dem Jungen, sie ist bewegt und gleichzeitig gebannt von seinem Schicksal, konfrontiert es sie doch immer mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit. Bis die Frage geklärt ist, wer das Sorgerecht für den Jungen bekommt, nimmt Elaine den kleinen Yves sogar bei sich in der Familie auf. Doch bald schon muss sie ihn wieder loslassen, denn seiner Tante wird die Vormundschaft übertragen. Das wiederum belastet Elaine ungemein. Immer wieder will sie erfahren, wie es dem Jungen geht, dem es in seinem neuen Zuhause zusehends schlechter geht. Irgendwann trifft die den Jungen behandelnde Kollegin von Elaine die Entscheidung, den Behörden zu empfehlen, dass Elaine sich um den Jungen kümmern darf. Während dieser ganzen Zeit wird Stück für Stück eine schwierige Vergangenheit von Elaine ausgebreitet und man beginnt immer besser zu verstehen, was das Schicksal des Jungen mit ihrem eigenen zu tun hat. Und sie kommt dem immer noch ungelösten Rätsel näher, warum Yves den Unfall nicht verarbeiten kann … Ein beeindruckender Roman, den ich nur empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Finsteres Glück" von Lukas Hartmann

    Finsteres Glück
    Stephenie

    Stephenie

    29. December 2011 um 21:03

    Gleich vorneweg; wenn der Autor nicht so einen angenehmen, fliesenden Stil gehabt hätte, weiß ich nicht ob ich das Buch dann bis zu Ende gelesen hätte. Es fängt gut an, leicht mysteriös, mit dem tragischen Familienunglück. Das dann den einzigen Überlebenden - den jüngsten Sohn - und die engagierte aber festgefahrene Therapeutin zusammenführt. Aber als ich fertig war, hab ich mich gefragt was genau eigentlich der Sinn dieser Geschichte sein soll.

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  • Rezension zu "Finsteres Glück" von Lukas Hartmann

    Finsteres Glück
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. December 2011 um 10:24

    Der neue Roman des Schweizer Schriftstellers Lukas Hartmann ist ein sowohl spannendes, als auch bewegendes literarisches Zeugnis über die Kraft und die Bindungsenergie der Familie. Er erzählt die Geschichte der Psychologin und alleinerziehenden Mutter von zwei Töchtern Eliane Hess, die im Sommer 1999 ins Krankenhaus gerufen wird, um den achtjährigen Yves psychologisch zu betreuen. Der war schwer traumatisiert in die Klinik eingeliefert worden, nachdem er mit seinen Eltern in einem Tunnel verunfallt war. Die Eltern und seine Schwestern sind sofort tot, der Junge überlebt schwer verletzt. Elaine, die die Geschichte in der Ich-Form erzählt, stürzt sich in die Arbeit mit dem Jungen, sie ist bewegt und gleichzeitig gebannt von seinem Schicksal, konfrontiert es sie doch immer mehr mit ihrer eigenen Vergangenheit. Bis die Frage geklärt ist, wer das Sorgerecht für den Jungen bekommt, nimmt Elaine den kleinen Yves sogar bei sich in der Familie auf. Doch bald schon muss sie ihn wieder loslassen, denn seiner Tante wird die Vormundschaft übertragen. Das wiederum belastet Elaine ungemein. Immer wieder will sie erfahren, wie es dem Jungen geht, dem es in seinem neuen Zuhause zusehends schlechter geht. Irgendwann trifft die den Jungen behandelnde Kollegin von Elaine die Entscheidung, den Behörden zu empfehlen, dass Elaine sich um den Jungen kümmern darf. Während dieser ganzen Zeit wird Stück für Stück eine schwierige Vergangenheit von Elaine ausgebreitet und man beginnt immer besser zu verstehen, was das Schicksal des Jungen mit ihrem eigenen zu tun hat. Und sie kommt dem immer noch ungelösten Rätsel näher, warum Yves den Unfall nicht verarbeiten kann ... Ein beeindruckender Roman, den ich nur empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Finsteres Glück" von Lukas Hartmann

    Finsteres Glück
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    30. September 2010 um 18:32

    Ein Auto knallt gegen eine Tunnelwand. Ein tödlicher Unfall oder Absicht? Nur ein achtjähriger Junge überlebt, seine gesamte Familie ist tot. Wie kann ein Kind dieses Trauma verarbeiten? Eine Psychologin und Traumaexpertin wird hinzugezogen. Sie soll in einem Gutachten klären, bei wem der Junge leben soll und ob er zur Aufklärung der Frage, ob es sich um einen Unfall oder um Absicht handelte, beitragen kann. Schnell wird klar, dass die Familie von Gewalt und Problemen belastet war. Probleme machen auch die einzigen noch vorhandenen Verwandten des Jungen. Seine Großmutter, die Mutter des Vaters, und seine Tante, die Schwester der Mutter. Beide wollen ihn zu sich nehmen, aber beide lehnt er ab. Die Psychologin nimmt ihn deshalb erst einmal bei sich auf. Obwohl das hoch unprofessionell ist und obwohl sie schon mit ihren eigenen pubertierenden Töchtern nicht besonders gut klar kommt. Sie findet nur schwer Zugang zu dem Jungen. Aber als das Gericht entscheidet, dass der Junge zur Tante muss, verschlimmert sich sein Zustand. Erneut handelt die Psychologin entgegen aller Vernunft und nimmt Yves mit Einverständnis der Tante ganz bei sich auf. Der professionell erforderliche Abstand ist nun völlig dahin. Aber vielleicht muss man ja manchmal unprofessionell handeln und einfach dem Herzen folgen? Was ist das Beste für den Jungen? Was hilft ihm, sein Trauma zu verarbeiten? Geht das überhaupt? Und, vor allem: Was ist eigentlich wirklich in dieser Familie vor sich gegangen? Was hat die Tragödie verursacht? Ich fand das Buch sehr berührend. Und wie immer bei Lukas Hartmann ist es hervorragend geschrieben.

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  • Rezension zu "Finsteres Glück" von Lukas Hartmann

    Finsteres Glück
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. August 2010 um 14:58

    Erstmal möchte ich anmerken, wie vielfältig die Themen der Bücher von Lukas Hartmann doch sind. Las ich vor kurzem noch den historischen Seefahrtsroman von Captain James Cook, Bis ans Ende der Meere. Was aber immer zu finden ist in seinen Büchern, ist die sprachliche Vielfalt und das Können vom Autor, menschliche Gefühle perfekt zu beschreiben. In dieser Geschichte versucht die Schweizer Psychologin Ersthilfe zu leisten, bei einem Knaben, der als einziger den (selbstverschuldeten?) Autounfall seiner Familie überlebt. Die Psychologisch gerät dann aber selbst in einen Strudel der Dunkelheit und ihre Vergangenheit holt sie ein. Genau dieser Punkt ist mir ein wenig zu übertrieben dargestellt. Man stelle sich vor, wenn dieser Fall wirklich geschehen würde, eine Psychologin die helfen sollte, aber eigentlich selbst Hilfe benötigt und meiner Meinung nach Fehler begeht, die jedem behandelnden Therapeuten die Berufserlaubnis entziehen würde. Ein nachdenkliches, trauriges Buch, bei dem am Ende doch die Sonne scheint und sich alles dem Guten zuzuwenden scheint.

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