Lukas Hoffmann

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Lukas Hoffmann

Lukas Hoffmann, in Heidelberg geboren, ist nach dem Abitur zwei Jahren auf Reisen gewesen. Danach hat er in Dresden, Köln und Buenos Aires Geografie und Spanisch studiert. Nach dem ersten Staatsexamen absolvierte er das Zweitstudium Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Er lebte und arbeitete von 2015 bis 2020 als freier Autor und Journalist in Köln, seit 2021 ist er Reporter beim Handelsblatt. »Wodka und Tigerente« ist sein Debütroman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Lukas Hoffmann

Cover des Buches Wodka und Tigerente (ISBN: 9783963113857)

Wodka und Tigerente

 (3)
Erschienen am 01.05.2021

Neue Rezensionen zu Lukas Hoffmann

Cover des Buches Wodka und Tigerente (ISBN: 9783963113857)-

Rezension zu "Wodka und Tigerente" von Lukas Hoffmann

Wodka und Tigerente
-Anett-vor 7 Monaten

Der 16jährige Alexander wohnt mit seinem Vater in Heidelberg. Es geht ihm eigentlich gut, ist aber, wie die meisten in dem Alter, weder Fisch noch Fleisch. Immer wieder hat er seinen Vater nach der Mutter gefragt, aber nie eine Antwort bekommen. So hat er dies seit Jahren hingenommen, dass der Vater nicht darüber sprechen will. Überhaupt scheinen die beiden nicht wirklich viel miteinander zu sprechen. Aber dann wird eines Tages der Vater in der Villa erschossen und er gibt seinem Sohn noch eine Telefonnummer. Diese Nummer führt Alex nun nach Russland und ein Abenteuer und Roadmovie beginnt!


Ich liebe Roadmovies, ich lese einfach immer wieder gerne Bücher über dieses Thema und habe mich auch sehr gefreut, als ich das Buch in den Händen hielt. Ging es doch mal in eine ganz andere Richtung, nämlich gen Osten. Alex macht sich mit seinem Freund Totti nach Russland auf. Mit Totti verbindet ihn eine Freundschaft weniger Worte, so scheint es auch das ganze Buch hindurch, dass die beiden nicht viele Worte benötigen, um sich so gut zu verstehen – die Freundschaft wirkte auf mich schon ganz Besonders. Totti ist der, der alles etwas lockerer sieht, der denkt, dass sich alles irgendwie findet und dies passte so gut zu Alex, der manches mal extrem aufgewühlt war.

Denn Alex hat erfahren, dass er eine Tante in Russland hat und von dieser erfährt er, dass seine Mutter noch lebt. Irgendwo in Russland. Und so fahren die beiden Freunde mit ihrer „Tigerente“ durch Belarus, Kasachstan und Russland, um schliesslich nach Sibirien zu kommen. Und diese Fahrt dahin ist so gut!


Was die beiden unterwegs erleben hat mir wirklich gut gefallen. Der Autor räumt auf mit Vorurteilen und zeigt die Menschen, wie sie sind. Hauptsächlich nämlich richtig gastfreundlich, die vieles mit den beiden teilen. Aber sie treffen auch auf sich schlagende Jugendliche und landen auch mal im Gefängnis. Werden beschossen, aber hauptsächlich bewirtet. Alex verliebt sich, aber immer zu seiner Seite steht Totti. Ein wunderbarer Mix, mit einem so schönen Schreibstil, dass es mir einfach machte, das Buch in einem Rutsch zu lesen.


Es ist eine Art Reisebericht, und man hat den Eindruck, der Autor weiß ganz genau, von was er schreibt. Er beschreibt Land und Leute, da er selbst eine zeitlang dort unterwegs war, das merkt man dem Buch gut an. Es ist aber nicht nur ein Roadmovie, es hat auch Aspekte eines Öko-Krimis.


Das Ende war überraschend, ohne das ich zu viel verraten möchte, so kann man doch sagen, dass Alexander auf dieser Reise gereift ist und wichtige Erkenntnisse gefunden hat.

Ein wirklich wunderbares Buch!

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Cover des Buches Wodka und Tigerente (ISBN: 9783963113857)N

Rezension zu "Wodka und Tigerente" von Lukas Hoffmann

Wodka und Tigerente
NicolePvor einem Jahr

Der Vater des 16-jährigen Alex wird erschossen. Unter Schock stehend fährt Alex mit dem 2CV seines Vaters zu seinem Freund Totti. Es entsteht ein Roadmovie, welches die beiden Kumpels bis nach Sibirien führt.

Dieser Roman ist irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch. Da wird ein Vater erschossen, und sein Sohn wartet nicht auf den Krankenwagen und die Polizei, sondern fährt von Heidelberg zu seinem Freund nach Österreich. Von dort startet dann das Abenteuer, die unbekannte Mutter von Alex zu finden.

Die beiden treffen während ihres Abenteuers auf die unterschiedlichsten Menschen, manche Begegnung ist jedoch sehr unwahrscheinlich in der Realität und wirkt an den Haaren herbeigezogen. Leider kann ich ohne zu spoilern nicht darauf eingehen.

„Wodka und Tigerente“ ist ein eher spannungsloser Roman. Die Figuren bleiben flach und farblos. Annehmbar sind die Beschreibungen von Landschaft, Bevölkerung und Pannen. Hier merkt man, dass der Autor bereits selbst mit Freunden und zwei 2CVs dort gewesen ist.

Aus diesen Erlebnissen hätte Lukas Hoffmann besser eine Reisebeschreibung mit Fotos gemacht, als eine fiktive Geschichte mit Mord und verschwundener Mutter zu entwickeln. Das Werk besteht für mich zudem aus einigen Logikfehlern, was das Lesen etwas nervig hat werden lassen. Der Mord war so beispielsweise eine Art „Einstieg“ in den Roman, und die Suche nach der Mutter diente zur Beschreibung der Reise und Erlebnisse.

Ich danke dem Mitteldeutscher Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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